Veröffentlichungen und Presse

Was passiert mit unserem Müll? (Südkurier vom 07.11.2019)

Hier geht's zum Südkurierartikel, in dem es um den Weg des Konstanzer Mülls geht:

Der Fachmann für Abwasserreinigung (Amtsblatt vom 16.10.2019)

Serie „Das sind wir“, Teil 24

Die Zentralkläranlage der EBK ist die größte Abwasserreinigungsanlage am Bodensee. Seit drei Jahren kümmert sich Mirco Ebeling als Abteilungsleiter des Bereichs „Betrieb Kläranlage und Pumpwerke“ um die anfallenden Abwässer aus der Stadt Konstanz, den Bodanrückgemeinden Allensbach und Reichenau sowie der Schweizer Stadt Kreuzlingen und der Gemeinden Tägerwilen und Gottlieben.

„Ich sehe mich vor allem als Umweltschützer“, sagt Mirco Ebeling. Zu Recht. Denn gemeinsam mit seinem 23-köpfigen Team sorgt er dafür, dass das Abwasser der Haushalte und der Industrie gereinigt wird. „Wasser ist ein kostbares Gut, das man nicht verschwenden sollte. Verunreinigtes Wasser schadet Mensch und Umwelt“, betont Ebeling.

Die Komplexität der Institution Kläranlage und die Vielfalt der Herausforderungen begeistern Ebeling auch noch nach über 20 Jahren in der Abwasserwirtschaft. Angefangen hat er als Auszubildender zum Ver- und Entsorger (heute: Fachkraft für Abwassertechnik). Nach der Weiterbildung zum Abwassermeister setzte er noch ein Ingenieurstudium auf. „Die Arbeit ist unheimlich abwechslungsreich, und man kann es mit Ehrgeiz vom Facharbeiter bis zum Ingenieur bringen.“

Ebeling ist mit seinem Team aus Elektrikern, Schlossern, Meistern, Ingenieuren und Laborassistenten zuständig für den reibungslosen Ablauf der Anlagentechnik von der Zentralkläranlage, 26 Pumpwerken und 17 Regenwasserbehandlungsanlagen. „Über meinen Schreibtisch laufen unter anderem alle Monats- und Jahresauswertungen sowie der Umweltbericht“, erzählt der 38-Jährige. Personalführung und Prozessoptimierung machen den größten Anteil seiner Tätigkeit aus. „Wir arbeiten kontinuierlich daran, die Reinigungsleistung zu verbessern und dabei Ressourcen einzusparen. Zwar ist unser Hauptgeschäft die Abwasserableitung und -reinigung, aber auch die Energieeffizienz der einzelnen Anlagenteile wird immer wichtiger.“ Da selbst die besten Anlagen einmal in die Jahre kommen, beschäftigt sich Ebeling regelmäßig mit Sanierungskonzepten für die Pumpwerke, Regenwasserbehandlungsanlagen und die Kläranlage. So wird beispielsweise ab Ende 2020 der Faulturm ersetzt und durch einen weiteren ergänzt. „Damit sind wir für die nächsten 40 Jahre wieder gut aufgestellt. Der Erhalt der Kläranlage und alles, was damit zusammenhängt, ist ein Generationenprojekt“, berichtet Mirco Ebeling begeistert. Auch Ausschreibungen werden von ihm angefertigt, wie zum Beispiel für die Klärschlammentsorgung. Hier konnten die EBK kürzlich auf einen Ostschweizer Anbieter wechseln. „Die kürzeren Transportwege sind auch noch klimafreundlicher“, freut sich Ebeling.

