Um die Vielfältigkeit des kulturellen Schaffens in Konstanz widerzuspiegeln, finden Sie hier einige der Projekte, bei denen das Kulturamt Kooperationspartner ist.

»Kunst im Wohnzimmer«

Seit 2021 läuft das von Jana Mantel initiierte Kunstprojekt »Kunst im Wohnzimmer«, das vom Kulturamt Konstanz gefördert wird, die VHS Landkreis Konstanz ist Kooperationspartner.
Jana Mantel möchte in dem Projekt die Kunst über die Corona Pandemie Zeit hinweg am Leuchten halten und ihren sozialen und kommunikativen Wert in den Vordergrund rücken. „Kunst ist für mich in erster Linie Kommunikation“, sagt sie: „Kunst ist ein Thema, das kein richtig oder falsch kennt. Kunst verbindet Menschen, auch wenn die Geschmäcker verschieden sind. Es ist ein wunderbar neutraler und dennoch emotionaler Gesprächsaufhänger. Ich selbst könnte auch zu jedem meiner kleinen Kunstschätze eine spannende Geschichte erzählen.“
Ursprung der Idee für das Projekt war die Erfahrung, dass Menschen fast nie die Kunst entsorgen, wenn ein Haus oder eine Wohnung geräumt wird. Und das unabhängig davon, ob das Kunstwerk der Person selbst gefällt oder nicht. Diese spezielle Verbindung, die es da ganz offensichtlich zwischen Kunst und Eigentümer gibt, möchte Jana Mantel in Gesprächen mit Kunstbesitzern thematisieren. „Es gibt immer eine Geschichte hinter, vor oder neben einem Kunstwerk“, sagt sie. Niederschwellig soll so gezeigt werden, welchen Wert Kunst für Menschen hat oder haben kann. Im Vordergrund steht nicht, welchen Wert das Kunstwerk hat, sondern der Wert den es für den Menschen hat.

Kunst im Wohnzimmer gibt es inzwischen auch als Broschüre.

Charity- Auktion »Kunst hilft Helfen«

Die spontane Reaktion einer Konstanzer Autorin/Künstlerin auf die erschütternden Meldungen aus der Ukraine: Einen kleinen Kunstverkauf zugunsten von Hilfsprojekten von Kindern zu organisieren mit einer Handvoll Arbeiten, die Kolleg*innen stiften sollen. Die Sache war ein Selbstläufer. Ein paar Mails zum Anstoß und schon trudelten Spenden-Angebote von weiteren Kunstschaffenden ein, jeden Tag mehr. Schnell knüpfte sich ein Netzwerk aus mehr als 50 Menschen. Die Bereitschaft der Konstanzer Kunst-Szene, eine Arbeit für den Fundraiser zu stiften, war enorm. Innerhalb weniger Tage ist aus der kleinen Idee ein großer Event geworden: Eine Live-Versteigerung im Richental-Saal, das Kulturamt stellte ganz unbürokratisch die Infrastruktur, das Auktionshaus am See bot seinen Einsatz pro bono an. Zur Versteigerung stand eine große Bandbreite verschiedener Werke - Zeichnungen, Malereien, Skizzen, Druckgrafiken, Objekte, Photographien mit sehr unterschiedlichen künstlerischen Positionen. Ein spannendes Abbild künstlerischen Schaffens in Konstanz. Der Erlös aus der Versteigerung ging anschließend über einen Spendenlink direkt und sicher zu 100 Prozent an Ukraine-Projekte von Save the Children.
Jedes einzelne Werk wurde verkauft und es kamen sensationelle 14.000 Euro zusammen.

Bilder von Torben Nuding

Verónica Troncoso »Luises Garten«

Vorstellung des Kunstprojekts am 17. November 2021 um 18.30 Uhr im Wolkenstein-Saal

