Archiv: Ältere Meldungen

2021

26.10.2021: Unterwegs mit der Müllabfuhr

Müllabfuhr
Zentimeterarbeit zwischen Hecke und parkendem Auto

Hecken, Falschparker und andere Hindernisse

Es erfordert höchste Konzentration, ein Müllfahrzeug der Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) Tag für Tag unfallfrei durch Konstanz zu lenken. In die Straße wachsende Hecken und Sträucher, falsch geparkte Autos und selbst hinderlich abgestellte Fahrräder können dabei ohne böse Absicht den Arbeitstag der Müllabfuhr ungewollt ausbremsen. 

Hecken, die nicht zurückgeschnitten wurden, schränken das sogenannte Lichtraumprofil, also den Sichtbereich des Fahrers und den Fahrbereich des Fahrzeugs ein. Dichter Pflanzenbewuchs über die Grundstücksgrenzen macht eine sichere Durchfahrt unmöglich. Eigentümer sind darum verpflichtet, Grünpflanzen, die vom eigenen Grundstück in den öffentlichen Raum ragen, bis zu einer Höhe von 2,50 m über Gehwegen und 4,50 m über Straßen zurückzuschneiden. Im besten Fall passiert der Rückschnitt rechtzeitig und großzügig, da manch Pflanze im Frühjahr scheinbar über Nacht austreibt und in den Verkehrsraum hineinragt. 

Immer mehr und immer größere Fahrzeuge benötigen Parkplätze in den Konstanzer Straßen. Wenn ordnungswidrig auf Kurven- und Kreuzungsbereiche oder Wendehämmer ausgewichen wird, kann das die Durchfahrt und damit die Leerung der Tonnen in der dahinterliegenden Straße unmöglich machen. Das große, orangefarbene Müllfahrzeug passt schlichtweg nicht mehr um zugeparkte Kurven, kann nicht abbiegen oder wenden. Und dann? Rückwärtsfahren mit Müllfahrzeugen birgt ein zu großes Risiko, es ist verboten. Das Abschleppen muss beim kommunalen Ordnungsdienst angefordert werden und kostet Zeit. 

Zeit, die manch andere Verkehrsteilnehmer scheinbar prinzipiell nicht haben. Schnell ertönen Autohupen, wenn die Müllabfuhr nicht überholt werden kann. Radler suchen sich den Weg am Müllwagen vorbei, ohne zu wissen, in welches Risiko sie sich selbst damit begeben. „Miteinander statt gegeneinander kommen wir alle schneller ans Ziel“ appelliert Jörg Zimmermann, Sachgebietsleiter des Abfuhrbetriebs der EBK an alle Verkehrsteilnehmer. „Wer auch mal bremst, obwohl er eigentlich Vorfahrt hätte, erhöht die Sicherheit aller, egal ob auf dem Fahrrad, im Auto oder im Müllfahrzeug.“

26.10.2021: Sanierung Pumpwerk Dettingen

Pumpwerk Dettingen

In Betrieb seit 1979

Das Abwasser aus Dettingen fließt im gleichnamigen Pumpwerk zusammen, das sich am Ortsrand bei den Schrebergärten befindet. Dort wird das Abwasser in eine 1.300 Meter lange Druckleitung gepumpt. Diese Leitung führt unterhalb der Landstraße Richtung Konstanz-Wollmatingen langsam aber stetig bergauf: 20 Höhenmeter werden überwunden, bevor das Abwasser etwa einen Kilometer außerhalb des Ortes an einen Sammelkanal übergeben wird. Durch diesen Kanal fließt es mit dem Abwasser aus Dingelsdorf und Wallhausen im freien Gefälle zur Kläranlage. 
Nach über 40 Jahren im Dauerbetrieb wurde mit dringenden Sanierungsarbeiten am Pumpwerk begonnen: Ein neues Schachtbauwerk wird vor dem Gebäude eingesetzt, die entsprechende Grube wurde bereits ausgehoben. Die Technik des Werks wird auf den neuesten Stand gebracht, die drei Pumpen erneuert. Die Elektro- und Maschinenausstattung wird vollständig modernisiert, die Mess- und Steuertechnik in das Prozessleitsystem der Kläranlage integriert. Vom Pumpensumpf unter der Erde über den Austausch von Fenster und Türen bis zum begrünten Flachdach wird auch das Gebäude an sich baulich saniert.
Die Arbeiten erfolgen im laufenden Betrieb. Zeitweise wird eine provisorische Pumpe eingesetzt, damit das Abwasser auch während der Bauarbeiten zuverlässig durch das Kanalsystem abgeleitet werden kann. Die Gesamtprojektkosten sind mit 1,46 Mio. Euro veranschlagt. Die Arbeiten sollen im Mai 2022 abgeschlossen sein, sofern Lieferengpässe den Bauablauf nicht verzögern. Das Pumpwerk Dettingen wird durch die Sanierung nicht nur modernisiert, sondern insgesamt leistungsfähiger und wesentlich energieeffizienter.

Mehr zu aktuellen und kürzlich abgeschlossenen Projekten der EBK finden Sie in der Rubrik Baumaßnahmen.

