Female Founders Contest Halbfinale in Konstanz: Fanny Giannou von Alithea Biotechnology ist BW-Finalistin

Fanny Giannou, Gründerin der Alithea Biotechnology GmbH aus Freiburg, hat das Halbfinale des Female Founders Contests in Konstanz gewonnen.

Abschlussfoto mit Jury, Halbfinalistinnen und Location-Host (v.l.n.r.):     Antje Freyth (UFG e.V.), Guido Sondern (farm e.V.), Dr. Anna Herrmann (FlareOn Biotech), Julia Zimmermann (Eversion Technologies), Tamara Krauss (SaveSpace), Claire Siegert (Businettes), Fanny Giannou (Alithea Biotechnology), Dr. Hauke Hansen (AI:Fund, Lakeside Invest), Christina Groll (farm Gründungszentrum). Foto © Eversion Technologies
Abschlussfoto mit Jury, Halbfinalistinnen und Location-Host (v.l.n.r.):     Antje Freyth (UFG e.V.), Guido Sondern (farm e.V.), Dr. Anna Herrmann (FlareOn Biotech), Julia Zimmermann (Eversion Technologies), Tamara Krauss (SaveSpace), Claire Siegert (Businettes), Fanny Giannou (Alithea Biotechnology), Dr. Hauke Hansen (AI:Fund, Lakeside Invest), Christina Groll (farm Gründungszentrum). Foto © Eversion Technologies
 

Mit ihrer KI-Plattform HLA-Compass für personalisierte Krebsimmuntherapie überzeugte sie die Jury und vertritt Baden-Württemberg am 10. September 2026 beim Finale des Wettbewerbs in der Waschhaus Arena in Potsdam. Den Publikumspreis sicherte sich Dr. Anna Herrmann (FlareOn Biotech GmbH) mit einem patentierten Sensorsystem zur Tumorerkennung im OP. Das Halbfinale des Contests fand dieses Jahr erstmals in Baden-Württemberg statt – organisiert von Guido Sondern, Geschäftsführer farm e.V. und Julia Zimmermann, Co-Gründerin des Konstanzer Start-ups Eversion Technologies, ausgerichtet im farm Gründungszentrum der Stadt Konstanz. Die Geld- und Sachpreise des Abends wurden gesponsert vom Verein Unternehmer:innnen für Gründer:innen (UfG e.V.) sowie der LinkedIn-Coachin Sofie Flurschütz.

Ein Abend voller Female Power am Bodensee

Den Auftakt gestaltete Melanie Eckhard, Leiterin der Konstanzer Wirtschaftsförderung, mit einem Grußwort, das den Ton des Abends setzte: „Dass der Female Founders Contest erstmals ein Halbfinale in Baden-Württemberg ausrichtet – und das in Konstanz – ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer aktiven Gründungskultur, die wir hier gemeinsam aufbauen. Female Entrepreneurship ist für uns kein Randthema, sondern ein klares strategisches Anliegen." Denn der Bedarf ist real: Lediglich zwei Prozent des Venture Capitals fließen an rein weibliche Gründungsteams. Nur knapp 14 Prozent der Business Angels sind Frauen, und der Anteil von Frauen an Startup-Gründungen in Deutschland liegt bei unter 19 Prozent. Genau hier setzt der Female Founders Contest an – initiiert vom Business Angels Club Berlin-Brandenburg e. V. (BACB). Mit zehn regionalen Halbfinals, direkten Kontakten zu Angels, Investorinnen und Investoren und einer nationalen Bühne in Potsdam schafft der Wettbewerb, was Gründerinnen brauchen: Sichtbarkeit, Kapitalzugang und ein Netzwerk auf Augenhöhe. Die farm als Austragungsort des Gründerinnnenwettbewerbs steht dabei für genau diesen Anspruch. Darüber hinaus setzt das Gründungszentrum der Stadt Konstanz mit den Female Business Days jeden Oktober einen klaren Fokus auf Gründerinnen und gleichberechtigte Teilhabe in Wirtschaft und Unternehmertum.        

