Vorteile eines Fahrradparkhauses in der Innenstadt

Das geplante Fahrradparkhaus soll den neu gestalteten Bahnhofplatz und die Marktstätte entlasten. Der Technische und Umweltausschuss berät dazu voraussichtlich in seiner Sitzung am 09. Juni 2026. Die Vorteile eines Fahrradparkhauses im Überblick:
Rund um den neu gestalteten Bahnhofsplatz und entlang der Marktstätte drängen sich täglich Hunderte abgestellte Fahrräder. Rettungswege werden versperrt, der Fußverkehr muss ausweichen und die Außengastronomie kommt zu kurz. Aktuell werden im Bereich zwischen LAGO und Marktstätte bis zu 1.000 Fahrräder abgestellt – auf dem Bahnhofsplatz stehen dafür aber nur etwa 350 Stellplätze unter freiem Himmel zur Verfügung. Diese Lücke schließt sich nicht von selbst.
Stärkung des Mobilitätsknotenpunkts
Das geplante Fahrradparkhaus setzt genau hier an. Es schafft geordnete, sichere und witterungsgeschützte Abstellmöglichkeiten direkt am wichtigsten Mobilitätsknotenpunkt der Stadt und damit Platz für das, was die Marktstätte künftig sein soll: ein attraktiver, belebter öffentlicher Raum.
Die Umsetzung der ersten Musterfläche für die Umgestaltung der Marktstätte ist für 2027 vorgesehen. Eine Förderung von knapp 292.000 Euro aus dem Bundesprogramm „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen" ist bereits bewilligt.
Dass so ein Vorhaben funktioniert, zeigt sich in Tübingen: Die Radstation am dortigen Hauptbahnhof gilt als Paradebeispiel für modernes Fahrradparken. Rund 1.100 Stellplätze, eine Werkstatt und Schließfächer entlasten die Innenstadt spürbar.
Für Konstanz ist das Fahrradparkhaus keine Luxusinvestition, sondern eine sachlich begründete Zukunftsmaßnahme. Sie stärkt die Erreichbarkeit der Innenstadt, nützt PendlerInnen, dem Einzelhandel und dem Tourismus gleichermaßen und macht Konstanz ein gutes Stück lebenswerter.