Geschwindigkeitskontrolle in der Kronbohlstraße
Seit 24. März 2026 überwacht eine neue stationäre Säule den Verkehr im Konstanzer Ortsteil Oberdorf – 75 Verstöße in knapp zwei Wochen registriert
In der Kronbohlstraße in Oberdorf schaut seit dem 24. März eine neue Geschwindigkeitssäule den Autofahrerinnen und Autofahrern genau auf den Tacho. Wer dort unterwegs ist, muss sich an Tempo 60 halten.
Was die Säule seit ihrer Inbetriebnahme erfasst hat, gibt zu denken: Von 23.226 gezählten Fahrzeugen bis zum 7. April wurden 75 Geschwindigkeitsüberschreitungen dokumentiert. Der Standort der neuen Säule wurde nicht zufällig gewählt: Die Kronbohlstraße liegt am Ortsrand, direkt angrenzend an Wohnbebauung und mit Bushaltestellen entlang der Strecke – ein Bereich, in dem verschiedene Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer aufeinandertreffen. Warum die dort geltende Temporeduzierung so wichtig ist, zeigt ein Einzelfall auf drastische Weise: Das schnellste gemessene Fahrzeug war mit 140 km/h unterwegs – mehr als doppelt so schnell wie erlaubt.
Für eine solche Überschreitung sieht der Bußgeldkatalog 700 Euro, zwei Punkte im Fahreignungsregister sowie drei Monate Fahrverbot vor. Da bei 140 km/h in einer 60er-Zone von Vorsatz auszugehen ist, verdoppelt sich die Geldbuße auf 1.400 Euro.
Geschwindigkeitsbegrenzungen sind keine Schikane. Sie sind dort, wo Autos, Busse, Fußgängerinnen und Radfahrer gemeinsam unterwegs sind, eine Grundlage für Sicherheit. Die Stadt Konstanz bittet alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer, durch ihr Fahrverhalten dazu beizutragen, diese Begegnung für alle sicher zu gestalten.