Petershausen

© Kulturamt Konstanz | Fotograf: Michael Schrodt

Eisenskulpturen Herosépark

Künstler: Jörg Siegele (*1952)
Standort: Herosépark, Nähe Fahrradbrücke
 
Die aus Holz und Eisen gefertigten Stelen werden von verschiedenen Formen gekrönt, die spitzen Schnäbeln, Hörnern, Krallen oder Tentakeln ähneln Die Skulpturen wurden anlässlich der Einweihung der Fahrradbrücke am 29. Juni 1991 im Herosépark aufgestellt. Eine der Skulpturen wurde auf der gegenüberliegenden Seite der Brücke platziert (S. 41/Nr. 59), an der täglich tausende Radfahrende vorbeifahren. Ursprünglich wurden die Stelen 1988 im Rahmen einer Ausstellung des Kunstverein Konstanz gezeigt.

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Fische im Landratsamt

Künstler: Markus Brenner (*1963)
Baujahr: 2013
Eigentümer: Kunststiftung Landkreis Konstanz
Standort: Landratsamt am Benedektinerplatz(Petershausen)
 
Die Statements auf den Badeanzügen der Fische – „Hope“, „Rich“, „Game over“ – mahnen vor einer nicht gerade glorreichen PolitikerInnen-Karriere: Erst HoffnungsträgerIn dann Korruption, schließlich Karriereende. Gleichzeitig stellt das Werk Fragen wie: „Wohin schwimmt die Gesellschaft?“, „Wer profitiert?“, „Wer verliert?“ und „Welche Hoffnung setzt man in PolitikerInnen und welche Verantwortung tragen sie?“. Das Werk ruft hier dazu auf, gegen den Strom zu schwimmen. Dafür gibt es kaum einen besseren Ort als vor dem „Großen Sitzungssaal“ des Landratsamtes.

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Friedrichsbank

Baujahr: 1907
Eigentümer: Stadt Konstanz
Standort: Lorettowald / Beethovenstraße (Allmannsdorf)
 
Als ruhiger, romantischer Ort war die Friedrichsbank bekannt und manche Liebe fürs Leben soll hier ihren Anfang genommen haben. Bei ihrer Aufstellung zu Ehren des Großherzogs Friedrich konnte man von der Bank aus noch über Wiesen und Wasser zur Konstanzer Innenstadt schauen – vermutlich auch noch 1911, als die Bank durch die Urgroßmutter des Grafen Bernadotte an die Stadt Konstanz gespendet wurde. Heute blickt man stattdessen auf die Wohnhäuser der Beethovenstraße.

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Gebhardsbrunnen

Künstler: Hans Stingl (*1910 - †1995)
Baujahr: 1850
Eigentümer: Stadt Konstanz
Standort: Mozartstraße 8
 
Das Holzrelief und die Inschrift des Gebhardsbrunnens verweisen auf eine Legende um Bischof Gebhard von Konstanz: Dieser Legende zufolge hatten Maler beim Bau der Kirche Petershausen ihre Farben im Boden vergraben, um eine Pause einlegen zu können. Als der Bischof den Stillstand der Arbeiten bemerkte, fragte er nach dem Grund. Die Maler verwiesen daraufhin auf das Fehlen der Farben. Der Bischof soll die Maler dann genau zu der Stelle geführt haben, wo sie die Farben zuvor vergraben hatten und stieß dort seinen Stab in den Boden. Die Maler gruben daraufhin die Farben wieder aus, woraufhin Wasser aus dem Loch sprudelte und dort in Brunnen errichtet wurde.

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Graffiti zum Konziljubiläum

Künstler: Emin Hasirci
Entstehungsjahr: 2014
Standort: Unterführung an der alten Rheinbrücke (Petershausen, Sternenplatz)
 
Unter dem Motto „5 Jahre – 5 Köpfe – 5 Themen“ wurde die Unterführung der alten Rheinbrücke anlässlich des Konziljubiläums umgestaltet. Dargestellt sind fünf Persönlichkeiten aus der Konzilszeit: König Sigismund, Jan Hus, Imperia, Papst Martin V. und Oswald von Wolkenstein. Auf der 30 x 3 m großen Fläche wurden mit Hilfe von insgesamt 235 Sprühdosen der Bogen vom mittelalterlichen Sujet zum zeitgenössischen Medium Graffiti geschaffen.

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Kaiser-Friedrich-Denkmal

Künstler: Hans Baur (*1829 - †1897)
Baujahr: 1892
Eigentümer: Stadt Konstanz
Standort: Sternenplatz, neben dem archäologischen Landesmuseum (Petershausen)
 
Die aus carrarischem Marmor geschaffene Büste zeigt Friedrich III. Unter der entsprechenden Inschrift auf dem roten Sandsteinsockel, ist das Signet des Kaisers zu sehen: ein Siegeskranz aus Lorbeer und Eiche. Die Büste wurde anlässlich des 25-jährigen Bestehens des „6. Badischen Infanterie-Regiment Nr. 114“ aufgestellt. Ehemalige und FreundInnen des Regiments stifteten sie zusammen mit der Stadt Konstanz. Die Büste samt Sockel besaß ursprünglich noch eine architektonische Einfassung und war zuerst am Sternenplatz aufgestellt, in der Umgebung des Offizierskasinos, Kasernentor und Kaserne des 114. Regiments.

