Ausblick auf das Kulturjahr

Das haben die städtischen Kultureinrichtungen für 2024 geplant

Blick auf den Münsterplatz
Bild: MTK/ Dagmar Schwelle

Kulturamt
Im Anschluss an die bis zum 07.04.2024 laufende Ausstellung „Konstanzer Katzentanz. Axel Schefflers illustre Brieffreundschaften“ widmet sich der Turm zur Katz 2024 in zwei weiteren Ausstellungen den Themen Verpackungsdesign und Illustration.
 
Im Gewölbekeller sind vier Ausstellungen in Planung, die erste mit dem Titel „Es könnte alle treffen. Zwangssterilisation und NS-‚Euthanasie‘-Verbrechen in Südwestdeutschland am Beispiel der Stadt Konstanz“ startet am 27.01. und endet am 31.03.
 
Für den Kulturfonds 2024 sind 17 Anträge eingegangen, diese werden am 30.01. durch die Kulturfonds-Jury bewertet und ausgewählt.
 
Im Rahmen der 40-jährigen Städtepartnerschaft Tábor-Konstanz im Juli 2024 organisieren die beiden Städte eine Ausstellung, während der jeweils Kunstwerke von KünstlerInnen aus der Partnerstadt in Open Air Galerien in beiden Städten gezeigt werden.
 
Im Herbst wird außerdem der Kunstpreis 2024 verliehen, der in zweijährigem Turnus gemeinsam von der Stadt und dem Kunstverein Konstanz ausgelobt wird und dessen Gewinnerin oder Gewinner von einer Jury gewählt wird, die sich aus Vertretern diverser Kulturinstitutionen aus Deutschland, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz zusammensetzt.
 
Städtische Museen
Die Sonderausstellung im Rosgartenmuseum „Arbeitswelten. Der Alltag in der Kunst am Bodensee“ vom 18.05.2024 bis 05.01.2025 sucht nach künstlerischen Darstellungen der Arbeitswelt im 19. und 20. Jh. Die Ausstellung geht auf Spurensuche: Welchen künstlerischen Niederschlag haben die Arbeitswelten der Menschen in Fabrik und Werkstätten, in Nähstuben, auf Güterbahnhöfen, im Hafen und in der traditionellen Landwirtschaft gefunden?
 
Am Samstag, 13.07., findet das Konstanzer Museumsfest statt: Damit feiern die städtischen Museen das Kulturleben am See! Es gibt Kraftvolles und Köstliches aus der Bodenseeküche und freien Eintritt in den Städtischen Museen, ein buntes kulturelles Programm sowie zwei Flohmärkte.
 
In ihrer Sommerausstellung wird die Städtische Wessenberg-Galerie Konstanz mit der Ausstellung „Ignaz Heinrich von Wessenberg. 1774 – 1860. Ein Leben im Glauben an die gute Schöpfung“ von 04.05. bis 01.09. an den 250. Geburtstag jenes Mannes erinnern, dessen nachgelassener Kunstsammlung sie ihre Existenz verdankt.
 
Theater
„Es bla einmal“ von Till Wiebel (für Kinder ab 8 Jahren) entführt ab 02.03. auf der Werkstattbühne ins „Schwappseits“, dem Land der Missverständnisse. Die Uraufführung wird gemeinsam mit Kindern des neu gegründeten Jugendbeirates des Theaters erarbeitet, die den Schreibprozess begleiten. Das Stück wird von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.
 
Im Rahmen des Bodenseefestivals wird die Uraufführung „Unter anderen Umständen“ gezeigt, die ab 06.04. in der Spiegelhalle zu sehen ist. Das Stück nähert sich anhand von Recherchen, Interviews und Erfahrungsberichten den medizinischen, rechtlichen und emotionalen Aspekten von Fehlgeburten und Sternenkindern. Wie können verwaiste Eltern – und wie können wir kollektiv – einen Umgang mit dem Verlust finden?
 
Ab 15.06. geht das Theater wieder Open Air auf den Münsterplatz – dieses Jahr wird „Ein Sommernachtstraum“ gezeigt. Shakespeares berühmte Komödie ist ein „Spiel im Spiel“, ein Spiel mit Identitäten und Geschlechtern, Sehnsüchten und Ängsten, Machtverhältnissen und Begierden.
 
