Aktuelles: Corona

Auf dieser Seite finden Sie gesammelt alle Infos und Hinweise zum Thema Corona und Betrieb der EBK.

Neuigkeiten und Presse

26.01.2023: Abfallgebührenbescheid 2023

Abfallgebührenbescheid 2023

Bescheid kommt mit Abfuhrterminen

Die Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) versenden ab dem 26. Januar die jährlichen Abfallgebührenbescheide. Mit dem Abfallgebührenbescheid bekommt jeder Haushalt die individuellen Abfuhrtermine zugeschickt. Dabei handelt es sich um die Termine der Restmüll-, Biomüll- und Papiertonnenleerung sowie der Gelben Sack Abholung für das aktuelle Jahr bis einschließlich Januar 2024. Ebenso sind die Termine der Problemstoffsammlungen und der Grünabfallcontainer mit enthalten.
Die Höhe der Abfallgebühr richtet sich wie gewohnt nach der Anzahl der im Haushalt gemeldeten Personen und wird aufgrund gestiegener Betriebskosten im Jahr 2023 wie angekündigt im Schnitt um etwa 1% erhöht. Für einen vierköpfigen Haushalt wird die Abfallgebühr damit von 219,60 Euro auf nun 222,00 Euro im Jahr angehoben.
Insgesamt werden rund 42.000 Bescheide versandt. Erfahrungsgemäß gibt es nach dem Erhalt der Bescheide zahlreiche Rückfragen, Meldungen und Änderungswünsche bei den EBK.  Häufig gestellte Fragen rund um die Abfallgebühren sind auf der Website der EBK in der entsprechenden Rubrik bereits beantwortet. Bei Unklarheiten rund um den eigenen Bescheid lohnt sich also der Blick auf die entsprechende Seite.
Bei speziellen Fragen zum eigenen Bescheid, die im Web nicht beantwortet werden können, helfen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des EBK Kundenservice gerne weiter. Kontaktdaten und Servicezeiten sind auf dem Bescheid und auf der Website  zu finden. 

Mehr Infos

13.01.2023: Abfallinfos 2023

EBK Müllwerker

Auf einen Blick: Von den Abfuhrdaten bis zu den Wertstoffhöfen

Die Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) haben alle wichtigen Infos zu den Themen Abfall und Müll zum neuen Jahr zusammengestellt. In den Abfallinfos sind die Wege zum eigenen Abfuhrkalender ebenso zu finden wie Infos zur Bereitstellung der Abfallbehälter, zur Christbaumabholung, zu Grünabfällen, Problemstoffen und zu den Containerstandorten im Stadtgebiet zur Entsorgung von Altglas und Altkleidern. Auch die Adressen und Öffnungszeiten der Wertstoffhöfe sowie die Kontaktdaten der Abfallberatung sind angegeben. 

Die Abfallinfos sind im Amtsblatt vom 14.01.2023 und auf der Website der EBK zusammengestellt: Abfallinfos 2023

12.01.2023: Jahresrückblick 2022

Müllfahrzeug
Müllfahrzeuge mit neuer Botschaft (17.05.2022)

Stoffwindelzuschuss, Kanalerneuerung, autofreier Wertstoffhof und mehr. 

Die Konstanzerinnen und Konstanzer konnten sich im Jahr 2022 stets auf die sichere Entsorgung von Abfall und Abwasser verlassen. Das ist in Zeiten von Krankheitswellen, Energiekrise und Lieferengpässen nicht selbstverständlich, sondern dem täglichen Einsatz der rund 120 Mitarbeitenden zu verdanken. Zum Jahreswechsel blicken die EBK also zufrieden auf das vergangene Jahr mit seinen wichtigsten Entwicklungen zurück.

15.03.22: Stoffwindel-Zuschuss wird vereinfacht
„Mehrweg statt Einweg“ ist der oberste Grundsatz der Abfallvermeidung und gilt auch für Windeln. Bei den EBK kann darum einen Zuschuss für die Beschaffung von Stoff- oder anderen Mehrwegwindeln beantragt werden. Um Bürokratie abzubauen, wird dieser vereinfacht: Der Zuschuss von max. 200 Euro wird nun auf einen einmaligen Antrag gewährt. 

18.05.22: Nachhaltige Arbeitskleidung für EBK und TBK
Die Arbeitskleidung von EBK und TBK wird nachhaltig! Erstmals schreiben die beiden Eigenbetriebe ihre Arbeitskleidung mit Waschdienstleistung mit Nachhaltigkeitskriterien aus. Dabei greifen sie auf die Expertise von Femnet e.V. zurück und laden im Mai potenzielle Bieter zum Dialog über geforderte und realistische Nachhaltigkeitskriterien für Warnschutz- und andere Arbeitskleidung ein. 

08.06.22: Kanalerneuerung Mainaustraße erfolgreich beendet
In der sogenannten Dreherkurve wurde seit Januar 2022 ein neuer, größerer Abwasserkanal verlegt. Dank günstiger Witterung und der hervorragenden Kooperation der beteiligten Ämter und ausführenden Firmen kann die Kanalerneuerung in der Mainaustraße Anfang Juni, zwei Monate früher als geplant, fertig gestellt und für den Verkehr wieder freigegeben werden. 

21.06.22: Wertstoffhof Gartenstraße bleibt autofrei
Um die Besucherzahlen während der Coronapandemie besser im Blick zu behalten wurde der Wertstoffhof in der Gartenstraße 2020 zum autofreien Wertstoffhof erklärt. Die Erfahrungen damit waren so gut, dass der Technische Betriebsausschuss (TBA) beschließt, diese Regelung beizubehalten: Der Wertstoffhof im Paradies bleibt als Quartiersentsorgungsstelle langfristig autofrei. Angeliefert wird wie in den vergangenen zwei Jahren zu Fuß, mit dem Rad, mit dem Lastenrad, mit dem Handkärrele… 

22.09.22: Neue Fahrzeuge für die Müllabfuhr
Der TBA beschließt, abhängig vom Ausgang des laufenden Förderverfahrens für zwei neue E-Müllfahrzeuge, auch bei ausbleibender Förderung die Beschaffung eines vollelektrischen Müllfahrzeugs. Damit ist ein wichtiger Schritt hin zum klimaneutralen Fuhrpark der EBK bis 2035 beschlossen. 

