Archiv: Ältere Meldungen

22.06.2022: Wertstoffhof Gartenstraße bleibt autofrei

Wertstoffhof

Bisherige Regelung bleibt bestehen

Der Wertstoffhof in der Gartenstraße wird auch zukünftig als autofreier Wertstoffhof betrieben. Das hat der Technische Betriebsausschuss (TBA) in seiner Sitzung vom 21. Juni 2022 entschieden und ist damit dem Vorschlag der Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) gefolgt.
Der Wertstoffhof im Paradies dient seit vielen Jahren als schnell erreichbare Entsorgungsmöglichkeit im Quartier. Er ist der kleinste Wertstoffhof der EBK. Seit Juni 2020 ist die Anlieferung nur noch autofrei möglich. Diese Regelung wurde nach der coronabedingten Schließung übergangsweise eingeführt, damit auf der begrenzten Fläche besser Abstand gehalten werden kann. Außerdem sollten so Gefahrensituation und Verkehrsbehinderungen durch sich vor der Zufahrt stauende Fahrzeuge vermieden werden. 
Besucherinnen und Besucher haben die autofreie Regelung in den vergangenen zwei Jahren gut angenommen. Sie bringen ihre Abfälle und Wertstoffe zu Fuß, mit dem Rad, dem Handkarren, dem Lastenrad oder der Schubkarre. Auf dem Hof selbst gestaltet sich die Atmosphäre in der Regel entspannter, seit keine PKWs und anderen Fahrzeuge mehr einfahren. Die Besucherinnen und Besucher können besser von den Mitarbeitenden der EBK beraten werden. Es muss keine Rücksicht auf parkende oder rangierende Fahrzeuge genommen werden. Gefahren- und damit Stresssituationen an Ein- und Ausfahrt werden vermieden. 
Natürlich kann nicht alles zu Fuß transportiert werden. Um große oder schwere Gegenständen wie defekte Möbel oder alte Matratzen zum Wertstoffhof zu bringen, empfehlen die EBK einen der drei anderen Wertstoffhöfe in Konstanz anzusteuern. Der Wertstoffhof in der Fritz-Arnold-Straße ist aus dem Paradies schnell erreicht. Der Wertstoffhof Dorfweiher ist mit ebenerdigen Entsorgungsmöglichkeiten und der großräumigen Rangierfläche besonders gut für die Entsorgung mit dem PKW eingerichtet. 

Wertstoffhöfe: Infos und Öffnungszeiten

13.06.2022: Der EBK Umweltbericht 2022

Entsorgung als Zukunftsaufgabe für Mensch und Umwelt

EBK E-Fuhrpark
Der EBK E-Fuhrpark im Mai 2022

Die Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) verstehen sich seit ihrer Betriebsgründung als Umweltschutzbetrieb. Die zuverlässige und sichere Entsorgung von Abfall und Abwasser ist schließlich eine Zukunftsaufgabe im Dienst von Mensch und Umwelt. Im jährlichen Umweltbericht der EBK werden Maßnahmen und Ergebnisse des vergangenen Jahres beschrieben und neue Umweltschutzziele für das aktuelle Jahr gesetzt.
Herzstück des Berichtes sind die Umweltauswirkungen, die direkt oder indirekt auf die Entsorgungsaufgaben der EBK zurückzuführen sind. Auch die eigenen CO2-Emissionen werden von den EBK bilanziert, immer im Hinblick darauf, diese zu reduzieren, um gemäß der Konstanzer Klimaschutzstrategie bis 2035 klimaneutral zu arbeiten.

EBK Umweltziele: Erfolgsbilanz und neue Ziele 2022

2021 konnten einige, aber nicht alle Umweltziele erfolgreich umgesetzt werden. Der Neubau der Klärschlammfaulung schreitet voran. Jedoch kann die geplante bauwerksintegrierte Photovoltaik-Anlage in der Fassade der Neubauten nicht realisiert werden. Die zentrale Wärmeversorgung, also das eigene Nahwärmenetz auf dem Betriebsgelände, wurde im vergangenen Jahr weiter ausgebaut. Das Online Abfall ABC hilft Bürgerinnen und Bürgern seit Anfang 2021 niederschwellig bei der richtigen Abfalltrennung.
Für das Jahr 2022 wurden erneut ambitionierte Ziele gesetzt: Alle Dächer der EBK Gebäude, dazu zählen die Gebäude auf dem Betriebsgelände ebenso wie Pumpwerke im Stadtgebiet und andere Außenbauwerke, sollen auf ihr Solarpotenzial überprüft und somit der Ausbau der Photovoltaikanlagen weiter verfolgt werden. Undichte Türen der Kfz-Werkstatt sollen ausgetauscht werden, um eine bessere Wärmedämmung zu erreichen. Außerdem sollen die Geschäftsprozesse der EBK systematisch auf den Papierverbrauch überprüft werden.

Emissionen

Der CO2-Ausstoß ist Leitindikator für umweltbewusstes Handeln. Durch die von den EBK genutzten, erneuerbaren Energiequellen können wesentliche CO2 Emissionen eingespart werden. Dazu trägt vor allem die eigene Energieproduktion aus regenerativen Quellen bei: Mit Photovoltaikanlagen wird die Sonnenergie genutzt, mit Klärgas wird in eigenen Blockheizkraftwerken (BHKWs) Strom und Wärme produziert. 
In den EBK eigenen BHKWs wurden 2.659 MWh Strom aus Klärgas und 190 MWh Strom aus Erdgas produziert. Dafür wird Biogas Plus der Stadtwerke Konstanz bezogen. Es besteht zu 10 % aus GGL Biogas und kompensiert die CO2-Emissionen des fossilen Anteils finanziell. Die Solarstromproduktion auf dem EBK Gelände konnte 2021 um 33 % auf 114 MWh gesteigert werden. Insgesamt haben die EBK im vergangenen Jahr also rund 2.963 MWh Strom produziert, genug um den durchschnittlichen Verbrauch von rund 740 vierköpfigen Familien zu decken. 
Die meisten direkten CO2 Emissionen der EBK werden durch den Fuhrpark mit 22 LKWs, 10 Kleinlastern und Transportern sowie 6 PKWs im täglichen Einsatz verursacht. Jede Fahrzeuganschaffung wird darum auf das Ziel des klimaneutralen Fuhrparks bis 2035 überprüft. Der klimaneutrale, das heißt mit Ökostrom betriebene Anteil des Fuhrparks ist 2021 weiter gewachsen: Zum Jahreswechsel waren zwei elektrisch betriebene Kleintransporter und drei E-PKWs im Einsatz. Der CO2-Ausstoß des Fuhrparks ist durch die neuen E-Fahrzeuge jedoch nur geringfügig gesunken. Erst mit der Umstellung der großen Fahrzeuge, also vor allem der Müllabfuhr-Fahrzeuge, kann der CO2-Ausstoß des EBK Fuhrparks signifikant verringert werden. 

Der gesamte EBK Umweltbericht 2022 wird in der kommenden Sitzung des Technischen Betriebsausschusses diskutiert.

08.06.2022: Kanalerneuerung Mainaustraße abgeschlossen

EBK Bauhelm

Baumaßnahme zwei Monate früher als geplant fertig gestellt

Die Kanalerneuerung in der Mainaustraße ist erfolgreich abgeschlossen. Bereits in der vergangenen Woche konnte die sogenannte Dreherkurve für den motorisierten Verkehr wieder freigegeben und die provisorische Fahrbahn über Fuß- und Radweg zurückgebaut werden. Auch die ausgeschilderte Umleitung für den Fuß- und Radverkehr wurde mittlerweile aufgehoben und die Bushaltestelle „An der Steig“ von den Bussen der Stadtwerke regulär angefahren. Damit sind die Arbeiten in der Mainaustraße rund zwei Monate früher als geplant erfolgreich beendet. 
Die Kanalerneuerung in der Mainaustraße zählt zu den größeren Sanierungsmaßnahmen, die im Auftrag der Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) in den letzten Jahren durchgeführt wurden. Sie war notwendig geworden, da der seit 60 Jahren im Dauereinsatz befindliche Abwasserkanal seine Belastungsgrenze erreicht hat. Der bisherige Abwasserkanal, der einen Durchmesser von 30 bis 40 cm hatte, wurde durch einen neuen Kanal von 50 bis 60 cm Durchmesser ersetzt. Während der alte Kanal unter dem stadtauswärtsführenden Fuß- und Radweg verlief, wurde der neue Kanal in die stadtauswärtsführende Straßenspur der Mainaustraße gelegt. Mit der hinzugewonnenen Kapazität ist die Abwasserableitung für die nächsten Jahrzehnte sichergestellt. 
Dass die Kanalerneuerung bereits im Juni und damit rund zwei Monate früher als geplant abgeschlossen werden konnte, ist keine Selbstverständlichkeit, sondern Ergebnis einer intensiven Vorplanung unter Einbezug der Abteilung Verkehrswesen der Stadt Konstanz, Polizei und Busbetrieben sowie der engen Kooperation von EBK und der ausführenden Baufirma Storz während der Bauzeit. Zudem sind Eventualitäten, die bei einer Baumaßnahme diesen Umgangs einkalkuliert werden müssen, nicht eingetreten: Milde Wintermonate haben eine durchgehende Bautätigkeit erlaubt. Es gab kaum Verzögerungen zu beklagen, weder durch Lieferschwierigkeiten noch durch Personalausfälle. „Außerdem hat die ausführende Firma Storz unsere Vorgaben mehr als erfüllt. So eine umfangreiche Baumaßnahme auf einer Hauptverkehrsstraße erfolgreich und schneller als geplant abzuschließen, geht nur dank eines durchdachten Bauablaufs“, lobt Andreas Leonhard, zuständiger Projektleiter der EBK, die Zusammenarbeit mit den beteiligten Projektpartnern.

