Wie ein intelligenter Garten den Salat wachsen lässt

Konstanzer SchülerInnen bauen eine Bewässerungsanlage

Eine Holzkonstruktion mit bepflanzten schwarzen Rohren. Vereinzelt sind Kabel zu sehen.
Bild: Julia Albicker, Universität Konstanz

Kann Salat ohne Erde, aber mit Programmcode wachsen? Konstanzer GymnasialschülerInnen ab Klasse 7 haben im Botanischen Garten der Universität eine sensorisch überwachte und teils solarbetriebene Bewässerungsanlage gebaut. Die sogenannte Hydroponik-Anlage, die in Zusammenarbeit mit dem städtischen Smart Green City-Projekt realisiert wurde, kann als Orientierung zum Selbstbauen genutzt werden.
 
Um der Projektfrage nachzugehen, entschieden sich die Jugendlichen für ein Tropf- und Tiefwassersystem, das die Pflanzen bewässert. Geplant, konstruiert und zusammengeschraubt wurde die Anlage von den SchülerInnen selbst. Danach zog die in der AG entwickelte intelligente Steuerung ein: Getestet wurde die Erfassung von pH-Wert, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Helligkeit mittels Sensoren; ein Mikrocontroller entscheidet, wann gepumpt wird. Einen Teil der Energie liefern Solarmodule.
 
Umweltbildung zum Anfassen
Hinter dem Projekt steht ein fundierter Bildungsansatz: Die SchülerInnen haben im Vorfeld intensiv untersucht, welche Materialien Nachhaltigkeit und Praktikabilität optimal vereinen. Das interdisziplinäre Projekt verbindet zudem Wissen in Informatik, Physik und Biologie.
 
Interdisziplinäre Projektarbeit
Ermöglicht wurde die Initiative als Teil des Projekts „growanywhere“, das die Klimaschutzstiftung Baden-Württemberg im Rahmen ihres Programms „Klimaschutz selber machen“ fördert. Parallel fügt sich das Projekt als Teil des Programms „Smart Green City“ mit dem Projekt „Schlaue Schulgärten“ in einen größeren Rahmen ein: Die Stadt Konstanz ist Modellkommune im Förderprogramm „Modellprojekte Smart Cities“ des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. Die Experimentierorte, in denen erprobt wird, wie Daten, Technologie und neue Formen der Zusammenarbeit funktionieren, sollen eine nachhaltige und gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung ermöglichen. Darüber hinaus wurde das SchülerInnen-Projekt von einem interdisziplinären Netzwerk unterstützt: dem Verein hacKNology e.V. als Antragsteller, dem Science Future Lab der Universität Konstanz sowie den vier beteiligten Konstanzer Gymnasien, mit denen die Termine eng auf Praxisphasen und Jahreszeiten abgestimmt wurden. Das Projekt hat außerdem besonders von der tatkräftigen Unterstützung der Wissenschaftlichen Werkstätten und des Botanischen Gartens der Universität profitiert.
 
Kontakt: hacKNology e.V. und Science Future Lab der Universität Konstanz

(Erstellt am 01. Oktober 2026 16:29 Uhr / geändert am 01. Oktober 2026 16:32 Uhr)