12.10.2021: Abwasserpumpwerk Fohrenbühl

Fohrenbühl
Abwasserpumpwerk Fohrenbühl

Sanierung von Pumpwerk und Regenrückhaltebecken abgeschlossen

Das Pumpwerk Fohrenbühl am Eingang zum Hörlepark wurde in den letzten zwei Jahren vollständig saniert. Außen fällt vor allem die bauliche Sanierung auf, der größte Teil der Sanierungsarbeiten hat jedoch im Gebäudeinneren stattgefunden. 
An das Pumpwerk schließt sich eine 425 Meter lange Druckleitung an. Durch diese Druckleitung wird das Abwasser aus Allmannsdorf und Staad 15 Meter in die Höhe gepumpt, damit es ab der Kreuzung Jakobstraße/Hermann-von-Vicari-Straße im freien Gefälle durch das Kanalnetz zur Kläranlage fließen kann.
Da in Konstanz eine sogenannte Mischkanalisation vorherrschend ist, fließt mit dem Schmutzwasser aus den 3.000 angeschlossenen Haushalten auch das von den versiegelten Oberflächen abgeflossene Regenwasser durch die Kanäle zum Pumpwerk. Kommt es zu Starkregenereignissen, kann die Menge an Abwasser sprunghaft ansteigen. Für diese Fälle gibt es Regenrückhaltebecken. 
Regenrückhaltebecken bilden einen Puffer, um bei Starkregen die hohen Mengen an zufließendem Wasser aufzufangen. Das Abwasser wird zwischengespeichert, bis das Starkregenereignis beendet ist. Auch das Pumpwerk Fohrenbühl besitzt ein unterirdisches Regenrückhaltebecken mit einem Volumen von 2.000 m3, vergleichbar mit der Wassermenge eines 50 Meter Schwimmbeckens. Während der zweijährigen Sanierung wurde dieses Regenrückhaltebecken ebenso wie der sogenannte Pumpensumpf baulich saniert. 
Auch die Maschinen- und Elektrotechnik des Pumpwerks wurde vollständig erneuert. Die drei Abwasserpumpen wurden durch effizienteren, leistungsstärkeren Pumpen ersetzt. Eine neu installierte Rechenanlage verringert die Grobfracht des Abwassers, welches in das Regenrückhaltebecken abgeschlagen wird. 
Aufgrund coronabedingter Personalengpässe und Lieferschwierigkeiten hat sich der Abschluss der Bauarbeiten um etwa 12 Monate verzögert. Die geplanten Kosten von rund 1,96 Mio. Euro konnten leicht unterschritten werden. Mittlerweile sind die letzten Sanierungsarbeiten abgeschlossen: Der Vorplatz ist gepflastert, die Fassade verputzt, das Dach eingedeckt und eine insektenfreundliche Blumenwiese eingesät. Das Pumpwerk ist mitsamt Technik und Bauwerk für die nächsten Jahrzehnte bestens gerüstet.

Mehr zu aktuellen und kürzlich abgeschlossenen Projekten der EBK finden Sie in der Rubrik Baumaßnahmen.

28.09.2021: Ausbildungsberufe bei EBK und TBK

Kfz Mechatroniker

Praktische Berufe mit Zukunft

Die Aufgaben der Entsorgungsbetriebe (EBK) und der Technischen Betriebe Stadt Konstanz (TBK) sind die kommunale Daseinsvorsorge sowie Unterhalt und Pflege des öffentlichen Raumes. Was theoretisch klingt, ist die Grundlage einer funktionierende Stadtgesellschaft: Müllabfuhr und Stadtreinigung, Kläranlage und Pumpwerke, Straßenbau und Verkehrssicherheit, Sitzbänke und Spielplätze, Friedhöfe und Parkanlagen, die städtischen Bäume und vieles mehr. 
Für diese Aufgaben benötigt es tatkräftige, kompetente Fachkräfte, die von EBK und TBK selbst ausgebildet werden. Bei den EBK sind das zum Beispiel Kfz-Mechatroniker, die sich um den städtischen Fuhrpark kümmern – vom Müllfahrzeug bis zum Rasenmäher. Auch Elektronikerinnen, die gemeinsam mit den Schlossern den zuverlässigen und sicheren Betrieb der Kläranlage garantieren. Die Fachkraft für Abwassertechnik arbeitet nicht nur in diesen beiden Werkstätten, sondern auch im Labor, um die Abläufe der Abwasserreinigung zu kontrollieren und im Sinne des Umweltschutzes nachhaltig zu verbessern. Kaufmännisches Wissen wird ebenso vermittelt: Der Industriekaufmann kümmert sich unter anderem um Warenbeschaffung, Personalplanung, Absatzwirtschaft und Rechnungswesen. 
Die Ausbildungsberufe der TBK verbindet vor allem eines: Man ist viel draußen und schafft etwas mit den eigenen Händen. Ideal für diejenigen, die nicht gerne am Schreibtisch sitzen. Die Gärtnerin für Garten- und Landschaftsbau und der Gärtner für Blumen- und Zierpflanzenbau sind für die Pflege der städtischen Beete, Parks, Bäume und Friedhöfe verantwortlich, arbeiten mit verschiedenen Maschinen, stellen Außenanlagen her und setzen ihr Wissen über verschiedenste Pflanzen praktisch um. Die Fachkraft für Lagerlogistik nimmt Güter an, kontrolliert und lagert sie sachgerecht ein. Die Schreinerin repariert, wartet und montiert alles, was in den Gebäuden der Stadtverwaltung und auf den öffentlichen Flächen gebraucht wird: Türen, Fenster, Böden, Spielplatzinventar, Sitzbänke oder das Stadtwandelmobil. Der Straßenwärter ist für die Verkehrssicherheit verantwortlich: Winterdienst, Behebung von Straßenschäden, Markierungen und Grünpflege entlang der Straßen, Rad- und Fußwege. Besonders hier: Der Erwerb des LKW-Führerscheins (CE) ist Teil der Ausbildung. 
Wer die eigene berufliche Zukunft im handwerklichen oder kaufmännischen Bereich sieht und dabei noch nicht an den öffentlichen Dienst gedacht hat, für diejenigen lohnt sich der Blick auf die derzeit ausgeschriebenen Ausbildungsstellen von EBK und TBK.