02.06.2022: Sanierung Schachtabdeckungen im Stadtgebiet und den Ortsteilen

Schachtabdeckung
Neue Schachtabdeckung bei der Einfassung mit Bitumen

Wanderbaustelle für mehr Verkehrssicherheit und einen geringeren Geräuschpegel

Nach Pfingsten, ab Dienstag den 07.06.2022, werden im Auftrag der Entsorgungsbetriebe Konstanz rund 140 Schachtabdeckungen im Stadtgebiet und den Ortsteilen Dettingen, Wallhausen und Litzelstetten saniert. Je nach Bedarf werden die runden Schachtabdeckungen ausgebessert oder gleich ausgetauscht. So wird die Sicherheit im Straßenverkehr erhöht und der Geräuschpegel für die umliegende Nachbarschaft durch den darüberfahrenden Verkehr gesenkt. 
Die Sanierungsarbeiten werden als Wanderbaustelle ausgeführt. Die Arbeit am einzelnen Schacht ist in der Regel nach 90 Minuten beendet. Anschließend zieht der Trupp gleich weiter zum nächsten Schacht. Die Beeinträchtigungen für Verkehr und Anlieger sind also gering und durchgehend von kurzer Dauer. Eine Ausnahme bilden einzelne Schachtabdeckungen in viel befahrenen Straßen: Dort wurden die Sanierungsarbeiten als Nachtarbeiten angeordnet, um den tagsüber fließenden Verkehr nicht zu sehr zu beeinflussen. Anwohnerinnen und Anwohner dieser Straßen werden über anstehende Nachtarbeiten kurzfristig direkt von den EBK informiert. 
Eine Übersicht über die Straßenzüge, in denen sich die betroffenen Schächte befinden, ist in der Rubrik Baumaßnahmen zusammengestellt.

31.05.2022: Neue Klärschlammfaulung

Faulturm, Technikgebäude
Stahlskelettbau des Technikgebäudes

Arbeiten im Untergrund und Aufbau Technikgebäude

Der graue, hohe Betonrohbau des ersten neuen Faulturms der Konstanzer Kläranlage ist auf dem Betriebsgelände der Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) bereits seit einigen Monaten weithin sichtbar. Die seit dem Abschluss des Rohbaus vorangeschrittenen Arbeiten sind jedoch weitgehend unsichtbar im Untergrund und in der Energiezentrale geschehen: Rohrleitungen wurden verlegt, Wärmespeicher wurden erneuert, ein notwendiger Gasschacht eingebaut und die Grundlagen der Steuerungselektronik installiert.
Seit Mitte Mai sind die Arbeiten wieder sichtbarer zu verfolgen: Das dem Faulturm angeschlossene Technikgebäude wird errichtet. Der Stahlskelettbau setzt sich aus eigens gefertigten Stahlträgern zusammen und wird zukünftig die zum Betrieb des Faulturms notwendigen Pumpen, Aggregate und Wärmetauscher beherbergen.
Mehr Informationen zur neuen Klärschlammfaulung sowie eine Dokumentation der seit 2020 laufenden Bauarbeiten sind in der Rubrik Baumaßnahmen: Neue Klärschlammfaulung zu finden.

31.05.2022: Nachhaltige Arbeitskleidung für EBK und TBK

EBK Arbeitskleidung

Soziale und ökologische Nachhaltigkeitskriterien festgelegt

Entsorgungsbetriebe (EBK) und Technische Betriebe der Stadt Konstanz (TBK) stehen vor der Neuausschreibung ihrer Arbeitsmietkleidung. Wie dabei nicht nur von Nachhaltigkeit gesprochen, sondern diese konkret eingefordert werden kann, haben die Eigenbetriebe in Kooperation mit Femnet e.V. erarbeitet. Femnet ist ein Verein mit Sitz in Bonn, der sich für Verbesserungen in der Textilindustrie einsetzt. Gefördert wird diese Kooperation mit Bundesmitteln. 
Bei der aktuellen Ausschreibung geht es um etwa 1.000 Kleidungsstücke für rund 180 Mitarbeitende. Dazu zählt die orangefarbene Warnschutzkleidung von Müllwerkern, Kanalwärtern, Mitarbeitenden der Straßenunterhaltung und der Stadtreinigung ebenso wie weitere Schutz- und Arbeitskleidung für die verschiedenen Arbeitsbereiche auf der Kläranlage, dem Friedhof und in den Werkstätten von EBK und TBK. Die Kleidungsstücke müssen industriell gereinigt werden, da sie mit Abfall und Abwasser in Kontakt kommen können. Daher wird die Arbeitskleidung nicht gekauft, sondern einschließlich der Reinigungsdienstleistung als Arbeitsmietkleidung bezogen. 
EBK, TBK und Femnet haben gemeinsam Nachhaltigkeitskriterien festgelegt, die mit entsprechenden Siegeln oder vergleichbaren Nachweisen von möglichen Anbietern erfüllt werden müssen. Das sind beim Nähen der Kleidung vor allem soziale Aspekte: Die Achtung von Menschenrechten, der Verzicht auf Kinderarbeit und die Zahlung eines angemessenen Lohnes für die meist weiblichen Arbeiterinnen. Bei den Fasern spielt Umweltschutz eine große Rolle. Bei der Waschdienstleistung wird vor allem auf ökologische Faktoren Wert gelegt, indem der CO2-Ausstoß beim Transport sowie der Einsatz von Energie aus erneuerbaren Quellen in der Wäscherei bewertet werden.
Natürlich wird auch der Tragekomfort im Arbeitsalltag und der Preis bewertet. Schließlich soll die Arbeitskleidung nicht nur nachhaltig, sondern auch gern getragen und nicht zuletzt wirtschaftlich sinnvoll sein. Die Ausschreibung wird mit allen relevanten Informationen und angelegten Wertungskriterien im Juni auf der Vergabeplattform Staatsanzeiger und der Website der Stadt Konstanz veröffentlicht. 
Ulrike Hertig, Betriebsleiterin der EBK, ist überzeugt, mit dieser Ausschreibung den richtigen Weg zu gehen: „Als kommunaler Eigenbetrieb müssen wir Vorbild sein und dürfen unsere Augen vor den sozialen und ökologischen Missständen in der Textilindustrie nicht verschließen.“

17.05.2022: Müllfahrzeuge mit neuer Beklebung

EBK Müllfahrzeug
Müll trennen ist unser gemeinsamer Beitrag zum Klimaschutz.

„Müll trennen ist unser gemeinsamer Beitrag zum Klimaschutz“

Mit dieser Botschaft erinnern die Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) auf zwei Müllfahrzeugen daran, dass die richtige Abfalltrennung nicht nur ein viel belächeltes deutsches Klischee, sondern ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz ist. Gleichzeitig wird klar, dass dieser Beitrag nur gemeinsam – von Bürgerinnen und Bürgern in Zusammenarbeit mit den EBK – gelingen kann. 
Die Entsorgung in der richtigen Tonne ist notwendiger Bestandteil einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft. Dieser erste Schritt, besser gesagt, der erste Wurf in die richtige Tonne, liegt in der Verantwortung einer und eines jeden Einzelnen in Konstanz. Denn nur was richtig getrennt erfasst wird, kann recycelt, wieder aufbereitet und nochmals verwendet werden. Der Wiedereinsatz von Rohstoffen schont die natürlichen Ressourcen und spart nicht zuletzt große Mengen an CO2. Darum ist die Mülltrennung ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz, der ganz einfach von allen geleistet werden kann. 
Die Konstanzerinnen und Konstanzer trennen den Müll, die EBK übernehmen den Rest. Das ist die zweite Botschaft auf den neu beklebten Fahrzeugen. Denn den zweiten Schritt der Mülltrennung, die Sammlung und den Weitertransport der Abfälle zu den Recyclingunternehmen, übernehmen die EBK mit großer Verantwortung und Gewissenhaftigkeit. Dabei setzen die EBK auf Transparenz: Denn wenn man versteht, wie die verschiedenen Wertstoffe wieder aufbereitet und wo die Rohstoffe erneut zum Einsatz kommen, dann wird nichts leichtfertig in die falsche Tonne geworfen.
Was mit den verschiedenen Abfallarten geschieht, nachdem die Tonnen von den EBK geleert oder die aussortierten Dinge auf den Wertstoffhöfen abgegeben wurden, ist in der Rubrik Abfallwege anschaulich erklärt. Nur mit dem Vertrauen der Konstanzerinnen und Konstanzer, dass der getrennte Abfall von den EBK korrekt weiter verarbeitet und schlussendlich erfolgreich recycelt wird, kann die Mülltrennung und damit der gemeinsame Beitrag zum Klimaschutz erfolgreich gelingen. 

