Aktuelles: Corona

Auf dieser Seite finden Sie gesammelt alle Infos und Hinweise zum Thema Corona und Betrieb der EBK.

Neuigkeiten und Presse

20.09.2022: Die Konstanzer Kläranlage

Grobentschlammungsbecken
Die Grobentschlammung

Einzugsgebiet und erste Reinigungsstufe

40 Millionen Liter Abwasser pro Tag, das ist die beachtliche Reinigungsleistung der Konstanzer Kläranlage, der größten Kläranlage am Bodensee. Das Einzugsgebiet geht dabei über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus: In der Kläranlage der Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) wird das Abwasser aus Konstanz, Allensbach, von der Reichenau und den dazugehörigen Gemeinden sowie den Schweizer Orten Kreuzlingen, Tägerwilen und Gottlieben gereinigt. 
Das Abwasser durchläuft aktuell drei Reinigungsstufen: Die mechanische, die biologische und die chemische Reinigung. Die mechanische Reinigung ist die erste Reinigungsstufe. Dazu zählen Rechen, Sand- und Fettfang sowie die Vorklärung.
In der Kläranlage angekommen, fließt das Abwasser zunächst durch die drei Stufen-Rechen, deren Stäbe nur 6 mm voneinander entfernt sind. So werden grobe Verschmutzungen zurückgehalten – schlichtweg all der Müll, der fälschlicherweise im Abfluss hinuntergespült oder achtlos auf die Straße geworfen wurde. Rund 300 Tonnen Rechengut werden mit dem Abwasser pro Jahr in der Konstanzer Kläranlage angespült! 
Anschließend fließt das Abwasser in den Sand- und Fettfang. Dieses Längsbecken wird kontrolliert mit Umgebungsluft belüftet, um eine walzenförmige Strömung zu erzeugen. Dank einer beruhigten Fließgeschwindigkeit setzen sich Sand, Glas und ähnliche Stoffe in einer untenliegenden Rinne ab, da sie schwerer sind als das Wasser. Gleichzeitig sammeln sich Fette und Öle an der Wasseroberfläche und können abgetragen werden. Durch die optimierte, walzenförmige Strömung im Becken werden die organischen Substanzen in Schwebe gehalten, um sie im nächsten Reinigungsprozess abtrennen zu können.
Dies geschieht in der Grobentschlammung: In diesem 50 Meter langen Becken wird die Fließgeschwindigkeit nochmals reduziert, so dass sich die noch im Wasser befindlichen organischen Feststoffe absetzen. Bei diesen organischen Feststoffen handelt es sich vor allem um Fäkalien, Essensreste, Papierfasern und ähnliches, die als sogenannter Primärschlamm auf den Beckenboden sinken oder sich als Schwimmschlamm an der Wasseroberfläche absetzen. Auf dem Grobentschlammungsbecken bewegt sich eine Brücke mit zwei Räumschildern: Einem Schild unter Wasser, das den Schlamm vom Beckenboden abträgt und eines an der Wasseroberfläche, das den schwimmenden Schlamm langsam zum Abfluss schiebt. 
Mit diesen mechanischen Prozessen werden dem Abwasser die sichtbaren Fremdstoffe entzogen. Doch gereinigt ist das Abwasser erst dann, wenn auch die unsichtbaren Verschmutzungen in der biologischen und chemischen Reinigungsstufe entfernt wurden.

20.09.2022: Bioabfall als Energieträger

EBK Müllfahrzeug, Umlade Biomüll
Bioabfall ist Rohstoff und Energieträger – aus ihm wird neben Kompost und Dünger auch Strom und Wärme. 

