Urban Art Gallery

Kunst im Zuge der Sanierung der Unterführung Marktstätte

Bild: Designstudio Eminent und Prof. Eberhard Schlag (HTWG)

Im vergangenen Technischen und Umweltausschuss (TUA) wurde das mögliche Konzept für die Gestaltung der sich in Sanierung befindenden Unterführung an der Marktstätte vorgestellt. Der erste Bauabschnitt ist mit der Sanierung der Böden und Treppen bereits abgeschlossen, nun folgen die Wände und die veraltete Beleuchtung.
 
Die Oberflächen der gelben Fliesen sind so stark angegriffen, dass sie nicht erhalten werden können. Da es die Fliesen nicht mehr auf dem Markt gibt, bietet sich die Möglichkeit einer Neugestaltung.
 
Das vom Baudezernat initiierte Konzept wurde von Prof. Eberhard Schlag von der HTWG, dem Landschaftsarchitekten Hendrik Porst, Emin Hasirci vom Designstudio Eminent und dem Lichtplaner Andrew Holmes erarbeitet und baut auf der temporären Gestaltung mit Graffitis aus 2016 auf.
 
Das Sanierungskonzept ist als dauerhafte Präsentation angelegt und hat sich mit der räumlichen Situation auseinandergesetzt. Die „Urban Art Gallery“ soll ihr mehr Aufenthaltsqualität verleihen, es entstehen Räume zum Verweilen und um Kunstwerke – wie in einer Kunstgalerie – zu betrachten. Zentrales Element sind die zwölf Rahmen, in denen wechselnd Urban Art präsentiert werden kann. Das Beleuchtungskonzept sieht LEDs in den Rahmen vor, die die Unterführung durch indirektes Licht ausleuchten. Für die Gestaltung der Wände gibt es einen favorisierten Ansatz: kleine robuste Glasfliesen, in einer zurückhaltenden Farbe. Auch die Bepflanzung soll überarbeitet werden. Der Kiosk soll sich konzeptionell einem Museums- bzw. Galerie-Shop annähern und neben dem gastronomischen Angebot beispielsweise auch Kunstdrucke der ausgestellten Werke anbieten.
 
Als nächsten Schritt soll ein Projektbeschluss gefasst werden. Bei Zustimmung durch den Gemeinderat könnte die Umgestaltung 2021 abgeschlossen sein.

(Erstellt am 24. November 2020)