Sparduschkopf: kleiner Wechsel – große Ersparnis
Produkte für mehr Nachhaltigkeit im Alltag
Einmaliger Aufwand, geringe Kosten, null Komfortverlust: Selten war Energiesparen so einfach und angenehm wie mit einem Sparduschkopf. Und noch dazu so wirksam: Durch den Austausch des Duschkopfs kann der Wasser- und Energieverbrauch um bis zu zwei Drittel gesenkt werden. Das schont auch die Haushaltskasse.
Wie viel Geld rauscht eigentlich zu Hause beim Duschen durch den Abfluss? Wie viel Zeit verbringt man in der Dusche und wie warm muss das Wasser sein? Im Durchschnitt sieht es in Deutschland so aus: Pro Kopf werden täglich insgesamt rund 121 Liter Trinkwasser verbraucht. Etwa ein Drittel davon entfällt auf die Körperpflege, insbesondere das Duschen. Herkömmliche Duschbrausen verbrauchen etwa 12 bis 15 Liter Wasser pro Minute. Für eine durchschnittliche Duschdauer von acht Minuten bedeutet das einen Wasserverbrauch von 96 bis 120 Litern pro Duschvorgang.
Neben dem Wasserverbrauch schlägt auch die Energie, die für das Erwärmen des Wassers benötigt wird, erheblich zu Buche. Warmwasser macht durchschnittlich 16 % des Energieverbrauchs eines privaten Haushaltes aus und ist dort – nach Heizung und Auto – einer der größten Energieverbraucher und Verursacher klimaschädlicher Emissionen wie CO2.
Effizient duschen, Energiekosten sparen
Dabei ist Energiesparen gerade beim Duschen sehr einfach: Effiziente Sparduschköpfe verbrauchen oft nur noch fünf bis sechs Liter Wasser pro Minute. Das bedeutet eine Einsparung von bis zu 60 % gegenüber herkömmlichen Modellen. Je nach Anzahl der Personen im Haushalt und des Energieträgers, der für die Warmwasserbereitung genutzt wird (Erdgas, Öl, Strom, Wärmepumpe), lassen sich durch die Nutzung eines Sparduschkopfes jährlich tausende Liter Warmwasser und weit über hundert Euro Energiekosten sparen.
Sparduschköpfe senken den Wasserdruck nicht
Eine häufige Befürchtung ist, dass Sparduschköpfe den Wasserdruck verringern und somit den Komfort einschränken. Moderne Modelle widerlegen diesen Mythos: Sie bieten einen angenehmen Duschstrahl und sparen dennoch Wasser.
Der Einbau eines Sparduschkopfes ist eine der einfachsten und effektivsten Maßnahmen, um aktiv zum Klimaschutz beizutragen. Mit geringem Aufwand können Wasser- und Energiekosten reduziert und Treibhausgasemissionen gesenkt werden. Gleichzeitig wird ein wichtiger Schritt in Richtung eines nachhaltigeren Lebensstils getan. Angesichts der geringen Anschaffungskosten – viele Modelle sind bereits für unter 30 Euro erhältlich – amortisiert sich die Investition innerhalb kurzer Zeit, je nach Energieträger für die Warmwasserbereitung, Duschdauer und Durchflussmenge des alten Duschkopfes kann das sogar bereits nach 10-mal Duschen der Fall sein. Spätestens aber nach wenigen Wochen bzw. Monaten hat man bei Wasser- und Energiekosten mehr gespart als der Sparduschkopf gekostet hat.
So funktionieren Sparduschköpfe
Sparduschköpfe reduzieren den Wasserverbrauch, ohne den Komfort des Duschens zu beeinträchtigen. Dies wird durch innovative Technologien erreicht:
- Luft-Wasser-Mischung: Ein Teil des Wassers wird durch Luft ersetzt. Dadurch entsteht ein gleichmäßiger, weicher Wasserstrahl, der dennoch als angenehm empfunden wird.