In Bioabfall steckt mehr als Kompost und Dünger

Was in den Bioabfall gehört, ist bekannt: Apfelbutzen, Kartoffelschalen und Gartenabfälle wie Laub, Rasenschnitt und verblühte Pflanzen. Essensreste aus Privathaushalten können und sollen ebenso in der Bioabfalltonne entsorgt werden, egal ob gekocht oder roh, Fleisch oder Gemüse. Kurz gesagt: Die Bioabfalltonne ist die richtige Tonne für alle unverarbeiteten und verarbeiteten organischen Abfälle. 
Doch warum ist die korrekte Entsorgung von organischen Abfällen in der braunen Bioabfalltonne richtig und wichtig? Viele würden antworten: Aus Bioabfall wird schließlich Erde und Dünger! Das ist richtig, doch im Bioabfall steckt noch mehr, nämlich Biogas und damit ein wichtiger Beitrag zur nachhaltigen Strom- und Wärmeproduktion. 
Der Konstanzer Bioabfall wird wie alle organischen Abfälle aus dem Landkreis nach Singen transportiert: Die Firma Reterra hat im Juli 2022 ihre neue Bioabfallanlage im dortigen Industriegebiet eröffnet. In dieser Anlage wird der überwiegende Teil des Bioabfalls zunächst der Vergärung zugeführt. Im Vergärungsprozess entsteht Biogas, das im angeschlossenen Blockheizkraftwerk direkt zu Strom und Wärme verarbeitet werden kann. Anschließend werden die Gärreste in einer sogenannten Tunnelkompostierung zu hochwertigem Kompost und Dünger weiterverarbeitet. Bioabfall ist also Rohstoff und Energieträger. 
Darum ist richtige Entsorgung wichtig, für die zwei Grundsätze leicht zu merken sind, erstens: Kein Plastik in den Bioabfall, auch kein sogenanntes Bioplastik. Dieses wird energieintensiv aussortiert. Falls es in den Abfällen verbleibt, stört es den weiteren Vergärungs- und Kompostierungsprozess und landet im schlechtesten Fall als Mikroplastik in der Erde. Zweiter wichtiger Grundsatz: Keine Bioabfälle in den Restmüll! Noch immer landet viel zu viel Bioabfall in den grauen Tonnen, wird damit der Verbrennung zugeführt und dem Wertstoffkreislauf entzogen. Dabei ist die richtige Entsorgung von Bioabfällen gerade im Hinblick auf die aktuelle Energiekrise ein wichtiger Beitrag, der in jeder Küche, in jedem Garten und von jedem Haushalt geleistet werden kann.

Mehr Infos und Hintergründe in der Rubrik Abfallwege: Biomüll.

07.09.2022: Fair und Alltagstauglich? Nachhaltige Arbeitskleidung im Tragetest

EBK Mitarbeiter in Warnschutzkleidung
Wird jetzt nachhaltig: Die Arbeitskleidung der EBK!

Ausschreibung von EBK und TBK mit Nachhaltigkeitskriterien nimmt nächsten Meilenstein

Entsorgungsbetriebe (EBK) und Technische Betriebe (TBK) der Stadt Konstanz stehen vor der Neuvergabe ihrer Arbeitsmietkleidung mit Waschservice. Bei dieser Ausschreibung handelt es sich um rund 1.000 Kleidungsstücke für etwa 180 Mitarbeitende. Dazu zählt die orangefarbene Warnschutzkleidung der Müllwerker, Stadtreinigungskräfte und Kanalwärter ebenso wie die verschiedenen Arbeitskleidungen mit ihren spezifischen Schutzanforderungen in Kfz- und Elektro-Werkstatt, in der Schlosserei, der Gärtnerei, im Labor und den anderen, vielfältigen Arbeitsbereichen von EBK und TBK. 

Da die Textilbranche von zahlreichen ökologischen und sozialen Missständen geprägt ist, haben EBK und TBK bei dieser Ausschreibung gemeinsam mit den Expertinnen des Bonner Vereins Femnet e.V. erstmals Nachhaltigkeitskriterien definiert. Die Arbeitskleidung von EBK und TBK wird damit nachhaltig und fair! Die entsprechenden Nachhaltigkeitskriterien rechtssicher und nachvollziehbar zu formulieren, war nur dank der Kooperation mit Femnet möglich. EBK, TBK und Femnet beschreiten mit dieser Ausschreibung bundesweit neue Wege der nachhaltigen Beschaffung, da erstmals Nachhaltigkeitskriterien für Arbeitsmietkleidung mit Waschservice festgelegt wurden. 

