Der historische Gewölbekeller mit seinen mittelalterlichen Bauelementen bietet einen einmaligen Rahmen für zeitgenössische Kunst im Kulturzentrum am Münster. Er ist Projektraum für Gespräch, Austausch und künstlerische Reflexion und Treffpunkt für Kunstinteressierte und KünstlerInnen.

Als 1998 der Neubau des Kulturzentrum am Münster entstand, wurden im Foyer sowie im Untergeschoss Teile der alten Bausubstanz des Kellers integriert. Erhalten sind die heute noch über einen Kellerhals von der Katzgasse aus, sowie über das im Inneren des Gebäudes liegende Treppenhaus zugänglichen Kellergewölbe. Der fast quadratische Keller weist ein großes Kreuzgratgewölbe auf; das Wackenmauerwerk wurde immer wieder ergänzt und erneuert. Genutzt wurde er wohl als Kohlenkeller und Lagerraum.

Heute bietet der historische Gewölbekeller mit seinen mittelalterlichen Bauelementen auf etwa 70 m² einen einmaligen Rahmen für zeitgenössische Kunst im Kulturzentrum am Münster. Auf Grund seines außergewöhnlichen Charakters hat der Raum sich zu einem beliebten Ausstellungsraum in der Stadt entwickelt. Der Gewölbekeller steht für Kunstschaffende der freien Kulturszene aus Konstanz und der Region für Kunstprojekte zur Verfügung.

Veranstalter der Ausstellungen ist das Kulturbüro der Stadt Konstanz, das gemeinsam mit den beteiligten Künstlern und Künstlerinnen die besonderen Zusammenspiele von Raum und Kunst entwickelt. Einen mittelalterlichen Gewölbekeller mit moderner Kunst zu bespielen, ist herausfordernd und reizvoll zugleich. So sind die Ausstellungen im Gewölbekeller unter dem Motto »Kunst im Gewölbe« ebenso künstlerische Auseinandersetzung mit dem historischen Raum selbst. Dieser dient ebenso als Projektraum für Gespräch, Austausch und künstlerische Reflexion und ist Treffpunkt für Kunstinteressierte und Kunstschaffende.

Als zentraler Ort in der Stadt leistet der Gewölbekeller in Zeiten wachsender Mobilität der Menschen einen kleinen Beitrag zur Verortung von Kunst und Kultur in einem lokalen Umfeld. Das wiederum trägt zur Identifikation mit der eigenen Stadt, zur Orientierung und zu einem Gefühl von Sicherheit und Gemeinsamkeit bei.

Kommende Ausstellung

© Kulturamt

»THERE IS NO HIERARCHY IN CLIMAX« Hanna Stiegeler

Hanna Stiegeler – THERE IS NO HIERARCHY IN CLIMAX
28.09.. – 08.12.2019
Vernissage 27.09.19 um 19 Uhr
Wolkenstein-Saal, Kulturzentrum am Münster
Veranstalter: Kulturamt Konstanz

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Hanna Stiegeler ist diesjährige Preisträgerin des von der Stadt Konstanz verliehenen Förderpreises Junge Kunst! in der Sparte Bildende Kunst.
 
Ihre Arbeiten zeichnen sich neben ihrer konsequenten, klaren und äußerst zeitgenössischen Ästhetik durch ein sehr bewusstes und zugleich sehr sensibles Vorgehen aus, bei dem Inhalt und Materialität in einen intensiven Dialog treten. Auf Grundlage von fotografischem Material konstruiert sie Kippmomente und mit Bedeutungen aufgeladene Bildräume. Textil als Träger ist ebenso wie die Bildprojektion Teil ihres künstlerisch medialen Repertoires.
 
Hanna Stiegeler (*1985 in Konstanz) schloss 2016 ihr Studium bei Heidi Specker an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig ab. Seit ihrem Abschluss an der Hochschule konnte sie mit ihrer klaren Bildsprache in der Kunstszene immer mehr Fuß fassen und an erste Ausstellungsbeteiligungen während des Studiums erfolgreich anknüpfen.