24.11.2022: Moderate Erhöhung von Abwasser- und Abfallgebühren
Der Wirtschaftsplan der EBK für die Jahre 2023 und 2024 wird vom Gemeinderat beschlossen. Darin ist eine moderate Anpassung der Abfall- und Abwassergebühren enthalten. Aufgrund der gestiegenen Betriebs- und Energiekosten ist eine Erhöhung unumgänglich. Allerdings können die gestiegenen Kosten durch den Abbau von Rückstellungen spürbar abgefedert werden. Die wirtschaftliche Betriebsführung zahlt sich damit wortwörtlich aus. 

24.11.2022: Planungsbeschluss PV-Faltanlage
PV-Faltanlagen können über bereits genutzten Flächen wie den Becken der Kläranlage errichtet werden. Im November 2022 hat der Gemeinderat dem entsprechenden Planungsbeschluss zugestimmt. Mit der geplanten Anlage können jährlich etwa 540 MWh erzeugt und damit der Anteil von Eigenstrom bei den EBK deutlich gesteigert werden. 

12.01.2023: Der Abfluss ist kein Mülleimer

Rechengut
Die EBK füllen mit dem Müll aus dem Abwasser zwei Mulden – wöchentlich! 

Müll, Essensreste und Fette gehören nicht in die Kanalisation

312 Tonnen Müll haben die Rechen der Kläranlage im Jahr 2021 zurückgehalten. 312 Tonnen Müll wurden also im Abfluss entsorgt. Dieses sogenannte Rechengut besteht aus Wattestäbchen, Windeln, Tampons und anderen Hygieneartikeln, aber auch Plastikverpackungen, Tüten und Masken. Dieses Rechengut, der Abfall, muss energieaufwendig gewaschen, entwässert und entsorgt werden. Darum gilt: Kein Müll ins Abwasser. Und ebenso: Kein Müll achtlos auf die Straße werfen. Im schlechtesten Fall wird dieser nämlich mit dem nächsten Regen zur Kläranlage der Entsorgungsbetriebe (EBK) gespült, so wie es beispielsweise täglich mit unzähligen Zigarettenkippen passiert. 
Ein weiteres Ärgernis im Abwasser sind Essensreste. Essensreste ziehen Ratten an. Die vierbeinigen, meist hungrigen Allesfresser nutzen die Konstanzer Kanalisation als Wegenetz. Sie suchen bevorzugt die Orte auf, wo es etwas zu essen gibt. Die flinken Tiere merken sich zudem, wo im Kanal regelmäßig Essensreste zu finden sind. Diese Stellen suchen sie regelmäßig auf. Besser also: Essensreste im Bioabfall, nicht im Abfluss entsorgen. 
Auch Fett und Öl haben im Abwasser nichts zu suchen. Fett lagert sich in der Kanalisation ab – Verstopfungen sind die Folge. Wer regelmäßig Fett und Öl im Abfluss entsorgt, trägt langsam aber stetig zu einer Verstopfung im eigenen Hausabfluss oder im Sammelkanal der EBK bei. Darum ist es in der privaten Küche die beste Lösung, gefettete Pfannen erst mit einem Papiertuch auszuwischen, um das aufgefangene Fett oder Öl im Bioabfall zu entsorgen. Größere Mengen, wie beispielsweise Fett aus der Fritteuse, können von Privathaushalten kostenfrei auf dem Wertstoffhof entsorgt werden. 
Damit das Abwasser von den EBK auch zukünftig zuverlässig gereinigt werden kann, Energie gespart und die Umwelt geschont wird, eine intakte Kanalisation das Abwasser zur Kläranlage leitet, in der Ratten möglichst nichts zu fressen finden, gilt ganz einfach: Der Abfluss ist kein Mülleimer!

Mehr Infos

09.01.2023: Kanalerneuerung Jahnstraße, erster Bauabschnitt

Ab Dienstag, den 10.01.2023 wird im Auftrag der Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) die Baustelle zur Kanalerneuerung Jahnstraße eingerichtet. Der erste Bauabschnitt beginnt östlich des Telekom-Areals und endet vor der Kreuzung Jahnstraße/Steinstraße. In diesem Bauabschnitt wird in den nächsten Wochen die Straßenoberfläche geöffnet, um den alten Kanal zu entfernen und einen neuen, größeren Kanal zu verlegen. 
Der Radverkehr kann während der Arbeiten in Richtung Altstadt über den separaten Parkstreifen am Baubereich vorbeigeleitet werden. Der Radverkehr Richtung Zähringerplatz wird gemeinsam mit dem Fußverkehr über den ehemals gemeinsamen Fuß- und Radweg geführt. Der motorisierte Verkehr kann in die Jahnstraße sowohl aus Richtung Zähringerplatz als auch aus der Moltke- und Gustav-Schwab-Straße nur bis zum Bauabschnitt einfahren. Die Durchfahrt ist für PKWs und LKWs nicht möglich. 
Dieser erste Bauabschnitt soll bis Ende März abgeschlossen werden. Die EBK und die ausführenden Firmen sind bestrebt, die Arbeiten zügig abzuschließen. Die Arbeiten sind in den Wintermonaten jedoch besonders witterungsabhängig. 

Mehr Infos zu diesen und weiteren Arbeiten am Konstanzer Kanalnetz sind in der Rubrik Baumaßnahmen zu finden.

20.12.2022: Wertstoffhöfe an Heiligabend und Silvester geschlossen

Die Wertstoffhöfe der Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) sind wie jedes Jahr an den gesetzlichen Feiertagen sowie an Heiligabend, 24.12.2022, und Silvester, 31.12.2022, geschlossen.

Die EBK wünschen frohe Feiertage und ein gesundes, glückliches 2023. 