17.05.2022: Abwasser: Wer bezahlt eigentlich was?

Abwassergebühren
Die aktuellen Schmutzwassergebühr: 1,61 Euro pro 1.000 Liter.

Abwassergebühren einfach erklärt

Die Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) sind für die störungsfreie Ableitung und verlässliche Reinigung des Konstanzer Abwassers verantwortlich. Kanalisation, Pumpwerke, Kläranlage – all das kostet Geld. Nicht nur der Betrieb, auch die Wartung, Sanierungen und Investitionen in die zukünftige Abwasserreinigung sind energie- und kostenintensiv. Einen Teil dieser Kosten übernehmen die Konstanzerinnen und Konstanzer mit der Abwassergebühr. 
Wie sich die Abwassergebühr zusammensetzt, was es mit der Abkürzung GAG und der Schmutzwasserrückerstattung zu tun hat, ist in der Rubrik Abwasser: Abwassergebühren zusammengefasst.

16.05.2022: Reparieren statt Wegwerfen

Wertstoffhof, E-Schrott
Seit Jahrzehnten bewährtes, privates Mehrwegkonzept: Vesperbox und Trinkflasche

Lohnt es sich, Elektrogeräte zu reparieren? „Auf jeden Fall“, sagt der begeisterte Elektromeister Heinrich Jung, der in seiner Werkstatt schon 13.000 Waschmaschinen und unzähligen anderen Geräten das Leben verlängert hat. Und Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts bestätigen, dass das Leben einer Waschmaschine durch zwei Reparaturen fast verdoppelt werden kann. 
Der Einstiegsfilm der Veranstaltung, eine 45-minütige Dokumentation des WDR, schlägt einen weiten Bogen. Von den ungeheuren Mengen Elektroschrott, die täglich entstehen; von der bewusst geplanten kurzen Lebensdauer vieler Geräte, bis zum Glücksgefühl, das eine gelungene Reparatur verursacht.

Vertiefendes Wissen zum Thema Elektroschrott wird der Abteilungsleiter für Abfallwirtschaft der Entsorgungsbetriebe Konstanz (EBK), Achim Lehle, beisteuern und am Ende auch Fragen beantworten. 
Organisiert wird die Veranstaltung von der neuen Initiative „Brauchbarschaft“, die vom Bürgerbudget gefördert wird. Sie präsentiert ihre Pläne für eine neue Reparaturkultur in Konstanz sowie Maßnahmen in den Bereichen leihen, helfen und informieren als Möglichkeiten, aus dem Konsumzwang auszubrechen.

Reparieren statt wegwerfen: „Auf die inneren Werte kommt es an, auch bei Geräten“
Film und Gespräch, Dienstag, 17. Mai
20.00 Uhr, Kommunales Kunst- und Kulturzentrum K9

Mehr Infos: www.brauchbarschaft.de

03.05.2022: Wie legt man einen Kanal um die Kurve?

Mainaustraße, Dreherkurve

Kanalerneuerung in der Mainaustraße

Groß, laut und orangefarben arbeitet sich die Fräse am Mittwoch nach Ostern beständig vorwärts. Die Fräse trägt eine knapp 10 cm dicke Schicht der Fahrbahnoberfläche ab. Anschließend noch eine Schicht. Und noch eine Schicht. So lange, bis die geschlossene Straßenoberfläche geöffnet ist und ein Bagger die Grube für den Kanal ausheben kann. Die Fräsarbeiten gehen rasch voran und konnten im gesamten dritten Bauabschnitt an einem Tag abgeschlossen werden.
Der dritte Bauabschnitt ist der kürzeste, aber der anspruchsvollste Abschnitt der Kanalerneuerung: Die Baugrube muss tiefer als zuvor gegraben werden, nämlich bis auf 3,60 Meter. Außerdem teilt sich der Kanal in Allmannsdorf die Mainaustraße mit bereits vorhandenen Leitungen der Stadtwerke, was im bisherigen Baubereich nicht der Fall war. 
Die Kanalerneuerung in der Mainaustraße ist eine der größeren Sanierungsmaßnahmen, die im Auftrag der Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz durchgeführt werden. Der alte Abwasserkanal mit seinen 30 bis 40 cm Durchmesser wird von einem neuen Kanal mit 50 bis 60 cm Durchmesser ersetzt. Mit dieser hinzugewonnenen Kapazität ist die Abwasserableitung für die nächsten Jahrzehnte sichergestellt. Während der alte Kanal unter dem stadtauswärtsführenden Fuß- und Radweg verläuft, wird der neue Kanal in die stadtauswärtsführende Straßenspur der Mainaustraße gelegt. 
Und wie legt sich der Kanal nun um die Dreherkurve, wie der betroffene Abschnitt der Mainaustraße zwischen Hockgraben und Allmannsdorf genannt wird? Nicht wie eine Holzeisenbahn, deren Schienen als Kurven zusammengesteckt werden, sondern in geraden Kanalrohren, die in kurzen, genau berechneten Abwinklungen zusammengeführt werden. So passt sich der Abwasserkanal dem Straßenverlauf sanft und in kurzen Abschnitten an und das Abwasser kann mit möglichst geringem Widerstand und damit geringen Fließverlusten zuverlässig im freien Gefälle Richtung Kläranlage abgeleitet werden. 
Nicht zuletzt dank des milden Winters kam es bisher zu keinen nennenswerten Verzögerungen beim Einbau und Anschluss des neuen Kanals. Die EBK gehen davon aus, dass die Baumaßnahme wie geplant bis August abgeschlossen werden kann.
Aktuelle Informationen und Hintergründe nicht nur zur Kanalerneuerung in der Mainaustraße finden sich in der Rubrik Baumaßnahmen.

03.05.2022: Gastronomie und Veranstaltungen, Mehrweg oder Einweg?

Mehrwegbox
Seit Jahrzehnten bewährtes, privates Mehrwegkonzept: Vesperbox und Trinkflasche

Aktuelle Regelungen und Herausforderungen

Ein einzelner „Coffee-to-Go“-Becher wäre nicht das Problem – 2,8 Milliarden Einwegbecher, die laut Umweltbundesamt jährlich in Deutschland entsorgt werden, sind es dagegen schon. Einwegverpackungen für Speisen und Getränke, egal ob aus Plastik oder aus angeblich nachhaltigen weil nachwachsenden Rohstoffen, landen trotz hohem Energieaufwand zur Produktion und meist langen, CO2 intensiven Transportwegen nach kurzer Nutzung in öffentlichen Mülleimern, damit im Restmüll, und werden verbrannt. 
Doch es verändert sich etwas, der Trend geht zum ressourcenschonenden Mehrweg. Die Konstanzer gastronomischen Betriebe haben schon früh Eigeninitiative gezeigt, mittlerweile sind bereits verschiedene Mehrwegangebote für die Getränke und Mahlzeiten im Einsatz. Auch die Nachfrage nach Mehrwegverpackungen durch die Verbraucherinnen und Verbraucher steigt. Begleitet und geleitet wird der Trend zum Mehrweg von verschiedenen Gesetzen und Vorgaben auf EU-, Bundes- und kommunaler Ebene. 
Die EU Einwegkunststoffrichtlinie verbietet seit Juli 2021 den Verkauf von bestimmten Einwegkunststoffprodukten wie Trinkröhrchen und Wattestäbchen aber auch Plastik-Einwegbesteck sowie Styropor-Essensverpackungen und Becher. Die Konstanzer Abfallwirtschaftssatzung geht noch einen Schritt weiter und schreibt bereits seit 2020 den Einsatz von Mehrweggeschirr und -behältnissen für Speisen und Getränke bei Veranstaltungen im öffentlichen Raum vor. Ausnahmen von der Mehrweg-Vorgabe stellen essbare Behältnisse wie die Eiswaffel und Papiertüten dar, die als Einwegprodukte allerdings nicht zum Standard erklärt werden sollten. 
Aktuell können noch Engpässe bei der Verfügbarkeit von Mehrweggeschirr auftreten, darum werden in begründeten Einzelfällen Ausnahmen von der Abfallwirtschaftssatzung ausgesprochen. Gleichzeitig entwickelt sich der Markt an Mehrwegangeboten rasant weiter, so dass es hoffentlich nicht mehr allzu viele Ausnahmen vom Mehrweggebot bei Veranstaltungen in Konstanz geben muss. Denn: Ab Anfang 2023 sind gastronomischen Betriebe in ganz Deutschland dazu verpflichtet, bei Mitnahmeangeboten eine Mehrweg-Alternative anzubieten oder, als Ausnahme für kleine Betriebe, die Mitnahme in selbst mitgebrachten Behältnissen ermöglichen. Die im Gemeinderat diskutierte Förderung von Mehrwegbehältnissen soll dabei Konstanzer Betriebe bei der frühzeitigen Umstellung unterstützen. 

