Yadegar Asisi stellt sein Panorama-Projekt in Konstanz vor

Künstler Yadegar Asisi, Oberbürgermeister Uli Burchardt sowie Wolfgang Scheidtweiler, Unternehmer und Präsentations-Partner des Projektes, stellten gemeinsam die Planungen für das neue Panorama-Kunstwerk zum Konstanzer Konzil vor.

Visualisierung des für das Panorama geplanten Gebäudes von Sauerbruch Hutton (Bild: Sauerbruch Hutton Architekten)

Yadegar Asisi hat sein Konzept für das Panorama vorgestellt. Er widmet sich in dem derzeit entstehenden Werk dem einzigartigen Aspekt der Stadtgeschichte von Konstanz, der gleichzeitig auch die die Geschichte des christlichen Abendlandes fortgeschrieben hat. Das Panorama wird die gesamte Konzilszeit von 1414 bis 1418 abdecken und damit die Ereignisse und die Topographie künstlerisch in einem Rundgemälde verdichten. Das Besondere daran: Weil man sich die einzelnen Bildszenen und Ebenen über vier Ebenen vom Parterre und drei Besucherpodesten mit bis zu 15 Metern Höhe selbst erläuft, führt man als ZuschauerIn selbst Regie für die eigene Wahrnehmung und den Erzählstrang. Asisi macht die wichtigsten, belegten Geschehnisse der vierjährigen Konzilszeit, aber auch den anonymen Alltag im Panorama erlebbar und eröffnet neue Perspektiven auf Aspekte der Geschichte.
 
Oberbürgermeister Uli Burchardt hat wiederum Synergien und eine gesteigerte Attraktivität des Tourismus-Standorts Konstanz aus Sicht der Stadt aufgezeigt und auf gemeinsame Potentiale nahe des 2016 eröffneten Bodenseeforums hingewiesen. „Das Panorama setzt einen der bedeutendsten historischen Momente der Stadt beeindruckend in Szene und macht ihn zu einem Erlebnis für alle. Das Konstanzer Konzil bleibt dadurch auch nach den Jubiläums-Feierlichkeiten sowohl für die Einheimischen als auch für Gäste greifbar. Der moderne Bau von Sauerbruch Hutton ist eine große Chance und wird auch die Zufahrt zur Stadt optisch deutlich aufwerten. Das Panorama wird sowohl ein baulicher als auch ein kultureller Höhepunkt", so der OB.
 

Unternehmer Wolfgang Scheidtweiler, Künstler Yadegar Asisi und Konstanzer Oberbürgermeister Uli Burchardt (v.l.) erläutern bei der Auftaktpressekonferenz die Planungen, den künstlerischen Ansatz und die Bedeutung des Panoramas für die Stadt Konstanz. (Bild: Stadt Konstanz)

Wolfgang Scheidtweiler hat die Planungen für den Bau des neuen Panorama-Gebäudes, das verkehrsgünstig an der Schänzlebrücke in unmittelbarer Nähe des Bodenseeforums errichtet werden wird, skizziert und auf die besondere architektonische und gestalterische Kontur des Panorama-Gebäudes hingewiesen. Der durch das Büro Sauerbruch Hutton geplante Bau sieht integral zum Rundbau für das 32 Meter hohe zylindrische Kunstwerk sowie ca. 600 Quadratmetern Ausstellungs-bereich auch eine großzügige Gastronomiefläche in der obersten Etage vor. Insgesamt wird das Gebäude etwa 50 Meter in der Höhe haben und mit der einzigartigen Fassadengestaltung von Sauerbruch Hutten eine Landmarke am Rheinufer darstellen.
 

(Erstellt am 17. Oktober 2019)