Folgende soziale und ökologische Nachhaltigkeitskriterien wurden definiert: Verpflichtend sind der Verzicht auf Kinder- und Zwangsarbeit sowie auf Diskriminierung. Umso mehr die herstellenden Unternehmen ihre Sorgfaltspflichten bei der Produktion der Textilien einhalten, desto mehr Punkte erreichen sie bei der Wertung ihrer Angebote. Dazu zählt beispielsweise die Zahlung eines angemessenen Lohnes für die meist weiblichen Näherinnen. Im Zuge der Produktion sind bei den Fasern Umweltschutzkriterien wichtig. Bei der Waschdienstleistung der Textilien wird auf den ökologischen Aspekt wert gelegt: Der möglichst geringe CO2-Ausstoß beim Transport wird in der Wertung ebenso belohnt wie der möglichst vollständige Einsatz von Energien aus erneuerbaren Quellen in der Wäscherei. 

Um die Erfüllung der Nachhaltigkeitskriterien nachzuweisen, wurden bereits in der Ausschreibung die konkreten Siegel oder vergleichbare Nachweise genannt, die zur Erfüllung der Kriterien anerkannt werden. Denn in der Textilbranche sind zahlreiche Siegel im Umlauf, die auf eine angebliche Nachhaltigkeit hinweisen. Doch nur wenige davon erfüllen tatsächlich die grundsätzlichen Standards, die von fairen Textilien erwartet werden: Achtung der grundlegenden Arbeitsrechte und eine unternehmerische Sor Erfüllt bald nicht mehr nur Sicherheitsanforderungen, sondern auch Nachhaltigkeitskriterien – die Arbeitskleidung von EBK und TBK.gfaltspflicht. 

Da die zukünftige Arbeitskleidung natürlich nicht nur Nachhaltigkeitskriterien, sondern auch die Anforderungen im Arbeitsalltag erfüllen muss, wurden die Kollektionen der Anbieter, die ihre Angebote sachlich und fachlich korrekt eingereicht haben, im August zum Tragetest angefordert. Erfahrene Mitarbeitende von EBK und TBK haben sich bereit erklärt, die Arbeitskleidung auf Herz und Nieren zu testen, also im Alltag zu tragen, anhand einer Punkteskala zu bewerten und Auffälligkeiten zu notieren. Natürlich gibt es persönliche Favoriten und einzelne Ausreißer, doch der Grundtenor lautet: Die Kleidungsstücke haben den Praxistest bestanden. Sie sind nicht nur nachhaltig, sondern auch bestens für den Arbeitsalltag von EBK und TBK geeignet. 
Nun sind alle Beteiligten gespannt, welcher Bieter den Zuschlag erhalten wird. Die vergebenen Punkte des Tragetestes fließen zu einem festgelegten Prozentsatz mit in die übergreifende Wertung ein, die neben der Wirtschaftlichkeit die Nachhaltigkeitskriterien beinhaltet. Der Zuschlag wird voraussichtlich Anfang Oktober vergeben und mit der beauftragten Firma veröffentlicht.
 

23.08.2022: Pumpwerke und andere Außenbauwerke

Pumpwerk Fohrenbühl

Unscheinbar, aber unverzichtbar

Die Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) tragen nicht nur die Verantwortung für das weit verzweigte Kanalnetz und die größte Kläranlage am Bodensee, sondern darüber hinaus für rund 40 weitere abwassertechnische Anlagen. Unter diesem sperrigen Begriff werden die 26 Pumpwerke und 17 Regenwasserbehandlungsanlagen zusammengefasst, die sich im Einzugsgebiet der EBK befinden. 

Mehr dazu hier Abwasser: Pumpwerke

09.08.2022: Kleiner Rat, große Tat - 5 Tipps zum E-Schrott

E-Schrott auf dem Wertstoffhof

Der beste Abfall ist der, der gar nicht erst entsteht

Es blinkt, es lädt, es piept und surrt – bis es nicht mehr blinkt, lädt, piept oder surrt: Dann handelt es sich um Elektromüll, auch E-Schrott genannt. Die richtige Entsorgung von E-Schrott schont Ressourcen, schützt unsere Umwelt und ist damit ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. 

