Aktuelles: Corona

Auf dieser Seite finden Sie gesammelt alle Infos und Hinweise zum Thema Corona und Betrieb der EBK.

Neuigkeiten und Presse

14.09.2021: 7 Tipps zu Abwasser und Umweltschutz

Gereinigtes Abwasser

Kleiner Rat, große Tat!

Die Toilette ist kein Mülleimer
Rund 350 Tonnen Müll landen jährlich im Konstanzer Abwasser. Dieser Müll gehört nicht ins Klo, sondern richtig getrennt: Nur so bleiben wichtige Rohstoffe erhalten. 

Kein Essen im Abfluss
Über Essensreste im Abfluss freuen sich flinke Vierbeiner: Ratten. Sie finden und verzehren die Reste schnell, die hinuntergespült wurden. Je mehr Reste, desto mehr Ratten und damit mehr potenzielle Krankheitsüberträger. Darum: Ratten nicht über den eigenen Abfluss anfüttern. 

Keine Fette in die Toilette
Fette lagern sich den Kanälen ab. Jede Kanalreinigung verursacht einen großen CO2-Ausstoß. Darum: Die Bratpfanne vor dem Spülen kurz mit einem Küchentuch auswischen, das kann in den Biomüll, Frittierfett abgefüllt zum Wertstoffhof.

Keine Farbe im Abwasser
Farbe in großen Mengen stört die Bakterien der Kläranlage. Farbreste in Eimern dürfen darum nicht in den Abfluss gekippt werden. Die „Mitarbeiter“ der biologischen Reinigungsstufe bedanken sich, dass Farbreste zum Problemstoffmobil gebracht werden! 

Keine Zigaretten im Abwasser!
Die Schadstoffe einer Zigarette verschmutzen etwa 40 Liter Wasser. Kein Wunder, befindet sich doch im Filter all das, was der geneigte Raucher nicht will. Zigarettenkippen und Stummel gehören in den Restmüll, nicht ins Abwassersystem! 

Keine Feuchttücher ins Klo
Klassisches Toilettenpapier zerfällt, sobald es feucht wird. Feuchttücher reißen nicht. Was beim Gebrauch angenehm sein kann, verursacht unangenehme Verstopfungen von Rohren und Pumpen bei unsachgemäßer Entsorgung im Abfluss. Feuchttücher gehören immer in den Restmüll!

Keine Medikamente im Abfluss
Die Konstanzer Kläranlage kann viel, aber nicht alles. Alle Medikamentenrückstände können nicht vollständig entfernt werden und verteilen sich mit dem gereinigten Wasser in der Umwelt. Restmedikamente gehören in den Restmüll. Nur so werden sie vernichtet und können nicht mehr ungewollt von der Natur, vom Mensch und Tier aufgenommen werden.

14.09.2021: Inspektion der Abwasserkanäle

Abwasserkanal
Ausschnitt aus "Das Konstanzer Kanalnetz"

Hochauflösende Einblicke in die Konstanzer Unterwelt 

Über 291 Kilometer erstreckt sich das öffentliche Konstanzer Kanalnetz, für das die Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) verantwortlich sind. Die EBK sichern den störungsfreien Ablauf des Abwassers bis zur Reinigung in der Kläranlage. Damit bauliche Schäden oder Verstopfungen frühzeitig erkannt und behoben werden können, wird das Kanalnetz im Auftrag der EBK in regelmäßigen Abständen mit Kameras abschnittweise befahren und inspiziert. So sichern sich die EBK einen aktuellen Überblick über den Zustand des gesamten Kanalnetzes.
In der zweiten Septemberhälfte werden rund 8 Kilometer der Abwasserkanäle unter anderem in der Altstadt mit einer hochauflösenden Kamera inspiziert. Die Altstadt verfügt über eine sogenannte Mischkanalisation: Schmutz- und Regenwasser fließen in dasselbe Kanalsystem ab und werden gemeinsam, das heißt „gemischt“, über das Kanalnetz zur Kläranlage abgeleitet. Die Inspektion der Kanäle kann bei Trockenwetter, ohne zufließendes Regenwasser, im laufenden Betrieb erfolgen. Bei heftigen Regenschauern müssen die Fahrten unterbrochen werden. Bei größeren Sammlern, den „Hauptschlagadern“ des Kanalsystems, können sogenannte Absperrblasen – Ballons in der Größe der Abwasserkanäle – eingesetzt werden, die das Abwasser für die Dauer der Inspektion zurück halten.