Mehr Infos: Wertstoffhöfe

14.12.2022: Ankündigung Kanalerneuerung Jahnstraße

Baubeginn: Mitte Januar 2023

Baubereich Jahnstraße, Gottfried-Keller-Straße
In den markierten Abschnitten wird der Kanal erneuert.

Ab Mitte Januar 2023 wird im Auftrag der Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) der Abwasserkanal in der Jahn- und Gottfried-Keller-Straße erneuert. Die Kanalerneuerung erfolgt in mehreren Bauabschnitten. Die Arbeiten beginnen in der Jahnstraße auf Höhe Hausnummer 5 und werden anschließend in Richtung Zähringerplatz fortgesetzt. Abgeschlossen wird die Baumaßnahme mit der Erneuerung des Anschlusskanals in der Gottfried-Keller-Straße.

Die Baustelleneinrichtung erfolgt voraussichtlich in der Woche vom 16. Januar. Die ersten beiden Bauabschnitte bis zur Kreuzung Jahnstraße/Steinstraße sollen bis Ende März fertig gestellt werden. Die Arbeiten in der Jahnstraße sollen Ende Juli, die anschließende Erneuerung des Kanals in der Gottfried-Keller-Straße und damit die gesamte Baumaßnahme im September 2023 abgeschlossen sein. 

Rad- und Fußverkehr können durchgängig am jeweiligen Baubereich in der Jahnstraße vorbei geführt werden. Anders verhält es sich für PKWs und größere Kraftfahrzeuge: Sie können nicht an der geöffneten Fahrbahn vorbeigeleitet werden. Die Jahnstraße ist für den motorisierten Verkehr während der Kanalerneuerung also nur bis zum jeweiligen Baubereich befahrbar. 

In jedem Bauabschnitt wird die Straße geöffnet, der alte Kanal entfernt, ein neuer Kanal verlegt und anschließend die Straßenoberfläche wieder hergestellt. Die Stadtwerke nutzen die geöffnete Straße und bereiten zeitgleich eine mögliche Abwasserwärmenutzung mit den entsprechenden Leitungen vor. 

Im Zuge der Kanalarbeiten wird auch ein Abwasserverteilungsbauwerk erneuert, das sich unter dem Zähringerplatz befindet. Bei der Planung wurde in enger Abstimmung mit allen zuständigen Behörden und Rettungskräften darauf geachtet, dass dies unter minimaler Beeinträchtigung des Verkehrsknotenpunktes Zähringerplatz geschehen kann. Die Durchfahrt Zähringerplatz wird mit Ausnahme der Einfahrt in die Jahnstraße durchgängig möglich sein. 

Die Erneuerung des großen Sammelkanals ist notwendig, da sich der alte Kanal seit über 90 Jahren im Dauereinsatz befindet. Mittlerweile weist er bauliche Mängel auf und ist hydraulisch überlastet. Der Kanal ist schlichtweg zu klein für die stets wachsende Anzahl angeschlossener Haushalte. Darum wird er nicht saniert, sondern mit einem größeren Kanal ersetzt. Mit Abschluss der Baumaßnahme im September ist die zuverlässige Ableitung des Abwassers für die kommenden Jahrzehnte sichergestellt. 

Mehr Infos zu dieser und anderen Baumaßnahmen der EBK sind hier zu finden: Baumaßnahmen.

02.12.2022: Ab Januar 2023: Mehrwegalternativpflicht

Mehrwegbecher
Mehrwegbecher sind die nachhaltige Alternative zu Einwegplastikbechern. 

Mehr Mehrweg für weniger Einwegplastik

Ab 01.01.2023 tritt die Mehrwegalternativpflicht in Kraft. Die bundesweite Regelung soll die seit Jahren wachsende Menge an Essens- und Getränkeverpackungen aus Einwegplastik erheblich reduzieren. Die Mehrwegalternativpflicht ist Teil der Einwegkunststoffrichtlinie, mit der die Bundesregierung den verschwenderischen Umgang mit Plastik reduzieren und damit die Umwelt schützen will. 
Überall, wo Speisen und Getränke für den unmittelbaren Verzehr bzw. zum Mitnehmen in Einwegkunststoffverpackungen angeboten werden, gilt ab dem Jahreswechsel die Pflicht, eine Mehrwegalternative anzubieten. Diese darf nicht teurer sein als die Einwegkunststoffvariante und es muss aktiv darauf hingewiesen werden. 
Ausgenommen von der Mehrwegalternativpflicht sind Betriebe mit maximal fünf Mitarbeitenden und einer Gesamtfläche nicht größer als 80 m2. Allerdings müssen diese kleinen Betriebe Kundinnen und Kunden die Möglichkeit geben, Speisen und Getränke in selbst mitgebrachten Mehrwegbehältnissen mitzunehmen. Wichtig: Für eine Ausnahme von der Mehrwegalternativpflicht müssen beide Kriterien erfüllt sein. Filialbetriebe werden gemeinsam betrachtet, entscheidend für die Ausnahmen sind die Zahlen des Gesamtbetriebes, nicht der einzelnen Filiale. 
Mit der Mehrwegalternativpflicht soll die Menge an Verpackungsabfällen und damit auch der Müll im öffentlichen Raum wirksam reduziert werden. Gut verständliche und umfassende Informationen zu den Details und möglichen Alternativen sind beim Umweltministerium Baden-Württemberg, bei dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag und der Deutschen Umwelthilfe zu finden. 
Die Stadt Konstanz hat schon früh versucht, Gastronomische Betriebe auf dem Weg zu einem nachhaltigeren Umgang mit Verpackungsabfällen im To-Go-Bereich zu unterstützen: Zur Einführung von Mehrwegverpackungen in der Gastronomie kann eine Förderung von bis zu 250 Euro beantragt werden. Das Förderprogramm läuft bis Jahresende, Anträge können noch bis einschließlich 15.12.2022 gestellt werden.

Mehr Infos

Kanalerneuerung Jahnstraße

Baubeginn: Mitte Januar 2023

Baubereich Jahnstraße, Gottfried-Keller-Straße
In den markierten Abschnitten wird der Kanal erneuert.