Mehr Informationen zu den Ausbildungsberufen der EBK sind hier zu finden Entsorgungsbetriebe: Karriere

28.09.2021: Neue Klärschlammfaulung: Erster Rohbau vor Abschluss

Trichter Faulturm

Spannende Abschlussarbeiten, anschließend Innenausbau

Im Oktober 2020 wurden die ersten Gründungspfähle für die neue Klärschlammfaulung gesetzt. Knapp ein Jahr nach Baubeginn steht der Rohbau des ersten von zwei neuen Faultürmen kurz vor der Fertigstellung. Ende September 2021 werden die letzten Wandabschnitte und die Decke des Gebäudes betoniert. 
Während die Wände des Faulturms immer weiter in die Höhe gezogen wurden, hat sich auch im Innern und unterirdisch Einiges getan: Der trichterförmige Abschluss des Faulbehälters im Gebäude wurde betoniert und die Versorgungsschächte zu den anderen Becken und Stationen der Kläranlage verlegt. 
Den gesamten Artikel mit mehr Hintergründen zum aktuellen Baufortschritt, zur Bautechnik und den Maßnahmen, mit welchen die Dichtheit des Behälters überprüft wird, lesen Sie hier: Baumaßnahmen: Neue Klärschlammfaulung.

14.09.2021: 7 Tipps zu Abwasser und Umweltschutz

Gereinigtes Abwasser

Kleiner Rat, große Tat!

Die Toilette ist kein Mülleimer
Rund 350 Tonnen Müll landen jährlich im Konstanzer Abwasser. Dieser Müll gehört nicht ins Klo, sondern richtig getrennt: Nur so bleiben wichtige Rohstoffe erhalten. 

Kein Essen im Abfluss
Über Essensreste im Abfluss freuen sich flinke Vierbeiner: Ratten. Sie finden und verzehren die Reste schnell, die hinuntergespült wurden. Je mehr Reste, desto mehr Ratten und damit mehr potenzielle Krankheitsüberträger. Darum: Ratten nicht über den eigenen Abfluss anfüttern. 

Keine Fette in die Toilette
Fette lagern sich den Kanälen ab. Jede Kanalreinigung verursacht einen großen CO2-Ausstoß. Darum: Die Bratpfanne vor dem Spülen kurz mit einem Küchentuch auswischen, das kann in den Biomüll, Frittierfett abgefüllt zum Wertstoffhof.

Keine Farbe im Abwasser
Farbe in großen Mengen stört die Bakterien der Kläranlage. Farbreste in Eimern dürfen darum nicht in den Abfluss gekippt werden. Die „Mitarbeiter“ der biologischen Reinigungsstufe bedanken sich, dass Farbreste zum Problemstoffmobil gebracht werden! 

Keine Zigaretten im Abwasser!
Die Schadstoffe einer Zigarette verschmutzen etwa 40 Liter Wasser. Kein Wunder, befindet sich doch im Filter all das, was der geneigte Raucher nicht will. Zigarettenkippen und Stummel gehören in den Restmüll, nicht ins Abwassersystem! 

Keine Feuchttücher ins Klo
Klassisches Toilettenpapier zerfällt, sobald es feucht wird. Feuchttücher reißen nicht. Was beim Gebrauch angenehm sein kann, verursacht unangenehme Verstopfungen von Rohren und Pumpen bei unsachgemäßer Entsorgung im Abfluss. Feuchttücher gehören immer in den Restmüll!

Keine Medikamente im Abfluss
Die Konstanzer Kläranlage kann viel, aber nicht alles. Alle Medikamentenrückstände können nicht vollständig entfernt werden und verteilen sich mit dem gereinigten Wasser in der Umwelt. Restmedikamente gehören in den Restmüll. Nur so werden sie vernichtet und können nicht mehr ungewollt von der Natur, vom Mensch und Tier aufgenommen werden.

31.08.2021: Kanalerneuerung Großherzog-Friedrich-Straße

Bauarbeiter

Abschnittweise Sperrung zwischen Martin-Schleyer-Straße und Im Tiergarten

In der Großherzog-Friedrich-Straße in Konstanz Litzelstetten werden im Auftrag der Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) schadhafte Abwasserkanäle erneuert. Die Kanalerneuerung beginnt im Einmündungsbereich in die Martin-Schleyer-Straße und endet auf Höhe der Abzweigung Im Tiergarten. Die Kanalerneuerung erfolgt in offener Bauweise, weshalb eine abschnittweise Sperrung der Großherzog-Friedrich-Straße während der Bauarbeiten erforderlich ist. Die Bauzeit beträgt etwa drei Monate, von Anfang September bis Dezember 2021.
Die Straßenoberfläche der Großherzog-Friedrich-Straße wird abschnittweise geöffnet, um die darunterliegenden, schadhaften Abwasserkanäle zu ersetzen. Zeitgleich werden Leerrohre für Glasfaserverbindungen, Niederspannungsleitungen und die Wasserhauptleitung neu verlegt. So wird die vorhandene Baustelleninfrastruktur bestmöglich genutzt. Zum Abschluss der Arbeiten im jeweiligen Abschnitt wird die Straße geschlossen und der Fahrbahnbelag erneuert. 
Die EBK und die ausführenden Firmen sind bemüht, die Arbeiten so rasch wie möglich abzuschließen und die Behinderungen auf ein Mindestmaß zu beschränken. 

Kontinuierliche Updates und mehr Informationen zu Sanierungs- und Erneuerungsarbeiten der EBK finden Sie gesammelt bei den Baumaßnahmen.