„Oben“ ist von der Inspektion wenig zu sehen: Am Zugang zum Kanal steht ein Inspektionsfahrzeug von der Größe eines Kleintransporters, von dem aus die Fahrt und Aufnahmen der Kamera verfolgt und dokumentiert werden. Der Kamerawagen ist natürlich mit Seilen gesichert, während die Kamera in den Kanälen hochauflösende Aufnahmen macht. Erkannte bauliche Schäden werden unmittelbar dokumentiert und genau eingemessen. Diese Daten bilden die Grundlage für die Planung der jährlichen Sanierungsarbeiten.
Wer sich selbst ein Bild machen will, wie es in Konstanzer Abwasserkanälen aussieht, findet Aufnahmen im kurzen Infofilm Das Konstanzer Kanalnetz (Link zu Youtube).

14.09.2021: Was passiert mit den Grünabfällen?

Grünabfälle

Grünkompost mit Bio-Zertifzierung

Rasenschnitt, verwelkte Blumen, gekürzte Äste – all das sind Grünabfälle. Die Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) bieten verschiedene Möglichkeiten an, Grünabfälle einfach zu entsorgen. Doch was passiert eigentlich damit, sobald die Grünabfälle abgeholt, eingeworfen oder zum Wertstoffhof gebracht werden? Alle Grünabfälle werden zunächst auf den Wertstoffhof Dorfweiher gebracht. Von dort werden sie zum Kompostwerk Reterra in Singen transportiert, das auch die Konstanzer Bioabfälle verarbeitet.
Wie aus den Grünabfällen ein nährstoffreicher Kompost mit Bio-Zertifizierung wird, das erfahren Sie in unserer Rubrik Abfallwege: Grünabfälle.

31.08.2021: Kanalerneuerung Großherzog-Friedrich-Straße

Bauarbeiter

Abschnittweise Sperrung zwischen Martin-Schleyer-Straße und Im Tiergarten

In der Großherzog-Friedrich-Straße in Konstanz Litzelstetten werden im Auftrag der Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) schadhafte Abwasserkanäle erneuert. Die Kanalerneuerung beginnt im Einmündungsbereich in die Martin-Schleyer-Straße und endet auf Höhe der Abzweigung Im Tiergarten. Die Kanalerneuerung erfolgt in offener Bauweise, weshalb eine abschnittweise Sperrung der Großherzog-Friedrich-Straße während der Bauarbeiten erforderlich ist. Die Bauzeit beträgt etwa drei Monate, von Anfang September bis Dezember 2021.
Die Straßenoberfläche der Großherzog-Friedrich-Straße wird abschnittweise geöffnet, um die darunterliegenden, schadhaften Abwasserkanäle zu ersetzen. Zeitgleich werden Leerrohre für Glasfaserverbindungen, Niederspannungsleitungen und die Wasserhauptleitung neu verlegt. So wird die vorhandene Baustelleninfrastruktur bestmöglich genutzt. Zum Abschluss der Arbeiten im jeweiligen Abschnitt wird die Straße geschlossen und der Fahrbahnbelag erneuert. 
Die EBK und die ausführenden Firmen sind bemüht, die Arbeiten so rasch wie möglich abzuschließen und die Behinderungen auf ein Mindestmaß zu beschränken. 

Kontinuierliche Updates und mehr Informationen zu Sanierungs- und Erneuerungsarbeiten der EBK finden Sie gesammelt bei den Baumaßnahmen.

31.08.2021: Was passiert mit den Altkleidern?

