Gottfried Jäger. Poesie des Fotografischen

Rahmenprogramm zur Ausstellung im Turm zur Katz

Ein schwarzer Jutebeutel und daneben liegen verschiedene Flyer und Infoblätter, Aufkleber und Bleiistift

Noch bis zum 23. August 2026 präsentiert der Turm zur Katz die Ausstellung „Gottfried Jäger. Poesie des Fotografischen“. Neben der eindrucksvollen Werkschau des Pioniers der konkreten und generativen Fotografie lädt ein vielfältiges Rahmen- und Vermittlungsprogramm dazu ein, Fotografie neu zu erleben. Entstanden ist die Ausstellung im Rahmen eines Projektseminars im Studiengang Literatur-, Kunst- und Medienwissenschaften an der Universität Konstanz unter Leitung von Prof. Dr. Bernd Stiegler. Sie macht Forschungsarbeit sichtbar und verbindet Theorie, Praxis und Öffentlichkeit auf beispielhafte Weise.
 
Erstmals wird zur Ausstellung begleitend eine Vermittlungstasche angeboten! Diese kann während der Öffnungszeiten beim Aufsichtspersonal im Turm zur Katz kostenfrei ausgeliehen werden. Entwickelt wurde sie für BesucherInnen im Alter von 6 bis 12 Jahren, kann aber auch allen anderen Gästen viel Freude beim Ausstellungsbesuch bereiten. Die Tasche enthält einen Rätsel-Flyer sowie verschiedene Impulse zum Thema Fotografie und zur Ausstellung. Ist der Rätsel-Flyer gelöst, gibt es bei der Rückgabe der Tasche außerdem eine kleine Belohnung.

 
Öffentliche Führungen durch Studierende des Seminars finden an jedem ersten Sonntag im Monat um 15 Uhr bei freiem Eintritt statt: 03.05. / 07.06. / 05.07. / 02.08.

 
An diesen Sonntagen findet zudem jeweils der Workshop „Fotografieren ohne Kamera?“ für Familien mit Kindern ab 5 Jahren statt. Zusammen geht es durch die Ausstellung im Turm zur Katz und anhand der Werke, lernen die Teilnehmenden wie Fotogramme funktionieren. Anschließend kann man dann selbst kreativ werden und eigene Fotogramme erstellen?
 
Der Workshop findet unter Anleitung von Studierenden der Universität Konstanz am Freien Sonntag, 3.5. / 7.6. / 5.7. / 2.8. jeweils um 13 Uhr im Turm zur Katz statt. Der Workshop ist kostenfrei. Um Voranmeldung bis zum jeweiligen Donnerstag vor dem Termin wird gebeten via julia.siess@uni-konstanz.de.

 
Im Familienworkshop „Bunte Transparenz“ angeregt durch die Bilder von Gottfried Jäger werden mit Transparentpapier schillernd bunte Kunstwerke gebastelt und gebaut. Der Workshop widmet sich den Fragen: Wie entsteht Raum? Wie wirken Farben im Zusammenspiel? Wann wird ein Bild abstrakt?
Wo beginnt Fotografie ohne Kamera?
 
Der Workshop findet an folgenden Donnerstagen, jeweils um 15.30 Uhr statt:
07.05./ 11.06./ 25.06. / 16.07. / 13.08. Dauer ca. 45 Minuten. Teilnahme im Eintritt inbegriffen. Geeignet für Kinder ab 6 Jahren mit erwachsener Begleitperson.

 
Am 12. Mai, um 18 Uhr, gibt es gemeinsam mit „Maschen am See“ die Möglichkeit, nach einer Einführung in die Ausstellung Strick- und Häkelnadeln auszupacken und in entspannter Atmosphäre kreativ zu werden. Alle Interessierten sind willkommen, gemeinsam zu arbeiten, sich auszutauschen und neue Impulse zu sammeln. Hinter „Maschen am See“ stehen Johanna und Hannah, die im Sommer 2025 den Strick- und Häkelclub gegründet haben, um Menschen zusammenzubringen, die diese Leidenschaft teilen.
 
Alle Informationen zum Begleitprogramm gibt es auch unter www.turmzurkatz.de.
 
 
Die Ausstellung
Mit Gottfried Jäger zeigt der Turm zur Katz einen der bedeutendsten Vertreter der konkreten und generativen Fotografie. Die Ausstellung „Poesie des Fotografischen“ widmet sich dem umfangreichen Werk des 1937 geborenen Künstlers, der die künstlerische Auseinandersetzung mit fotografischen Verfahren über Jahrzehnte geprägt hat.
 
Jägers Archiv gleicht einer Wunderkammer: Es vereint dokumentarisches Material, theoretische Reflexionen und eine beeindruckende Vielfalt künstlerischer Arbeiten – von analogen Fotografien und Fotogrammen bis zu digital erzeugten Bildkompositionen. Seine Werke sind häufig seriell angelegt und gleichen Experimenten über die Möglichkeiten des Mediums selbst.
 
Im Mittelpunkt steht dabei stets die Frage nach dem Fotografischen: der Apparat, die Technik, die Logik des Bildes. Jägers Ansatz verbindet Kunst und Wissenschaft, Handwerk und Theorie – und lädt dazu ein, Fotografie nicht nur als Abbild, sondern als eigenständige Denk- und Ausdrucksform zu begreifen. „Es wird eine alternative fotografische Sprachform erkennbar, ein generatives System mit vielen Verbindungen auch nach außen hin, eine andere Art Fotografie“, sagt Gottfried Jäger.
 
Die Ausstellung zeigt, wie er den fotografischen Prozess als poetischen und zugleich technischen Akt versteht und auf diese Weise neue Perspektiven auf das Bild im digitalen Zeitalter eröffnet.
 
Zur Ausstellung erscheint eine Publikation im Vexer Verlag.
 

(Erstellt am 24. April 2026 10:17 Uhr / geändert am 24. April 2026 10:20 Uhr)