Ab Mitte Januar 2023 wird im Auftrag der Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) der Abwasserkanal in der Jahn- und Gottfried-Keller-Straße erneuert. Die Kanalerneuerung erfolgt in mehreren Bauabschnitten. Die Arbeiten beginnen in der Jahnstraße auf Höhe Hausnummer 5 und werden anschließend in Richtung Zähringerplatz fortgesetzt. Abgeschlossen wird die Baumaßnahme mit der Erneuerung des Anschlusskanals in der Gottfried-Keller-Straße.

Die Baustelleneinrichtung erfolgt voraussichtlich in der Woche vom 16. Januar. Die ersten beiden Bauabschnitte bis zur Kreuzung Jahnstraße/Steinstraße sollen bis Ende März fertig gestellt werden. Die Arbeiten in der Jahnstraße sollen Ende Juli, die anschließende Erneuerung des Kanals in der Gottfried-Keller-Straße und damit die gesamte Baumaßnahme im September 2023 abgeschlossen sein. 

Rad- und Fußverkehr können durchgängig am jeweiligen Baubereich in der Jahnstraße vorbei geführt werden. Anders verhält es sich für PKWs und größere Kraftfahrzeuge: Sie können nicht an der geöffneten Fahrbahn vorbeigeleitet werden. Die Jahnstraße ist für den motorisierten Verkehr während der Kanalerneuerung also nur bis zum jeweiligen Baubereich befahrbar. 

In jedem Bauabschnitt wird die Straße geöffnet, der alte Kanal entfernt, ein neuer Kanal verlegt und anschließend die Straßenoberfläche wieder hergestellt. Die Stadtwerke nutzen die geöffnete Straße und bereiten zeitgleich eine mögliche Abwasserwärmenutzung mit den entsprechenden Leitungen vor. 

Im Zuge der Kanalarbeiten wird auch ein Abwasserverteilungsbauwerk erneuert, das sich unter dem Zähringerplatz befindet. Bei der Planung wurde in enger Abstimmung mit allen zuständigen Behörden und Rettungskräften darauf geachtet, dass dies unter minimaler Beeinträchtigung des Verkehrsknotenpunktes Zähringerplatz geschehen kann. Die Durchfahrt Zähringerplatz wird mit Ausnahme der Einfahrt in die Jahnstraße durchgängig möglich sein. 

Die Erneuerung des großen Sammelkanals ist notwendig, da sich der alte Kanal seit über 90 Jahren im Dauereinsatz befindet. Mittlerweile weist er bauliche Mängel auf und ist hydraulisch überlastet. Der Kanal ist schlichtweg zu klein für die stets wachsende Anzahl angeschlossener Haushalte. Darum wird er nicht saniert, sondern mit einem größeren Kanal ersetzt. Mit Abschluss der Baumaßnahme im September ist die zuverlässige Ableitung des Abwassers für die kommenden Jahrzehnte sichergestellt. 

01.12.2022: Jetzt wird’s nachhaltig: Neue Arbeitskleidung für EBK und TBK

Mitarbeiter von EBK und TBK in neuer Arbeitskleidung
Sieht gut aus und wird gern getragen: Die neue, nachhaltige Arbeitskleidung von EBK und TBK.

Der Weg zur erfolgreichen Vergabe mit Nachhaltigkeitskriterien 

Die orangefarbene Warnschutzkleidung der Müllwerker und Stadtreinigungskräfte, die grün-olivfarbene Arbeitskleidung der Gärtnerinnen und Gärtner, die blauen Hosen und Jacken der Mitarbeitenden auf der Kläranlage  – die Arbeitskleidung von Entsorgungsbetrieben (EBK) und Technischen Betrieben Konstanz (TBK) muss je nach Arbeitseinsatz bestimmte Schutzanforderungen erfüllen. Gleichzeitig sollen sich alle in ihrer Kleidung wohl fühlen, damit sie ihre Arbeitsaufträge gut erledigen können. Da die Arbeitskleidung professionell gereinigt werden muss, kaufen EBK und TBK ihre Arbeitskleidung nicht direkt, sondern beziehen sie als Mietkleidung mit Waschdienstleistung. 
Der aktuelle Vertrag für die Arbeitsmietkleidung läuft Ende März 2023 aus, so dass sich EBK und TBK seit etwa einem Jahr mit der Neuvergabe beschäftigen. Es handelt sich dabei um einen Auftrag von rund 1.000 Kleidungsstücken für etwa 180 Mitarbeitende, also einen Auftrag der EU-weit ausgeschrieben werden muss. 

EBK und TBK wissen, dass die öffentliche Vergabe und der Umgang mit öffentlichen Geldern mit einer besonderen Verantwortung erfolgen müssen. Diese Verantwortung geht für EBK und TBK allerdings über den rein wirtschaftlichen Aspekt hinaus: Die Beschaffung soll auch nachhaltig sein! Denn als Betrieb im Dienst der Öffentlichkeit soll nicht nur von einer Vorbildwirkung gesprochen, sondern diese auch aktiv ausgefüllt werden. Vor allem im Bereich der Textilien und einem Auftrag von diesem Umfang war es EBK und TBK ein Anliegen, die Vergabe nicht nur nach wirtschaftlichen Kriterien auszurichten. Ulrike Hertig, Betriebsleitung der EBK, war von Beginn an überzeugt: „Als kommunaler Eigenbetrieb müssen wir Vorbild sein und dürfen unsere Augen vor den sozialen und ökologischen Missständen nicht verschließen.“ Also wurde beschlossen, dass Angebote nicht nur nach dem Preis, sondern auch nach Nachhaltigkeitskriterien bewertet werden sollen. 

