Abschluss des Aktionszeitraums Wilder Müll
Maßnahmen werden weitergeführt
Die Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) haben den Blick in den vergangenen Wochen verstärkt auf wilden Müll gerichtet, also die illegale Entsorgung im öffentlichen Raum. Dabei wurde nicht nur das Offensichtliche angesprochen – der zunehmende Müll am Straßenrand – sondern auch mit häufigen Irrtümern aufgeräumt. Im Rahmen des Aktionszeitraums wurden verschiedene Ansätze gegen illegale Entsorgung erprobt.
Die EBK haben zunächst auf Orte hingewiesen, die zunehmend für illegale Entsorgung missbraucht werden: Altglas- und Alttextilcontainer. Es wurde aufgeklärt: Diese Containerstandplätze sind keine öffentlichen Müll-Ablageplätze. Dies wurde über verschiedene Medien, Kanäle sowie mit Aufklebern und Plakaten vor Ort kommuniziert. Eine radikale Maßnahme war der Beschluss zum Abbau der Container im Erich-Bloch-Weg. Dort konnte der Betrieb aufgrund stetiger Vermüllung nicht mehr aufrechterhalten werden.
Auch Verschenke-Kisten stellen ein zunehmendes Problem dar: Einmal im öffentlichen Raum fühlt sich schnell niemand mehr für die Gegenstände verantwortlich. Die Stadtreinigung der Technischen Betriebe Konstanz (TBK) muss immer mehr Zeit und Geld aufbringen, um Möbel und Kisten dieser Art zu entsorgen. Also wurde mehrfach erklärt, warum Verschenke-Kisten im öffentlichen Raum nicht erlaubt sind und Gegenstände besser direkt weitergegeben werden. In Konstanz gibt es dafür zum Beispiel das Fairkauf Gebrauchtwarenkaufhaus oder man nutzt eine der zahlreichen Online-Börsen.
Illegale Entsorgung ist kein Kavaliersdelikt. Auch darüber haben die EBK berichtet. Der Kommunale Ordnungsdienst hat in den vergangenen Wochen verstärkt an bekannten Hotspots kontrolliert, um den Verursachenden auf die Spur zu kommen. Auch das war erfolgreich: Es wurden vermehrt Ordnungswidrigkeiten angezeigt, auf die entsprechende Bußgelder folgen.
Auf eine Kooperation sind die EBK besonders stolz: Die Zusammenarbeit mit dem Smart Green City Projekt „Innenstadt von morgen“. Sechs Hochbeete, die bis vor kurzem noch Teil der Sommerorte in der Altstadt waren, verschönern nun zwei Containerstandorte in den Stadtteilen Petershausen-West und Fürstenberg.
Was erhoffen sich die EBK für die Zeit nach den Aktionswochen? Dass sich das gemeinschaftliche Verantwortungsgefühl für den öffentlichen Raum verstetigt. Dass Nachbarschaften wissen, wie Gegenstände einfach weitergegeben und wo sie korrekt entsorgt werden können.