Die Spielzeit 2024/2025 wird wieder mit einem großen Theaterfest am 21.09. eröffnet, es folgt das Eröffnungswochenende mit Premierenstarts im Stadttheater am 27.09. und in der Werkstatt am 28.09. Die erste Premiere in der Spiegelhalle ist am 12.10. geplant.
 
Ein Highlight steht schon in der kommenden Spielzeit: Ab November gelangt das inklusive Theaterstück „Auf die Insel fertig los“ in Laut- und Gebärdensprache auf der Werkstattbühne zur Uraufführung. Ulf Goerke inszeniert das Stück für Familien und Kinder ab 3 Jahren, das die Grenzen zwischen unterschiedlichen Welten – mit Tanz, Schauspiel, Musik, Gebärden – und gesprochener Sprache überwindet. Gefördert durch den Innovationsfonds Kunst des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

Südwestdeutsche Philharmonie
Auch in der zweiten Hälfte der laufenden Saison bringt die Philharmonie noch einige Highlights auf die Bühne: Die neue Reihe „MoZart Eins bis Drei“ präsentiert die Musik Mozarts in unterschiedlichen Facetten: Am 17.01. eröffnet Chefdirigent Gabriel Venzago die Reihe. Im zweiten Konzert am 27.04. erarbeiten drei junge DirigentInnen unter den Augen des Spezialisten für historische informierte Aufführungspraxis Andreas Spering je ein Werk. Das letzte Konzert am 08.06.24 wird von Reinhard Goebel geleitet, einer Ikone im Bereich der Alten Musik.
 
Auch im Bereich der Musikvermittlung gibt es Neues zu erleben: die Youngsters Concerts. Am 20.01. mit „Inspired by Marco Polo“ und am 21.06. mit „Hollywood Hits – only one chance“. Für alle ab 13 Jahren und alle Junggebliebenen.
 
„Klassik am See“ hat eine lange Tradition: Jedes Jahr zum Saisonausklang spielt die Südwestdeutsche Philharmonie in der Konzertmuschel im Stadtgarten – „umsonst und draußen“. In diesem Jahr am 28.07.
 
Im Rahmen der „Jungen Bodenseephilharmonie“ erhalten MusikerInnen ab 12 Jahren aus der Region die Gelegenheit, gemeinsam in diesem neuen, jungen Orchester zu spielen, das von Gabriel Venzago geleitet wird. An drei Wochenenden im Juni wird Mussorgskys „Bilder einer Ausstellung“ einstudiert und am 07. und 28.07. im Konzert präsentiert. Infos und Anmeldung: musikvermittlung@konstanz.de.
 
Die Musikschule wird 40! Aus diesem Anlass gibt es ein großes Festwochenende vom 02. bis 05.05., mit Orchesterkonzert, Festakt, Mitmachaktionen und Kinderkonzert.
 
Stadtarchiv
Das Stadtarchiv hat zwei Buchprojekte geplant: Im Thorbecke Verlag erscheint der 51. Band der Konstanzer Geschichts- und Rechtsquellen „Mareike Hartmann: Jüdisch-christliche Interaktion am Bodensee im Spätmittelalter. Eine Spurensuche in den Archiven von Konstanz und Schaffhausen“. Dabei handelt es sich um eine Konstanzer Dissertation, die quellenbasiert das jüdische Leben in den Städten Konstanz und Schaffhausen untersucht und die Interaktion mit der christlichen Bevölkerung analysiert.
 
Außerdem erscheint der 24. Band der Kleinen Schriftenreihe des Stadtarchivs Konstanz: „Jürgen Klöckler (Hg.): Kommunale Fürsorge am Bodensee. Das Konstanzer Sozial- und Jugendamt 1925-2025“. Anlässlich des 100. Geburtstags des Konstanzer Sozial- und Jugendamtes erscheint diese kritische Untersuchung der Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte des größten Amts der Stadt Konstanz.

(Erstellt am 12. Januar 2024 14:31 Uhr / geändert am 29. Januar 2024 11:13 Uhr)