18.08.2021: Korrekte Entsorgung von Akkus und Batterien

Sammelboxen

Brandgefahr im Abfall

„Keine heiße Asche einfüllen!“ Das ist auf beinahe allen Mülltonnen der Entsorgungsbetriebe Konstanz (EBK) zu lesen. Heiße Asche, nicht vollständig erloschene Grillkohle oder glimmende Zigarettenkippen bergen tatsächlich ein großes Risiko, die Mülltonne samt Inhalt in Brand zu setzen. 
Eine weitere Brandgefahr im Abfall geht mittlerweile auch von falsch entsorgten Batterien und Akkus aus. Speziell Lithium-Ionen Akkus stehen dabei im Fokus. Wenn sie beschädigt werden, kann sich die im Akku noch vorhandene Energie explosionsartig entladen. Da der Abfall in den Müllfahrzeugen gepresst, in der Recyclinganlage mechanisch sortiert und zerkleinert wird, werden falsch entsorgte Akkus beinahe unweigerlich beschädigt, die Gefahr eines Akku-Brandes ist allen Entsorgungsbetrieben und Recyclingfirmen bekannt. 
Schätzungen ergeben, dass etwa ein Drittel aller Batterien und Akkus im Restmüll landen, obwohl das nicht der richtige Entsorgungsweg ist. Weitere 20% der Batterien und Akkus werden separat oder noch in den Geräten zu Hause aufbewahrt, obwohl sie nicht mehr genutzt werden. Die korrekte Entsorgung scheint im Fall der Elektrogeräte, von Batterien und Akkus nicht so kinderleicht zu sein. Dabei ist es gar nicht so schwer: 
Für Batterien und Akkus stehen meist grüne Sammelboxen im Handel und auf den Wertstoffhöfen bereit. Diese Sammelboxen stellen sicher, dass die in den Batterien verbauten Wertstoffe noch bestmöglich recycelt werden. Eine Ausnahme bilden die E-Bike -Akkus. Diese gelten nach aktuellem Stand als Industrie-Akkus und werden ausschließlich vom Handel zurückgenommen. Auf den Wertstoffhöfen ist eine Abgabe und ordnungsgemäße Entsorgung der E-Bike-Akkus nicht möglich.
Die korrekte Entsorgung von Akkus und Batterien schützt also dreifach: Die Umwelt, da die giftigen Stoffe nicht in die Natur gelangen. Den Wertstoffkreislauf, da die Rohstoffe bestmöglich wiederverwendet werden. Und die Gesundheit aller Beteiligten, da die Brandgefahr minimiert wird. 

04.08.2021: Schutz vor Wasser im Keller: Rückstausicherung

Grafik Rückstau

Was ist ein Rückstau?

Wenn durch Starkregen oder Überschwemmungen in kurzer Zeit große Mengen Wasser in die Kanalisation abfließen, steigt der Wasserspiegel im Kanalsystem. Wenn die Kanäle voll sind, aber dennoch weiter Wasser abfließen muss, steigt der Wasserspiegel unweigerlich weiter, bis zum höchsten Punkt im Kanalsystem: Meist dem Kanaldeckel auf der Straßenoberfläche. Dieser höchste Punkt, der Kanaldeckel, markiert die sogenannte Rückstauebene. Aus allen tieferliegenden Anschlüssen, wie Waschbecken, Toiletten oder Bodenabläufe in Kellerräumen, würde bei einem Rückstau Wasser austreten, wenn keine intakte Rückstausicherung vorhanden ist. 

Welche Möglichkeiten der Rückstausicherung gibt es? 

Prinzipiell gibt es zwei Arten der Rückstausicherung: Den Rückstauverschluss und die Abwasserhebeanlage.
Im Rückstauverschluss schließt ein entsprechender Verschluss, sobald der Wasserdruck aus dem Kanal zu groß wird. So kann kein Wasser aus dem Kanal in den angeschlossenen Wohn- oder Kellerraum fließen. Der Nachteil: Sobald die Klappe verschlossen ist, fließt auch kein Abwasser mehr ab. Der normale Rückstauverschluss eignet sich also prinzipiell nicht für Räume mit Toiletten oder Waschbecken. 
Die Abwasserhebeanlage pumpt das angefallene Abwasser automatisch immer in einer Schleife über die Höhe der Rückstauebene, die sogenannte Rückstauschleife. So sichert sie physikalisch vor einem Rückstau, denn das Wasser tritt über den Kanalschacht auf die Straße aus, da er tiefer als die Rückstauschleife liegt. Die Abwasserhebeanlage mit Rückstauschleife ermöglicht es, die Abflüsse auch im Falle eines Rückstaus ohne Einschränkung weiter zu nutzen. 
Jede Rückstausicherung ist nur so gut, wie ihr Zustand: Neben dem Einbau ist die regelmäßige Wartung der Anlagen eine nicht zu vernachlässigende Schutzmaßnahme vor überfluteten Räumen. 
Für Einbau und Wartung einer Rückstausicherung sind Eigentümerinnen und Eigentümer verantwortlich. Mehr Infos finden Sie in der Broschüre Schutz vor Rückstau (2,4 MB), persönlich helfen wir Ihnen gerne unter 07531/996-0 weiter.

20.07.2021: Was darf in den Abfluss – und was nicht?