Dabei haben sich EBK und TBK von Femnet e.V. unterstützen lassen. Der Bonner Verein setzt sich für bessere Arbeitsbedingungen der meist weiblichen Arbeiterinnen der Textilbranche ein und unterstützt in Deutschland Kommunen bei einer nachhaltigen, öffentlichen Beschaffung. 
Eine wichtige Erkenntnis aus dieser Kooperation: Nachhaltigkeit als Schlagwort zu fordern, ist einfach. Konkrete Kriterien festzulegen, die messbar und vergleichbar sind, ist sehr anspruchsvoll. In Vorbereitung auf die Ausschreibung haben EBK und TBK sehr vom Fachwissen und der Expertise von Rosa Grabe, Vertreterin von Femnet, und dem Vergaberechtsanwalt André Siedenberg profitiert. Gemeinsam wurden bestimmte Schwerpunkte gesetzt, die sich in den verschiedenen Bereichen des Auftrags „Arbeitsmietkleidung mit Waschdienstleistung“ wiederfinden: 
Die Fasern, aus denen die Kleidung hergestellt wird, müssen unter Beachtung von Umweltschutzkriterien gewonnen werden. Bei der Konfektionierung der Kleidung, also der Produktion bzw. dem Nähen, wird vor allem auf die soziale Nachhaltigkeit geachtet: Kinderarbeit ist ausgeschlossen, Menschenrechte müssen geachtet und ein angemessener Lohn muss gezahlt werden. Das industrielle Waschen soll ökologisch nachhaltig erfolgen, das bedeutet die Wäscherei soll einen möglichst hohen Anteil an Energie aus regenerativen Quellen nutzen und der CO2-Ausstoß beim Transport möglichst niedrig sein. 

Bei der Prüfung der Nachhaltigkeitskriterien wurde unterschieden: Die Erfüllung bestimmter Mindestkriterien, wie beispielsweise die Gültigkeit der ILO Kernarbeitsnorm bei der Konfektionierung, wurde vorausgesetzt, um als Angebot in die Wertung aufgenommen zu werden. Die ILO Kernarbeitsnorm schließt grundlegende Verstöße gegen die Menschenrechte wie Zwangs- und Kinderarbeit aus. Bei weiteren Kriterien, wie beispielsweise dem Anteil von Bio-Baumwolle in den Textilien und dem Anteil regenerativer Energie in der Wäscherei, wurden Punkte vergeben. So konnte die Nachhaltigkeit der Angebote objektiv und nachvollziehbar bewertet und in eine Reihenfolge gebracht werden. 

Die endgültige Wertung der eingereichten Angebote setzt sich folgendermaßen zusammen: 60% entfallen auf den Preis, 30% auf die Nachhaltigkeitskriterien und 10% auf die Ergebnisse des Tragetestes durch die Mitarbeitenden von EBK und TBK.
Den Zuschlag hat die Firma Alsco Berufskleidungs-Service GmbH erhalten, die ihre Kollektion in weiten Teilen von der dänischen Firma Mascot bezieht. Alsco hat erfreulicherweise nicht nur bei den Nachhaltigkeitskriterien, sondern auch beim Tragetest am besten abgeschnitten. Die neue Arbeitskleidung von EBK und TBK ist also nicht nur nachhaltig, sondern wird auch gern getragen. 

Andreas Haaga, Leitung der Warenwirtschaft, Verantwortlich für die Beschaffung und Projektleiter bei dieser ausführlichen Ausschreibung mit Nachhaltigkeitskriterien blickt zufrieden auf den Prozess zurück: „Wir haben mit dieser Ausschreibung gezeigt, dass Nachhaltigkeit in der öffentlichen Beschaffung nachweisbar eingefordert werden kann. Das gilt selbst für diese umfangreiche, EU-weite Ausschreibung. Dieses Wissen werden wir in zukünftige Vergabeverfahren mitnehmen. Nachhaltigkeit ist für uns jetzt mehr als ein Schlagwort.“

30.11.2022: Moderate Erhöhung von Abfall- und Abwassergebühren

EBK Wirtschaftsplan 2023 und 2024 beschlossen

Die Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) haben ihren Wirtschaftsplan für die Jahre 2023 und 2024 vorgelegt. Darin ist eine moderate Anpassung der Abfall- und Abwassergebühren enthalten. Aufgrund der gestiegenen Betriebs- und Energiekosten ist eine Erhöhung unumgänglich. Allerdings können die gestiegenen Kosten durch den Abbau von Rückstellungen spürbar abgefedert werden. Die wirtschaftliche Betriebsführung der EBK zahlt sich damit wortwörtlich aus. 
Bei den Abfallgebühren sind vor allem die Beschaffung von Dieselkraftstoff und die Entsorgung von Rest- und Biomüll für höhere Betriebskosten verantwortlich. Allerdings haben sich die EBK durch solides Wirtschaften und positive Marktentwicklungen wie bspw. gestiegene Altpapierpreise einen gewissen Spielraum erarbeitet. Dieser Spielraum wird nun beinahe vollständig eingesetzt, um die Belastung für die Bürgerinnen und Bürger so gering wie möglich zu halten. Im Ergebnis bedeutet das eine durchschnittliche Gebührenerhöhung von etwa 1% pro Haushalt jährlich. Für einen vierköpfigen Haushalt wird die Abfallgebühr von aktuell 219,60 Euro auf 222,00 Euro im Jahr angehoben.
Auch die Abwassergebühren werden angepasst. Vor allem die aktuell hohen Preise für chemische Hilfsstoffe, Material und Energieträger müssen vernünftig einkalkuliert werden. Allerdings können die EBK bei den Abwassergebühren ebenso auf vorhandene Rückstellungen zurückgreifen. Damit werden die größten Kostensteigerungen abgefangen und die Erhöhung der Abwassergebühren auf etwa 10% abgefedert. Für eine 4-köpfige Musterfamilie ergeben sich damit Mehrkosten von etwa 35 Euro im Jahr. 
Die Gebührenkalkulationen sind Teil des EBK Wirtschaftsplans für die Jahre 2023 und 2024, der vom Gemeinderat am 24.11.2022 beschlossen wurde. Als kommunaler Eigenbetrieb kalkulieren die EBK unabhängig von den städtischen Finanzen. Die vorhandenen Rückstellungen aus den Abfall- und Abwassergebühren werden von den EBK jetzt eingesetzt, um in der aktuellen Situation die Gebührenerhöhung so gering wie möglich zu halten. Doch eines ist auch klar: Nach zwei Jahren sind die Ausgleichsrückstellungen abgebaut, eine deutlichere Gebührenerhöhung wird wahrscheinlich folgen. 

