Was ist wirklich im Konstanzer Restmüll?

Ergebnisse der Sortieranalyse vom Mai 2026

Stichproben des Konstanzer Restmülls wurden von Hand sortiert und analysiert.

Im Mai 2026 wurde im Auftrag des Landratsamtes bei den Entsorgungsbetrieben Stadt Konstanz (EBK) eine repräsentative Restmüllsortieranalyse durchgeführt. Innerhalb einer Woche wurde der Konstanzer Restmüll von Hand sortiert und analysiert. Die Stichproben wurden repräsentativ ausgewählt, so dass Rückschlüsse auf die gesamte Stadt und den Landkreis möglich sind. 

Zu viel Bioabfall im Restmüll

Die nun vorliegende Auswertung zeigt: Mehr als die Hälfte der entsorgten Abfälle im Restmüll wurden falsch entsorgt. Es sind Wertstoffe, die eigentlich recycelt werden könnten. Beim größten Anteil davon, rund 28 % des Inhalts, handelt es sich um verwertbare Bioabfälle wie Lebensmittel, Grünschnitt und ähnliche Dinge. Dies ist umso ärgerlicher, da jedem Konstanzer Haushalt eine Biotonne zur Verfügung steht, die wöchentlich geleert wird. 

Falsch entsorgte Wertstoffe können nicht recycelt werden

Eine weitere große Gruppe von Fehlwürfen im Restmüll sind falsch entsorgte Verpackungen. Rund 15 % des Inhalts einer Restmülltonne sind Verpackungen aus Plastik, Verbundstoffen, Pappe, Karton, oder Glas. Diese Verpackungen gehören nicht in den Restmüll, sondern in den Gelben Sack, in die Altpapiertonne oder in die Glascontainer. 

Besonders problematisch: Batterien und Problemstoffe

Prozentual eher gering aber in der Auswirkung besonders problematisch sind Batterien, Elektrogeräte und Problemstoffe, die falsch in den Restabfalltonnen entsorgt wurden. Batterien können sich im Müllfahrzeug oder auf dem weiteren Entsorgungsweg entzünden und erhebliche Schäden anrichten. 

Stadt oder Land – wer trennt besser?

Je mehr Personen eine Mülltonne befüllen, desto schlechter funktioniert in der Regel die Abfalltrennung. Man könnte also erwarten, dass ländliche Gegenden besser abschneiden als die städtischen Quartiere mit Mehrfamilienhäusern und Großwohnanlagen. Die Auswertung zeigt: In Einfamilienhäusern wird tatsächlich etwas besser getrennt, aber die Unterschiede sind nicht sehr groß. Überall besteht Verbesserungsbedarf. 

Fragen? EBK Abfallberatung

Die EBK nehmen das Ergebnis als Bestätigung und Ansporn ihrer Arbeit. Denn Abfalltrennung ist viel mehr als nur ein viel belächeltes deutsches Klischee. Abfalltrennung ist gesetzliche Pflicht und gelebter Umwelt- und Ressourcenschutz. Und eigentlich auch ganz einfach. Bei Unsicherheiten hilft ein Blick in das online Abfall ABC der EBK oder eine Nachfrage bei der EBK Abfallberatung. 

(Erstellt am 29. September 2026 13:59 Uhr / geändert am 29. September 2026 14:13 Uhr)