Gereinigtes Abwasser

Gewässer-, Umwelt- und Klimaschutz im Abfluss

Auf dem Gelände der Entsorgungsbetriebe Konstanz (EBK) wird nicht nur das Abwasser aus Konstanz, sondern auch das aus Allensbach, Reichenau sowie aus Kreuzlingen, Tägerwilen und Gottlieben gereinigt. Wenn es nicht regnet, sind das etwa 500 Liter pro Sekunde. Bei Regen erhöht sich die Menge auf etwa das Zehnfache. 
Die EBK sind sich der besonderen Verantwortung bewusst, die sich aus der Nähe und Ableitung des Wassers in den Bodensee ergibt. Dafür sind sie unbedingt auf die Mithilfe und das Verantwortungsbewusstsein der Konstanzerinnen und Konstanzer angewiesen. Der richtige Umgang mit Abwasser ist aktiver Umweltschutz. Der falsche Umgang ist kein Kavaliersdelikt: Bei wiederholtem Fehlverhalten können Bußgelder bis zu 50.000 Euro verhängt werden. 
Grundsätzlich gilt: Die Toilette ist kein Abfalleimer, der Abfluss darf nicht als Mülleimer missbraucht werden. Einzig Toilettenpapier darf über das Abwasser entsorgt werden, denn es zerfällt rasch in seine einzelnen Fasern. Feuchtes Toilettenpapier darf nicht in die Toilette geworfen werden. Es zerfällt nicht, verstopft im schlechtesten Fall Rohre, Kanäle oder Pumpen. Feuchttücher müssen wie Windeln oder Slipeinlagen über den Restmüll entsorgt werden. 
Öle und Fette haben ebenso wenig im Abfluss verloren wie Lösungsmittel, Medikamente, Treibstoff oder Farbreste. Fette können sich ablagern und Rohre verstopfen. Medikamentenrückstände können dem Abwasser in der Kläranlage nicht vollständig entzogen werden, bleiben im Wasserkreislauf und gelangen so in die Umwelt. Farbreste sind toxisch für die Mikroorganismen der biologischen Reinigung und können in größeren Mengen den Reinigungsprozess erheblich stören. 
Wohin damit, wenn nicht in den Abfluss? Frittierfett wird beispielsweise in Flaschen abgefüllt auf dem Wertstoffhof angenommen. Medikamente gehören in den Restmüll. Farbreste können beim Problemstoffmobil abgegeben, eingetrocknet sogar im Restmüll entsorgt werden. 

15.07.2021: Stadtplan mit Container-Standorten online

Altglascontainer

Neu im Web: Interaktive Entsorgungskarte

Im neu eingebundenen Stadtplan sind alle Altglas- und Altkleider-Container in Konstanz verzeichnet. Dabei handelt es sich um über 50 Standorte. Auch die vier Wertstoffhöfe sind in der leicht zu finden. Auf der Suche nach der nächsten Entsorgungsmöglichkeit ganz einfach oben links die Adresse eingeben und schon kann man sich in der Karte zum nächsten Container-Standort orientieren.

Wertstoffhöfe: Container-Standorte

06.07.2021: Blühendes Betriebsgelände

Artenreichtum rund um die Kläranlage

Über knapp 12 Hektar erstreckt sich das Betriebsgelände der Entsorgungsbetriebe Konstanz (EBK) zwischen B 33 und Wollmatinger Ried. Die Lage und Größe bringen dabei eine besondere Verantwortung für dieses Gelände mit sich: Von den rund 12 Hektar sind 5,1 Hektar unbebaute, nicht versiegelte Grünflächen, auf denen die ökologische Gestaltung und die Artenvielfalt im Fokus stehen. Die Landschaftsplanung und -pflege geschieht in enger Zusammenarbeit und mit Verlass auf das Fachwissen der Technischen Betriebe Konstanz (TBK), mit denen sich die EBK das Betriebsgelände teilen.

Betriebsgelände EBK
Andreas Hoffmann, Abteilungsleiter Grünflächen der TBK, inmitten der hohen Zweischnittwiese

Die weitläufigen Grünflächen haben sich über einen Zeitraum von 25 Jahren nachhaltig entwickelt. Den größten Teil nehmen sogenannte Zweischnittwiesen ein, Wiesen die nur zweimal im Jahr gemäht werden. Besonders gut wachsen Gräser wie Quecken und der Wiesenfuchsschwanz, dazwischen blühen Salbei, Klappertopf, Mohn und Schafgarben. Auf den ersten Blick können die weitflächigen Wiesenflächen, deren Höhe vor dem ersten Sommerschnitt gut und gerne 1,50 m überschreitet, einen wilden Eindruck vermitteln. Doch beim genaueren Hinsehen ergeben die Gräser und Blüten ein farbenfrohes Gesamtbild, auf dem es brummt und summt. 

Zwei Grünflächen haben die EBK in den letzten Jahren besonders in den Fokus genommen: Zum einen die Margeritenwiese, ein Magerrasen-Streifen entlang der Grobentschlammung, der nicht nur mit Margeriten, sondern zusätzlich mit einer Trockenkräutermischung eingesät wurde. Ein besonderer Blickfang für alle Mitarbeiter und Besucher und beliebter Anziehungspunkt für Insekten. Die zweite Fläche, die gezielt neu eingesät wurde, befindet sich zwischen dem hohen Betriebsgebäude der EBK und den Werkstätten der TBK. Auf der Grünfläche wurde der Gräserbestand eingedämmt und eine artenreiche Saatenmischung, bestehend aus sogenannten „Dauerwiesenblumen“ neu eingesät. Diese Wiese wird zudem nicht klassisch gemäht, sondern geschnitten und „geheut“. Das bedeutet, der Schnitt bleibt zum Trocknen auf den Wiesenflächen, damit die natürliche Aussaat begünstigt und gefördert wird. Der Erfolg der Maßnahmen war auf beiden Flächen nach dem niederschlagsreichen Mai besonders prächtig zu bewundern. 
Genau im Blick behalten die EBK und TBK den Bestand der invasiven Arten, die über verschiedene natürliche Wege wie Vögel oder im Fell von Kleintieren eingetragen werden. Dabei handelt es sich um Pflanzen wie den japanischen Knöterich oder indisches Springkraut, die schnell andere Arten verdrängen und zum Haupt- oder einzigen Bestand auf den Wiesen werden können.