20.04.2022: Schmutzwasser - Hausanschlüsse, Rückstausicherung

Rückstausicherung

Spülung gedrückt, Stöpsel raus, und dann?

Unter der Dusche und auf der Toilette, beim Kochen und Putzen, aus der Waschmaschine und beim Abspülen von Hand – Abwasser fließt ab. Abwasser, das im häuslichen Umfeld abfließt, wird als Schmutzwasser bezeichnet. Laut statistischem Bundesamt fließen täglich rund 128 Liter Schmutzwasser pro Person über die verschiedenen Hausanschlüsse ab. 
Das Rohr vom Abfluss im Waschbecken bis zum Wandeingang mag bekannt sein, doch was passiert danach?
Alle Infos zum Thema Hausanschlüsse, Rückstausicherung und die passenden EBK Ansprechpartner sind in der Rubrik Abwasser: Schmutzwasser zu finden.

19.04.2022: Komposthaufen, Biomüll oder Grünabfall?

Grünabfall
Kompostierung gilt als ältestes Recyclingverfahren der Welt. 

Organische Abfälle: Entsorgung über die EBK und im eigenen Garten

Alle organischen Abfälle, vom Hühnerknochen bis zum Salat, von der Orangenschale bis zum Rasenschnitt, können in der Biotonne entsorgt werden. Der Konstanzer Biomüll wird nach Singen transportiert. Im dortigen Kompostwerk vergären die organischen Abfälle. So werden Biogas, Kompost und Flüssigdünger produziert. Was auf keinen Fall in den Biomüll darf: Plastiktüten, auch keine angeblich biologisch abbaubaren Plastiktüten. Diese stören das Kompostverfahren und müssen energieaufwendig aussortiert werden. 
Grünabfall kann ebenso im Biomüll entsorgt werden. Grünabfall bezeichnet unverarbeitete organische Abfälle aus dem Garten wie Rasen-, Hecken- und Baumschnitt sowie Laub, auch wenn das gefallene Laub nicht mehr Grün ist. Grünabfall lässt sich getrennt vom Biomüll besser und deutlich kostengünstiger kompostieren. Zudem kann die Menge an Gartenabfällen saisonal das Fassungsvermögen der eigenen Biotonne übersteigen. Darum bieten die Entsorgungsbetriebe (EBK) eine separate Sammlung von Grünabfällen an: Auf den Wertstoffhöfen, in einer eigenen Grünabfalltonne oder in Grünabfallcontainern, die zweimal im Jahr in den Quartieren bereit stehen. 
Der eigene Biomüll und Grünabfall kann natürlich auch direkt ohne Umwege selbst verwertet werden. Auf dem Komposthaufen zersetzen sich die organischen Abfälle zu Kompost und Humus, die anschließend im eigenen Garten wieder eingesetzt werden können. Wer nachweisen kann, dass die gesamten organischen Abfälle, also auch verarbeitete Lebensmittel aus der Küche ganzjährig auf dem eigenen Kompost verwertet werden und die Fläche des eigenen Gartens groß genug ist, um diesen Kompost auch einzusetzen, kann bei den EBK einen Antrag auf die Reduzierung der Abfallgebühren aufgrund vollständiger Eigenkompostierung stellen. Der Antrag und die Nachweise müssen alle drei Jahre erneuert werden. Mit der Genehmigung verpflichten sich die „Eigenkompostierer“ dazu, ihren gesamten organischen Abfall selbst zu verwerten. Das bedeutet, sie sind nicht mehr dazu berechtigt, Grünabfall auf den Wertstoffhöfen oder in den Grünabfallcontainern zu entsorgen.
Darum empfehlen die EBK klar die Doppellösung aus dem eigenen Komposthaufen und der Biomülltonne. Auf dem Komposthaufen können unverarbeitete organische Abfälle selbst kompostiert werden und die Biomülltonne sichert die fachgerechte Entsorgung von verarbeiteten Lebensmitteln, die sich nur schwer zersetzen oder die Qualität des eigenen Kompostes mindern würden. Und fällt mehr Grünabfall an als auf den Komposthaufen Platz hat, so kann dieser auf den Wertstoffhöfen oder in den Grünabfallcontainern fachgerecht entsorgt werden. 

Mehr Infos

12.04.2022: Kanalerneuerung in der Mainaustraße

Kanalerneuerung Mainaustraße

Start der Vorbereitungen für den dritten Bauabschnitt 

Seit Anfang des Jahres wird in der Mainaustraße im Auftrag der Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) das Kanalsystem erneuert. Die Arbeiten schreiten zügig voran: Bereits Ende dieser Woche kann mit den Vorbereitungen für den dritten Bauabschnitt begonnen werden. Wie auch in den ersten beiden Bauabschnitten wird der motorisierte Verkehr stadtauswärts über die Gegenfahrbahn, stadteinwärts über Fuß- und Radweg geleitet. 
Voraussichtlich ab Donnerstag, den 14.04.2022, wird dafür der Fuß- und Radweg in Allmannsdorf bis zur Kreuzung Mainaustraße mit Bettengasse und Staader Straße befestigt und beschildert. Nach den Osterfeiertagen wird der motorisierte Verkehr dann auch im dritten und letzten Bauabschnitt stadtauswärts auf die Gegenfahrbahn, stadteinwärts auf den vorbereiten Fuß- und Radweg umgeleitet. 
Die Bushaltestelle „An der Steig“ kann stadtauswärts weiterhin nicht angefahren werden. Mit Beginn der Vorbereitungen für den dritten Bauabschnitt kann auch die stadteinwärts gelegene Haltestelle „An der Steig“ vorübergehend nicht bedient werden. Fahrgäste werden gebeten in beide Richtungen auf die nahegelegenen Haltestellen „Allmannsdorf“ und „Tannenhof“ auszuweichen. Für Fuß- und Radverkehr bleibt die eingerichtete Umleitung über Bettengasse und Hockgraben weiter bestehen. 

Bisheriger Verlauf der Kanalerneuerung in der Mainaustraße

In die Mainaustraße, genauer in der sogenannten Dreherkurve zwischen den Kreuzungen Hermann-von-Vicari-Straße und Sonnenbühlstraße sowie Bettengasse und Staader Straße in Allmannsdorf, wird ein neuer Abwasserkanal verlegt. Die Kanalerneuerung ist notwendig, da der alte Kanal nach über 60 Jahren im Dauereinsatz und der gewachsenen Anzahl der angeschlossenen Grundstücke seine Belastungsgrenze erreicht hat. Die Kanalerneuerung wird in drei Bauabschnitten durchgeführt und soll bis August abgeschlossen sein. 
Nach Ostern wird bereits mit den Arbeiten im dritten und letzten Bauabschnitt in Allmannsdorf begonnen: Die Straßenoberfläche wird gefräst, damit die Straßendecke geöffnet und der neue Kanal in die stadtauswärtsführende Spur verlegt werden kann. Parallel werden die letzten Arbeiten im ersten Bauabschnitt abgeschlossen und die Straßenoberfläche im zweiten Bauabschnitt wieder hergestellt. Kommt es auch weiter zu keinen Verzögerungen, kann Ende April der erste Bauabschnitt für den Verkehr wieder freigegeben werden.
Aktuelle Informationen zur Kanalerneuerung in der Mainaustraße sind in der Rubrik Baumaßnahmen zu finden.

Mainaustraße Baubereich
Mainaustraße Bauabschnitte
Umleitung Fuß- und Radverkehr
Umleitung Fuß- und Radverkehr

05.04.2022: Ist Regenwasser eigentlich Abwasser?

Dettingen

Niederschlagswasser und Grundstücksentwässerung 

Fällt Regen auf nicht versiegelte Flächen wie Wiesen, Wälder oder Felder, kann er versickern oder verdunsten. Im natürlichen Wasserkreislauf ist Regenwasser kein Abwasser. Fällt Regen auf versiegelte Flächen, muss er durch bauliche Maßnahmen gezielt abgeleitet werden, damit es zu keinen Überschwemmungen kommt. Wird es gefasst und gezielt abgeleitet, wird auch Regenwasser zu Abwasser. 
Die Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) sind der erste Ansprechpartner, wenn es um Fragen der privaten und städtebaulichen Entwässerung geht. Dabei wird das ökologische Ziel verfolgt, möglichst viel Regenwasser dem natürlichen Wasserkreislauf zu erhalten, möglichst wenig Regenwasser energie- und kostenintensiv von der Kläranlage reinigen zu lassen und gleichzeitig Überschwemmungen durch Regenwasser zu vermeiden. 
Auf privaten Grundstücken, gibt es verschiedene Möglichkeiten, Regenwasser ökologisch sinnvoll zu behandeln. Auf entsiegelten Flächen wie Wiesen und Beeten kann Regen bestens versickern, Kieswege oder Rasengittersteine verbessern die Durchlässigkeit für Regenwasser auch von befestigten Flächen. Über Gründächer, Entwässerungsmulden und Versickerungsrigolen kann Niederschlagswasser auf dem Grundstück zurückgehalten und versickert werden. Zisternen ermöglichen eine Zwischenspeicherung zur Nutzung des Regenwassers. Diese Maßnahmen sind dabei nicht nur ökologisch, sondern auch finanziell sinnvoll. Mit der gesplitteten Abwassergebühr wird die Entsiegelung von Flächen finanziell durch eine Reduktion der Abwassergebühr anerkannt.
Bei der Stadt- und Quartiersplanung gelten die gleichen Grundsätze: Regenwasser soll möglichst versickern, verdunsten oder in offene Gewässer eingeleitet werden, damit es nicht energieintensiv gereinigt werden muss. Großflächige Entwässerungsmulden sammeln beispielsweise das Regenwasser von Wegen und Straßen in der Cherisy. Im Wohngebiet Schmidtenbühl in Dettingen wird das Regenwasser über eine eigene, vom häuslichen Schmutzwasser getrennte Kanalisation in naturnah angelegte Regenrückhaltebecken eingeleitet, die als Puffer- und Verdunstungsflächen dienen. 
Weiterführende Informationen zum Regenwasserwassermanagement, der Grundstücksentwässerung und der gesplitteten Abwassergebühr gibt es in der Rubrik Abwasser: Niederschlagswasser und Entwässerung.

