Gefragt: 20 neue Familienwohnungen

Die städtische Wohnungsbaugesellschaft erweitert ihr schon beachtliches Bauvolumen um einen weiteren großen Stein. An der Wollmatinger Straße, auf einem ehemals städtischen Grundstück, wurde mit dem Bau von familiengerechten Mietwohnungen begonnen.

Im kleinsten Kreis kamen Oberbürgermeister Uli Burchardt, Jens-Uwe Götsch, Geschäftsführer der WOBAK und Joachim Dannecker, Bauunternehmen Züblin, zum symbolischen ersten Spatenstich zusammen. Der dortige Spielplatz ist übrigens Richtung Bismarcksteig verlagert worden.



Bild: WOBAK

Im kleinsten Kreis kamen Oberbürgermeister Uli Burchardt, Jens-Uwe Götsch, Geschäftsführer der WOBAK und Joachim Dannecker, Bauunternehmen Züblin, zum symbolischen ersten Spatenstich zusammen.

OB Burchardt begrüßte das neue Bauvorhaben als eines von vielen der WOBAK, das dem größten Teil der Konstanzer Bevölkerung direkt zugutekomme und die zahlreichen Projekte privater Bauherren in der Stadt ergänze. Die WOBAK liege mit ihrem Anteil am Handlungsprogramm Wohnen, vorrangig im geförderten und mittleren Preissegment, gut im Plan. Es sei wichtig, dass der fehlende Wohnraum in allen Preisklassen gebaut werde, um Konstanz als die Stadt für Alle attraktiv zu halten. Jens-Uwe Götsch ergänzte, dass die WOBAK in Petershausen und um den Zähringerplatz einen ihrer Schwerpunkte im Neubau habe. Das rechtsrheinische Zentrum Zähringerplatz habe diese, auch städtebauliche, Aufwertung, verdient.

An der Wollmatinger Straße, so Götsch weiter, entstünden 20 familiengerechte Mietwohnungen, bei deren Konzeption aus der eigenen Technischen Abteilung man sich nachfragegerecht an der Interessentenliste der WOBAK orientiert habe. Die Statistik zeige für Konstanz Einwohnerverluste bei Familien. Dem wirke man auch hier gezielt entgegen. Es entstünden 5 Vierzimmer-, 10 Drei- und 1 Zweizimmerwohnung sowie 4 geräumige Fünfzimmerwohnungen mit zusammen 1.690 m2 Wohnfläche. Die Herstellungskosten sind mit rd. 6,6 Mio. Euro kalkuliert, die Bauzeit mit circa eineinhalb Jahren Jahren.

Für die Finanzierung nutze man Förderdarlehen des Landes und der KfW im Rahmen des geförderten Wohnungsbaus. Dieser steht einkommensabhängig gut der Hälfte der Bevölkerung zur Verfügung und damit dem Mittelstand und den Beziehern kleinerer Einkommen. Jeder Haushalt sollte prüfen, ob er die Einkommensgrenzen erfüllt, so Götsch. Die geförderten Mieten werden circa acht Euro pro Quadratmeter und Monat betragen. Alle Wohnungen sind generationengerecht und barrierearm per Aufzug zu erreichen, zwei sind barrierefrei im Sinne der Landesbauordnung. Die Autos brauchen die Tiefgarage nur selten verlassen, denn der zeitgemäße Neubau ist bestens an das Bus- und Radwegenetz angeschlossen. Die Geschäfte des täglichen Bedarfs sind fußläufig zu erreichen.
Ein ambitioniertes Energiekonzept geplant mit Photovoltaikanlage, Blockheizkraftwerk, hohen Dämmwerten, bis zum Mieterstrommodell, Fassaden- und Dachbegrünung, sorgt für einen nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz mit dem hochwertigen KfW 55-Standard.

OB Burchardt und Jens-Uwe Götsch sind optimistisch, sehen jedoch auch Risiken, vor allem in den seit einiger Zeit extrem steigenden Baukosten, dem Fachkräftemangel und nicht zuletzt den Folgen der Corona-Pandemie für den Immobilienmarkt. Man beginne mit dem Bau gezielt antizyklisch in einer krisenhaft, unsicheren Zeit mit Auftragsvergaben. Dem guten Verlauf des Bauvorhabens und zufriedenen Bewohnern sollte nichts entgegenstehen.