Altkleider

Stoffliche Verwertung oder Second Hand Kleidungsstück

Wohin mit dem T-Shirt, dessen Aufdruck nicht mehr gefällt, mit der Jeans, die nicht mehr passt? Zur Entsorgung aussortierter Kleidung stehen in Konstanz rund 70 Altkleidercontainer bereit, die im Namen verschiedener gemeinnütziger Organisationen betrieben werden. Die Standorte der Container sind auf der Website der Entsorgungsbetriebe Konstanz (EBK) zu finden.
Nach der Leerung wird der Inhalt sortiert: Etwa 10 % sind in der Regel Restmüll. Etwa 40 % der Altkleider sind nicht mehr tragbar, können aber stofflich verwertet werden: Sie werden zu Putzlappen, Dämmmaterial oder Malervlies verarbeitet. Der Rest, die intakten Kleidungsstücke und Schuhe werden an verschiedene Second Hand Händler verkauft: Einen kleinen Teil nehmen deutsche Second Hand Händler ab, den größten Anteil Händler im außereuropäischen Ausland.

Mehr Infos und Antworten auf die häufigsten Fragen zum Thema Altkleider finden sich in der Rubrik Abfallwege: Altkleider

18.08.2021: Korrekte Entsorgung von Akkus und Batterien

Sammelboxen

Brandgefahr im Abfall

„Keine heiße Asche einfüllen!“ Das ist auf beinahe allen Mülltonnen der Entsorgungsbetriebe Konstanz (EBK) zu lesen. Heiße Asche, nicht vollständig erloschene Grillkohle oder glimmende Zigarettenkippen bergen tatsächlich ein großes Risiko, die Mülltonne samt Inhalt in Brand zu setzen. 
Eine weitere Brandgefahr im Abfall geht mittlerweile auch von falsch entsorgten Batterien und Akkus aus. Speziell Lithium-Ionen Akkus stehen dabei im Fokus. Wenn sie beschädigt werden, kann sich die im Akku noch vorhandene Energie explosionsartig entladen. Da der Abfall in den Müllfahrzeugen gepresst, in der Recyclinganlage mechanisch sortiert und zerkleinert wird, werden falsch entsorgte Akkus beinahe unweigerlich beschädigt, die Gefahr eines Akku-Brandes ist allen Entsorgungsbetrieben und Recyclingfirmen bekannt. 
Schätzungen ergeben, dass etwa ein Drittel aller Batterien und Akkus im Restmüll landen, obwohl das nicht der richtige Entsorgungsweg ist. Weitere 20% der Batterien und Akkus werden separat oder noch in den Geräten zu Hause aufbewahrt, obwohl sie nicht mehr genutzt werden. Die korrekte Entsorgung scheint im Fall der Elektrogeräte, von Batterien und Akkus nicht so kinderleicht zu sein. Dabei ist es gar nicht so schwer: 
Für Batterien und Akkus stehen meist grüne Sammelboxen im Handel und auf den Wertstoffhöfen bereit. Diese Sammelboxen stellen sicher, dass die in den Batterien verbauten Wertstoffe noch bestmöglich recycelt werden. Eine Ausnahme bilden die E-Bike -Akkus. Diese gelten nach aktuellem Stand als Industrie-Akkus und werden ausschließlich vom Handel zurückgenommen. Auf den Wertstoffhöfen ist eine Abgabe und ordnungsgemäße Entsorgung der E-Bike-Akkus nicht möglich.
Die korrekte Entsorgung von Akkus und Batterien schützt also dreifach: Die Umwelt, da die giftigen Stoffe nicht in die Natur gelangen. Den Wertstoffkreislauf, da die Rohstoffe bestmöglich wiederverwendet werden. Und die Gesundheit aller Beteiligten, da die Brandgefahr minimiert wird. 

04.08.2021: Schutz vor Wasser im Keller: Rückstausicherung

Grafik Rückstau

Was ist ein Rückstau?

Wenn durch Starkregen oder Überschwemmungen in kurzer Zeit große Mengen Wasser in die Kanalisation abfließen, steigt der Wasserspiegel im Kanalsystem. Wenn die Kanäle voll sind, aber dennoch weiter Wasser abfließen muss, steigt der Wasserspiegel unweigerlich weiter, bis zum höchsten Punkt im Kanalsystem: Meist dem Kanaldeckel auf der Straßenoberfläche. Dieser höchste Punkt, der Kanaldeckel, markiert die sogenannte Rückstauebene. Aus allen tieferliegenden Anschlüssen, wie Waschbecken, Toiletten oder Bodenabläufe in Kellerräumen, würde bei einem Rückstau Wasser austreten, wenn keine intakte Rückstausicherung vorhanden ist. 