05.04.2022: Feste ohne Reste, Veranstaltungen in Konstanz

Mehrweggeschirr
Feste ohne Reste

EBK vermieten Geschirr, Spülmobil, Mehrwegbecher und WC Wagen

Pappteller, Plastikgabeln, Servietten und Einwegbecher – auf Festen und Veranstaltungen füllen sich die Mülleimer schnell. Doch das muss nicht sein: Je weniger Einwegprodukte zum Einsatz kommen, desto kleiner wird die Abfallmenge. Die Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) helfen bei den Vorbereitungen für eine abfallarme Feier. Bei Fragen rund um die Abfalltrennung, nach passenden Abfallbehältern und nach praktischen Tipps zur Abfallvermeidung auf Festen und Veranstaltungen ist die EBK Abfallberatung kompetenter und engagierter Ansprechpartner. 
Noch besser als der korrekt getrennte Abfall ist natürlich der Abfall, der gar nicht erst entsteht. Rechtliche Vorgaben bestärken die Bemühungen zur Abfallvermeidung auch auf Festen: Das Einwegkunststoffverbot der EU verbietet seit Juli 2021 unter anderem Produkte wie Strohhalme und Einweggeschirr aus Plastik. Die Abfallwirtschaftssatzung der Stadt Konstanz geht noch einen Schritt weiter: Bei Veranstaltungen auf Grundstücken oder in Einrichtungen der Stadt Konstanz sowie im öffentlichen Raum dürfen Speisen und Getränke ausschließlich in Mehrweggeschirr und -behältnissen oder essbaren Verpackungen, wie der Eiswaffel, angeboten werden. Lediglich Papiertüten zum Mitnehmen der Speisen sind erlaubt. 
Bei den EBK steht die passende Mehrweg-Festausstattung bereit: Porzellangeschirr, Mehrwegbecher und das Spülmobil, ein Anhänger mit zwei Gastro-Spülmaschinen, können bei den EBK nach Bedarf reserviert und gemietet werden. 
Da die EBK nicht nur für die Abfall, sondern auch für die Abwasserentsorgung verantwortlich sind, unterstützen sie Festveranstalter auch in dieser Hinsicht: 2021 wurde ein neuer Toilettenwagen beschafft, der für private und öffentliche Veranstaltungen gemietet werden kann. Da er großzügig ausgestattet ist, kann er auch für Vereinsfeste mit bis zu 1.000 Gästen eingeplant werden.
Mehr Informationen, Beratung zur Abfallvermeidung auf Festen und Veranstaltungen sowie Details und Reservierungsmöglichkeiten von Bechern, Geschirr, Spülmobil und Toilettenwagen sind in der Rubrik Verleih für Feste zu finden.

23.03.2022: 5 Tipps zu Biomüll und Kompost

Biomüll

Kartoffelschalen, Rasenschnitt und Essensreste – organische Abfälle stecken voller Nährstoffe. Die Kompostierung von Biomüll und Grünabfällen zu Dünger und Erde kann als ältestes Recyclingverfahren der Welt bezeichnet werden. Das funktioniert natürlich nur, wenn diese Abfälle auf dem heimischen Kompost oder in der braunen Biomülltonne der Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) entsorgt werden. 

  1. Kein Plastik im Biomüll
    Der Konstanzer Biomüll wird in Singen unter optimierten Bedingungen zu Dünger und Erde verarbeitet. Plastik im Biomüll muss aufwendig und energieintensiv aussortiert werden. Nicht aussortiertes Plastik trägt zur Mikroplastikverschmutzung der Umwelt bei. 
  2. Auch kein „biologisch abbaubares“ Plastik im Biomüll
    Als kompostierbar oder abbaubar beworbene Plastik-Biomülltüten dürfen nicht in den Biomülltonnen der EBK entsorgt werden. Die automatisierte Sortierung kann nicht zwischen konventionellen und „abbaubaren“ Plastiktüten unterscheiden. Im Kompostierprozess werden diese Tüten nicht zuverlässig zersetzt. Biomüll nur lose, in Papiertüten oder Zeitungspapier entsorgen.
  3. Bambustassen und Palmblattteller sind kein Biomüll
    Geschirr und Besteck aus nachwachsenden Rohstoffen kann weder im Biomüll noch auf dem eigenen Kompost entsorgt werden. Der Zersetzungsprozess dauert zu lange, zudem können giftige Stoffe enthalten sein. 
  4. Essensreste und Zitrusfrüchte im Biomüll
    Viele Essensreste oder Zitrusfrüchte sind nicht einfach im heimischen Garten zu kompostieren, können aber in der Biomülltonne entsorgt werden, sofern es sich um übliche Mengen aus Privathaushalten handelt. Bei Fragen zur Kompostierung und der Biomülltonne hilft die Abfallberatung der EBK gern und kompetent weiter. 
  5. Gartenabfälle im Garten verwerten, Fahrten vermeiden
    Wer einen Garten hat, hat Glück, Arbeit und Grünabfälle, die unter anderem auf den Wertstoffhöfen der EBK entsorgt werden können. Viele Abfälle lassen sich direkt im Garten verwerten, so dass nicht jeder Rasenschnitt zum Wertstoffhof gefahren werden muss: Gras und Heckenschnitt kann auf den Komposthaufen oder als Mulch ausgetragen werden, Reisighaufen bieten Schutz für Igel und andere tierische Mitbewohner. 
    Bildunterschrift: Rund 87 kg Biomüll sind 2021 pro Person in Konstanz von den EBK gesammelt worden. 

Mehr Infos zur weiteren Verarbeitung, Hintergründe und weiterführende Links zum Thema Biomüll finden sich in der Rubrik Abfallwege: Biomüll.

22.03.2022: Abfallstatistik 2021

436 Kilogramm Abfall pro Person

Abfallmenge pro Kopf 2021

Über 400 Millionen Tonnen Müll fallen in Deutschland jährlich an. Dazu zählen auch die Abfälle, die von den Entsorgungsbetrieben Stadt Konstanz (EBK) gesammelt werden. Rund 12.000 Grundstücke fährt die Müllabfuhr im Stadtgebiet und den Ortsteilen an. Bis zu 700 Personen suchen die vier Wertstoffhöfe an Spitzentagen auf. Da kommt einiges an Abfall und Müll zusammen: Im Jahr 2021 haben die EBK rund 36.747 Tonnen Abfälle gesammelt, etwa 300 Tonnen mehr als im Vorjahr. 

Pro Kopf Aufkommen unter dem Bundesdurchschnitt
Auf jede Person in Konstanz entfallen für das vergangene Jahr damit rund 436 Kilogramm Abfall. Diese Menge liegt unter dem bundesdeutschen Durchschnitt, den das statistische Bundesamt für 2020 mit 476 Kilogramm pro Person angibt. Zahlen des Jahres 2021 liegen dort noch nicht vor. Die EBK berechnen das pro Kopf Aufkommen anhand der Einwohnerzahl, jeweils zum Stichtag 31.12. des Vorjahres. Da die Gesamtmenge gestiegen, die Einwohnerzahl sich aber nicht wesentlich verändert hat, ist auch die pro Kopf Menge gestiegen. Etwa 6 Kilogramm mehr Abfälle sind pro Konstanzerin und Konstanzer angefallen als noch im Vorjahr. Liegt es an den Masken und Schnelltests? Wie gestaltet sich das Mengenverhältnis der verschiedenen Abfallarten? Antworten darauf gibt ein genauerer Blick auf die Abfallstatistik 2021 der EBK. 