Die Leistung der Kläranlage beeindruckt: Bei Trockenwetter werden 40 Millionen Liter Abwasser am Tag gereinigt, bei Regenwetter sind es 100 bis 120 Millionen Liter am Tag, die anschließend in den Seerhein geleitet werden. Die derzeitige Auslastung der Anlage liegt bei 170.000 Einwohnerwerten, während ihre Kapazitätsgrenze bei 215.000 erreicht ist. Denn eine Tatsache verändert sich nie: Abwasser kommt immer, rund um die Uhr, jeden Tag. „Stillstand kennen wir nicht und darf auch nicht sein,“ betont der Kläranlagen-Leiter. Ausfälle und Störungen in den Pumpwerken oder der Kläranlage werden von einem Bereitschaftsdienst rund um die Uhr behoben. „Bei größeren Störungen werde ich auch nachts informiert.“ Denn wenn die Anlagen versagen, muss verhindert werden, dass Abwasser ungeklärt in den See strömt. „Wir haben alle Systeme redundant angelegt, so dass bei einem Ausfall das Back-up einspringt,“ erklärt Ebeling. Im Notfall kommen auch mobile Pumpen zum Einsatz. Ein weiteres Sicherheitssystem ist die in den Regenwasserbehandlungsanlagen installierte Fernwirktechnik, die auf das Kläranlagen-Leitsystem aufgeschaltet ist. „Wenn etwas verstopft ist oder ausfällt, werden wir sofort gewarnt.“ Zusätzlich inspiziert ein Mitarbeiter einmal pro Woche sämtliche Außenanlagen.

Große Herausforderungen sieht Mirco Ebeling für die Zukunft in zwei Bereichen: die Phosphorelimination und die Reinigung des Wassers von Spurenstoffen, Mikroplastik, Pestiziden und ähnlichem. Phosphorverbindungen wirken in Gewässern als Düngemittel und sind die Hauptursache für eine Eutrophierung (menschlich bedingte Nährstoffanreicherung in Gewässern mit nachteiligen Folgen für Ökologie und Nutzbarkeit). Die Phosphorelimination findet in der Konstanzer Kläranlage mittels einer so genannten Zwei-Punkt-Fällung statt. Zwei verschiedene Eisensalze werden im Zulauf der Biologie und im Zulauf der Nachklärung in den Reinigungsstufen zugeführt. „Da Phosphor aber ein wichtiger und begrenzter Rohstoff ist, hat die neue Klärschlammverordnung die Rückgewinnung von Phosphat aus dem Abwasser oder Klärschlamm gesetzlich festgeschrieben,“ so Ebeling. Als Mitglied im Beirat für Phosphorrückgewinnung der Deutschen Vereinigung für Wasser- und Abwasserwirtschaft beschäftigt er sich bereits seit längerem intensiv mit diesem Thema. „In naher Zukunft werden wir eine vierte Reinigungsstufe einführen müssen, die Spurenstoffe, wie zum Beispiel Pflanzenschutzmittel, Medikamente und Industriechemikalien aus dem Abwasser entfernt.“ Momentan laufen in Baden-Württemberg dazu 15 Pilotprojekte. „Das ist das Fantastische an meinem Beruf: man lernt nie aus, und es bleibt spannend“.

Neue Photovoltaikanlage (Amtsblatt 16.10.2019)

Fassade des EBK Betriebsgebäudes wurde saniert

Vor gut 20 Jahren hatte ein Meilenstein für den Ausbau der erneuerbaren Energien in Konstanz begonnen. Auf dem Dach der Entsorgungsbetriebe wurde 1997 eine Photovoltaikanlage in Betrieb genommen. Die Anlage, ein Pilotprojekt, war als sogenanntes „Bürgerdach“ konzipiert und der erzeugte Strom wurde ins Netz eingespeist. Bürger konnten sich als Teilhaber an diesem neuen Energiekonzept beteiligen. Damit wurde in Konstanz ein klares Zeichen in Richtung der erneuerbaren Energien gesetzt.

Im Zuge der Sanierung der Südfassade des Betriebsgebäudes der EBK wurde auch eine neue Photovoltaikanlage auf dem Dach montiert. Auf Grund der deutlich gesunkenen Einspeisevergütung für Solarstrom, ist die Eigennutzung des Stroms die wirtschaftlichste Lösung. Die neue Anlage wird daher von den EBK betrieben und der erzeugte Strom auf der Kläranlage eingesetzt. Die Größe der neuen Module ist an den alten Bestand angeglichen, um auch weiterhin das architektonische Bild des EBK Gebäudes zu bewahren.

