Mähroboter sind Gefahr für Igel und andere kleine Wirbeltiere

Die Untere Naturschutzbehörde weist darauf hin, dass der nächtliche Betrieb von Mährobotern eine ernstzunehmende Gefahr für Igel und andere kleine Wirbeltiere, etwa Amphibien, darstellt. Es wird ausdrücklich empfohlen, Mähroboter nicht in den Abend- und Nachtstunden fahren zu lassen.

Grafik mit Konstanzer Stadt-Silhouette und Text "Konstanz informiert"

Igel und andere kleine Wirbeltiere sind nachtaktiv. Sie suchen meist in der Dämmerung und im Dunkeln nach Nahrung. Auch in Städten kommen sie vor, weil naturnahe Gärten ihnen geeignete Ersatzlebensräume bieten.
 
Seit 2024 gelten Igel gemäß der internationalen Roten Liste als „potentiell gefährdet“. Zum Rückgang der Bestände trägt, neben dem verringerten Angebot von Insekten als Nahrungsgrundlage, gerade auch der nächtliche Einsatz von Mährobotern bei.
 
Die meisten Mähroboter erkennen Igel oder andere Wirbeltiere nicht zuverlässig. Fahren die Geräte nachts, können sie die nachtaktiven Tiere schwer verletzen. Igel flüchten nicht, sondern rollen sich bei Gefahr ein, wodurch sie unter den Mähroboter geraten. Die Schnittverletzungen können so gravierend sein, dass die Tiere daran sterben.
 
Die Untere Naturschutzbehörde bittet Gartenbesitzerinnen und Garten­besitzer daher eindringlich, Mähroboter nur tagsüber einzusetzen und auf Fahrten in den Abend- und Nachtstunden zu verzichten.

(Erstellt am 06. Juli 2026 13:22 Uhr / geändert am 06. Juli 2026 13:24 Uhr)