Mehr Infos

  • Abfallgebühren
    Antworten auf häufige Fragen und Aufstellung der Gebühren ab 2023.
  • Abwassergebühren
    Wer bezahlt eigentlich was? Zur gesplitteten Abwassergebühr (GAG) und die Gebühren ab 2023.

24.11.2022: Ausgabeorte für Gelbe Säcke in Konstanz

Gelbe Säcke

Warum nur „eine Rolle pro Haushalt“?

Wo gibt es Gelbe Säcke? Spätestens wenn der letzte Sack von der aktuellen Rolle gezogen wird, stellt sich diese Frage. Nachschubrollen Gelbe Säcke gibt es in Konstanz an mehreren Orten. Am bekanntesten ist wohl das Verwaltungsgebäude Laube: Der Ausgabeschrank Gelbe Säcke befindet sich im Vorraum zum Bürgerbüro. Sollte dieser Schrank leer sein, ist gut zu wissen: Auch auf den vier Wertstoffhöfen der Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) und bei den Ortsverwaltungen in Litzelstetten, Dingelsdorf und Dettingen sind Nachschubrollen Gelbe Säcke erhältlich. 
Überall gilt: Es soll nur eine Rolle pro Haushalt mitgenommen werden. Das kann auf den Wertstoffhöfen bei der persönlichen Ausgabe natürlich strenger überwacht werden als beispielsweise im Verwaltungsgebäude Laube: Die Folge: In der Laube werden häufig wider dem Gemeinsinn von einzelnen Personen größere Mengen Gelbe Säcke mitgenommen, so dass der Ausgabeschrank schnell geleert ist. Die EBK füllen den Ausgabeschrank dreimal wöchentlich auf, dennoch scheint es manchmal als wären nur in Ausnahmefällen Gelbe Säcke vorrätig. 
Darum gilt in der Laube wie auf den Wertstoffhöfen die Regel: Nur eine Rolle pro Haushalt mitnehmen, nicht hamstern und den Gelben Sack nicht zweckentfremden. Der Gelbe Sack wird zur Sammlung von Verpackungsabfällen aus Plastik, Verbundstoffen und Metall ausgegeben. Werden diese Verpackungen im Gelben Sack entsorgt, können sie recycelt werden. 
Gut zu wissen: Der Gelbe Sack wird grundsätzlich nicht über die Abfallgebühr bezahlt. Die EBK wurden für die Verteilung, Ausgabe und Abfuhr der Gelben Säcke als privater Dienstleister von den sogenannten Dualen Systemen beauftragt. Die Dualen Systeme sind für die Verwertung von Verpackungen im Auftrag der „In-Verkehr-Bringer“, also der Hersteller, verantwortlich. Die Hersteller preisen eine sogenannte Verpackungsabgabe in ihre Produkte ein. Der Gelbe Sack ist also nicht umsonst, sondern die Entsorgung von Verpackungen wird bereits beim Einkauf mitbezahlt. 
Die EBK erhalten den gefragten Nachschub an Gelben Säcken zur Weitergabe an die Konstanzer Haushalte auch nur in begrenzter Menge und in zeitlichen Abständen. Damit allen zuverlässig jederzeit Gelbe Sack Rollen zur Verfügung stehen, wird auf den Wertstoffhöfen genauer auf die Regel „eine Rolle pro Haushalt“ geachtet. Dafür sind auf den Wertstoffhöfen auch immer Gelbe Säcke vorrätig. 

Mehr Infos

18.11.2022: Kleiner Rat, große Tat: Altkleider

Orangefarbene T-Shirts

Wiederverwendung statt Verschwendung!

Vom 19. bis 27. November 2022 wird die Europäische Woche der Abfallvermeidung (EWAV) mit dem Schwerpunktthema Textilien begangen. Rund um das Thema Kleidung gibt es zahlreiche gute und gut gemeinte Ansätze. Dabei hilft meist schon ein kleiner Rat, um den eigenen Umgang mit Kleidung nachhaltiger zu gestalten.

  1. Verschenken statt entsorgen
    Noch tragbare Kleidung, die man selbst nicht mehr tragen will, mag dem Nachbarn, der Schwester oder dem Kollegen gut stehen und wird mit dem Umzug in einen anderen Kleiderschrank zu einem neuen Lieblingsstück.
  2. Verkaufen statt entsorgen
    Ob auf dem Flohmarkt, über Kleinanzeigen oder auf einem Basar: Noch tragbare Kleidung kann gut und auf vielen Wegen selbst weiterverkauft werden. 
  3. Spenden statt entsorgen
    Kleiderwerk und Fairkauf sind Second Hand beziehungsweise Gebrauchtwarenbörsen mit einem guten Zweck. Sie freuen sich immer über die Spende von gut erhaltener Kleidung, die vor Ort zu einem günstigen Preis weiterverkauft wird. 
  4. Flicken statt entsorgen
    Ein abgerissener Knopf oder ein Loch in der Schuhsohle muss noch nicht das Ende des Hemds beziehungsweise des Schuhs sein – Manches lässt sich ganz leicht selbst reparieren, für anderes gibt es Fachmänner und -frauen in Schneidereien und Schuhmacherwerkstätten. 
  5. Bewusst kaufen
    Wer billig kauft, kauft doppelt, aber teuer heißt nicht unbedingt fair. Auf der Suche nach wirklich nachhaltiger Kleidung helfen Siegel und unabhängig vergebene Auszeichnungen wie der Grüne Knopf oder die Fair Wear Foundation. 
  6. Gebraucht kaufen
    Wer öfter zu gebrauchten Kleidungsstücken greift oder auf Second Hand Börsen stöbert, entlastet nicht nur den Geldbeutel, sondern auch das Klima und die Umwelt! 
  7. Weniger kaufen
    Der einfachste und zugleich schwerste Tipp: Je weniger gekauft wird, desto weniger wird entsorgt. Neue Kombinationen vorhandener Kleidungsstücke helfen gegen mögliche Tristesse beim Blick in den Kleiderschrank.

