Verleihung des Kunstpreises 2020

Künstler Davor Ljubičić ausgezeichnet

OB Uli Burchardt (rechts in Bild) überreichte dem Künstler die Auszeichnung

Der Künstler Davor Ljubičić erhielt am 11. Oktober den diesjährigen Konstanzer Kunstpreis. Davor Ljubičić wurde 1958 in Kroatien geboren. Sein Studium absolvierte er in den 80er-Jahren an der Akademie der bildenden Künste in Sarajevo. Seit 1992 arbeitet er als freischaffender Künstler in Konstanz und ist mit der Bodenseeregion nicht nur als Künstler, sondern auch als Dozent verbunden.

Davor Ljubičić ist in erster Linie Zeichner und Maler, erweitert sein künstlerisches Profil aber mit Performances und Videos sowie raumbezogenen Installationen und Projekten. Mit Kohle, Graphit, doppelt gekochtem Leinöl auf schwerem Bütten stellt Ljubičić monumentale Werke her, die doch nie wirklich ihre Prozesshaftigkeit verlieren. In seinen neuesten Werken bearbeitet Ljubičić Teile seines früheren Werkes weiter und es entstehen collagenhafte Wandinstallationen.

Beeindruckend ist die Vielschichtigkeit des Gesamtwerks: Ausgehend von der Zeichnung und Malerei entwickelt der Künstler Objekte und neue Formen der Präsentation, und auch auf dem Gebiet der Performance, die er gerne auf Video festhält und in unterschiedlichster Weise präsentiert, zeigt er sich sicher und innovativ.

Die Ausstellung, die bis zum 6. Dezember im Kunstverein Konstanz zu sehen ist, zeigt eine installative Gesamtschau mit Malerei, Objekten, einer eigens für den Anlass entwickelten großformatigen Wandmalerei sowie eine Serie von Performances in mehreren Videos.

Der Preis, der alle zwei Jahre vom Kunstverein Konstanz e.V. und der Stadt Konstanz vergeben wird, ist mit 8.000 Euro dotiert und geht mit einer Ausstellung im Kunstverein Konstanz einher. Seit 1979 wird er an Künstler und Künstlerinnen verliehen, die im deutschsprachigen Bodenseeraum geboren oder beheimatet sind, hier längere Zeit künstlerisch tätig waren oder der Bodenseelandschaft in ihrem Werk eine bevorzugte Stellung einräumen. Die Jury setzt sich zusammen aus VertreterInnen diverser Kulturinstitutionen aus Deutschland, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz.

(Erstellt am 13. Oktober 2020)