Bei der Sanierung wurden neben der Photovoltaikanlage auch der Sonnenschutz erneuert und die Verglasungsflächen ausgetauscht, da die Fassade inzwischen teilweise undicht und an manchen Stellen defekt war. Die gesamte Sanierung leistet einen großen Beitrag zum Klimaschutz. So wird doppelt so viel elektrische Energie über die neue Photovoltaikanlage erzeugt wie beim Altbestand (geschätzte 90.000 kWh/Jahr für 2019). Zudem entstehen durch die neue 3-fache Verglasung geringere Heizkosten für das Gebäude. Die Kosten für die Sanierung konnten um 23%, im Vergleich zur Kostenberechnung im Projektbeschluss, unterschritten werden.

Änderung der Abfallwirtschaftssatzung der Stadt Konstanz

Am 26. September 2019 hat der Gemeinderat eine Änderung der Abfallwirtschaftssatzung beschlossen. Folgende Neuerung tritt damit ab dem 1. Oktober 2019 in Kraft: Bei Veranstaltungen, die auf Grundstücken oder in Einrichtungen der Stadt durchgeführt werden, sowie bei Veranstaltungen im öffentlichen Verkehrsraum dürfen Speisen und Getränke nur in Mehrweggeschirr bzw. -behältnissen, in essbaren Materialien oder Papiertüten ausgegeben werden. Ausnahmen können nur in besonders begründeten Einzelfällen auf schriftlichen Antrag zugelassen werden. Was bedeutet das konkret? Die Satzung gilt für alle Veranstalter und Gastronomen, die auf Grundstücken oder Einrichtungen der Stadt Speisen und Getränke ausgeben. Wichtig ist dabei, dass nur Mehrweggeschirr (mehrmalige Wiederverwendung), essbares Geschirr und Papiertüten erlaubt sind. Auch Behältnisse aus biologisch abbaubaren Materialien, die nicht mehrmals verwendet werden können, gelten als Einweggeschirr und dürfen somit nicht ausgegeben werden. Auch in den Biomüll dürfen diese Materialien nicht, da diese im Kompostwerk nicht ausreichend abgebaut werden können und schlussendlich wieder aufwendig wieder aussortiert werden müssen.
 Bei den Entsorgungsbetrieben der Stadt Konstanz können Geschirr und ein Spülmobil gegen einen geringen Preis ausgeliehen werden. Sie können sich jederzeit bei unserer Abfallberatung informieren: abfallberatung@ebk-tbk.de, 07531-996-188 und 189. Außerdem haben wir einen Flyer zum Thema „Abfallvermeidung bei Festen“ zusammengestellt. Dieser kann entweder per E-Mail bei der Abfallberatung angefordert werden oder unter Downloads heruntergeladen werden. Dort könne Sie auch die aktuelle Fassung der Satzung, die zum 1. Oktober 2019 in Kraft tritt, einsehen.

Der neue Umweltbericht 2019 der EBK

Cover Umwelt Bericht 2019

Seit mehr als 20 Jahre veröffentlichen die Entsorgungsbetriebe der Stadt Konstanz im Rahmen ihres Umweltmanagements einen jährlichen Umweltbericht (früher „Umwelterklärung“). Ziel ist es, eine langfristige, bezahlbare und nachhaltige Abwasserbehandlung und Abfallentsorgung zu gewährleisten. Besonderer Schwerpunkt wird dabei auf die Belange der Umwelt gelegt. Mit dem Umweltbericht soll der Gemeinderat und die Öffentlichkeit über die Tätigkeiten des Eigenbetriebs informiert werden. Unter Downloads können Sie den Bericht einsehen und herunterladen.

Termine

Christbaumabholung 2020

Im Januar 2020 findet wieder die jährliche Christbaumabholung statt. Die Bäume müssen bis 06.30 Uhr am Abholtag bereit gestellt werden. Ohne Schmuck oder Lametta.
Außerdem können die Bäume auch zu den üblichen Öffnungszeiten kostenlos auf einem der Wertstoffhöfe abgegeben werden.

Hier können Sie die Termine für das Stadtgebiet und die Ortsteile einsehen:

Christbaumtermine (19 KB)