Welche Möglichkeiten der Rückstausicherung gibt es? 

Prinzipiell gibt es zwei Arten der Rückstausicherung: Den Rückstauverschluss und die Abwasserhebeanlage.
Im Rückstauverschluss schließt ein entsprechender Verschluss, sobald der Wasserdruck aus dem Kanal zu groß wird. So kann kein Wasser aus dem Kanal in den angeschlossenen Wohn- oder Kellerraum fließen. Der Nachteil: Sobald die Klappe verschlossen ist, fließt auch kein Abwasser mehr ab. Der normale Rückstauverschluss eignet sich also prinzipiell nicht für Räume mit Toiletten oder Waschbecken. 
Die Abwasserhebeanlage pumpt das angefallene Abwasser automatisch immer in einer Schleife über die Höhe der Rückstauebene, die sogenannte Rückstauschleife. So sichert sie physikalisch vor einem Rückstau, denn das Wasser tritt über den Kanalschacht auf die Straße aus, da er tiefer als die Rückstauschleife liegt. Die Abwasserhebeanlage mit Rückstauschleife ermöglicht es, die Abflüsse auch im Falle eines Rückstaus ohne Einschränkung weiter zu nutzen. 
Jede Rückstausicherung ist nur so gut, wie ihr Zustand: Neben dem Einbau ist die regelmäßige Wartung der Anlagen eine nicht zu vernachlässigende Schutzmaßnahme vor überfluteten Räumen. 
Für Einbau und Wartung einer Rückstausicherung sind Eigentümerinnen und Eigentümer verantwortlich. Mehr Infos finden Sie in der Broschüre Schutz vor Rückstau (2,4 MB), persönlich helfen wir Ihnen gerne unter 07531/996-0 weiter.

20.07.2021: Was darf in den Abfluss – und was nicht?

Gereinigtes Abwasser

Gewässer-, Umwelt- und Klimaschutz im Abfluss

Auf dem Gelände der Entsorgungsbetriebe Konstanz (EBK) wird nicht nur das Abwasser aus Konstanz, sondern auch das aus Allensbach, Reichenau sowie aus Kreuzlingen, Tägerwilen und Gottlieben gereinigt. Wenn es nicht regnet, sind das etwa 500 Liter pro Sekunde. Bei Regen erhöht sich die Menge auf etwa das Zehnfache. 
Die EBK sind sich der besonderen Verantwortung bewusst, die sich aus der Nähe und Ableitung des Wassers in den Bodensee ergibt. Dafür sind sie unbedingt auf die Mithilfe und das Verantwortungsbewusstsein der Konstanzerinnen und Konstanzer angewiesen. Der richtige Umgang mit Abwasser ist aktiver Umweltschutz. Der falsche Umgang ist kein Kavaliersdelikt: Bei wiederholtem Fehlverhalten können Bußgelder bis zu 50.000 Euro verhängt werden. 
Grundsätzlich gilt: Die Toilette ist kein Abfalleimer, der Abfluss darf nicht als Mülleimer missbraucht werden. Einzig Toilettenpapier darf über das Abwasser entsorgt werden, denn es zerfällt rasch in seine einzelnen Fasern. Feuchtes Toilettenpapier darf nicht in die Toilette geworfen werden. Es zerfällt nicht, verstopft im schlechtesten Fall Rohre, Kanäle oder Pumpen. Feuchttücher müssen wie Windeln oder Slipeinlagen über den Restmüll entsorgt werden. 
Öle und Fette haben ebenso wenig im Abfluss verloren wie Lösungsmittel, Medikamente, Treibstoff oder Farbreste. Fette können sich ablagern und Rohre verstopfen. Medikamentenrückstände können dem Abwasser in der Kläranlage nicht vollständig entzogen werden, bleiben im Wasserkreislauf und gelangen so in die Umwelt. Farbreste sind toxisch für die Mikroorganismen der biologischen Reinigung und können in größeren Mengen den Reinigungsprozess erheblich stören. 
Wohin damit, wenn nicht in den Abfluss? Frittierfett wird beispielsweise in Flaschen abgefüllt auf dem Wertstoffhof angenommen. Medikamente gehören in den Restmüll. Farbreste können beim Problemstoffmobil abgegeben, eingetrocknet sogar im Restmüll entsorgt werden. 

