Zukunftsfähige Wirtschaft: Stadt Konstanz unterstützt Unternehmen bei der Energiewende

Kostenlose Beratung, um Energiekosten zu senken, Versorgungssicherheit zu stärken und Betriebe zukunftsfähig aufzustellen

Text im Bild: Energiekosten senken. Versorgungssicherheit stärken. Zukunftsfähig aufstellen.

Die Stadt Konstanz startet im September die Kampagne „Zukunftsfähige Wirtschaft“. Die Wirtschaftsförderung unterstützt Unternehmerinnen und Unternehmer dabei, ihre Energiekosten besser zu verstehen, Einsparpotenziale zu erkennen und konkrete Schritte für die eigene Energiewende einzuleiten.
 
Energiekosten für Strom, Wärme und Mobilität sowie steigende CO₂-Abgaben haben zunehmend Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen. Wer die eigenen Verbräuche und Kosten kennt, kann gezielter handeln, Investitionen besser bewerten und die Versorgungssicherheit des Betriebs stärken.
 
„Die Energiewende ist für Unternehmen nicht nur eine ökologische Aufgabe, sondern auch eine Frage der Wettbewerbsfähigkeit und der wirtschaftlichen Vorsorge“, sagt Alexander Schuler aus dem Team der Wirtschaftsförderung, der das Beratungsangebot als Ansprechpartner betreut. „Mit der Kampagne möchten wir Betriebe in Konstanz dabei unterstützen, ihre Ausgangslage zu analysieren und passende nächste Schritte zu entwickeln.“ Im Rahmen des „Sommerfinale – Tag der offenen Türen“ am Sonntag, den 13. September, ist Alexander Schuler von 12 bis 17 Uhr mit einem Infostand im Bodenseeforum (Raum Schibenstoll im 2.OG) anzutreffen und steht interessierten Unternehmerinnen und Unternehmern für Gespräche zur Verfügung.
 
Kosten und Potenziale sichtbar machen
Die Wirtschaftsförderung bietet Unternehmen im Rahmen der Kampagne eine kostenlose Beratung und Begleitung an. Im Mittelpunkt stehen drei Angebote:
 
CO₂-Kosten kennen und reduzieren
Gemeinsam mit den Unternehmen erstellt die Wirtschaftsförderung in kurzer Zeit eine erste CO₂-Bilanz. Grundlage dafür sind vorhandene betriebswirtschaftliche Daten, etwa aus einer Betriebswirtschaftlichen Auswertung (BWA). Ergänzt um Branchendaten, verifizierte Umrechnungsfaktoren und aktuelle Statistiken werden daraus die relevanten Emissionen und die aktuellen sowie zukünftigen CO₂-Kosten ermittelt. Dafür kommt unter anderem das gecco2-Tool zum Einsatz. Die Ergebnisse werden im gemeinsamen Gespräch eingeordnet und auf erste Maßnahmen hin überprüft. So wird sichtbar, wo CO₂ und damit Kosten eingespart werden können und wie Investitionen in Energieeffizienz oder erneuerbare Energien durch vermiedene CO₂-Kosten mitfinanziert werden können.
Die BWA bleibt dabei im Unternehmen. Die CO₂-Bilanz kann über den gecco2-Webzugang direkt auf dem Rechner des Betriebs erstellt werden. Das Tool wird von der Volksbank Karlsruhe betrieben und erfüllt hohe Datenschutzanforderungen.
 
Möglichkeiten für eigene Energieerzeugung prüfen
Ein weiteres Angebot zeigt das technische und wirtschaftliche Potenzial für eine eigene, zukunftsgerichtete Energieerzeugung und -nutzung vor Ort auf. Dafür nutzt die Wirtschaftsförderung den Energieatlas Baden-Württemberg.
Auf Grundlage vorhandener Geodaten lässt sich für einzelne Gebäude eine erste Photovoltaik-Auslegung erstellen. Diese kann um Informationen zur Verbrauchsstruktur, zu Batteriespeichern und weiteren Rahmenbedingungen ergänzt werden. So entsteht ein erstes Gesamtbild einschließlich einer überschlägigen Wirtschaftlichkeitsbetrachtung.
Die Auslegung bietet eine fundierte Gesprächsgrundlage für die nächsten Schritte – etwa mit Planungsbüros, Handwerksbetrieben oder Energieberaterinnen und Energieberatern. Das Angebot richtet sich sowohl an Eigentümerinnen und Eigentümer als auch an Mieterinnen und Mieter.
 
Begleitung bei der Umsetzung
Die Wirtschaftsförderung begleitet Unternehmen auch über die erste Analyse hinaus. Sie vermittelt passende Fachstellen, Netzwerke und Expertinnen und Experten und informiert über geeignete Fördermöglichkeiten. Je nach Bedarf geht es dabei um Fragen zu Technik, Finanzierung, Förderung oder konkreten Umsetzungsschritten.
 
Ansprechpartner
Interessierte Unternehmerinnen und Unternehmer können sich an Alexander Schuler von der Wirtschaftsförderung Konstanz wenden:
E-Mail: alexander.schuler@konstanz.de
Telefon: +49 7531 900-2015

konstanz.de/zukunftsfaehige-wirtschaft

(Erstellt am 27. August 2026 16:51 Uhr / geändert am 27. August 2026 16:54 Uhr)