Mehr Infos, Tipps und Veranstaltungen

18.11.2022: Klärschlamm, was passiert eigentlich im Faulturm?

Klärschlammfaulung
Blick auf die Klärschlammfaulung

Kläranlage ist nachhaltiger Energieproduzent

Das Abwasser durchläuft in der Konstanzer Kläranlage der Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) drei Reinigungsstufen. Nach etwa 24 Stunden kann es zurück in den natürlichen Wasserkreislauf, den Seerhein geleitet werden. Zurück bleibt der sogenannte Klärschlamm, der im Faulturm weiter verarbeitet wird und aus der Kläranlage einen nachhaltigen Energieproduzenten macht. 
Klärschlamm setzt sich zusammen aus dem sogenannten Primärschlamm, also organischen Feststoffen wie Essensresten, Fäkalien und Papierfasern, die sich in der Grobentschlamm abgesetzt haben, und dem Überschussschlamm: Den Mikroorganismen, die sich in der Biologie fleißig vermehrt und mit den mineralischen und organischen Schadstoffen in der Nachklärung der biologisch-chemischen Reinigung abgesetzt haben. Primär- und Überschussschlamm werden über Rohrleitungen in den Faulturm gepumpt. Der Faulturm ist eines der wenigen Gebäude, die von außerhalb der Kläranlage weithin sichtbar sind. 
Was im Faulturm passiert ist unsichtbar: Ähnlich wie in einer Biogasanlage vergärt der Klärschlamm, er „fault“ bei gleichbleibenden 38 Grad Celsius über einen Zeitraum von etwa 28 Tagen aus. Das dabei entstehende Klärgas wird in den EBK eigenen Blockheizkraftwerken zur Produktion von Strom und Wärme genutzt. So wird aus dem Energieverbraucher Kläranlage ein nachhaltiger Energieproduzent. 
Der ausgefaulte Klärschlamm wird abschließend entwässert und der energetischen Verwertung, also Verbrennung zugeführt. Der Konstanzer Klärschlamm wird teilweise in Zementwerken als Brennstoff eingesetzt, teilweise in speziellen Klärschlammmonoverbrennungsanlagen verwertet. 
Die Konstanzer Klärschlammfaulung befindet sich aktuell im Neubau: Der Hochbau des ersten von zwei neuen Faultürmen ist bereits abgeschlossen. Bei der neuen Klärschlammfaulung handelt es sich um die größte Ausbaustufe der Konstanzer Kläranlage seit mehr als 20 Jahren.

14.11.2022: EBK Wirtschaftsplan 2023 und 2024

Moderate Erhöhung von Abfall- und Abwassergebühr 

Die Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) haben ihren Wirtschaftsplan für die Jahre 2023 und 2024 vorgelegt. Darin sind die Gebührenkalkulationen für die Abfall- und Abwasserentsorgung enthalten. Aufgrund der gestiegenen Betriebs- und Energiekosten ist eine Erhöhung unumgänglich. Allerdings können die EBK die gestiegenen Kosten durch den Abbau von Rückstellungen spürbar abfedern. Die wirtschaftliche Betriebsführung der EBK zahlt sich damit wortwörtlich aus. 

Abwassergebühren: Rund 10% mehr
Insbesondere für chemische Hilfsstoffe, Baustoffe und Energieträger müssen die aktuellen Preissteigerungen einkalkuliert werden. Um die Bürgerinnen und Bürger nicht übermäßig zu belasten, schlagen die EBK vor, vorhandene Gebührenrückstellungen in den kommenden zwei Haushaltsjahren beinahe vollständig aufzulösen. Damit können die größten Kostensteigerungen abgefangen und die Gebührenerhöhung auf etwa 10% gedeckelt werden.
Was das heißt, zeigt ein Blick auf die 4-köpfige „Musterfamilie“ mit durchschnittlichem Verbrauch und 100 Quadratmeter versiegelter Fläche auf ihrem Grundstück. Aktuell werden für diese Familie 368,53 Euro Abwassergebühren erhoben, im Jahr 2023 würden sich diese Gebühren auf 403,34 Euro im Jahr 2023 bzw. auf 405,34 Euro im Jahr 2024 erhöhen. 10% höhere Abwassergebühren bedeuten für diese Vergleichsfamilie etwa 35 Euro Mehrkosten jährlich.

Abfallgebühren: Im Schnitt 1 % mehr
Vor allem die Beschaffung von Dieselkraftstoff sowie Entsorgungskosten von Rest- und Biomüll schlagen sich in der Anpassung der Abfallgebühren nieder. Allerdings haben sich die EBK auch bei den Abfallgebühren durch solides Wirtschaften und positive Marktentwicklungen wie bspw. gestiegene Altpapierpreise einen gewissen Spielraum erarbeitet. Dieser Spielraum in Form von Rückstellungen wird in den kommenden zwei Jahren beinahe vollständig eingesetzt, um die Belastung für die Bürgerinnen und Bürger so gering wie möglich zu halten. Im Ergebnis bedeutet das eine durchschnittliche Erhöhung von etwa 1 % pro Haushalt. Für einen vierköpfigen Haushalt würde die Abfallgebühr nach der vorliegenden Kalkulation von aktuell 219,60 Euro auf 222,00 Euro angehoben.

Kostensteigerungen können zunächst gedämpft werden
Die vorhandenen Rückstellungen sollen in den kommenden zwei Jahren aufgelöst werden, um in der aktuellen Situation die Kotensteigerung für die Entsorgung von Abfall und Abwasser so gering wie möglich zu halten. Doch eines ist auch klar: Anschließend sind die Ausgleichsrückstellungen abgebaut, eine deutlichere Gebührenerhöhung wird wahrscheinlich folgen. 
Die Gebührenkalkulationen sind Teil des EBK Wirtschaftsplans für die Jahre 2023 und 2024. Als kommunaler Eigenbetrieb kalkulieren die EBK unabhängig von den städtischen Finanzen. Der Wirtschaftsplan der EBK wird in der kommenden Sitzung des Technischen Betriebsausschuss am 22. November diskutiert und anschließend dem Gemeinderat am 24. November 2022 zum Beschluss vorgelegt. Die Sitzungsvorlage inklusive der Satzungsänderungen mit den exakten Gebührenaufstellungen ist im Web bereits veröffentlicht und für alle einsehbar.