20.07.2021: Was passiert mit dem Altholz?

Holz

Weitergabe, Recycling oder Verbrennung?

Holz ist nicht gleich Holz und nicht alles, was im Container landet, muss auch wirklich entsorgt werden.
Auf den Konstanzer Wertstoffhöfen wird Altholz der Kategorien A I bis A III angenommen, dazu zählen zum Beispiel Möbel, Paletten und Obstkisten. Nicht angenommen werden Gartenmöbel, Zäune und andere Holzgegenstände aus dem Außenbereich.
Oft sind die Tische, Schränke oder Regale, die im Altholz-Container landen, gar nicht kaputt und könnten in einem anderen Haushalt weiter verwendet werden. Zu diesem Zweck gibt es die Fairkauf Warenbörse auf dem Wertstoffhof Fritz-Arnold-Straße, der gebrauchte Möbel und Gegenstände zu einem geringen Preis weiterverkauft.

Mehr Infos und Hintergründe zum Thema Holz finden Sie in unserer Rubrik Abfallwege: Holz.

15.07.2021: Stadtplan mit Container-Standorten online

Altglascontainer

Neu im Web: Interaktive Entsorgungskarte

Im neu eingebundenen Stadtplan sind alle Altglas- und Altkleider-Container in Konstanz verzeichnet. Dabei handelt es sich um über 50 Standorte. Auch die vier Wertstoffhöfe sind in der leicht zu finden. Auf der Suche nach der nächsten Entsorgungsmöglichkeit ganz einfach oben links die Adresse eingeben und schon kann man sich in der Karte zum nächsten Container-Standort orientieren.

Wertstoffhöfe: Container-Standorte

06.07.2021: Blühendes Betriebsgelände

Artenreichtum rund um die Kläranlage

Über knapp 12 Hektar erstreckt sich das Betriebsgelände der Entsorgungsbetriebe Konstanz (EBK) zwischen B 33 und Wollmatinger Ried. Die Lage und Größe bringen dabei eine besondere Verantwortung für dieses Gelände mit sich: Von den rund 12 Hektar sind 5,1 Hektar unbebaute, nicht versiegelte Grünflächen, auf denen die ökologische Gestaltung und die Artenvielfalt im Fokus stehen. Die Landschaftsplanung und -pflege geschieht in enger Zusammenarbeit und mit Verlass auf das Fachwissen der Technischen Betriebe Konstanz (TBK), mit denen sich die EBK das Betriebsgelände teilen.

Betriebsgelände EBK
Andreas Hoffmann, Abteilungsleiter Grünflächen der TBK, inmitten der hohen Zweischnittwiese

Die weitläufigen Grünflächen haben sich über einen Zeitraum von 25 Jahren nachhaltig entwickelt. Den größten Teil nehmen sogenannte Zweischnittwiesen ein, Wiesen die nur zweimal im Jahr gemäht werden. Besonders gut wachsen Gräser wie Quecken und der Wiesenfuchsschwanz, dazwischen blühen Salbei, Klappertopf, Mohn und Schafgarben. Auf den ersten Blick können die weitflächigen Wiesenflächen, deren Höhe vor dem ersten Sommerschnitt gut und gerne 1,50 m überschreitet, einen wilden Eindruck vermitteln. Doch beim genaueren Hinsehen ergeben die Gräser und Blüten ein farbenfrohes Gesamtbild, auf dem es brummt und summt. 