  1. Weitergeben statt Entsorgen.
    Der nachhaltigste Abfall ist der, der gar nicht erst entsteht. Das zählt besonders für Elektrogeräte. Werden diese nicht mehr genutzt, funktionieren aber noch, sollten sie weitergegeben statt weggeworfen werden: Fairkauf, Flohmärkte und Kleinanzeigen machen dies unkompliziert möglich.
  2. Reparieren und Weiternutzen. 
    Ist nur ein Kleinteil am Toaster defekt, muss man ihn nicht gleich entsorgen. Eine Reparatur verlängert nicht nur die Lebensdauer der Elektrogegenstände erheblich, sondern steigert auch deren Wertschätzung. Vor allem wenn der Defekt selbst behoben wurde. Reparaturcafés und Initiativen wie die mit dem Bürgerbudget geförderte „Brauchbarschaft“ stehen dabei tatkräftig zur Seite. 
  3. Elektromüll: Verloren in der Restmülltonne
    Ist weder eine Weitergabe noch eine Reparatur sinnvoll, muss auch E-Schrott entsorgt werden. Aber richtig! Denn im Restmüll sind die Wertstoffe der Elektronik verloren, dieser wird schließlich ohne weitere Sortierung verbrannt. Alle Gegenstände, die Strom benötigen, speichern oder leiten, gehören zum E-Schrott und damit auf keinen Fall in den Restmüll. Das ist auf den Gegenständen selbst mit einer durchgestrichenen Restmülltonne markiert. 
  4. Wertstoffhof und Handel: Rückgabe ist einfach. 
    Damit möglichst viel E-Schrott recycelt werden kann, wurde die Rückgabe vereinfacht: Die Wertstoffhöfe der Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) nehmen E-Schrott ebenso an wie der Einzelhandel. Wobei im Handel die Rückgabe je nach Größe und Sortiment der Filialen gewissen Einschränkungen unterliegen kann. 
  5. Wertstoff-Sammlung zu Hause
    Für jede Glühbirne auf den Wertstoffhof? Mitnichten! Ganz praktisch kann die Entsorgung vereinfacht werden, wenn in der häuslichen Sortierung neben Altglas und Altpapier Platz für eine weitere Abfallart gefunden wird: Wertstoffe für den Wertstoffhof. Dort kann auch der kleine E-Schrott lagern, bis genug beisammen ist, dass sich die Fahrt zum Wertstoffhof lohnt. 

01.08.2022: EBK Kundenservice am Mittwoch, 03.08.2022, nicht erreichbar

EBK Kundenservice

Kundenservice Abfallgebühren, Abfallberatung und Sperrmüllhotline wegen interner Schulung nicht besetzt

Aufgrund einer ganztägigen, abteilungsübergreifenden Fortbildung sind am Mittwoch, den 03.08.2022, der Kundenservice, die Abfallberatung und die Sperrmüllhotline der Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) persönlich und telefonisch nicht erreichbar. Am Donnerstag stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wieder zu den gewohnten Zeiten für alle Fragen rund um die Abfallgebühren, Entsorgungsmöglichkeiten für private Haushalte und Gewerbetreibende sowie zu den Möglichkeiten der Sperrmüllabholung zur Verfügung. 

Der Abfuhrbetrieb und die Wertstoffhöfe sind davon nicht betroffen. Die Müllabfuhr ist auch am Mittwoch im regulären Betrieb unterwegs und die Wertstoffhöfe haben zu den bekannten Zeiten geöffnet. 

