Allmannsdorf

© Kulturamt Konstanz | Fotograf: Michael Schrodt

Drei Bildsäulen

Baujahr: 1657
Eigentümer: Stadt Konstanz
Standort: Maria-Hilf-Kirche/ Lorettosteig (Allmannsdorf)
 
Die drei über 2 m hohen Bildsäulen standen ursprünglich an den Pilgerwegen zur Lorettokapelle. Sie boten eine erste Möglichkeit zur Andacht, bevor die eigentliche Wallfahrtsstätte erreicht wurde. Auf den mehrfach renovierten Bildsäulen von 1657 zeigen jeweils fünf Bronzescheiben Darstellungen aus dem Rosenkranzgebet. Nach Straßenarbeiten in den 70er-Jahren wurde eine der Bildsäulen vom ehemaligen Pfarrer der Maria-Hilf-Kirche vor den Bauarbeiten gerettet und steht seitdem neben dieser Kirche.

© Kulturamt Konstanz | Fotograf: Michael Schrodt

Holzmarterl

Baujahr: 1914
Eigentümer: Lorettokapellenfond
Standort: Lorettosteig/ Kapellengarten (Allmannsdorf)
 
Während des Ersten Weltkriegs wurde das Holzmaterl 1914 neben der Kapelle zum Schutz der deutschen Soldaten errichtet. Unter einem hölzernen Giebel befindet sich eine typische Pieta, die den Leichnam Jesu im Schoße der Gottesmutter Maria zeigt. Es ist, wie die Lorettokapelle und der Marienbrunnen auch, der Heiligen Maria gewidmet.

© Kulturamt Konstanz | Fotograf: Michael Schrodt

Lorettokreuz

Baujahr: 1587
Eigentümer: Stadt Konstanz
Standort: Lorettosteig (Allmannsdorf)
 
Ursprünglich errichtet wurde das Lorettokreuz wenige Meter von seinem heutigen Standort entfernt durch den Deutschordensritter Georg von Gemmingen, um den Beginn des Deutschordensgebietes zu markieren. Die Inschrift ist auf Deutsch und Französisch verfasst und erinnert heute an das 10-jährige Jubiläum der Städtefreundschaft im Jahr 1967 zwischen Konstanz und dem französischen Fontainebleau. Das etwa 6 m hohe Kreuz ist Bestandteil des Ensembles, das die Loretto-Kapelle umgibt. Während des dreißigjährigen Krieges erreichten die Schweden 1632 den Bodensee und belagerten Konstanz, wovon die Inschrift an der Westwand der Lorettokapelle berichtet: „Bedrängt von den schwedischen Heerscharen unter General Horn gelobten 1632 die Bürger von Konstanz Gott und der allerseeligsten Jungfrau zu Ehren den Bau einer Lorettokapelle. Und siehe, den Gläubigen ward nach schrecklicher Belagerung Hilfe.“ Aus Dankbarkeit für die Befreiung von den Schweden legten die Konstanzer BürgerInnen 1637 den Grundstein für die Loretto-Kapelle auf dem Staader Berg, die nach dem Vorbild der Gnadenkapelle von Loretto in Italien errichtet wurde.

© Kulturamt Konstanz | Fotograf: Michael Schrodt

Marienbrunnen

Baujahr: 1590
Eigentümer: Lorettokapellenfond
Standort: Lorettosteig / Kapellengarten(Allmannsdorf)
 
Der Marienbrunnen wurde 1590 im Garten der Lorettokapelle aufgestellt und diente bis 1905 als Wasserspender für die Geistlichen der Kapelle sowie für die PilgerInnen und BesucherInnen der Wallfahrtsstätte. 1932 wurde der Brunnen neugestaltet. Oben auf dem Brunnen steht heute noch eine Madonna mit dem Jesuskind in den Armen.

© Kulturamt Konstanz | Fotograf: Michael Schrodt

Narrenbrunnen

Künstler: Albert Schonhardt (Strassacher Bronzeguss)
Baujahr: 1897
Eigentümer: Stadt Konstanz
Standort: Ecke Mainaustraße/ Amalienstraße (Allmannsdorf)
  
Der Trog des Brunnens befindet sich schon seit 1897 an dieser Stelle, wie auch an der Inschrift zu erkennen ist. Die Brunnensäule und der Bronzeguss darauf wurden nachträglich hinzugefügt. In der Säule kann man im Relief den „Quaker“ – den Raben, der die Köpfe der Räte dieser Zunft ziert –, Musikanten, den Narrenbaum, einen Hemdglonker sowie die darum tanzenden „Besema“ und „Besewieb“, erkennen. Diese beiden besenschwingenden Maskengestalten haben ihren Ursprung 1945, als der Allmannsdorfer Alois Leibertseder von der französischen Besatzungsmacht bestraft wurde und die Straße kehren musste. Er tat dies in bunten Gewändern, woraufhin 1949 der „Besema“ und das „Besewieb“ entstanden. Der Brunnen wurde durch Spenden der Allmannsdorfer BürgerInnen finanziert.

© Kulturamt Konstanz | Fotograf: Michael Schrodt

Sitzbank

Baujahr: 1872
Eigentümer: Stadt Konstanz
Standort: Ecke Mainaustraße / Amalienstraße (Allmannsdorf)
 
Die Sitzbank aus Naturstein mit der Inschrift „Erst ein Theil vom Alpenstock Ward ich als errat‘scher Block Von dem Gletscher hergebracht Und zum Sitze Euch gemacht 1872“ steht erst seit den 80er-Jahren neben dem Narrenbrunnen. Bis dahin hatte sich der Standort der Sitzbank mehrfach geändert. Zunächst stand sie nur 200 m von ihrem heutigen Standort entfernt, an der Kreuzung Egger Straße und Zur Allmannshöhe. In den 60er-Jahren musste sie entfernt werden, da die Kreuzung umgebaut wurde. Erst nach rund 20 Jahren wurde sie auf dem Werkhof wiederentdeckt und neben dem Narrenbrunnen nahe ihrem ursprünglichen Standort aufgestellt.