Zwei Grünflächen haben die EBK in den letzten Jahren besonders in den Fokus genommen: Zum einen die Margeritenwiese, ein Magerrasen-Streifen entlang der Grobentschlammung, der nicht nur mit Margeriten, sondern zusätzlich mit einer Trockenkräutermischung eingesät wurde. Ein besonderer Blickfang für alle Mitarbeiter und Besucher und beliebter Anziehungspunkt für Insekten. Die zweite Fläche, die gezielt neu eingesät wurde, befindet sich zwischen dem hohen Betriebsgebäude der EBK und den Werkstätten der TBK. Auf der Grünfläche wurde der Gräserbestand eingedämmt und eine artenreiche Saatenmischung, bestehend aus sogenannten „Dauerwiesenblumen“ neu eingesät. Diese Wiese wird zudem nicht klassisch gemäht, sondern geschnitten und „geheut“. Das bedeutet, der Schnitt bleibt zum Trocknen auf den Wiesenflächen, damit die natürliche Aussaat begünstigt und gefördert wird. Der Erfolg der Maßnahmen war auf beiden Flächen nach dem niederschlagsreichen Mai besonders prächtig zu bewundern. 
Genau im Blick behalten die EBK und TBK den Bestand der invasiven Arten, die über verschiedene natürliche Wege wie Vögel oder im Fell von Kleintieren eingetragen werden. Dabei handelt es sich um Pflanzen wie den japanischen Knöterich oder indisches Springkraut, die schnell andere Arten verdrängen und zum Haupt- oder einzigen Bestand auf den Wiesen werden können.

Margeritenwiese
Magerrasen, Margeriten und Wandbegrünung entlang der Grobentschlammung

Nicht nur die Begrünung der Bodenflächen wurde bei der Planung bedacht, auch Wände und Dächer der EBK und TBK Gebäude werden, wann immer möglich, bepflanz. Derzeit sind rund 1.250 Quadratmeter Dachflächen auf dem Betriebsgelände begrünt. „Dachpflanzen“ benötigen im Idealfall wenig Feuchtigkeit, also keine zusätzliche Wasserzufuhr, und wachsen langsam. So ist mit wenig Pflegeaufwand viel erreicht.
Das Betriebsgelände der EBK ist also ein erfolgreiches Beispiel für die naturnahe und ökologische Gestaltung von Industrie- und Gewerbeflächenflächen. Denn rund um die Zweischnittwiesen, unter den Bäumen und den begrünten Dächern gehen die EBK erfolgreich ihren Hauptaufgaben nach: Der Abwasserreinigung und dem Transport von Abfällen zur weiteren Verwertung. 

06.07.2021: Erfolge und neue Umweltziele der EBK

Der Umweltbericht 2021

Die Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) verstehen sich als Umweltschutzbetrieb. Die langfristige Gewährleistung der sicheren Entsorgung von Abfall und Abwasser ist schließlich eine Zukunftsaufgabe im Dienst von Mensch und Umwelt. Im jährlichen Umweltbericht werden Maßnahmen und Ergebnisse des vergangenen Jahres beschrieben und neue Umweltziele für das aktuelle Jahr gesetzt.

Klärschlammfaulung
Der Rohbau ist bald fertig, die Baustelle zur neuen Klärschlammfaulung im Juni 2021

Neue Klärschlammfaulung
Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht 2021 der Neubau der Klärschlammfaulung, der größten Ausbaustufe der Kläranlage seit über 20 Jahren. Sie trägt wesentlich zur Steigerung der Klärgas- und damit erneuerbaren Energieproduktion bei und ist gleichzeitig ein Pionierprojekt für bauwerksintegrierte Photovoltaikanlagen. 

Klimaneutraler Fuhrpark bis 2035
Außerdem wird ein besonderer Fokus auf das Mobilitätsmanagement und den Umbau des Fuhrparks zur Klimaneutralität gelegt. Als neues Umweltziel wurde der klimaneutrale Fuhrpark bis 2035 festgelegt. Die Aufgabe für dieses Jahr besteht in der Erarbeitung einer Zeitschiene bis zu diesem Ziel. Schließlich besteht der EBK Fuhrpark aus 35 Fahrzeugen, darunter die 18 schweren LKW der Müllabfuhr. Der Einsatz eines E-Müllfahrzeugs wurde im Jahr 2020 bereits erfolgreich getestet und die Anschaffung eines vollelektrischen Müllfahrzeugs vom Technischen Betriebsausschuss (TBA) im November 2020 beschlossen. 

Kanalsanierung: Hohe Ziele 2021
Von den geplanten 2,6 Kilometern Kanalsanierung konnten im Jahr 2020 nur 0,85 Kilometer umgesetzt werden. Bedingt durch Personalengpässe sowohl bei den EBK als auch bei den ausführenden Fremdfirmen und den Auswirkungen der Corona-Pandemie wurden viele Aufträge noch in 2020 vergeben, aber erst in 2021 ausgeführt. Entsprechend wurde das Ziel der Kanalsanierung im Jahr 2021 mit geplanten 6,3 Kilometern hoch gesteckt.