15.07.2022: Kanalsanierungen in der Altstadt, im Paradies und rund um die Hermann-von-Vicari-Straße

Kanalrenovierungen in geschlossener Bauweise ab 18.07.2022

EBK Bauhelm

Im Auftrag der Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) werden in den kommenden drei Wochen Renovierungen von Abwasserkanälen in geschlossener Bauweise durchgeführt. Elf Kanalabschnitte werden im Zuge dieser Maßnahme baulich saniert. Die betroffenen Kanäle befinden sich in der Altstadt, im Paradies sowie rund um die Hermann-von-Vicari-Straße. Die Sanierungen erfolgen in geschlossener Bauweise, im sogenannten Schlauchlinerverfahren. Dabei wird über vorhandene Zustiegsschächte ein in Harz getränkter Gewebeschlauch, der sogenannte Schlauchliner, in den betroffenen Kanalabschnitt eingeführt. Dieser Schlauchliner legt sich eng an die vorhandene Kanalwand an und dichtet den Kanal von innen ab. So wird der Abwasserkanal ertüchtigt, ohne dass die Straßenoberfläche geöffnet werden muss. Der Einbau eines Schlauchliners in den betroffenen Kanalabschnitt ist in der Regel nach nur einem Arbeitstag abgeschlossen.

Mit den vorbereitenden Arbeiten für die Sanierungen wird bereits ab Montag, den 18.07.2022, begonnen. In den zu sanierenden Kanalabschnitten sind vorausgehende Fräsarbeiten notwendig, um Ablagerungen zu entfernen. Dazu werden spezielle Roboter in den Kanal gesetzt, denn auch die Fräsarbeiten erfolgen im geschlossenen Kanal. Der Einbau der Schlauchliner ist ab Montag, den 25.07.2022, geplant. In der Hussenstraße, im Bereich Schnetztor, sind die Arbeiten als Nachtarbeiten angeordnet, die innerhalb einer Nacht abgeschlossen sein sollen. Die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner werden kurzfristig direkt informiert. 
Es ist geplant, dass alle Kanalrenovierungen dieser Maßnahme bis Freitag, den 05.08.2022, abgeschlossen sein werden. Die ausführenden Firmen und die EBK sind bestrebt die Auswirkungen für Anwohnerinnen und Anwohner sowie den Fuß-, Rad- und motorisierten Verkehr so gering wie möglich zu halten. 

Eine vollständige Liste der betroffenen Straßenzüge sowie aktuelle Informationen zu dieser und anderen Baumaßnahmen der EBK sind in der Rubrik Baumaßnahmen aufgeführt.

14.07.2022: Kanalanschluss Telekom-Hochhaus

Geruchsentwicklung trotz geregeltem Abfluss möglich

Gaswarngerät
Ein Gaswarngerät

Zum Umbau des sogenannten Telekom-Hochhauses in der Moltkestraße / Zähringerplatz gehört die Ertüchtigung des dazugehörigen Abwasserkanals. Der mittelfristig sanierungsbedürftige Kanalabschnitt zum Anschluss des Hochhauses an die Abwasserentsorgung wird im Zuge der Baumaßnahme in den kommenden drei Wochen erneuert. Dafür wird der sanierungsbedürftige Kanal aus- und ein neuer, stärkerer Kanal eingebaut. 

Diese Kanalerneuerung in offener Bauweise erfolgt im Auftrag der Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK). Während der Kanalerneuerung wird das Abwasser aus dem Viertel umgeleitet. Über den Sankt-Gebhard-Platz fließt das Abwasser auch in den kommenden drei Wochen sicher und zuverlässig Richtung Kläranlage. Dies ist Routine im Alltag der Abteilung Planung und Bau der EBK. Aufgrund der Routine und der jahrelangen Erfahrungen wissen die verantwortlichen Planer aber auch: 
Das heiße und derzeit sehr trockene Wetter kann dazu führen, dass es zu einer Geruchsentwicklung aus dem Kanal kommt. Vor allem im Umfeld der Kanalschächte zwischen Sankt-Gebhard-Platz und der evangelischen Pauluskirche am Klinikum kann, je nach Witterung, in den nächsten drei Wochen ein Fäulnisgeruch wahrgenommen werden. 