Restmüll: Leichter Rückgang
Masken, Schnelltests und andere infektiöse Abfälle werden korrekterweise im Restmüll entsorgt. Wäre die häufig in den Medien gelesene Aussage korrekt, dass die Schnelltests und Masken für ein erhöhtes Müllaufkommen sorgen würden, müsste man einen deutlichen Zuwachs beim Restmüll erkennen. In Konstanz ist die Restmüllmenge im Jahr 2021 allerdings konstant geblieben, sogar leicht zurückgegangen von 131 Kilogramm auf 128 Kilogramm pro Person. Insgesamt wurden von den EBK 10.790 Tonnen Restmüll aus Privathaushalten erfasst, was sich ohne Auffälligkeit in die Restmüllmengen der vergangenen fünf Jahre einordnet. 
Alles, was im Restmüll landet, wird verbrannt und ist damit unwiederbringlich für den Wertstoffkreislauf verloren. In manchen Fällen ist das sinnvoll, zum Beispiel bei potenziell infektiösen Abfällen, in anderen Fällen aber schlichtweg falsch entsorgt: Studien besagen, dass etwa zwei Drittel dessen, was im Restmüll landet, dort nicht hingehört. Eine Chance auf Recycling gibt es nur für die Abfälle, die getrennt vom Restmüll entsorgt werden. Man kann also davon ausgehen: Je weniger Restmüll anfällt, desto besser wird der Abfall getrennt.

Gesamtabfallmenge 2021

Biomüll: Es wird immer noch gekocht!
2020 wurde über die Menge an Bioabfall gestaunt und mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie erklärt: Durch die Schließung von Restaurants, Kantinen und anderen Gastronomiebetrieben wurde das Kochen am eigenen Herd wichtiger. Und wo gekocht wird, fallen Bioabfälle an. Die Bioabfallmenge 2021 folgt diesem Trend und ist beinahe unverändert hoch: 87 Kilogramm Biomüll pro Kopf und damit die genau gleiche Menge, die auch in der Abfallstatistik des Vorjahres angegeben ist. Insgesamt wurden von den EBK vergangenes Jahr 7.356 Tonnen Biomüll gesammelt. 
Auch 2021 war durch Einschränkungen der Gastronomie geprägt, es wurde viel im Homeoffice gearbeitet, dadurch mutmaßlich vermehrt zu Hause gekocht und gegessen. Dazu hat die besonders günstige Wetterlage mit viel Regen und weniger Hitze dem heimischen Gärtner und der heimischen Gärtnerin vermehrt Freude am Rasenmähen beschert. 

Altpapier: Weniger Gewicht, mehr Volumen
Die gewogene Menge an Altpapier ist im Jahr 2021 erneut zurückgegangen: Von 72 auf 70 Kilogramm pro Person. Die EBK haben in den Altpapiertonnen und auf den Wertstoffhöfen insgesamt 5.870 Tonnen Altpapier gesammelt. Doch das Gewicht sagt noch nichts über das Volumen: Während sich Printprodukte weiter langsam aus dem Alltag verabschieden, die wenig verbliebenen Zeitungen nach dem Lesen zur Biomüllsammlung genutzt werden, steigt der Anteil von Kartons kontinuierlich an. Bemerkbar macht sich das vor allem daran, dass ein Müllfahrzeug, das zur Sammlung von Altpapier unterwegs ist, häufiger geleert werden muss als noch vor einigen Jahren.

Gelber Sack: Verpackungen aus Plastik, Metall und Verbundstoffen 
Joghurtbecher, Tomatendosen und Milchkartons werden im Gelben Sack entsorgt. Der Gelbe Sack ist der erste Schritt im Recycling von Plastik, Metall und Verbundstoffen, der von den Produzenten der Verpackungen verantwortet wird. Der Gelbe Sack wird also nicht mit den jährlichen Abfallgebühren bezahlt, sondern mit einer Verpackungsabgabe, die im Preis der Produkte im Laden bereits enthalten ist. Seit Jahresbeginn wird der Gelbe Sack von den EBK häufiger abgeholt, nicht mehr monatlich, sondern alle zwei Wochen. Auf die Menge der gesammelten Verpackungsabfälle hat sich das jedoch nicht ausgewirkt: Mit 24 Kilogramm pro Person, insgesamt 2.059 Tonnen, liegt die Menge sogar leicht unter der Vorjahresmenge von 25 Kilogramm pro Person. 

Altglas: 31 Kilogramm Flaschen und Gläser pro Person
Eine weitere Auffälligkeit der Vorjahresstatistik lag im Anstieg der gesammelten Altglasmenge, also dem sogenannten Verpackungsglas – Weinflaschen, Marmeladengläser und ähnliches – das in den Altglascontainern gesammelt wird. Die Altglasmenge ist 2021 gleichbleibend hoch: 31 Kilogramm pro Person, mit 2.622 Tonnen nur 12 Tonnen unter dem Vorjahreswert. Es wird also weiterhin gern getrunken, gekocht und gebacken. 

Abfallart pro Person

Sperrmüll und Wertstoffe
Auf den Konstanzer Wertstoffhöfen werden über 30 verschiedene Wertstoffe gesammelt, darunter Sperrmüll, Holz und Metall. Zum klassischen Sperrmüll gehören kaputte Gegenstände, die nicht in die Restmülltonne passen, wie Snowboards, Matratzen oder Teppiche. Alte Möbel aus Holz oder Fahrräder aus Metall lassen sich bestens recyceln und werden darum separat gesammelt. Nicht ganz so bekannt ist die Tatsache, dass auch Druckerzubehör, CDs, Fette und Öle sowie Naturkorken auf den Wertstoffhöfen der EBK gesammelt werden, um sie wiederverwerten zu können. Seit Jahresbeginn 2021 wird auf den Wertstoffhöfen auch sogenanntes Flachglas gesammelt. Also das Glas, das nicht in den Altglascontainer gehört, aber entgegen der Benennung auch nicht unbedingt flach sein muss: Trinkgläser, Aquarien oder Glaselemente aus Möbelstücken zählen dazu, 
Bei Sperrmüll und Wertstoffen sind 2021 keine Auffälligkeiten zu beobachten, beide Mengen blieben konstant auf hohem Niveau: 1.061 Tonnen Sperrmüll und 3.133 Tonnen Wertstoffe wurden auf den Wertstoffhöfen abgegeben. 

Grünabfall: Mehr Regen, viel mehr Grünabfälle!
Die bisher betrachteten Abfallarten haben noch keine größeren Auffälligkeiten ergeben, die den Anstieg der Gesamtabfallmenge erklären würden. Beim Blick auf die Grünabfälle ändert sich das: Die Gesamtmenge der von den EBK gesammelten Grünabfälle ist auf 3.843 Tonnen gestiegen. Das ist ein Anstieg von 1.051 Tonnen beziehungsweise 38%. Pro Kopf wurden in Konstanz rund 46 Kilogramm Grünabfälle gesammelt, das ist mit Abstand der Spitzenwert der vergangenen Jahre! 
Das kann einerseits daran liegen, dass sich die vermehrte Aufmerksamkeit für den eigenen Garten auch im Jahr 2021 fortgesetzt hat. Was im ersten Pandemiejahr gepflanzt wurde, bedarf schließlich auch im Folgejahr noch Pflege und Zuwendung. 
Der zweite, sicherlich stärkere Faktor: Das Wetter. 2021 hat es im Vergleich zu den Vorjahren verhältnismäßig viel geregnet und es war nicht zu heiß. Perfekte Bedingungen für optimales Wachstum. Und wo mehr wächst, fällt auch mehr Grünabfall an. So viel Grünabfall, dass er nicht mehr im heimischen Komposthaufen verarbeitet werden kann, sondern den EBK übergeben wurde. Dass vor allem das Wetter für den enormen Anstieg an Grünabfällen verantwortlich ist, bezeugen auch die Technischen Betriebe Konstanz (TBK). Auch bei der städtischen Grünpflege sind die Grünabfälle im Jahresvergleich um mehr als ein Drittel gestiegen. 

Grünabfall
Mehr Regen, mehr Grünabfälle!

Ohne Grünabfall: Rückgang der Gesamtmenge
Dass die Gesamtmenge der Konstanzer Abfallstatistik ein Fünfjahreshoch erreicht hat, ist also nicht vorschnell als schlecht zu bewerten. Denn der Zuwachs lässt sich vor allem auf den Grünabfall zurückführen. Und der Grünabfall kann getrennt gesammelt optimal kompostiert werden, damit er als Dünger oder Erde wieder im Nährstoffkreislauf zum Einsatz kommt. 
Mehr noch: Betrachtet man die Abfallmenge unter Ausschluss der Grünabfälle, ist sogar ein leichter Rückgang der Gesamtmenge der „vermeidbaren“ Abfallarten festzustellen: Von 33.628 Tonnen im Jahr 2020 auf 32.904 Tonnen im vergangenen Jahr. Keine signifikante Veränderung, aber eben auch keine auffällige Zunahme an Abfällen. 

