Virtuelles Jugendzentrum

Das digitale Angebot des Juze ist ein Erfolg

Rene Grüßer und Nathalie Bächle sind auch online für die Besucher des Juzes da.

Auf Grund der Coronakrise musste das Jugendzentrum (Juze) am 12. März 2020 seine Türen schließen. Nach den ersten Tagen im Homeoffice war für das Juze-Team klar, dass sie das belebte reale Haus in die virtuelle Welt holen und den Kontakt mit den Jugendlichen halten wollen.
 
Dafür brauchten sie knapp fünf Tage. Es wurde ein Konzept erstellt, wie das Jugendzentrum virtuell gestaltet werden kann. Es sollte unterschiedliche Räume geben mit unterschiedlichen Berechtigungen, Musik, man wollte die Honorarkräfte und Ehrenamtlichen mit ins Boot holen und vieles mehr musste organisiert werden. Unterstützt wurde das Team dabei von Mighty P!xels e.V., welche die Räumlichkeiten im Juze nutzen und dort auch ein wöchentliches Angebot gestalten.
 
Es wurde mit Hilfe von Mighty P!xels e.V. und den FSJlern ein Discord Server eingerichtet und intensiv an der Ausgestaltung des virtuellen #JuzeHomeCafé‘s gearbeitet. Nachdem das Grundgerüst stand, fand schon am 24. März ein erstes Testcafé statt. Nach dem Testlauf mit den Stammbesuchern des Juzes stand fest: Das #JuzeHomeCafé soll etabliert werden. Seit dem 25. März gibt es also nun verbindliche Cafézeiten von Montag bis Freitag. Zwei Stunden pro Tag können die Besucher online gehen und sich mit dem Juze-Team in Verbindung setzen.
 
In den letzten Wochen hat das Juze mit dem #JuzeHomeCafé viele schöne, aber auch herausfordernde Erfahrungen gemacht. Es war beispielweise eine schöne Überraschung, dass plötzlich wieder zu Jugendlichen der Kontakt entstand, die vor zwei Jahren in ihre Heimatländer abgeschoben worden waren. Auch junge Menschen, die vorher noch nie einen Fuß in das reale Jugendzentrum gesetzt haben, nutzen nun das digitale Juze. Es kommen jetzt ganz unterschiedliche Personen zusammen – von Stammbesuchern über neue Besucher bis hin zu jungen Menschen, die nun in anderen Ländern wohnen.
 
Natürlich bringt die neue Situation auch viele Herausforderungen mit sich. Der Zugang zum realen Jugendzentrum ist normalerweise sehr niedrigschwellig. So funktioniert es: Um am #JuzeHomeCafé teilzunehmen, muss man sich unter einem Link mit Benutzername und E-Mail-Adresse anmelden, eventuell eine App herunterladen und über einen einigermaßen guten Internetzugang verfügen. Oft muss das Team bei anfänglichen Hürden bei der Anmeldung eng begleiten. Auch der persönliche authentische Kontakt fehlt – den kann auch ein noch so gutes Onlineangebot nicht ersetzen. Trotzdem hält das Team engen und intensiven Kontakt mit einigen Besuchern, spielt gemeinsam online Spiele und redet auch einfach mal für zwei Stunden.
 
So eignet sich diese Lösung gut für die aktuelle Situation, da die Jugendlichen mit den MitarbeiterInnen, Honorarkräften und den Ehrenamtlichen in Kontakt bleiben können. Sie können nun online die Angebote im Juze nutzen, wie das Fußballangebot, Yogastunden, ein Fitnessangebot, Tanz- oder Zumbastunden usw. Das Team ist froh über die virtuellen Möglichkeiten, um in Kontakt zu bleiben und für die Jugendlichen da zu sein. Aber sie freuen sich schon wieder darauf, die BesucherInnen und Besucher physisch im Juze begrüßen zu können.
 
Infos unter: www.juze-konstanz.de