Der EBK Umweltbericht 2026

Entsorgungsbetriebe veröffentlichen Bilanz ihrer Umweltauswirkungen

EBK Umweltbericht 2026
Umweltmanagementbeauftragte Valerie Johne mit dem Umweltbericht 2026. 

Die Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) sind für den Abfall und das Abwasser der Stadt verantwortlich. Die EBK erfüllen damit wichtige Umweltschutzaufgaben. Der Betrieb hat jedoch auch Auswirkungen auf die Umwelt. Im EBK Umweltbericht werden die Umweltauswirkungen im Jahresrückblick bilanziert. So sind die Umweltschutzbemühungen der EBK für alle Bürgerinnen und Bürger nachvollziehbar. 
Der aktuelle EBK Umweltbericht wird dem Gemeinderat in der nächsten Sitzung des Technischen Betriebsausschusses am 23.06.2026 vorgelegt. Der Bericht steht schon jetzt in voller Länge und als gekürzte Fassung auf der Website der EBK zum Download bereit. 

Im Umweltbericht 2025 stechen drei Projekte besonders hervor: Der klimaneutrale Umbau des E-Fuhrparks, der PV-Ausbau auf dem EBK Betriebsgelände und die Lachgasmessung auf der Kläranlage:
2025 wurden zwei weitere E-Müllfahrzeuge in Betrieb genommen. Damit sind aktuell drei von neun Müllfahrzeugen im täglichen Einsatz elektrisch unterwegs. Der Solarausbau schreitet ebenso voran: 2025 wurden über die bestehenden PV Module auf dem EBK Betriebsgelände bereits 280 MWh Strom produziert. Im zurückliegenden Jahr wurden zusätzlich 813 PV Module installiert und damit ein Potential von 365 kWp neu erschlossen. Die Solarstromproduktion der EBK wird sich 2026 also nochmal steigern. 
Wie viel klimaschädliches Lachgas wird im Reinigungsprozess auf der Konstanzer Kläranlage freigesetzt? Um diese Frage zu beantworten, wird im Auftrag der EBK seit Juni 2025 eine Langzeitmessung auf der Konstanzer Kläranlage durchgeführt. Die Ergebnisse stimmen optimistisch: Es wird weitaus weniger Lachgas emittiert als bisher angenommen. 

2025 wurden in der Konstanzer Kläranlage 14,8 Mio. Kubikmeter Abwasser gereinigt. Das sind 17 % weniger als im Vorjahr. Der Rückgang ist maßgeblich auf die geringe Niederschlagsmenge zurückzuführen. Zur Reinigung wurden 4,9 Mio. kWh Strom benötigt. 
Die Menge der gesammelten Abfälle ist 2025 leicht zurückgegangen. Die Reduktion verteilt sich auf alle Fraktionen, ist beim Restmüll jedoch bemerkenswert: Mit 121 kg pro Person wurden 5 % weniger gesammelt als im Vorjahr. Weniger Restmüll weist meist auf eine bessere Abfalltrennung hin, da der Restmüll erfahrungsgemäß eine sehr hohe Fehlwurfquote aufweist. Die Bemühungen der Abfallberatung, speziell des Angebots „Abfallberatung vor Ort“ werden 2026 darum nochmal verstärkt.

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(Erstellt am 08. Juni 2026 15:29 Uhr / geändert am 08. Juni 2026 15:39 Uhr)