Margeritenwiese
Magerrasen, Margeriten und Wandbegrünung entlang der Grobentschlammung

Nicht nur die Begrünung der Bodenflächen wurde bei der Planung bedacht, auch Wände und Dächer der EBK und TBK Gebäude werden, wann immer möglich, bepflanz. Derzeit sind rund 1.250 Quadratmeter Dachflächen auf dem Betriebsgelände begrünt. „Dachpflanzen“ benötigen im Idealfall wenig Feuchtigkeit, also keine zusätzliche Wasserzufuhr, und wachsen langsam. So ist mit wenig Pflegeaufwand viel erreicht.
Das Betriebsgelände der EBK ist also ein erfolgreiches Beispiel für die naturnahe und ökologische Gestaltung von Industrie- und Gewerbeflächenflächen. Denn rund um die Zweischnittwiesen, unter den Bäumen und den begrünten Dächern gehen die EBK erfolgreich ihren Hauptaufgaben nach: Der Abwasserreinigung und dem Transport von Abfällen zur weiteren Verwertung. 

06.07.2021: Erfolge und neue Umweltziele der EBK

Der Umweltbericht 2021

Die Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) verstehen sich als Umweltschutzbetrieb. Die langfristige Gewährleistung der sicheren Entsorgung von Abfall und Abwasser ist schließlich eine Zukunftsaufgabe im Dienst von Mensch und Umwelt. Im jährlichen Umweltbericht werden Maßnahmen und Ergebnisse des vergangenen Jahres beschrieben und neue Umweltziele für das aktuelle Jahr gesetzt.

Klärschlammfaulung
Der Rohbau ist bald fertig, die Baustelle zur neuen Klärschlammfaulung im Juni 2021

Neue Klärschlammfaulung
Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht 2021 der Neubau der Klärschlammfaulung, der größten Ausbaustufe der Kläranlage seit über 20 Jahren. Sie trägt wesentlich zur Steigerung der Klärgas- und damit erneuerbaren Energieproduktion bei und ist gleichzeitig ein Pionierprojekt für bauwerksintegrierte Photovoltaikanlagen. 

Klimaneutraler Fuhrpark bis 2035
Außerdem wird ein besonderer Fokus auf das Mobilitätsmanagement und den Umbau des Fuhrparks zur Klimaneutralität gelegt. Als neues Umweltziel wurde der klimaneutrale Fuhrpark bis 2035 festgelegt. Die Aufgabe für dieses Jahr besteht in der Erarbeitung einer Zeitschiene bis zu diesem Ziel. Schließlich besteht der EBK Fuhrpark aus 35 Fahrzeugen, darunter die 18 schweren LKW der Müllabfuhr. Der Einsatz eines E-Müllfahrzeugs wurde im Jahr 2020 bereits erfolgreich getestet und die Anschaffung eines vollelektrischen Müllfahrzeugs vom Technischen Betriebsausschuss (TBA) im November 2020 beschlossen. 

Kanalsanierung: Hohe Ziele 2021
Von den geplanten 2,6 Kilometern Kanalsanierung konnten im Jahr 2020 nur 0,85 Kilometer umgesetzt werden. Bedingt durch Personalengpässe sowohl bei den EBK als auch bei den ausführenden Fremdfirmen und den Auswirkungen der Corona-Pandemie wurden viele Aufträge noch in 2020 vergeben, aber erst in 2021 ausgeführt. Entsprechend wurde das Ziel der Kanalsanierung im Jahr 2021 mit geplanten 6,3 Kilometern hoch gesteckt.

Steigerung der eigenen Stromproduktion
Der Ausstoß von CO2 ist der Leitindikator für umweltbewusstes Handeln. Durch die von den EBK genutzten erneuerbaren Energiequellen können wesentliche CO2 Emissionen vermieden werden. Dabei ist die eigene Energieproduktion besonders hervorzuheben, die mit PV-Anlagen und vor allem der Nutzung des Klärgases zur Energieproduktion bereits rund 65% des Energie- und 95% des Wärmebedarfs der EBK deckt. Die EBK haben 2020 genug Strom produziert, um 936 vierköpfige Familien zu versorgen: Rund 3.182 MWh.
Neben dem ausführlichen Umweltbericht 2021 (4,9 MB) haben wir auch eine kurze Info-Broschüre (2,3 MB) mit den wichtigsten Infos zusammengestellt.