Die Halfinal-Gewinnerin: Fanny Giannou, Alithea Biotechnology

Eine Expert:innen-Jury mit Claire Siegert (Co-Founderin und CEO, Businettes Germany), Dr. Hauke Hansen (Investor, Lakeside Invest und AI.FUND), Julia Zimmermann (Co-Gründerin, Eversion Technologies), Guido Sondern (farm e. V. Gründung & Innovation) sowie Antje Freyth (Unternehmer:innen für Gründer:innen e. V.) bewertete am Abend Innovationsgrad, Marktpotenzial, Skalierbarkeit, Teamkompetenz, Pitch-Qualität sowie erste Traction und Meilensteine der Halbfinalistinnen. Die Entscheidung fiel nicht leicht, denn alle vier Pitches überzeugten die Juror:innen mit hohem Niveau.  Am Ende setzte sich Fanny Giannou mit Alithea Biotechnology durch: Das Freiburger Startup entwickelt mit der KI-Plattform HLA-Compass Technologien zur Beschleunigung personalisierter Krebsimmuntherapien. Ansatzpunkt ist ein in der Forschung oft übersehener Schwachpunkt: Historische Studiendaten sind häufig verzerrt – etwa nach Geschlecht oder Herkunft der Probandinnen und Probanden. Da jede KI nur so gut ist wie ihre Trainingsdaten, hat diese Verzerrung direkte Konsequenzen für die Wirksamkeit von Therapien. Alithea adressiert genau diese Lücke. Neben der wissenschaftlichen Substanz überzeugte Fanny Giannou die Jury mit ihrer Bühnenpräsenz: Sie kommunizierte ein hochkomplexes Thema klar, verständlich und mit spürbarer Leidenschaft – eine Fähigkeit, die im Pitchwettbewerb ebenso zählt wie die Qualität des Produkts. Auch die bisherige Traction sprach für sich: Umsatz, Auszeichnungen und ein wachsendes Netzwerk. „Alithea ist nicht nur eine würdige Finalistin für Potsdam. Sie fährt dorthin, um zu gewinnen", ist sich die Halbfinal-Jury einig. Neben dem Ticket nach Potsdam erhielt Fanny Giannou ein Preisgeld von 500 Euro sowie ein persönliches LinkedIn-Coaching mit Sofie Flurschutz. Den Publikumspreis – ebenfalls verbunden mit einem LinkedIn-Coaching – sicherte sich Dr. Anna Herrmann mit FlareOn Biotech aus Frickenhausen (Kreis Esslingen). Gemeinsam mit Co-Gründer Dr. Heinrich Jehle hat sie ein patentiertes Sensorsystem entwickelt, das Tumorgewebe während operativer Eingriffe im Kopf-Hals-Bereich sichtbar macht und die Beurteilung von Tumorrändern direkt im OP erleichtert und beschleunigt. Das Unternehmen wurde im Mai 2024 gegründet.   

Alle Teilnehmerinnen fahren nach Potsdam

Die Qualität aller vier Pitches war so beeindruckend, dass eine besondere Entscheidung getroffen wurde: Reise und Übernachtung zum Bundesfinale werden für alle Halbfinalistinnen gesponsert – ermöglicht durch den Konstanzer Verein Unternehmer:innen für Gründer:innen (UfG e.V.). Neben Fanny Giannou werden somit auch Dr. Anna Herrmann, Dr. med. Larissa Niemeyer und Tamara Krauss am 10. September in Potsdam dabei sein, die nationale Plattform nutzen und BW-Gründerinnen-Spirit auf das Festival bringen. Halbfinalistin Dr. med. Larissa Niemeyer ist Co-Gründerin und CEO der Mind Generation GmbH aus Heidelberg. Zusammen mit Szarah Sanchez Roman hat sie die App eatappie entwickelt – ein digitales Unterstützungsangebot für Jugendliche mit Essstörungen wie Magersucht und Bulimie. Die App überbrückt Wartezeiten auf Therapieplätze, ergänzt bestehende Behandlungen mit Methoden aus der Verhaltenstherapie und begleitet junge Menschen auch nach Klinikaufenthalten. Tamara Krauss, Co-Gründerin und CMO der SaveSpace GmbH aus Gerlingen bei Stuttgart, vernetzt über eine digitale Plattform Kundschaft, Betreibende und Flächenbesitzende und ermöglicht so eine flexiblere Nutzung von Lagerraum. Dazu bietet das junge Unternehmen zwei Kernmodellen: Remote Storage mit Abholung und Rücklieferung sowie Access Storage mit digitalem Zugangssystem für jederzeit zugängliche Self-Storage-Boxen. Die Vision dahinter ist klar: Städtischer Raum soll dem Leben dienen – nicht der Lagerung.