Abfallvermeidung und Abfalltrennung: Nur gemeinsam zu schaffen
Was von der kommunalen Müllabfuhr geholt oder auf den Wertstoffhöfen gesammelt wird, macht nur etwa 15% der Gesamtmüllmenge in Deutschland aus. Die größten Anteile entfallen auf das Bau- und Abbruchgewerbe, auf Produktion und andere Industriezweige sowie die Gewinnung von Bodenschätzen. Dennoch ist es wichtig und richtig, dass sich die Konstanzerinnen und Konstanzer Gedanken über ihr Abfallverhalten machen. Jeder Beitrag zählt, auf dem Weg zu einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft. Viel zu oft landet eigentlich noch Brauchbares im Müll und seltene Rohstoffe gehen verloren, weil sie in der falschen Tonne entsorgt wurden. Die Neuproduktion und Entsorgung von Konsumgütern tragen einen großen Anteil zum globalen CO2-Ausstoß bei. Abfallvermeidung und Abfalltrennung reduzieren diesen CO2-Ausstoß, da beim Recycling weit weniger Energie benötigt wird und die Transportwege kürzer sind. Abfallvermeidung und Abfalltrennung sind damit ein unmittelbarer Beitrag zum Klimaschutz. 
Darum helfen die EBK mit Tipps zur Abfallvermeidung und Abfalltrennung. Im Online Abfall ABC ist schnell herausgefunden, wo etwas korrekt entsorgt wird. In der Rubrik Abfallwege lässt sich nachvollziehen, wie die einzelnen Abfallarten weiterverarbeitet und recycelt werden. Und wer spezielle Fragen hat, dem hilft die Abfallberatung der EBK persönlich und per Mail gerne weiter. Denn nur gemeinsam können wir es schaffen, die aufkommende Abfallmenge zu reduzieren und die unvermeidbaren Abfälle dem bestmöglichen Recycling zuzuführen.

22.03.2022: Stoffwindelzuschuss wird vereinfacht

Stoffwindelzuschuss

Rund 5,3 Millionen Windeln – grob überschlagen ist das die Menge an Windeln, die für die 2021 in Konstanz geborenen Babys anfällt. 1.161 Babys hieß Konstanz vergangenes Jahr willkommen. Gewickelt wird etwa 2,5 Jahre lang, in dieser Rechnung fünfmal am Tag. Für jedes Kind werden also rund 4.600 Windeln im Restmüll entsorgt, eine riesige Menge Abfall! Dabei lässt sich das oberste Gebot der Abfallvermeidung auch auf Windeln anwenden: Stoffwindeln haben sich als Mehrweg-Alternative etabliert.
Um diesen Beitrag zur Abfallvermeidung zu unterstützen, bezuschussen die Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) seit 2020 den Neukauf von Stoffwindeln. 264 Anträge wurden seitdem positiv beschieden. Erwachsene, die auf Windeln angewiesen sind, können den Stoffwindelzuschuss selbstverständlich ebenfalls beantragen. 
Nun wird der Stoffwindelzuschuss vereinfacht, die bisher zwei möglichen Anträge werden zu einem zusammengefasst. Förderkriterien und Summe bleiben gleich: Ab April 2022 kann der Zuschuss von maximal 50% des Kaufpreises, bis zu 200 Euro, für den Neukauf von Stoffwindeln bereits auf einen Antrag gewährt werden. Der Antrag muss dabei in den ersten beiden Lebensjahren des Kindes bei den EBK eingehen, die Rechnungen dürfen nicht älter als 24 Monate sein. Bislang waren zwei Anträge möglich, die je maximal 100 Euro Zuschuss gewährten. Eltern, die im vergangenen Jahr bereits einen ersten Antrag gestellt haben, können den zweiten Antrag selbstverständlich noch nachreichen. Die Übergangsphase wird kulant gehandhabt. Auch für Erwachsene werden die bislang zwei möglichen Anträge zu einem zusammengefasst.
Wie die Nutzung von Stoffwindeln ökologisch bewertet werden kann, ist sehr vom individuellen Verhalten abhängig. Die Wasch- und Trockenroutine benötigt große Mengen an Strom und Wasser. Wenn die Stoffwindeln möglichst lange genutzt, in der vollen Waschmaschine bei 60 Grad, anschließend an der Luft und nicht im Trockner getrocknet werden, wird nicht nur der Abfall, sondern werden auch die Energiekosten reduziert. 
Informationen zum Stoffwindelzuschuss und der entsprechenden Antrag sind hier zu finden.

08.03.2022: Kanalerneuerung in der Mainaustraße

Bauabschnitte Kanalerneuerung Mainaustraße
Die Baumaßnahme wird in drei Bauabschnitten durchgeführt.

Wechsel in zweiten Bauabschnitt steht bevor

Seit Anfang des Jahres wird in der Mainaustraße, genauer in der sogenannten Dreherkurve, im Auftrag der Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) das Kanalsystem erneuert. Ab der Kreuzung Mainaustraße mit Hermann-von-Vicari-Straße und Sonnenbühlstraße bis zur Kreuzung Mainaustraße mit Staader Straße und Bettengasse in Allmannsdorf wird ein neuer Abwasserkanal in die stadtauswärtsführende Fahrbahn verlegt. Die Kanalerneuerung wird in drei Bauabschnitten durchgeführt. 

Dank des milden Winters schreiten die Arbeiten gut voran. Bereits ab Mitte dieser Woche kann mit der bituminösen Befestigung, also der Wiederherstellung der Straßenoberfläche im ersten Bauabschnitt begonnen werden. In diesem ersten Bauabschnitt sind anschließend nur noch wenige Restarbeiten wie die Einpassung der Schachtabdeckungen, das Vergießen der Fugen und die bituminöse Wiederherstellung des Geh- und Radwegs zu erledigen.

Zeitgleich werden diese Woche die Vorbereitungen für den zweiten Bauabschnitt aufgenommen, der sich Richtung Allmannsdorf anschließt. Dafür werden der begleitende Parkstreifen sowie der Fuß- und Radweg mit einer provisorischen, tragfähigen Befestigung verstärkt, damit der motorisierte Verkehr darauf umgeleitet werden kann. 

Umleitung Fuß- und Radverkehr
Umleitung für den Fuß- und Radverkehr

Der Start der Arbeiten im zweiten Bauabschnitt ist für Montag, den 14. März, geplant. Auch während der Arbeiten im zweiten Bauabschnitt wird der stadtauswärts führende, motorisierte Verkehr auf die Gegenfahrbahn umgeleitet, der stadteinwärts führende Verkehr auf die provisorische Fahrspur über Parkstreifen und Fuß- und Radweg. Die bereits ausgeschilderte und gut angenommene Umleitung für den Fuß- und Radverkehr über Bettengasse und Hockgraben bleibt weiterhin bestehen. 

Die Bushaltestelle „An der Steig“ auf der stadtauswärts führenden Straßenseite kann während der Arbeiten nicht bedient werden, da sie sich innerhalb des Bauabschnittes befindet. Fahrgäste werden gebeten, auf die nahegelegenen Haltestellen „Tannenhof“ oder „Allmannsdorf“ auszuweichen. Zusätzliche Infos werden auf der Website der Stadtwerke Konstanz und auf Aushängen an den Haltestellen vor Ort zu finden sein. 

Die Kanalerneuerung in der Mainaustraße ist notwendig, da der alte Kanal nach über 60 Jahren im Dauereinsatz und der gewachsenen Anzahl der angeschlossenen Grundstücke seine Belastungsgrenze erreicht hat. Die Kanalerneuerung soll bis August abgeschlossen sein. Hintergründe und aktuelle Informationen zur Kanalerneuerung in der Mainaustraße sind in der Rubrik Baumaßnahmen zu finden.

22.02.2022: Abfall ABC, C wie Corona-Abfälle

Restmüll
Eindeutig Restmüll: Masken, Schnelltests und Co.

Wohin mit Masken und Schnelltests?

Alle potenziell infektiösen Abfälle gehören in den Restmüll. Dazu zählen nicht nur benutzte Taschentücher oder Pflaster, sondern auch Masken und Corona-Schnelltests. Denn nur der Restmüll wird ohne weitere Sortierung verbrannt. Masken und Testkits am besten in verschlossenen Müllbeuteln in die eigene Restmülltonne werfen. So werden die Mitnutzerinnen und -nutzer der Mülltonne ebenso geschützt wie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Entsorgungsbetriebe Konstanz. 

Ob nun OP- oder FFP2-Maske, das Gerücht hält sich, dass die Gummibänder vor der Entsorgung zerrissen oder zerschnitten werden sollten, damit sich keine Tiere darin verfangen. Das ist gut gemeint, allerdings nicht notwendig, wenn die Masken im Restmüll entsorgt werden. Der Restmüll wird aus der Tonne in das Müllfahrzeug geleert, auf dem Betriebsgelände der EBK in Container verladen, die wiederum zur Kehrichtverbrennungsanlage in Weinfelden transportiert werden. Die Mülltüten werden nicht nochmals geöffnet, der Müll vor der Verbrennung nicht nochmals sortiert. Wenn der Restmüll mit dem Leeren der Restmülltonne in die Verantwortung der EBK übergeht, kann man sich sicher sein, dass keine Tiere in Gefahr geraten. 