24.06.2021: Umweltbericht 2021

EBK Umweltbericht 2021

Erfolge und neue Umweltziele der EBK

Die Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) verstehen sich als Umweltschutzbetrieb. Die langfristige Gewährleistung der sicheren Entsorgung von Abfall und Abwasser ist schließlich eine Zukunftsaufgabe im Dienst von Mensch und Umwelt. Im jährlichen Umweltbericht werden Maßnahmen und Ergebnisse des vergangenen Jahres beschrieben und neue Umweltschutzziele für das aktuelle Jahr gesetzt.
Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht 2021 der Neubau der Klärschlammfaulung, der größten Ausbaustufe der Kläranlage seit über 20 Jahren. Sie trägt wesentlich zur Steigerung der Klärgas- und damit erneuerbaren Energieproduktion bei und ist gleichzeitig ein Pionierprojekt für bauwerksintegrierte Photovoltaikanlagen. 
Außerdem wird ein besonderer Fokus auf das Mobilitätsmanagement und den Umbau des Fuhrparks zur Klimaneutralität gelegt. Als neues Umweltziel wurde der klimaneutrale Fuhrpark bis 2035 festgelegt. Die Aufgabe für dieses Jahr besteht in der Erarbeitung einer Zeitschiene bis zu diesem Ziel. Schließlich besteht der EBK Fuhrpark aus 35 Fahrzeugen, darunter die 18 schweren LKW der Müllabfuhr. Der Einsatz eines E-Müllfahrzeugs wurde im Jahr 2020 bereits erfolgreich getestet und die Anschaffung eines vollelektrischen Müllfahrzeugs vom Technischen Betriebsausschuss (TBA) im November 2020 beschlossen. 
Von den geplanten 2,6 Kilometern Kanalsanierung konnten im Jahr 2020 nur 0,85 Kilometer umgesetzt werden. Bedingt durch Personalengpässe sowohl bei den EBK als auch bei den ausführenden Fremdfirmen und den Auswirkungen der Corona-Pandemie wurden viele Aufträge noch in 2020 vergeben, aber erst in 2021 ausgeführt. Entsprechend wurde das Ziel der Kanalsanierung im Jahr 2021 mit geplanten 6,3 Kilometern hoch gesteckt.

Der Umweltbericht 2021 (4,9 MB) wird von den EBK in der nächsten Sitzung des TBA am 01. Juli 2021 präsentiert. 

22.06.2021: Mehrweg statt Einweg

Mehrweggeschirr

EBK verleihen Becher, Geschirr und Spülmobil

Bei der Planung von Festen und Feiern wird schnell klar, dass viel Abfall entstehen kann. Dabei geht es ganz einfach: Je weniger Einwegbecher, -teller oder besteck zum Einsatz kommen, desto kleiner wird die Abfallmenge. Die Entsorgungsbetriebe Konstanz (EBK) helfen dabei – mit Mehrweggeschirr, Besteck, Bechern und dem passenden Spülmobil.

Mehrwegbecher
Sei es eine Sportveranstaltung, ein Vereinsfest, die Familienfeier oder das Straßenfest: Getrunken wird immer! Und damit der Durst nicht zum Abfallaufkommen beiträgt, können bei den EBK bis zu 5.000 Becher (0,2 l) ausgeliehen werden. Ausgegeben werden die Becher in Transportboxen à 450 Stück. Nach der Feier werden nur die Reinigungskosten in Rechnung gestellt. 

Geschirr und Spülmobil
Einweggeschirr landet im Abfall, Mehrweggeschirr in der Spülmaschine. Für den Fall, dass am Veranstaltungsort keine passende Maschine bereit steht, kann bei den EBK das Spülmobil ausgeliehen werden. Das Spülmobil ist ein Anhänger, der mit zwei Gastro-Spülmaschinen und dem dazu passenden Geschirr ausgestattet ist. Die Bedienung ist kinderleicht. Am Veranstaltungsort müssen nur die passenden Strom-, Wasser- und Abwasseranschlüsse vorhanden sein. Porzellangeschirr sowie das passende Besteck können bei den EBK mit und ohne Spülmobil gemietet werden.

Feiern im öffentlichen Raum: Kein Einweggeschirr
Übrigens: Bei Veranstaltungen auf Grundstücken oder in Einrichtungen der Stadt Konstanz sowie im öffentlichen Raum dürfen Speisen und Getränke ausschließlich in Mehrweggeschirr und -behältnissen oder essbaren Verpackungen angeboten werden, lediglich Papiertüten zum Mitnehmen der Speisen sind laut Abfallwirtschaftssatzung erlaubt. 

Infos und Reservierung
Mehr Informationen zur Abfallvermeidung bei Festen und Feiern, zu Bechern, Geschirr und Spülmobil sowie den Reservierungsmöglichkeiten sind auf der Website unter Verleih für Feste oder telefonisch unter 07531/996-101 in Erfahrung zu bringen.

25.05.2021: Die neue Klärschlammfaulung

Baustelle Faulturm

Meilenstein erreicht: Bodenplatte betoniert

Der eiförmige Faulturm ist das von außen sichtbarste, weil höchste Gebäude auf dem Gelände der Kläranlage. Er wird bis 2023 durch zwei Neubauten ersetzt. Um den Betrieb der Kläranlage während der Bauarbeiten aufrecht zu erhalten, wird zunächst der erste Faulturm errichtet und in Betrieb genommen, bevor anstelle des noch in Betrieb befindlichen Faulturms der zweite gebaut wird. Die Bauarbeiten haben im Oktober 2020 begonnen und schreiten seitdem kontinuierlich voran.

Die Gründungspfähle für den ersten Faulturm wurden bis Ende letzten Jahres gesetzt, nun sind auch die weiteren Arbeiten im Untergrund erfolgreich abgeschlossen. Dazu zählen vor allem die Versorgungsschächte und Verbindungskanäle. Am 20. April 2021 wurde ein weiterer Meilenstein auf der Baustelle erreicht: Die Betonierung der Bodenplatte des ersten neuen Faulturms. Seit diesem Tag wird in die Höhe gebaut: Der Trichter im Innern des Faulturms nimmt Form an, während zeitgleich die tragenden Stützen und senkrechten Wände abschnittweise betoniert werden. Parallel wird das angeschlossene Technikgebäude als Stahlskelettbau errichtet. Da es sich bei dem Faulturm um einen Spezialbau handelt, werden die benötigten Schalungen von Fachfirmen speziell angefertigt und geliefert. Trotz dieser komplexen Verfahren und Herausforderungen befinden sich die Arbeiten derzeit sowohl im Kostenrahmen als auch im Zeitplan.