Dank an Sponsor:innen und Unterstützer:innen

Das Halbfinale wäre ohne das Engagement zahlreicher Partnerinnen und Partner nicht möglich gewesen. Auf Initiative der Konstanzer Gründerin Julia Zimmermann und mit Unterstützung von Guido Sondern, Geschäftsführer des farm e.V., wurde das Halbfinale des Wettbewerbs nach Baden-Württemberg und Konstanz geholt. Claire Siegert und Businettes Germany brachten Jury-Kompetenz und Netzwerkunterstützung ein. Der Verein UfG e.V., vertreten durch Antje Freyth, übernahmen das Preisgeld sowie die Reise- und Übernachtungskosten für alle vier Halbfinalistinnen – ein starkes Signal für Gemeinschaft und echte Chancengleichheit. Die farm – Gründung & Innovation mit Guido Sondern, Christina Groll und dem gesamten farm-Team richtete den Abend aus. Dr. Hauke Hansen brachten die Investorenperspektive in die Jury ein. Sofie Flurschutz stellte der Siegerin und der Publikumspreisgewinnerin ein persönliches LinkedIn-Coaching zur Verfügung.

Über das farm Gründungszentrum

Das städtische Gründungs- und Technologiezentrum farm in der Bücklestraße 3 in Konstanz ist die zentrale Anlaufstelle und wertvoller Netzwerkknoten für Gründende, Selbstständige und junge Unternehmen in Konstanz. Die farm bündelt Angebote und Akteure rund um Gründung, Unternehmertum und Innovation in der Region und bietet kostenfreie Vorträge und Netzwerkevents im Haus an. Zudem stehen günstige, flexible und geförderte Büro- und Produktionsräume für junge Unternehmen und Start-ups zur Verfügung. Christina Groll, Leiterin des städtischen Technologiezentrums, unterstützt mit ihrem Team alle Gründungsinteressierten mit einer fundierten Erstberatung und koordiniert die Weitervermittlung ins Konstanzer GRÜNDUNGSNETZWERK. Weitere Informationen unter www.konstanz.farm sowie auf den farm-Kanälen Instagram und LinkedIn.

Über den farm e.V. Gründung & Innovation

Der farm e.V. (ehemals TZK e.V.) wurde im Dezember 1985 in Konstanz gegründet und war bis 2021 Betreiber des Technologiezentrums in der Blarerstraße im Konstanzer Stadtteil Paradies. Als einer der Pioniere der Gründungsförderung in Baden‐Württemberg trug der Verein maßgeblich zur Entwicklung des regionalen Innovationsökosystems bei. Mit dem Umzug im Jahr 2021 auf das Konstanzer Innovationsareal und der Neuausrichtung unter dem Namen farm – Gründung & Innovation wurde das Technologiezentrum zukunftsfähig weiterentwickelt – als Ort der Begegnung, des Wissenstransfers und der nachhaltigen Innovation. Der Betrieb des Zentrums ging im Zuge dessen an die Stadt Konstanz über. Im Jahr 2024 folgte die Umfirmierung des Vereins in farm e.V. Gründung & Innovation, der sich als Inhaber der Marke farm – Gründung & Innovation strukturell und inhaltlich neu aufstellt. Seit September 2025 ist Guido Sondern hauptamtlicher Geschäftsführer des farm e.V. Über 300 Unternehmen haben das Technologiezentrum seit seiner Gründung als Startrampe genutzt – viele von ihnen sind heute noch in Konstanz ansässig und als verlässliche Arbeitgeber fest in der Region verwurzelt.

(Erstellt am 21. Juli 2026 10:04 Uhr / geändert am 21. Juli 2026 16:08 Uhr)