Imperia
Künstler: Peter Lenk (*1947)
Baujahr: 1993
Standort: Konstanzer Hafen (Altstadt)
Die 9 Meter hohe und 18 Tonnen schwere Statue stellt eine Figur aus den "Tolldreisten Geschichten" von Honoré de Balzacs dar, in der eine während des Konzils tätigen "Hübschlerinnen" einem Konzilsteilnehmer den Kopf verdreht. Die Betonfigur dreht sich auf dem Sockel des alten Konstanzer Hafenturms, der ein Überbleibsel des alten 18 m hohen Leuchtturms von 1842 ist. Die Imperia hält links und rechts zwergenhafte nackte Männlein in den Händen, von denen der Eine Symbole kirchlicher und der Andere weltlicher Macht trägt.
Nach Lenk handelt es sich jedoch nicht um Kaiser und Papst, sondern um Gaukler, die sich die Insignien weltlicher und geistlicher Macht angeeignet haben. Darüber hinaus fügt Lenk jedoch hinzu, dass er die Einschätzung, ob die echten Päpste und Kaiser Gaukler waren, der geschichtlichen Bildung des Betrachters überlasse.
Das Projekt wurde von den Bodensee-Schiffsbetrieben (damals im Besitz der Deutschen Bahn), dem Fremdenverkehrsverein der Stadt Konstanz und den Wirten angeregt. Zunächst fand die übergroße Statue einer Prostituierten einige Kritiker, konnte aber verwirklicht werden, da die Figur auf Privatgrundstück der Deutschen Bahn errichtet wurde, sodass der Stadtrat den Bau nicht verhindern konnte. Zudem sah der Denkmalschutz in der Statue keine Beeinträchtigung für die Stadtsilhouette.
Heute zählt die Imperia zu den Wahrzeichen der Stadt Konstanz.
30 Jahre Imperia
Mehr Informationen finden Sie unter dem Link zum 30-jährigen Jubiläum der Imperia
