Gestärkt ins neue Schuljahr

Statistik der Konstanzer Sommerschule

Fotomontage: Die Teilnehmer der Sommerschule 2020

Die Nachfrage nach der vom Amt für Bildung und Sport organisierten Sommerschule ist so groß wie nie. Obwohl für dreimal so viele Schüle­rInnen wie in den Vorjahren geplant, war das maximale Anmeldekontin­gent schon weit vor Schuljahresende erreicht.
 
180 Schülerinnen und Schüler konnten aufgenommen werden, da­von 31 Viertklässler, 107 aus dem Werkrealschul- und Realschulbe­reich und 42 Gymnasiasten. Zielgruppe sind 4. bis 9. Klässler aller Schularten, die in der Sommerschule Wissenslücken in Deutsch, Mathe­matik und Englisch aufholen möch­ten, um gut vorbereitet und motiviert ins neue Schuljahr zu starten.
 
Vertreten sind alle Schulen, vor­an der Schulverbund Geschwister Scholl mit 59, die Gemeinschafts­schule Gebhard mit 24, die Theo­dor-Heuss-Realschule mit 18, die Grund- und Werkrealschule Berchen mit 13, die Grundschule Sonnenhal­de mit 12 und die Gymnasien Hum­boldt, Suso und Ellenrieder mit 12, 9 und 7 TeilnehmerInnen.
 
78 Mädchen und 102 Jungen zwi­schen 9 und 17 Jahren sind in diesem Jahr dabei. Ein Viertel der Kinder ist erst kürzlich aus anderen Staaten zugezogen, darunter 13 aus Syrien, 7 aus Afghanistan, 3 aus Kroatien, je 2 aus Thailand, Kolumbien, Kirgi­sien, Irak, Großbritannien und Tür­kei und je 1 aus Brasilien, Bulgarien, Kosovo, Moldavien, Nicaragua, Ni­geria, Nord-Mazedonien, Russland, Schweiz, USA und Venezuela.
 
Kleine Gruppen mit individueller Förderung sind ein konzeptioneller Grundpfeiler der Sommerschule. Hinzu kommen die in diesem Jahr erforderlichen Abstandsregeln. „Wir hätten gerne alle angemeldeten Kin­der aufgenommen. Mehr als 10 pro Gruppe sind aber leider nicht mög­lich, damit wir den hohen Grad an persönlicher Zuwendung gewähr­leisten können“, bedauert Petra Lei­sing, die Koordinatorin der Konstan­zer Sommerschule. Die examinierten Lehrkräfte und ehrenamtlich enga­gierten Studierenden der Universität Konstanz gehen dabei auf die indivi­duellen Schwächen der Kinder ein. Die konkreten Förderbedarfe in den Kernfächern werden hierzu im Vor­feld bei den Fachlehrkräften der ent­sendenden Schulen eingeholt.
 
Hinsichtlich der Kosten schla­gen die Honorare der Lehrkräfte mit über 20.000 Euro am meisten zu Buche. Hinzu kommen Lern­materialien und die Ausgaben für Hygieneanforderungen und Son­derreinigung des Schulhauses. Die berechnete Gesamtsumme von knapp 26.000 Euro ist komplett über großzügige Zuwendungen des Kultusministeriums und der Karl Schlecht Stiftung gedeckt. „Wir konnten die Förderinstitutionen wieder davon überzeugen, dass die Konstanzer Sommerschule ein wertvoller Beitrag für mehr Bil­dungsgerechtigkeit ist“, freut sich Amtsleiter Frank Schädler.

(Erstellt am 01. September 2020 15:41 Uhr / geändert am 01. September 2020 15:42 Uhr)