Feuchtgebiete als Schlüssel für den Klimaschutz

Am Montag, den 29.06.2026, fand in Konstanz die Jubiläumsveranstaltung „50 Jahre Ramsar-Konvention in Deutschland“ statt.
Das Ramsar-Abkommen ist das einzige völkerrechtlich verbindliche Umweltabkommen weltweit, das sich dem Schutz und der nachhaltigen Nutzung von Feuchtgebieten widmet. Bürgermeister Karl Langensteiner-Schönborn erläuterte unter dem Leitmotiv „global denken, lokal handeln“ wirksame Ansätze zum Schutz von Feuchtgebieten auf kommunaler Ebene.
Er betonte die Notwendigkeit, Naturschutz, Naherholung, Tourismus und wirtschaftliche Entwicklung im Sinne des „Wise Use“-Prinzips (nachhaltige Nutzung) der Ramsar-Konvention erfolgreich miteinander in Einklang zu bringen und würdigte die Arbeit lokaler Naturschutzorganisationen.
Wollmatinger Ried als lokales Beispiel
Die Leiterin des Amts für Stadtplanung und Umwelt, Marion Klose, erläuterte die hohe Bedeutung des Feuchtgebiets Wollmatinger Ried in Konstanz und zeigte auf, welche Rolle ein nachhaltiges Wassermanagement in der Stadtentwicklung spielt: „Das Wollmatinger Ried ist ein international bedeutendes Feuchtgebiet und zeigt, was intakte wassergeprägte Landschaften leisten: Biodiversität, Wasserrückhalt, Kühlung und Resilienz. Genau diese Prinzipien brauchen wir auch in der Stadtentwicklung, um mit den enormen Herausforderungen des Klimawandels umzugehen. Es geht darum, Regenwasser nicht einfach abzuleiten, sondern zu speichern, versickern und verdunsten zu lassen sowie es für Grünflächen nutzbar machen: Das Prinzip Schwammstadt.“
Organisiert wurde die Veranstaltung vom Global Nature Fund im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz sowie des Bundesamts für Naturschutz. Neben den städtischen VertreterInnen waren circa 100 Gäste aus anderen Kommunen, Politik, Wissenschaft und Naturschutz vor Ort.