Steigerung der eigenen Stromproduktion
Der Ausstoß von CO2 ist der Leitindikator für umweltbewusstes Handeln. Durch die von den EBK genutzten erneuerbaren Energiequellen können wesentliche CO2 Emissionen vermieden werden. Dabei ist die eigene Energieproduktion besonders hervorzuheben, die mit PV-Anlagen und vor allem der Nutzung des Klärgases zur Energieproduktion bereits rund 65% des Energie- und 95% des Wärmebedarfs der EBK deckt. Die EBK haben 2020 genug Strom produziert, um 936 vierköpfige Familien zu versorgen: Rund 3.182 MWh.
Neben dem ausführlichen Umweltbericht 2021 (4,9 MB) haben wir auch eine kurze Info-Broschüre (2,3 MB) mit den wichtigsten Infos zusammengestellt.

30.06.2021: Sperrung Elberfeldstraße und Bücklestraße ab 05. Juli

Baueleiter EBK

Baumaßnahmen ab Juli

Sperrung Elberfeldstraße, Dauer etwa 4 Wochen
Im Zuge von Kanalarbeiten und dem barrierefreien Umbau von zwei Bushaltestellen wird eine Vollsperrung der Elberfeldstraße notwendig. Die Bauarbeiten beginnen am Montag, den 05. Juli 2021, und werden etwa vier Wochen in Anspruch nehmen.
Informationen zur Umleitung der Linienbusse und der Einrichtung einer provisorischen Haltestelle sind auf der Website der Stadtwerke Konstanz veröffentlicht und werden an den entsprechenden Haltestellen vor Ort ausgehängt. 

Sperrung Bücklestraße, Dauer etwa 3 Monate
Arbeiten am Kanalnetz machen eine abschnittweise Vollsperrung der Bücklestraße notwendig. Der motorisierte Durchgangsverkehr wird über einen Zeitraum von drei Monaten nicht möglich sein. Die Baustelle wird ebenso ab Montag, den 05. Juli 2021, eingerichtet und soll innerhalb von drei Monaten abgeschlossen werden. 

Die EBK und die ausführenden Firmen sind bei beiden Baumaßnahmen bemüht, die Arbeiten so rasch wie möglich abzuschließen und die Behinderungen auf ein Mindestmaß zu beschränken. 

24.06.2021: Umweltbericht 2021

EBK Umweltbericht 2021

Erfolge und neue Umweltziele der EBK

Die Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) verstehen sich als Umweltschutzbetrieb. Die langfristige Gewährleistung der sicheren Entsorgung von Abfall und Abwasser ist schließlich eine Zukunftsaufgabe im Dienst von Mensch und Umwelt. Im jährlichen Umweltbericht werden Maßnahmen und Ergebnisse des vergangenen Jahres beschrieben und neue Umweltschutzziele für das aktuelle Jahr gesetzt.
Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht 2021 der Neubau der Klärschlammfaulung, der größten Ausbaustufe der Kläranlage seit über 20 Jahren. Sie trägt wesentlich zur Steigerung der Klärgas- und damit erneuerbaren Energieproduktion bei und ist gleichzeitig ein Pionierprojekt für bauwerksintegrierte Photovoltaikanlagen. 
Außerdem wird ein besonderer Fokus auf das Mobilitätsmanagement und den Umbau des Fuhrparks zur Klimaneutralität gelegt. Als neues Umweltziel wurde der klimaneutrale Fuhrpark bis 2035 festgelegt. Die Aufgabe für dieses Jahr besteht in der Erarbeitung einer Zeitschiene bis zu diesem Ziel. Schließlich besteht der EBK Fuhrpark aus 35 Fahrzeugen, darunter die 18 schweren LKW der Müllabfuhr. Der Einsatz eines E-Müllfahrzeugs wurde im Jahr 2020 bereits erfolgreich getestet und die Anschaffung eines vollelektrischen Müllfahrzeugs vom Technischen Betriebsausschuss (TBA) im November 2020 beschlossen. 
Von den geplanten 2,6 Kilometern Kanalsanierung konnten im Jahr 2020 nur 0,85 Kilometer umgesetzt werden. Bedingt durch Personalengpässe sowohl bei den EBK als auch bei den ausführenden Fremdfirmen und den Auswirkungen der Corona-Pandemie wurden viele Aufträge noch in 2020 vergeben, aber erst in 2021 ausgeführt. Entsprechend wurde das Ziel der Kanalsanierung im Jahr 2021 mit geplanten 6,3 Kilometern hoch gesteckt.

