Spezialisierte Herzuntersuchung für Kinder in Konstanz
Wenn bei einem Kind Herzrhythmusstörungen abgeklärt werden müssen, brauchen Familien vor allem eines: Sicherheit. Dazu gehört auch, dass wichtige Untersuchungen möglichst wohnortnah in einem spezialisierten Umfeld stattfinden können. Am Klinikum Konstanz ist nun erstmals eine elektrophysiologische Untersuchung, kurz EPU, bei einem Kind durchgeführt worden. Der Gesundheitsverbund Landkreis Konstanz (GLKN) erweitert damit sein herzmedizinisches Angebot und stärkt die wohnortnahe Versorgung für Kinder und Familien in der Region und überregional.
Elektrophysiologische Untersuchungen kommen zum Einsatz, wenn Herzrhythmusstörungen genauer abgeklärt und behandelt werden sollen. Gerade bei Kindern kommt es darauf an, Auffälligkeiten frühzeitig und möglichst genau einzuordnen, um die weitere Behandlung sicher und individuell planen zu können. Für betroffene Kinder und ihre Familien bedeutet das neue Angebot vor allem eines: spezialisierte Diagnostik und Behandlung in größerer Nähe zum Wohnort und eine Versorgung in einem eingespielten klinischen Umfeld.
„Bei Herzrhythmusstörungen im Kindesalter ist eine präzise Diagnostik besonders wichtig“, sagt Dr. med. Matthias Gass, Leitender Arzt, Kinderkardiologe und Kinder-Elektrophysiologe in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Konstanz. „Mit der Kinder-EPU können wir die Ursache genauer eingrenzen und damit die Grundlage für eine individuell passende Behandlung schaffen. Dass dieses Angebot nach der Schließung des Herzzentrums Bodensee nun auch in Konstanz wieder möglich ist, ist ein wichtiger Schritt für die Versorgung in der Region.“
Dr.med. Matthias Gass führt die Behandlungen schon seit 2009 in Konstanz durch. Er behandelt zusätzlich am Universitäts Kinderspital Zürich und an der Medizinischen Universität Wien Herzrhythmusstörungen bei Kindern und Jugendlichen und kann auf mehr als 2.000 Ablationen zurückblicken.
Die Elektrophysiologie ist im GLKN bereits am Hegau-Bodensee-Klinikum Singen für Erwachsene etabliert, seit neuestem auch am Klinikum Konstanz. Mit der ersten Kinder-EPU in Konstanz wird das Angebot nun gezielt erweitert. Der GLKN verfolgt damit das Ziel, seine Herzmedizin im Verbund kontinuierlich weiterzuentwickeln und die Versorgung der Bevölkerung in der Region wohnortnah zu sichern.
„Wir bauen unser herzmedizinisches Angebot im GLKN Schritt für Schritt weiter aus“, sagt Thomas Beringer, Kaufmännischer Direktor des Klinikums Konstanz. „Dass spezialisierte Leistungen nun auch in Konstanz möglich sind, ist eine gute Nachricht für Kinder, Familien und die gesamte Region.“
Die erste Kinder-EPU im Klinikum Konstanz steht damit exemplarisch für die Weiterentwicklung der Herzmedizin im GLKN. Ziel ist es, bestehende Kompetenzen an den Standorten zu stärken und Angebote dort auszubauen, wo sie für Patientinnen und Patienten eine konkrete Versorgungsverbesserung bedeuten.
