Irrtümer bei der Abfalltrennung: So geht’s richtig
Grundsätzlich sind die Konstanzerinnen und Konstanzer sehr gut in der Abfalltrennung. Doch einige Legenden und Mythen halten sich beständig, obwohl sie nicht stimmen. Die Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) klären offiziell über folgende Fehlannahmen auf.
Kein (Bio-)Plastik in die Biotonne.
Plastik im Bioabfall stört den Verwertungsprozess enorm. Das gilt auch für sogenanntes „Bio-Plastik“ oder abbaubares Plastik. Es wird nicht vollständig abgebaut und kann schlussendlich als Fremdstoff mit dem Kompost in der Erde landen. Auch diese „Bio-Plastiktüten“ müssen daher aufwendig aussortiert werden, weil sie den Prozess und die Qualität des Endprodukts gefährden. Die grünen Plastiktüten sind darum auch in Konstanz nicht zur Sammlung von Bioabfall zugelassen. Bioabfall darf nur lose, in Papiertüten oder in Zeitungspapier gewickelt in der braunen Tonne entsorgt werden.
Restmüll ist nicht für alles da.
Die Restmülltonne ist nicht dafür da, all das aufzunehmen, für dessen Sortierung keine Zeit oder Lust vorhanden war. Restmüll ist, wie der Name schon sagt, nur für den „Rest“, der nicht recycelt werden kann. Recycelbare Abfälle im Restmüll zu entsorgen ist schlichtweg Verschwendung. Akkus im Restmüll sind sogar brandgefährlich.
Deckel von Flaschen und Glasbehältern? Mit in die Container!
Altglas wird an über 60 Standorten im Stadtgebiet und in den Konstanzer Ortsteilen gesammelt. Doch vor dem Container stellt sich häufig die Frage: Wohin mit dem Deckel, wohin mit dem Verschluss der Flasche? Die einfache Antwort: Mit in den Container! Deckel und Verschlüsse können im Recyclingprozess sehr gut aussortiert werden.
Plastik? Nur Verpackungen in den Gelben Sack.
Der Gelbe Sack und die Gelbe Tonne dienen der Sammlung von Verpackungsabfällen aus Plastik, Metall und Verbundstoffen. So steht es auf jedem Sack und jeder Tonne geschrieben. Andere Gegenstände aus Plastik werden auf anderen Wegen richtig entsorgt, je nach Größe und Beschaffenheit zum Beispiel als Sperrmüll auf den EBK Wertstoffhöfen.
Und wohin kommt der Pizzakarton?
Der Klassiker mit Tücken: Saubere oder leicht verschmutzte Kartons gehören ins Altpapier. Stark verschmutzte Kartons, zum Beispiel mit Käseresten oder mit Fett getränkt, gehören in den Restmüll. Echte Recyclingprofis trennen saubere von verschmutzten Teilen und entsorgen sie in der jeweils richtigen Tonne.