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Kaufmannsbrunnen

Künstler: Adolf Schmidt (*1906 - †1991)
Baujahr: 1957
Eigentümer: Stadt Konstanz
Standort: Seestraße 33, Park Villa Prym (Petershausen)
 
Der Brunnen gehört zu der Parkanlage der Villa Prym an der Seestraße. Die Brunnenfigur wurde aus einem 12 t schweren Block fränkischen Muschelkalks gefertigt. Laut der Inschrift in der Bodenplatte, wurde der Brunnen von Konstanzer Kaufleuten und vom Kreis Konstanz gestiftet.

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Wandmalereien Villa Prym

Künstler: August Groh (1871-1944)
Entstehungszeitraum: 1908-1913
Eigentümer: Stadt Konstanz
Standort: Seestraße 33 (Petershausen)

Das Gebäude der heutigen Villa Prym wurde 1876 erbaut und 20 Jahre später an Gustav Prym, Mitglied einer Knopffabrikanten-Familie, verkauft. Dieser wollte es als Sommerhaus nutzen und modernisierte es umfassend. Zu den Modernisierungen gehörten auch die Wandmalereien auf der zur Seeseite ausgerichteten Fassade. Sie zeigen die Jagdszene aus der Hubertus-Legende, wonach Hubertus bei der Jagd ein Hirsch begegnete, der ein Kreuz im Geweih trug. Nach diesem Ereignis entsagte Hubertus seinem zügellosen Leben und bekehrte sich zum Glauben. Als Patron der Kürschner und Metallbearbeiter verweist die Legende auf Parallelen zum Leben des Stifters Prym. Das berittene Paar der Jagdgesellschaft hat zudem Ähnlichkeiten mit einer Tochter Pryms und dessen Schwiegersohn.

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Leinerkreuz

Baujahr: 1863
Eigentümer: Stadt Konstanz
Standort: Mainaustraße etwa Höhe Franz-Liszt-Straße (Petershausen) 
 
Schon seit 1723 stand auf dem Salzberg, am ehemaligen Pilgerweg nach Loretto, ein Kreuz. Das erste, hölzerne Kreuz, wurde 1863 durch einen Sturm zerstört. Die Stiftungsurkunde Ulrich Leiners verfügte, dass ein neues Kreuz errichtet werden solle. So wurde ein neues Kreuz aus Stein aufgestellt, das durch einen von Leiner mitsamt der Stiftungsurkunde hinterlegten Betrag finanziert werden konnte. Die aus Sandstein gearbeitete Christusfigur wurde aufgrund der starken Verwitterung 1898 durch eine Figur aus weißem Marmor ersetzt. 2010 wurde das Kreuz von Wolfgang Rolle erneut restauriert. Wegen Straßenbauarbeiten wurde es mehrfach versetzt und seit 1953/54 schmückt das neugotische – auch „schöne Kreuz am Salzberg“ genannte – Kruzifix den Wegesrand der Mainaustraße

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Seliger Heinrich Suso Figur

Künstler: Matthias Blessing
Baujahr: 1987
Standort: Taborweg 32 (Petershausen)
 
Das lebensgroße, steinerne Halbrelief steht auf der Wiese vor der Suso-Kirche. Der mittelalterliche Mystiker und Dominikaner Heinrich Suso – auch Heinrich Seuse genannt – wirkte unter anderem in Konstanz, wo er im Alter von 13 Jahren in den Konstanzer Dominikanerorden eintrat. Er wird von der katholischen Kirche als Seliger verehrt und seine Geschichte kann auf der Rückseite der Figur nachgelesen werden.

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Vater und Sohn

Künstler: Iwan Slawov (*1952)
Aufstellungsjahr: 1986
Eigentümer: Stadt Konstanz
Standort: Seestr. 33 / Park Villa Prym (Petershausen)
 
Die Figurengruppe wurde zunächst anlässlich einer Ausstellung über Bulgarien im hinteren Rathaushof aufgestellt. Die Ausstellung führt die Stadt Konstanz gemeinsam mit der Firma Byk Gulden durch und sollte den Kontakt zwischen der Bundesrepublik und der Volksrepublik Bulgarien vertiefen. Nach Ende der Ausstellung erwarb die Stadt Konstanz die Figurengruppe, die heute vor der Villa Prym steht.

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Wandlungen, 3 Orte, 3 Sätze

Künstler: Nierhoff, Ansgar (*1941 - †2010)
Aufstellungsjahr: 1995
Standort: Benediktinerplatz (Petershausen)
 
Das Ensemble „Wandlungen, 3 Orte, 3 Sätze“ setzt sich aus einer Kugel, einem Block, einem Ring, einer vierteiligen Platte, einem Stab und einer Ronde zusammen. Mit dem Werk gewann der Künstler 1990 den Wettbewerb des staatlichen Hochbau- und Universitätsbauamts und fünf Jahre später fanden die Objekte ihre dauerhafte Heimat am Benediktinerplatz zwischen dem Polizeipräsidium und dem Archäologischen Landesmuseum.

© Rebecca Koellner 

Tag und Nacht

Künstler: Rebecca Koellner (*1968)
Entstehung: 2020
Eigentümer: Stadt Konstanz
Standort: Seestraße (Petershausen)

Mit nachtleuchtender Farbe wurden lyrische Texte der Künstlerin an neun Bäume der Seestraße angebracht. Die Texte handeln von Liebe, Geborgenheit, Partnerschaft und der Ausnahmesituation der Coronapandemie. Alle Texte entstanden im Jahr 2020. Bereits 2014 versah Rebecca Koellner mehrere Bäume an der Seestraße, damals noch mit Texten verschiedener SchriftstellerInnen. Gefördert vom Kulturamt der Stadt Konstanz und dem Landkreis Konstanz.