Resolution: Unsere Innenstadt braucht Hilfe

Sondersitzung des Arbeitskreises „Zukunftsfitte Innenstadt“

Bild: MTK/Dagmar Schwelle

Der Konstanzer Handel, die Gastronomie, Hotellerie und Kultur sehen die Konstanzer Innenstadt durch die Corona-Krise akut gefährdet. Für den Re-Start nach dem Lockdown hat der Arbeitskreis „Zukunftsfitte Innenstadt“ in einer von Oberbürgermeister Uli Burchardt initiierten Sondersitzung eine Resolution verabschiedet, die zu sofortigem entschlossenen Handeln aufruft. „Die Innenstadt ist das Herz von Konstanz und dieses Herz muss wieder pulsieren“, erklärt der Oberbürgermeister.

In einer virtuellen Sondersitzung am 27. Januar, zu der auch die Leiterin des Referats Handel beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aus Berlin zugeschaltet war, wies der Arbeitskreis auf die bedrohliche Lage hin. Der Lockdown droht, viele Gewerbetreibende zur Aufgabe zu zwingen. Die Folgen der Maßnahme seien trotz Hilfen von Land und Bund mittlerweile äußerst kritisch. „Der Lockdown trifft das Konstanzer Herz mit aller Wucht“, sagte Eric Thiel, Geschäftsführer der Marketing und Tourismus Konstanz GmbH (MTK).
 
Rund 30 Leerstände in der Innenstadt erwarten die Wirtschaftsförderung und die MTK bereits bis Ende des Monats. Für einen erfolgreichen Re-Start bedarf es der gleichzeitigen Öffnung von Handel, Gastronomie, Hotellerie und Kultur. Die Erreichbarkeit und die Aufenthaltsqualität müssen zudem nachhaltig verbessert werden, waren sich die Teilnehmer einig. Zudem sollten öffentliche Außenflächen kostenfrei den Betrieben in der Innenstadt zur Verfügung gestellt und die Willkommensatmosphäre deutlich verbessert werden.
 
Die vom Arbeitskreis einstimmig verabschiedete Resolution ist an die Kommune und den Gemeinderat, das Land und den Bund gerichtet. Die Stadtverwaltung wird aufgefordert, sich für einen nachhaltigen Re-Start der betroffenen Betriebe lösungsorientiert einzusetzen. Das Land müsse die Hygiene-Konzepte vereinheitlichen, die Impfstrategie effizient umsetzen sowie für mehr Planungssicherheit sorgen. Vom Bund wird eine vereinfachte und angepasste Zugangsberechtigung der Überbrückungshilfe für die Betriebe gefordert. „Die Zukunft der Innenstadt kann nur durch gemeinsames aktives Handeln gesichert werden“, unterstützt der Leiter der städtischen Wirtschaftsförderung, Friedhelm Schaal, die Resolution. Dafür müssten auch bereits beschlossene Maßnahmen, die die Innenstadt betreffen, einem „Coronacheck“ unterzogen werden, ergänzte IHK-Hauptgeschäftsführer Claudius Marx.
 
Oberbürgermeister Uli Burchardt wird sich als Mitglied des Präsidiums des Deutschen Städtetages für schnelle und unbürokratische Hilfen einsetzen. „Der Blick ist konstruktiv nach vorne gerichtet“, betont OB Burchardt und erklärt, der Innenstadt sowie den betroffenen Betrieben und Akteuren nach allen Kräften zu helfen.