Die uns bekannten Geschichten über Frauen sind jene von Frauen in Positionen, die ausschließlich Männern vorbehalten waren: die erste Ärztin, die erste Rektorin einer Universität und so weiter. Und auch wenn diese weiblichen Eroberungen wichtig sind, werfen sie doch auch die Frage auf, welche soziale Struktur dazu geführt hat, dass es Geschichten gibt, die es wert sind, erzählt zu werden und andere nicht.
Dieses Kunstprojekt versucht von einer inneren und alltäglichen Ebene aus die Geschichten jener Frauen zu erzählen, die am Rande der offiziellen Erzählung geblieben sind, um durch diese Wissen, Formen der Liebe und Gewalttaten anzuerkennen, die diese Frauen erlebt und verschwiegen haben.
Luises Garten ist das zweite Kunstprojekt über Geschichten von Großmüttern, erzählt von ihren Enkelinnen. Es ist ein Projekt der chilenischen Künstlerin Verónica Troncoso, in dem sie mittels eines Audio-Walk die Geschichte von Luise Damme präsentiert (erzählt von ihrer Enkelin Gudrun Damm), einer deutschen Frau, die nach dem Ersten Weltkrieg geboren wurde, einen Nazisoldaten heiratete, ihre ersten zwei Söhne während des Zweiten Weltkriegs gebar, den sie nur mit den wenigen Mitteln, die den Frauen ihrer Epoche zur Verfügung standen, überlebte. Dennoch, trotz der Widrigkeiten, fand Luise in ihrem Garten einen Rückzugsort und machte aus diesem einen Ort der Liebe und des Überflusses für sie selbst und ihre Enkel.
Luises Garten ist die Geschichte der Entbehrungen, des Mangels und der Gewalt, die viele deutsche Frauen während des 20. Jahrhunderts ertragen mussten. Es ist auch die Geschichte der Fähigkeit zu überleben, sich zu organisieren und Orte der Fürsorge und Liebe zu kreieren.
Die Geschichte von Luise wird anhand der Jahreszeiten erzählt: Winter, Frühling, Sommer und Herbst. Jede Jahreszeit enthält Geschichten, die mit verschiedenen Gemüsen, Früchten, Bäumen und Blumen assoziiert werden, die es in dem Garten gab. Jede Geschichte ist in einem Teil der Städte Konstanz und Kreuzlingen verortet.
Die Idee des Kunstprojektes ist es, die Zuschauer dazu einzuladen, Teil dieser Geschichte zu sein, indem sie sie schauend, fühlend und hörend in der Stadt erleben.
„Als Frau und Künstlerin ist es mir sehr wichtig, diese Erinnerungen zu bewahren, einen Raum für sie zu schaffen und sie bekannt zu machen, denn ich glaube, dass in ihnen die Leben anderer Frauen enthalten sind, die es wert sind erzählt zu werden“, erklärt die Künstlerin Verónica Troncoso.
Am 17. November um 18.30 Uhr wird im Wolkenstein-Saal des Kulturzentrum am Münster, Wessenberg-Str. 43, das Kunstprojekt Luises Garten dem Publikum vorgestellt. Bei dieser Gelegenheit werden die Künstlerinnen Verónica Troncoso und Judith Bach eine Performance aufführen.

Das Projekt wurde gefördert durch den Kulturfonds der Stadt Konstanz.

Mehr Infos finden Sie unter Inicio - LUISES GARTEN.

Stadtsinfonie - Ein theatraler Spaziergang durch Konstanz
 
Am 11. und 12. September 2021 feierte das ortsspezifische Open- Air-Theaterprojekt »Stadtsinfonie Konstanz – eine theatrale Reise durch die Stadt« Premiere.
 
In kleinen Gruppen konnten sich Zuschauerinnen und Zuschauer auf eine erlebnisreiche Reise in Form eines theatralen Spaziergangs begeben.
Schauspieler*innen und Performer*innen begleiteten als kulturelle Reisebegleiter*innen die Zuschauenden auf dieser Entdeckungstour der künstlerischen Art, bei der auch sonst verborgene und weniger bekannte Ecken bespielt werden.

Mitwirkende: Alex Behning, Xenia Bleyl, Antonio Cabello, Peter und Barbara Evers, Stefan Gritsch, Beate Hessler, Barbara Marie Hofmann, Just4Feet (STEPraum KonsTANZ), Andreas Kohl, der Band «Ladies First» (Heather Fyson, Thea Tanneberger, Gaby Wunderlich), Frank Lettenewitsch, Julia Matt, Katharina Puchner, Christine Rollar, Karl-Ulrich Schaible, Jennifer Schecker, Marc Schloßarek (TmbH), Ansgar Schäfer (TmbH), Duke Span u.v.a.m.

Konzept und Idee: Claudia Brier, Annie Lenk
Künstlerische Mitarbeit: Julia Bach, Alex Behning
Künstlerische Leitung, Regie: Claudia Brier
Ausstattung: Julia Bach, Annie Lenk
Ausstattungsassistenz: Leonard Kaltenbrunner

Weitere Infos finden Sie  hier.

IT MUST BE LOVE - neil labute meets stephen sondheim. 
Künstlerin: Anne Simmering

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v.l.n.r.: Julian Härtner, Anne Simmering, Andreas Kohl

Passion
Künstlerin: Claudia Heinle

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Doppelausstellung »An die Grenze kommen«

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Kooperation in der Kultur

Der Kultursektor im Bodenseeraum muss in den kommenden Jahren enorme gesellschaftliche und strukturelle Veränderungen wie die digitale Transformation, den Wandel von Freiwilligenarbeit und Vereinsleben, neue Anforderungen von Mobilität und Tourismus und die durch die COVID-19 Pandemie erfolgten tiefgreifenden wirtschaftlichen Einschnitte zu bewältigen. Das Projekt "Kooperation in der Kultur" soll die Potenziale einer grenzüberschreitenden Kooperation zur Lösung der Aufgaben herausarbeiten und eine strategische Vorgehensweise für die Zusammenarbeit im Kulturbereich in der Bodenseeregion für 2021 bis 2025 vorlegen.

Kunstnacht Konstanz Kreuzlingen

Gelingende Länder- und Kulturgrenzen überschreitende Zusammenarbeit stellt das Fundament der Kunstnacht Konstanz Kreuzlingen dar und macht sie zu etwas ganz Besonderem. Die reibungslose Zusammenarbeit, das Engagement aller Beteiligten und das über Grenzen gehende Kunst- und Kulturinteresse sind Garanten für eine bunte, vielfältige, inspirierende und aufregende Nacht.

Die Kunstnacht 2021 kann aufgrund der Corona-Pandemie leider nicht stattfinden. 

Mehr Infos finden Sie hier.