Auf der Umleitungsstrecke fließt das Abwasser zuverlässig, aber langsamer als auf der „Stammstrecke“. Wenn die Wetterverhältnisse so trocken bleiben, wie derzeit angekündigt, wird der Kanal auch nicht mit frischem Niederschlagswasser durchgespült. Die Trockenheit führt also dazu, dass das Abwasser nur langsam im Kanal fließt. Die warmen Temperaturen können die Entstehung von Gasen begünstigen. Der Geruch kann unangenehm auffallen. Die EBK bitten dafür um Verständnis und möchten vorab mögliche Sorgen ausräumen: Die Gasentwicklung im Kanal wird ständig mit Sensoren überwacht. Sobald der Geruch an der frischen Luft wahrnehmbar ist, sind die Gase bereits stark verdünnt und damit vollkommen ungefährlich. 
Die EBK sind bemüht, die Kanalerneuerung auf dem Gelände des Telekom-Hochhauses so schnell wie möglich abzuschließen und somit das Abwasser wieder auf den regulären Weg zurückzuführen. Geplant ist, die Arbeiten bis zum 15.08.2022 abzuschließen.

Aktuelle Informationen zu dieser und weiteren Baumaßnahmen hier: Baumaßnahmen

12.07.2022: Kanalschadenskataster und Sanierungsarbeiten

Sanierungsverfahren in offener und geschlossener Bauweise

Baugrube Kanal
Kanalsanierung in der offenen Bauweise

Die sichere Ableitung des Abwassers ist neben Abfallwirtschaft und Abwasserreinigung eine der drei Umweltschutzaufgaben der Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK). Die EBK sind damit für das 291,3 km lange, Konstanzer Kanalnetz verantwortlich. Dazu gehört die regelmäßige, abschnittweise Zustandserfassung durch Kamerabefahrungen. Die Ergebnisse dieser Befahrungen werden als baulicher Zustand der Abwasserkanäle im Kanalschadenskataster hinterlegt. Dieses Kataster bildet die Grundlage für die kurz-, mittel- und langfristige Kanalsanierungsplanung.

Alles zu den verschiedenen Sanierungsverfahren ist in der Rubrik Abwasser: Kanalsanierungen gesammelt.

12.07.2022: Tipps für den Biomüll im Sommer

Weniger Feuchtigkeit sorgt für weniger Geruchsentwicklung

Biomüll

Die separate Sammlung von Biomüll gehört zum Einmaleins der Abfalltrennung. Aus Essensresten, Garten- und Küchenabfällen wird Energie, Dünger und Kompost. Der Konstanzer Biomüll wird wöchentlich von den Entsorgungsbetrieben Stadt Konstanz (EBK) gesammelt, im Industriegebiet umgeladen und nach Singen transportiert. In Singen wird der Biomüll unter kontrollierten Bedingungen kompostiert beziehungsweise vergärt.
Bei hohen, sommerlichen Temperaturen kann die Vergärung des Biomülls zu früh einsetzen, nämlich bereits in der heimischen Biotonne. Die Folge: Die Tonne stinkt und bietet ungeliebten Kleinlebewesen einen hervorragenden Lebensraum. Die sprichwörtliche Made im Speck bevölkert in den Sommermonaten auch wortwörtlich zahlreiche Abfallbehälter.
Mit folgenden Tipps der EBK Abfallberatung können Geruch und Maden in der sommerlichen Biotonne vermieden oder verringert werden. Der wichtigste Grundsatz lautet dabei stets: Je weniger Feuchtigkeit, desto besser. 
Zeitungspapier ist dabei hilfreich: Einerseits um die frischen Küchenabfälle darin einzuwickeln, bevor sie in der Tonne landen. Andererseits kann mit einer Knüllschicht Zeitungspapier der leere Tonnenboden bedeckt werden, um in der Tonne entstehende Feuchtigkeit aufzusaugen. Biomüll kann ebenso in unbeschichteten Papiertüten oder Papiersäcken in die Biotonne gegeben werden. Rasenschnitt und andere Gartenabfälle sollten nicht frisch, sondern angetrocknet in die Tonne geworfen werden. Neben Feuchtigkeit spielt auch Wärme eine Rolle. Wenn der Standort der Biomülltonne frei gewählt werden kann, sollte im Sommer immer der schattigere Platz den Vorzug erhalten. 
Wenn alle Vorsorge nichts nützt, die Biomülltonne bereits riecht und Maden kriechen, kann auf Gesteinsmehl zurückgegriffen werden. Dabei muss es sich nicht um spezielles Biotonnenpulver handeln. Klassisches Gesteinsmehl aus dem Baumarkt trocknet Maden und Feuchtigkeit schlichtweg aus. 
Und der wichtigste Tipp: Die Tonne sollte regelmäßig, also wöchentlich zur Abfuhr bereitgestellt werden. Gerade im Sommer ist die wöchentliche Leerung das beste Mittel, um Maden, Gerüchen und anderen Unannehmlichkeiten des Biomülls vorzubeugen. 