Mit den Masken gehören auch die Schnelltests für die Selbstanwendung, also Corona-Tests für zu Hause, in den Restmüll. Die Umverpackungen, wie Pappschachtel oder Anleitung, sollen und können natürlich normal getrennt entsorgt werden: Papier und Pappe ins Altpapier, Plastik in den Gelben Sack. Alles jedoch, was mit dem Test selbst zu tun hat – Wattestäbchen, Pufferlösung oder Testkassette – also mit potenziell infektiösen Flüssigkeiten in Kontakt kam, muss in den Restmüll. 
Ein Schmankerl für Freunde der korrekten Abfalltrennung: Die kleinen Trocknungsbeutel mit Granulat, die den Testkits oder Schuhkartons und Elektronik beiliegen, gehören in den Restmüll, da sie nicht recycelt werden können. 

Diese und viele weitere Entsorgungsfragen, nicht nur zu Corona-Abfällen, werden im Abfall ABC der Stadt Konstanz beantwortet.

22.02.2022: Was darf in den Abfluss und was nicht?

Abfluss

Toiletten und Gullys sind keine Mülleimer

Rund 40 Millionen Liter Abwasser reinigt die Kläranlage auf dem Betriebsgelände der Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) täglich. Aber nicht alles, was in der Kläranlage ankommt, ist mit dem Abwasser richtig entsorgt. Knapp eine Tonne Rechengut wird am Zulauf der Kläranlage pro Tag abgefangen. Vieles davon ist schlichtweg Müll wie Feuchttücher, Wattestäbchen, Windeln, Essensreste oder Zigarettenkippen. Und das sind nur die sichtbaren Abfälle, die nichts im Abwasser verloren haben. Die Beseitigung der unsichtbaren Schadstoffe, die mit Farbresten, Lösungsmitteln oder Medikamenten in der Kläranlage ankommen, ist wesentlich komplizierter.
Mehr Infos zum Thema und weiterführende Links zum Thema in unserer Rubrik Abwasser: Was darf in den Abfluss?

26.01.2022: Abwasserentsorgung als Umweltschutzaufgabe

Gereinigtes Abwasser

Was ist eigentlich Abwasser?

Rund 5 Millionen Menschen beziehen ihr Trinkwasser aus dem Bodensee. Der See ist Heimat zahlreicher Tiere und Pflanzen. Sein glitzerndes Wasser sorgt auch bei Einheimischen für Urlaubsgefühle. Voraussetzung dafür ist die hohe Wasserqualität, die wiederum von der sicheren Abwasserentsorgung abhängig ist. Die Abwasserentsorgung ist eine wichtige Umweltschutzaufgabe, die von den Entsorgungsbetrieben Stadt Konstanz seit Jahrzehnten zuverlässig, erfolgreich und vorausschauend wahrgenommen wird. 
Der hohe Stellenwert der Abwasserentsorgung ergibt sich aus vergangenen Erfahrungen: Bis in die 1960er Jahre gelangte Abwasser weitgehend ungeklärt in den Bodensee und damit auch große Mengen an Schadstoffen. Die Wasserqualität verschlechterte sich zunehmend, Algenteppiche breiteten sich aus, der See drohte zu „kippen“. 1959 entwickelte die Internationale Gewässerschutzkommission Richtlinien zur Reinhaltung des Bodensees – der Startschuss zum Bau der Konstanzer Kläranlage, die 1966 mit einer mechanischen Reinigungsstufe den Betrieb aufnahm. Mittlerweile ist die Konstanzer Kläranlage die größte Anlage am Bodensee und reinigt rund 40 Millionen Liter Abwasser pro Tag. 
Gemeinhin wird alles Wasser, das durch bauliche Maßnahmen abgeleitet wird, als Abwasser bezeichnet. Dazu zählt selbstverständlich das häusliche Schmutzwasser, das aus Badewannen, Waschbecken, Toiletten und Waschmaschinen in die Kanalisation abfließt. Auch das Niederschlagswasser, das von Straßen und anderen versiegelten Flächen in die Kanalisation geleitet wird, trägt zum Abwasseraufkommen bei. Darüber hinaus kann in der Kanalisation auch sogenanntes Fremdwasser auftreten – Wasser, das durch bauliche Schäden in die Kanäle eintritt. Sobald das Wasser durch Toilettenspülungen, Badewannen, Straßenabläufe und Gullys abgeflossen und in die Kanalisation eingetreten ist, geht es in den Verantwortungsbereich der EBK über. 
Mehr Infos zum Thema Abwasser sowie weiterführende Links sind hier zu finden: Was ist eigentlich Abwasser?

25.01.2022: Klimaschutz bei den EBK

EBK Betriebsgebäude

Umbau zum klimaneutralen Fuhrpark und Ausbau erneuerbarer Energien 

Die Auswirkungen auf den Klimawandel sind bei allen Entscheidungen der EBK maßgebliche Kriterien. Der Umbau hin zu einem klimaneutralen Fuhrpark bis 2035 und der weitere Ausbau erneuerbarer Energien standen auch im Jahr 2021 im Mittelpunkt der Bemühungen. 

Bereits 2020 hat der Technische Betriebsausschuss der Beschaffung eines ersten vollelektrischen Müllfahrzeugs zugestimmt, vorbehaltlich eines positiven Förderbescheids. Im November 2021 folgte der zweite Beschaffungsbeschluss unter der gleichen Bedingung. 
Zum Jahreswechsel 2021/2022 wurde der erste Förderantrag der EBK abgelehnt, da bei der Vergabe der Bundes-Fördermittel eine hohe Kilometerleistung gegenüber dem hohen Verbrauch der Müllfahrzeuge bevorzugt wurde. Bei bis zu vier Förderaufrufen pro Jahr und der Aussicht auf geänderte Förderkriterien sind die EBK zuversichtlich, mit dem nächsten Antrag, der dann für gleich zwei Müllfahrzeuge gestellt werden kann, erfolgreich zu sein. 
2021 konnte der Anteil klimaneutraler Fahrzeuge im EBK Fuhrpark mit einem neuen E-PKW und einem E-Kastenwagen dennoch weiter gesteigert werden, da jeweils ein diesel- und ein erdgasbetriebenes Fahrzeug ersetzt wurden. Zwei weitere Elektrofahrzeuge sind bereits bestellt.

Mit dem Anschluss des Sozialgebäudes der Technischen Betriebe Konstanz ist nun beinahe das gesamte Betriebsgelände in der Fritz-Arnold-Straße über das EBK eigene Nahwärmenetz versorgt. Auf dem Zwischenpumpwerk der Kläranlage ist seit Januar 2022 eine neue Photovoltaik-Anlage in Betrieb. Sie verspricht eine Spitzen-Leistung von 30 kW. 
Im Zuge der Erneuerung der Klärschlammfaulung wollten die EBK mit einer bauwerksintegrierten Photovoltaik-Anlage neue Wege beschreiten. Auf die öffentliche Ausschreibung ging jedoch kein, auf die darauffolgende beschränkte Ausschreibung nur ein Angebot ein, dessen Kostenberechnung die Planung um das Doppelte überschritten hat. Damit ist die bauwerksintegrierte PV-Anlage an den zylinderförmigen Faultürmen wirtschaftlich derzeit nicht zu realisieren. 
Auf der Kläranlage lässt sich mittels faltbarer PV-Anlagen aber auch das Solarpotenzial bereits genutzter Flächen ausschöpfen. Die EBK wollen in diesem Jahr in die Vorplanung einer faltbaren PV-Anlage über geeigneten Becken der Kläranlage einsteigen. 

11.01.2022: Abfallinfo 2022

Abfallinfo 2022

Wo finde ich meinen Abfuhrkalender 2022? Wie sind die Öffnungszeiten der Wertstoffhöfe? Und wo finde ich die Termine und Standorte des Problemstoffmobils?
Alle Antworten zu den Entsorgungsfragen, die sich nicht nur zum Jahreswechsel stellen, sind unserer Abfallinfo 2022 zusammengestellt.
Die Abfallinfo liegt gedruckt dem Amtsblatt vom 12.01.2022 bei, auf den Wertstoffhöfen aus und kann hier als PDF herunterladen werden: Abfallinfo 2022 (399 KB).

11.01.2022: Gehört das wirklich auf den Wertstoffhof?

EBK Wertstoffhof

Abfallwege: Besonderheiten wie Korken, Speisefett und CDs

Die Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) betreiben vier Wertstoffhöfe: Im Industriegebiet, auf dem Gelände der ehemaligen Deponie Dorfweiher, im Paradies und in Dettingen. Dass auf diesen vier Wertstoffhöfen nicht nur die Entsorgungsklassiker wie Möbelstücke, Grünabfälle und Waschmaschinen, sondern auch andere, vielleicht ungewöhnliche Abfallarten gesammelt werden, ist nicht unbedingt bekannt. 
Eine Besonderheit auf den Wertstoffhöfen der EBK ist zum Beispiel die Sammlung von Naturkorken. Wein- und Sektkorken aber auch Korkenplatten können in den bereitgestellten Behältern entsorgt werden. Die abgegebenen Korken werden wiederaufbereitet und zu Bodenbelägen oder Isoliermaterial im Hausbau aufbereitet. 
Was mit dem auf den Wertstoffhöfen gesammelten Speisefett, den CDs und weiteren Wertstoffen geschieht, lesen Sie hier Abfallwege: Besonderheiten.