40 Jahre Städtepartnerschaft Konstanz-Lodi: Zwei Ausstellungen zum Gegenbesuch aus Lodi

Vom 18. bis 20. September 2026 empfängt die Stadt Konstanz ihre langjährigen Partner und Freunde aus Lodi zum Gegenbesuch. Anlass ist das 40-jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft zwischen Konstanz und der italienischen Partnerstadt. Zwei Ausstellungen machen die Städtepartnerschaft für ein paar Wochen in Konstanz sichtbar. 

Logo 40 Jahre Lodi und Konstanz

Beim Besuch einer Konstanzer Delegation in Lodi Anfang Mai stand der offizielle Teil der Jubiläumsfeierlichkeiten im Mittelpunkt. Ein Festakt und die Unterzeichnung der Jubiläumsurkunde boten den würdigen Rahmen, um vier Jahrzehnte gemeinsamer Geschichte und Verbundenheit zu feiern. Beim nun anstehenden Gegenbesuch in Konstanz stehen persönliche Begegnung, der Austausch und gemeinsame kulturelle Erlebnisse im Vordergrund.
 
Zwei Ausstellungen setzen dabei besondere Akzente und sollen die Partnerstadt Lodi für ein paar Wochen in Konstanz sichtbar machen: Mit „Elegia Lodigiana – Elegie aus der Po-Ebene“ und „Wasser vereint uns – L’acqua ci unisce“ richtet sich der Blick auf die Landschaft und Lebenswelt der italienischen Partnerstadt und zugleich auf die Verbindung zwischen beiden Städten.

Plakat zur Ausstellung, darauf ein Boot auf dem Wasser in blassen Farben

Fotografischer Blick auf die Po-Ebene
Den Auftakt bildet am Freitag, 18. September, um 19.00 Uhr die Eröffnung der Ausstellung „Elegia Lodigiana – Elegie aus der Po-Ebene“ des italienischen Fotografen Gabriele Cecconi. Cecconi richtet seine Kamera auf die Region rund um Lodi – auf ihre Landschaft, die Flüsse und die Menschen, die dort leben und arbeiten. Für das Projekt verbrachte der Fotograf 2023 mehrere Monate in der Region. Abseits bekannter Wege suchte er den Kontakt zu den Menschen und näherte sich so einer Landschaft, die von Landwirtschaft, bäuerlicher Kultur und dem Wandel der vergangenen Jahrzehnte geprägt ist.
Seine Fotografien zeigen Landwirtinnen und Landwirte, kleine und mittelständische Betriebe sowie die Veränderungen, die Innovation und Modernisierung für die Region mit sich bringen. Zugleich spielt das Wasser eine zentrale Rolle: Flüsse und Auenlandschaften sind prägend für die Po-Ebene und seit jeher eng mit dem Leben ihrer BewohnerInnen verbunden.
Cecconi verbindet dabei eine dokumentarische Herangehensweise mit einer sensiblen und atmosphärischen Bildsprache. Seine international ausgezeichneten Arbeiten wurden unter anderem in Museen, Galerien und auf internationalen Fotofestivals gezeigt. Mit „Elegia Lodigiana“ entstand ein persönliches Porträt der Region Lodi, das vertraute Landschaften aus einer besonderen Perspektive zeigt und diesen Teilaspekt der Identität Lodis näherbringen soll.

Plakat zur Ausstellung. Text auf blauem, strukturiertem Grund

„Wasser vereint uns – L’acqua ci unisce“
Eine zweite Ausstellung ergänzt den kulturellen Blick auf die Partnerstadt und stellt die künstlerische Begegnung beider Städte in den Mittelpunkt: am Samstag, 19. September, um 11.30 Uhr wird die Ausstellung „Wasser vereint uns – L’acqua ci unisce“ im Richental-Saal des Kulturzentrums am Münster eröffnet.
Sie führt ein Ausstellungsprojekt fort, das bereits im Mai in Lodi präsentiert wurde. Im Mittelpunkt stehen künstlerische Arbeiten aus Deutschland und Italien. Zu sehen sind Werke aus der Sammlung der Provinz Lodi sowie Arbeiten des Keramikkünstlers Dambrose. Ergänzt wird die Ausstellung durch Werke von Heidi Busch, Jürgen Kempter, Andreas Hennemann, Paolo Bazzano und Gabriele Chemnitz-Bunten.
Der Titel ist dabei mehr als eine Beschreibung: Wasser verbindet Konstanz und Lodi. Hier ist es der Bodensee, dort der Fluss Adda. Beide Gewässer prägen Landschaft, Geschichte und Leben der Städte und werden in der Ausstellung zum Sinnbild für die Städtepartnerschaft selbst – eine Verbindung, die Grenzen überschreitet und durch Begegnung immer wieder neu belebt wird.
Die unterschiedlichen künstlerischen Positionen erzählen von Landschaft, Wahrnehmung und menschlicher Begegnung. Gleichzeitig zeigen sie, wie aus dem Austausch zwischen KünstlerInnen beider Länder ein gemeinsamer kultureller Dialog entstehen kann. Eine besondere Rolle spielt dabei Gabriele Chemnitz-Bunten, die sich seit vielen Jahren für den künstlerischen Austausch zwischen Konstanz und Lodi engagiert.

Beide Ausstellungen sind bis 09. Oktober 2026 zu sehen.  
 
Zu den beiden Ausstellungseröffnungen und zur Begegnung mit den Gästen aus Lodi sind alle Interessierten herzlich eingeladen!

(Erstellt am 09. September 2026 09:33 Uhr / geändert am 09. September 2026 11:14 Uhr)