Was genau mit dem Konstanzer Biomüll passiert, nachdem er abgeholt wurde, erfahren Sie in unserer Rubrik Abfallwege: Biomüll.

28.06.2022: Abwasser - Das Konstanzer Kanalnetz

Unterwegs mit dem Spültrupp

Spül- und Saugfahrzeug

Die Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) sind für die zuverlässige Ableitung des Abwassers und damit für das 291,3 km lange Kanalnetz der Stadt verantwortlich. Zu dieser Verantwortung zählt das Führen des Kanalschadenskatasters ebenso wie Unterhaltung und Sanierung der Kanalisation. In Konstanz ist eine sogenannte Mischkanalisation vorherrschend: Verschmutztes Wasser aus häuslichen Abflüssen fließt gemeinsam, also gemischt, mit Niederschlagswasser, das bei Regen von versiegelten Flächen abgeleitet wird, zur Kläranlage.
Der EBK Spültrupp ist täglich im Einsatz, damit das Abwasser nicht durch Verschmutzungen aufgehalten wird. Wie ein normaler Arbeitseinsatz abläuft und warum niemals mit Trinkwasser gespült wird, ist der Rubrik Abwasser: Das Konstanzer Kanalnetz zusammengefasst.

28.06.2022: Kanalsanierung Allmannsdorf/Jungerhalde, geschlossene Bauweise

Arbeiter mit Bauhelm

Bisherige Regelung bleibt bestehen

Seit Montag, den 27.06.2022, bis voraussichtlich 14.07.2022 werden im Auftrag der Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) Sanierungsarbeiten am Kanalnetz in Allmannsdorf, Bereich Jungerhalde durchgeführt. Betroffen sind folgende Straßen:

  • Fasanenweg
  • Bettengasse
  • Peter-Rosegger-Weg

Die Kanalsanierung erfolgt in geschlossener Bauweise. Dafür wird ein Sanierungsroboter über die vorhandenen Schachtöffnungen in den Kanal eingesetzt. Die Steuerung des Sanierungsroboters erfolgt von außen. So ist es möglich, den Kanal zu sanieren, ohne die betroffene Straßenoberfläche zu öffnen. Die Sanierungsarbeiten können dadurch rasch und mit möglichst wenigen Auswirkungen auf Anwohnerschaft und Verkehr abgeschlossen werden. 
Die Arbeiten in den genannten Straßen rund um die Jungerhalde werden abschnittsweise von der Fachfirma Diringer & Scheidel Rohrsanierungen im Auftrag der EBK ausgeführt. 
Um den schnellen und störungsfreien Ablauf der Kanalsanierung zu gewährleisten, ist der freie Zugang zu den Kanalschächten unbedingt notwendig. Sollte der Zugang oder der Arbeitsbereich rund um die Schächte durch Fahrzeuge versperrt sein, müssen die EBK den Gemeindevollzugsdienst kurzfristig hinzurufen und ein Abschleppen veranlassen. Da dies den Bauablauf unnötig verzögert, bitten die Beteiligten darum, die aufgestellten Halteverbotsschilder zu beachten und nur auf den ausgewiesenen Parkflächen zu parken. Die ausführende Firma und die EBK sind bestrebt die Beeinträchtigungen für Anwohnerinnen und Anwohner so gering wie möglich zu halten.

Aktuelle Infos zu diesen und weiteren EBK Baumaßnahmen hier: Baumaßnahmen

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