Turm zur Katz als Best-Practice-Beispiel bei landesweiter Museumstagung „Gemeinsam Digital“
Die Fachtagung „Gemeinsam Digital – kleine und mittlere Museen im digitalen Wandel“ rückt 2026 erneut die Zukunftsfähigkeit und Innovationskraft der Museen in Baden-Württemberg in den Fokus. Bei der Veranstaltung am 23. und 24. Juni 2026 im Hospitalhof Stuttgart wird der Turm zur Katz des Kulturamts Konstanz als Best-Practice-Beispiel für digitale Museumsarbeit vorgestellt.
Anna Martinez Rodriguez, Kuratorin des Turm zur Katz, präsentiert gemeinsam mit Prof. Dr. Johannes Bernhardt (Professor für Geschichte und mediale Ausstellungsgestaltung an der Universität Konstanz) das Ausstellungsprojekt „Ankommen? Migration, Glaube und Identität“.
Im Rahmen der Tagung wird der Turm zur Katz als Best-Practice-Beispiel für digitale Strategien in kommunalen Museen vorgestellt. Der Beitrag beleuchtet im ersten Teil die digitalen Projekte und die enge Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Praxis. Im zweiten Teil wird das Lehrprojekt „Mediale Ausstellungsgestaltung“ sowie das jüngste Ausstellungsprojekt „Ankommen? Migration, Glaube und Identität“ im Detail vorgestellt.
Über „Ankommen? Migration, Glaube und Identität“
Die Ausstellung verknüpfte das Thema Migration mit individuellen Lebensgeschichten: Sechs historische Persönlichkeiten, von der Antike bis zur Gegenwart, erzählten von Aufbruch, Fremdheit und Ankommen. Mithilfe von KI-basierten Inszenierungen, interaktiven Medienstationen und Virtual-Reality-Elementen konnten BesucherInnen individuelle Migrationswege nacherleben – begleitet von einem personalisierten „Reisepass“, der jede Reise zu einer persönlichen Erfahrung machte.
Mit diesem Ansatz steht der Turm zur Katz beispielhaft für eine zeitgemäße, digitale und partizipative Museumspraxis, die historische Themen lebendig und erfahrbar macht. Er beweist, wie kleinere Museen mit kreativen Kooperationen und digitalen Mitteln neue Zugänge zur Kultur schaffen können.
Erfolgreiche Kooperationen seit 2014
Seit 2014 arbeiten das Kulturamt Konstanz, die Universität und die HTWG Konstanz eng zusammen, um im zweijährigen Rhythmus großangelegte Ausstellungsprojekte im Turm zur Katz zu realisieren. Diese Kooperation gilt landesweit als beispielhaft für die erfolgreiche Verbindung von wissenschaftlicher Forschung, digitaler Innovation und künstlerischer Vermittlung. Bereits während der Corona-Zeit entwickelten der Turm zur Katz und Universität Formate mit dem DIY-Seminar „Kuratieren in der Pandemie“ und digitalen Vermittlungsangeboten innovative Wege, um Ausstellungen virtuell erfahrbar zu machen und den Dialog mit dem Publikum trotz Schließzeiten fortzuführen. Diese Initiative markierte den Startpunkt einer langfristigen digitalen Strategie, die heute als Vorbild gilt.
Weitere Informationen zur Tagung unter gemeinsamdigital.mfg.de und zum Programm des Turm zur Katz unter turmzurkatz.de.
