23. Juni ist Tag der Daseinsvorsorge
„Es ist die tägliche Arbeit unserer Mitarbeitenden, die Verantwortung übernehmen und für die Infrastruktur sorgen, auf die wir uns alle verlassen“, so Gordon Appel, Geschäftsführer der Stadtwerke Konstanz. „Vieles geschieht dabei im Hintergrund, zuverlässig und an jedem Tag sowie rund um die Uhr. Dafür sagen wir danke!“ Der Tag der Daseinsvorsorge am 23. Juni, der vom Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU) bereits zum zehnten Mal ausgerufen wird, soll genau diese – oft unsichtbare – Arbeit sichtbar machen.
Einblick in die Trinkwasserversorgung: Die Wasser-Detektive
Sauberes Trinkwasser ist für die Konstanzerinnen und Konstanzer selbstverständlich – dahinter steckt jedoch ein erheblicher Aufwand. Die Stadtwerke Konstanz sorgen bereits seit 1905 für die sichere Versorgung mit Trinkwasser von bester Qualität. Heute erstreckt sich das Netz über rund 300 Kilometer und versorgt die Kernstadt sowie alle Ortsteile zuverlässig. Die Versorgung erfolgt vom Wasserwerk in Konstanz-Staad über die Hochbehälter Friedrichshöhe und Purren. „Unser Trinkwasser ist ein Qualitätsprodukt aus Konstanz und für Konstanz. Deshalb investieren wir kontinuierlich in moderne Technik, nahhaltige Energieversorgung und eine robuste Infrastruktur“, so Appel.
Ein spezieller Teilbereich dieser Daseinsvorsorge ist die Suche nach Wasserlecks. Ziel dahinter ist es, den Wasserverlust zu minimieren und so die wertvolle Ressource zu schützen. Dieser Aufgabe widmen sich Gerhard Ruf und Maximilian Müller: Sie sind täglich im Konstanzer Wassernetz als „Wasser-Detektive“ unterwegs. Dass es überhaupt zu Rohrbrüchen kommt, lässt sich nicht vermeiden: „Steine oder Baumwurzeln können nach und nach die Leitung angreifen. Und irgendwann kommt es auch einfach zu Materialversagen – dann entstehen teils ganz feine Längsrisse“, so Müller. Genau solche Schäden sollen mithilfe moderner Technik früh entdeckt werden: „Wir suchen nach Lecks, die an der Oberfläche noch gar nicht sichtbar sind“, erklärt Ruf. Mit Geräusch-Logger, Horchrohr und Korrelationsmessgerät ausgestattet, machen sie sich auf die Suche nach Wasserrohrbrüchen und Leckagen. Die Logger sehen aus wie kleine Dosen und werden direkt auf die Leitungen gesetzt: „Solange alles in Ordnung ist, bleiben die Logger still. Verändert sich etwas im Rohr, reagieren sie“, sagt Ruf. Zu hören ist dann eine Art Pfeifen. Ruf und Müller untersuchen eine solche Stelle dann vor Ort: An zwei Stellen, an denen die Logger angeschlagen haben, werden Mikrofone angebracht. Der Korrelator vergleicht die Geräusche und berechnet, wo das Leck liegen muss – sichtbar wird dies als Schall-Amplitude auf einem Bildschirm. Ist das Leck lokalisiert, übernehmen die Kollegen aus dem Tiefbau. Sie legen die Leitung frei und machen sichtbar, was vorher unsichtbar war. Für Ruf und Müller ist der Fall damit gelöst – oft, bevor jemand zu Hause überhaupt etwas bemerkt hat.
Gerade in der Bodenseeregion, wo sauberes Trinkwasser ein besonders wertvolles Gut ist, ist diese Arbeit von großer Bedeutung: „Mit ihrem Einsatz sorgen die Kollegen dafür, dass die hohe Wasserqualität langfristig erhalten bleibt – und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Daseinsvorsorge in Konstanz“, so Appel.