- Mechanische Durchflussbegrenzer: Diese drosseln den Wasserfluss, ohne den Wasserdruck spürbar zu senken.
- Präzise Wasserverteilung: Einige Modelle setzen auf besonders feine Düsen, die den Wasserstrahl effizient bündeln und so eine gründliche Reinigung ermöglichen.
Sparduschkopf-Einkaufstipps
Beim Kauf sollte man folgende Dinge beachten:
- Durchflussmenge: Auf die Angabe der Schüttmenge bzw. auf den Durchfluss pro Minute achten. Richtig wassersparend sind Duschbrausen mit einer Durchflussmenge von sechs Litern. Bezeichnungen wie „eco“ oder „sparsam“ sind keine Garantie für einen effizienten Duschkopf.
- Gewinde und Anschlüsse: passen immer. Das liegt daran, dass die Anschlüsse für Duschköpfe genormt sind. Hier kann man also nichts falsch machen.
- Wasserdruck: Je nachdem, wie der tatsächliche Wasserdruck zu Hause ist, spart man etwas mehr oder weniger Wasser. Durchschnittlich liegt der Wasserdruck bei drei bar, worauf sich auch die angegebenen Werte beziehen.
- Achtung bei hydraulischem Durchlauferhitzer: Hier kann es in der Kombination mit einem Sparduschkopf Probleme mit der Wassererwärmung geben. Denn hydraulische Durchlauferhitzer arbeiten mit dem Wasserdruck bzw. mit der Durchflussmenge. Sind Druck und/oder Durchfluss zu gering, schaltet sich der Durchlauferhitzer möglicherweise nicht ein, um das Wasser zu erwärmen. Hier helfen die Bedienungsanleitungen von Durchlauferhitzer und Sparduschkopf (lassen sich meist im Internet finden) weiter oder eine Beratung im Fachhandel.
- Besonders umweltfreundliche Duschbrausen sind mit dem Blauen Engel gekennzeichnet. Voraussetzung dafür ist, dass die maximale Durchflussmenge acht Liter beträgt, wodurch sie Wasser und Energie sparen. Produkte mit dem Blauen Engel sind zudem langlebig und robust und damit besonders nachhaltig.
Tipps, um bewusst mit Warmwasser umzugehen
- Beim Einseifen oder Rasieren unter der Dusche zwischendurch das Wasser abstellen.
- Kürzer duschen: Duschen verbraucht in der Regel weniger Wasser als baden. Wer seine Dusche (mit herkömmlichem Duschkopf und 15 Litern Wasserdurchfluss pro Minute) zehn Minuten laufen lässt, hat fast mehr Wasser als bei einem klassischen Vollbad verbraucht.
- Freunde und Verwandte motivieren, sich auch Sparduschköpfe zuzulegen.
So nutzt die Stadt Wärme aus Abwasser
In verschiedenen Konstanzer Gebäuden – darunter Wohngebäude am Petershauser Bahnhof – wird bereits Wärme aus dem Abwasser zum Heizen genutzt. Außerdem betreiben die Entsorgungsbetriebe mit dem in der Schlammfaulung gewonnenen Klärgas zwei eigene Blockheizkraftwerke und ein Nahwärmenetz auf dem Gelände der Entsorgungs- und Technischen Betriebe. Weitere Infos rund um das Thema Abwasser gibt es unter konstanz.de/entsorgungsbetriebe/abwasser
#WareWunder
Wie wir wohnen, was wir essen, wie wir uns fortbewegen, unser Konsum: Alles hat Auswirkungen auf Ressourcen, Klima und Artenvielfalt. Die Stadt Konstanz beteiligt sich an der Kampagne #WareWunder des Umweltbundesamts. Sie stellt Schlüsselprodukte vor, mit denen man ohne große Umstellung der eigenen Gewohnheiten umwelt- und klimaschonender leben kann.
