Der Mängelmelder

So können BürgerInnen die Stadt aktiv mitgestalten

Screenshot aus der App "Mängelmelder"
In Konstanz gibt es bereits mehr als 2.000 Meldungen, die BürgerInnen eingereicht haben. Über die App oder am Desktop kann der Status aller Meldungen verfolgt werden.

Ob eine Straßenlaterne defekt oder der Radweg unbefahrbar geworden ist – per „Mängelmelder“ können BürgerInnen mit wenigen Klicks je­derzeit Hinweise, Anregungen oder Verbesserungsvorschläge an die Stadt senden.  
Die Meldungen können am Desktop oder mobil direkt vor Ort eingereicht werden: Dafür gibt es eine kostenlose App. Die App ist ab­rufbar unter konstanz.de/maengelmelderUnter dieser Adresse kann der „Mängelmel­der“ zudem am Desktop aufgerufen werden. Der „Mängelmelder“ ist eine bundesweite App für BürgerInnenan­liegen.Beispiel: Rattensichtungen Wenn jemand eine Ratte sichtet und dies im Mängelmelder hinterlegt, wird die Meldung zunächst zentral an die zuständige Stelle weitergeleitet. Die Mitarbeitenden nehmen die Meldung genau unter die Lupe: Es können nur Meldungen über Rattensichtungen im öffentlichen Raum bearbeitet werden. Wenn sich die Meldungen auf priva­te Grundstücke beziehen, muss die Meldung zurückgewiesen werden. In diesem Fall wird eine entspre­chende Rückmeldung gegeben, mit dem Hinweis, dass die Eigentüme­rInnen für Bekämpfungsmaßnah­men verantwortlich sind.  
Handelt es sich um eine Ratten­sichtung im öffentlichen Raum, wird zunächst überprüft, ob in diesem Bereich schon mal Ratten gesichtet wurden oder es Hinweise auf einen „Ratten-Hot-Spot“ gibt. Wenn es solche Hinweise gibt, wird in der Regel die oberirdische Bekämpfung durch externe Dienstleister beauf­tragt. Parallel werden die Entsor­gungsbetriebe informiert, da sie die unterirdische Rattenbekämpfung in der Kanalisation vornehmen. Bei den meisten Meldungen in Konstanz handelt es sich bisher um Ein­zelsichtungen: Nicht jede Ratten­sichtung erfordert eine unmittelbare Bekämpfungsmaßnahme. Die Tiere wandern auf der Suche nach Nahrung umher und sind oftmals nach einer Sichtung schon wieder auf einem an­deren Weg. Die Anzahl der Sichtun­gen ist jedoch ein wichtiger Baustein bei der Planung von aktuellen und zu­künftigen Bekämpfungsmaßnahmen. Diese Bearbeitungsschritte werden fortlaufend und öffentlich einsehbar im Mängelmelder aktualisiert.

Screenshot aus der App "Mängelmelder"
Icons in verschiedenen Farben zeigen den Bearbeitungsstatus einer Meldung.

Beispiel: Müll im öffentlichen Raum Meldungen zu Müll im öffentlichem Raum werden in der Regel direkt im Mängelmelder an die Stadtreinigung weitergegeben. Die Stadtreinigung sorgt für die zeitnahe Entsorgung des Mülls.  Der Standort des Mülls ist entschei­dend für die Zuständigkeit: Handelt es sich um öffentlichen Raum oder private Grundstücke? Liegt der Müll rund um Packstationen oder Glascon­tainer? Lässt sich die verursachende Person feststellen? Die Entsorgung il­legalen Mülls kostet schließlich Geld. Je nach Größe und Art des illegal ent­sorgten Mülls muss ein größeres Fahrzeug oder müssen mehrere Per­sonen für die Abholung eingeplant werden. Das benötigt planerischen Vorlauf.  
Was bei der Planung wirklich hilft, ist ein Foto des illegalen Mülls bei der Meldung. So kann schneller festgestellt werden, ob der Müll bei der regulären Reinigungstour mit­genommen werden kann oder ob ein größeres Fahrzeug bereitgestellt werden muss.

Beispiel: Schrotträder In allen Städten mit viel Radverkehr sind Fahrräder, die von ihren Eigen­tümerInnen im Straßenraum zurück­gelassen werden, eine Herausforde­rung. Nach deutschem Recht können Fahrräder grundsätzlich unbegrenzt lange im öffentlichen Raum abgestellt werden, solange sie nicht störend abgestellt sind. Das führt dazu, dass Fahrräder, die offensichtlich schon länger nicht mehr bewegt wurden, nur entfernt werden können, wenn es sich um echte Schrotträder handelt.  
Deutlich nicht mehr fahrbereite Fahrräder können wie anderer Müll im Straßenraum eingesammelt und entsorgt werden. Die Stadt hat dazu einen Vertrag mit einem Dienstleis­ter geschlossen, der mehrmals pro Jahr an großen Fahrradabstellan­lagen (z.B. an Bahnhöfen) Schrott­räder markiert und entfernen lässt. BürgerInnen, denen im Straßenraum Schrotträder auffallen, können dies über den Mängelmelder melden. Der Hinweis wird dann an den Dienst­leister weitergeleitet, geprüft und das Rad gegebenenfalls entfernt.
 
Weitere Informationen Der Mängelmelder ist abrufbar un­ter konstanz.de/maengelmelder. Im Serviceportal sind unter „Leistun­gen von A-Z“ zudem viele typische Meldefälle wie Straßenschäden auf­gelistet – inklusive aller relevanter Informationen, dem zuständigen Amt und dem Link zum Mängelmelder. Das Ser­viceportal ist erreichbar unter konstanz.de/ser­viceportal

Wichtig: Der „Mängelmelder“ dient nicht zum Melden von Notfällen. In sol­chen Fällen bitte direkt den Notruf nutzen.

Transparente Lösungen
Ist ein Problem per „Mängelmelder“ hinterlegt worden, bleibt es online nachvollziehbar: Die Meldung er­scheint im Wortlaut, Fotos sind mit der Meldung dokumentiert und alle weiteren Bearbeitungsschritte erscheinen in chronologischer Rei­henfolge.

Hintergrund
In Konstanz können BürgerInnen Probleme seit 2016 per „Mängel­melder“ an die Stadtverwaltung senden. Seitdem wird das Angebot gut angenommen – täglich gehen in der Regel mehrere Meldungen ein, von denen die meisten schnell gelöst werden.

Den „Mängelmelder“ nutzen – so geht’s
1. App installieren: Mängelmelder (wer denkt was GmbH). 2. Nutzungsbedingungen und Be­rechtigungen zustimmen. Empfeh­lung: Zugriff auf den Standort bei Nutzung der App erlauben. 3. Meldungen einsehen, über das Symbol „+“ oder per QR-Code- Scan erstellen.

Screenshot aus der App "Mängelmelder"
Meldungen können über das „+“-Symbol am Desktop (links) und in der App (rechts) erstellt werden.
Screenshot aus der App "Mängelmelder"
Screenshot aus der App "Mängelmelder"
Screenshot aus der App "Mängelmelder"
Meldungen werden chronologisch an­gezeigt und ihr Status je nach Bearbeitung aktualisiert.
Screenshot aus der App "Mängelmelder"
Screenshot aus der App "Mängelmelder"
Meldungen können über die hinterlegten Buttons beobachtet und aktualisiert werden, indem Kommentare oder Fotos hinzugefügt werden.
(Erstellt am 01. Oktober 2026 12:33 Uhr / geändert am 01. Oktober 2026 13:03 Uhr)