10.11.2022: EBK Abfuhrtermine 2023 online

EBK Abfuhrkalender 2023

Abfuhrdaten im Web und den Apps veröffentlicht

Auf der Website der Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) sind schon jetzt die Abfuhrtermine 2023 veröffentlicht: www.ebk-konstanz.de. Einfach im Online Abfuhrkalender 2023 die gefragte Straße auswählen und die dazugehörigen Abfuhrdaten für Bio- und Restmüll, Altpapier und den Gelben Sack werden angezeigt. Die Daten stehen ebenso als Importdatei für den digitalen Kalender oder als PDF zum Ausdrucken bereit. 

04.11.2022: Kanalinspektion in der Reichenaustraße

EBK Baumaßnahme

Verkehrseinschränkungen vom 07. bis 18. November möglich

Ab Montag, den 07. November 2022, wird im Auftrag der Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) der große Abwassersammelkanal unter der Reichenaustraße auf Schadstellen kontrolliert. Der Kanal wird auf einer Länge von etwa 800 Metern ab der Neuen Rheinbrücke bis auf die Höhe Fahrradbrücke mit einer Kamera befahren. Diese Kamera wird über die Zugangsschächte in den Kanal herabgelassen.
Die betroffenen Zugangsschächte des Abschnitts befinden sich überwiegend auf der stadteinwärts führenden Fahrbahn der Reichenaustraße, so dass es während der Kanalinspektion zu kurzfristigen Einschränkungen des motorisierten Verkehrs kommen kann. Es ist keine Vollsperrung notwendig, allerdings wird die Fahrbahn rund um den betroffenen Schacht verengt bzw. das Befahren nur einspurig möglich sein. Für den Fuß- und Radverkehr gibt es keine Einschränkungen. Die Arbeiten sollen bis Freitag, den 18. November 2022 beendet sein.
Die Sperrung rund um den betroffenen Schacht dauert in der Regel nicht länger als eine Stunde. Die EBK und die ausführenden Firmen sind bestrebt, die Einschränkungen für den motorisierten Verkehr so kurz und gering wie möglich zu halten. 
Der Sammler in der Reichenaustraße ist einer der größten und ältesten Kanäle im Stadtgebiet. Nach über 60 Jahren Dauereinsatz muss dieser Kanalabschnitt baulich saniert werden. Geplant wird die Sanierung in der geschlossenen Bauweise, das bedeutet ohne Straßenaufbruch. Grundlage dafür ist eine genaue Kenntnis der vorliegenden Schäden, die nach dem bereits abgeschlossenen 3D Scan mit der bevorstehenden Kamerabefahrung dokumentiert werden. 
Hintergründe zum Kanalnetz und Bildmaterial aus anderen Kamerabefahrungen sind in dem kurzen Film Das Konstanzer Kanalnetz (Youtube) und in der Rubrik Abwasser zu finden. 

04.11.2022: Kleiner Rat, große Tat: Abfall im Arbeits- und Schulalltag

Mehrwegbox und Trinkflasche
Mehrweg statt Einweg, nicht nur in der Pause!

Weniger Abfall, besser getrennt

Was zu Hause noch ganz gut gelingen mag, kann im Büro und in der Schule schnell vergessen sein: Abfallvermeidung und Abfalltrennung. Dabei sind es vor allem die Routinen in Arbeits- und Schulalltag, die einen großen Einfluss auf die Menge unseres Abfalls haben. Doch Routinen lassen sich auch ändern!

1) Papier, Papier, Papier: Ist der Ausdruck wirklich notwendig?
Mit dieser Frage reduziert sich der Papierverbrauch in der Regel wie von selbst. Einseitig bedrucktes Papier lässt sich bestens als Notizzettel oder zum Malen benutzen. Natürlich nur, wenn auf der bedruckten Seite keine Geschäftsgeheimnisse oder Klassenarbeiten abgedruckt sind. 

2) Re-Use statt Recycling
Intakte Gegenstände, vom Trennblatt über den Aktenordner bis hin zum Möbelstück, sollten nie entsorgt, sondern immer weitergegeben oder weiterverkauft, auf jeden Fall weitergenutzt werden. Ganz egal, ob groß oder klein, ob Liebhaberstück oder Gebrauchsgegenstand – alles, was weitergenutzt und nicht neu gekauft wird, schützt das Klima und schon Ressourcen.

3) Neukauf mit Köpfchen und Siegeln
Wenn beim Einkauf die Entsorgung mitgedacht wird, kann eine nachhaltige Entscheidung getroffen werden. Büro- und Schulmaterial sollte immer frei von Schadstoffen, langlebig, reparaturfähig und gut zu recyceln sein. Bei der Orientierung helfen Umweltsiegel wie der Blaue Engel. 

4) Mehrweg statt Einweg
Die Brotzeit in der Vesperbox, die Saftschorle in der Trinkflasche – Mehrwegverpackungen für die Pause sparen einfach und effektiv große Mengen Abfall. Profis der Abfallvermeidung haben zusätzlich immer einen Stoffbeutel für den spontanen Einkauf auf dem Heimweg in der Arbeitstasche. 

5) Abfälle richtig trennen
Papier, Restmüll, Gelber Sack und Biomüll – diese vier Abfallarten sollten in jedem Büro und jedem Klassenzimmer getrennt entsorgt werden. Im besten Fall sind die Abfallbehälter eindeutig markiert. Schließlich sollen nicht nur diejenigen, die sie befüllen, wissen wohin mit den verschiedenen Abfällen, sondern auch diejenigen, die die Behälter leeren. 

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