Der Umweltbericht 2021 (4,9 MB) wird von den EBK in der nächsten Sitzung des TBA am 01. Juli 2021 präsentiert. 

22.06.2021: Mehrweg statt Einweg

Mehrweggeschirr

EBK verleihen Becher, Geschirr und Spülmobil

Bei der Planung von Festen und Feiern wird schnell klar, dass viel Abfall entstehen kann. Dabei geht es ganz einfach: Je weniger Einwegbecher, -teller oder besteck zum Einsatz kommen, desto kleiner wird die Abfallmenge. Die Entsorgungsbetriebe Konstanz (EBK) helfen dabei – mit Mehrweggeschirr, Besteck, Bechern und dem passenden Spülmobil.

Mehrwegbecher
Sei es eine Sportveranstaltung, ein Vereinsfest, die Familienfeier oder das Straßenfest: Getrunken wird immer! Und damit der Durst nicht zum Abfallaufkommen beiträgt, können bei den EBK bis zu 5.000 Becher (0,2 l) ausgeliehen werden. Ausgegeben werden die Becher in Transportboxen à 450 Stück. Nach der Feier werden nur die Reinigungskosten in Rechnung gestellt. 

Geschirr und Spülmobil
Einweggeschirr landet im Abfall, Mehrweggeschirr in der Spülmaschine. Für den Fall, dass am Veranstaltungsort keine passende Maschine bereit steht, kann bei den EBK das Spülmobil ausgeliehen werden. Das Spülmobil ist ein Anhänger, der mit zwei Gastro-Spülmaschinen und dem dazu passenden Geschirr ausgestattet ist. Die Bedienung ist kinderleicht. Am Veranstaltungsort müssen nur die passenden Strom-, Wasser- und Abwasseranschlüsse vorhanden sein. Porzellangeschirr sowie das passende Besteck können bei den EBK mit und ohne Spülmobil gemietet werden.

Feiern im öffentlichen Raum: Kein Einweggeschirr
Übrigens: Bei Veranstaltungen auf Grundstücken oder in Einrichtungen der Stadt Konstanz sowie im öffentlichen Raum dürfen Speisen und Getränke ausschließlich in Mehrweggeschirr und -behältnissen oder essbaren Verpackungen angeboten werden, lediglich Papiertüten zum Mitnehmen der Speisen sind laut Abfallwirtschaftssatzung erlaubt. 

Infos und Reservierung
Mehr Informationen zur Abfallvermeidung bei Festen und Feiern, zu Bechern, Geschirr und Spülmobil sowie den Reservierungsmöglichkeiten sind auf der Website unter Verleih für Feste oder telefonisch unter 07531/996-101 in Erfahrung zu bringen.

22.06.2021: Was passiert eigentlich mit den Problemstoffen?

Problemstoffe

Farbe, Pflanzenschutz- oder Reinigungsmittel, Feuerlöscher, Säure und Lacke – das sind nur einige Beispiele für Problemstoffe, die nicht ohne weiteres entsorgt werden können. Schließlich enthalten sie gefährliche und schädliche Stoffe. Nicht auszudenken, welche Folgen es hätte, wenn eine unter Druck stehende Dose in der Mülltonne explodiert, Batterien Feuer fangen oder Säure und giftige Stoffe ungehindert in die Natur gelangen. 
Zur Entsorgung von sogenannten Problemstoffen, früher auch Sondermüll genannt, macht das Problemstoffmobil im Auftrag des Landkreises regelmäßig an verschiedenen Orten in Konstanz Halt. 

Mehr Infos zum Thema Problemstoffe finden Sie in unserer Rubrik Abfallwege: Problemstoffe.

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