Was im Betrieb eines Faulturms passiert, ist weitgehend unsichtbar, aber unverzichtbar: Im Faulturm wird der Klärschlamm unter kontrollierten Bedingungen mineralisiert und dadurch in einen geruchsarmen Zustand versetzt. Die dabei entstehenden Klärgase werden zur Energieproduktion genutzt. Der Faulturm macht also aus dem Energieverbraucher Kläranlage einen nachhaltigen Energieproduzenten.

Neben Hintergründen zum Faulturm und der geplanten bauwerksintegrierten Photovoltaikanlage ist auch ein direkter Einblick auf die Baustelle möglich: Die etwa alle 14 Tage aktualisierte Baudokumentation ist hier zu finden: Baumaßnahmen: Neue Klärschlammfaulung.

Hier (158 KB) geht's zum Amtsblatt-Artikel vom 26.05.2021.

11.05.2021: Keine Plastiktüten im Biomüll

Kein Plastik im Biomüll
Kein Plastik im Biomüll

Auch keine biologisch abbaubaren Plastiktüten

Die auffälligen Sticker auf den Biomülltonnen sollen daran erinnern, dass Plastiktüten nicht zur Sammlung von Biomüll geeignet sind. Das schließt ebenso die als „biologisch abbaubaren“ beworbenen Plastiktüten mit ein, die im Handel erwerblich sind. Wir als EBK bedanken uns bei allen, die ihren Biomüll bereits seit Jahren verantwortungsbewusst in Papiertüten, Zeitungspapier oder lose sammeln. Dennoch gibt es immer wieder Fragen zu dem Thema. Als Erinnerung dienen die Aufkleber auf den Biomülltonnen.

Und warum sind Plastiktüten, auch die biologisch abbaubaren nicht für die Sammlung von Biomüll zugelassen? Aus dem Konstanzer Biomüll wird Dünger und Erde. Plastiktüten stören diesen Kompostierprozess erheblich. Auch die als „biologisch abbaubar“ beworbenen Plastiktüten werden vor der Kompostierung aufwendig aussortiert. Mehr zum Thema finden Sie in der Rubrik Abfallwege – Was passiert mit dem Konstanzer Biomüll?

27.04.2021: Sanierung im Pumpwerk Bärengraben

Propellerpumpen
Propellerpumpen im Pumpwerk Bärengraben

Wichtige Schaltstelle im Konstanzer Kanalsystem erhält neue Technik

Das Pumpwerk Bärengraben ist einer der unsichtbaren, aber essenziell wichtigen Orte der Konstanzer Kanalwelt. Es liegt unter der gleichnamigen Rad- und Fußverkehrsspindel auf der Altstadtseite der alten Rheinbrücke. Der Zugang ist im Mauerwerk der Unterführung beinahe unsichtbar. Das Pumpwerk wird mindestens einmal wöchentlich von den Mitarbeitern der Entsorgungsbetriebe Konstanz (EBK) aufgesucht, dennoch wird kaum ein Passant oder Radfahrer die Türe und dahinterliegende, wichtige Schaltstelle des Konstanzer Abwassersystems vermuten.
Im Pumpwerk Bärengraben wird das Abwasser aus der Altstadt zusammengeführt und in die Höhe gepumpt, damit es anschließend im freien Gefälle weiter Richtung Schänzle fließen kann. Im dortigen Pumpwerk wird es mit dem Abwasser aus dem Paradies und den angeschlossenen Schweizer Gemeinden unter dem Rhein hindurchgeleitet, bevor es die letzten Meter auf dem Weg zur Kläranlage wieder im freien Gefälle fließen kann.
Seit 37 Jahren wird das Pumpwerk Bärengraben von den EBK betrieben. Im Normalbetrieb fließen bis zu 85 Liter Abwasser pro Sekunde in das Pumpwerk, bei Starkregen kann sich dieser Zufluss auf bis zu 6.500 Liter pro Sekunde erhöhen! Damit die Zuverlässigkeit, mit der das Pumpwerk betrieben werden muss, weiter gewährleistet werden kann, hat der Technische Betriebsausschuss (TBA) in seiner Sitzung am 23. März 2021 der Sanierung der elektrotechnischen Ausrüstung zugestimmt. So kann die gesamte Elektro-, Mess-, Steuer- und Regeltechnik auf den neuesten Stand und in das moderne Prozessleitsystem der Kläranlage eingebunden werden. Anschließend werden wichtige Pump- und Überwachungsprozesse automatisiert gesteuert und die Anlage insgesamt effizienter betrieben. Für die Sanierung wurde eine Investitionssumme von rund 420.000 Euro genehmigt.
Nach einer erfolgreichen Ausschreibung sollen die Sanierungsarbeiten im Herbst 2021 stattfinden. Gute Nachrichten für alle Fußgänger und Radfahrer: Da die Sanierung in den Räumlichkeiten des Pumpwerks erfolgt, ist während der Bauarbeiten keine Vollsperrung der Unterführung geplant.

Hier (141 KB) geht's zum Amtsblatt-Artikel vom 28.04.2021.

30.03.2021: Abfallstatistik 2020 (Amtsblatt)

Abfallmengen, Abweichungen und Trends

Über 400 Millionen Tonnen Abfälle fallen jährlich in Deutschland an. Darunter fallen auch die Abfälle, die von den Entsorgungsbetrieben Konstanz (EBK) gesammelt werden. Die EBK sind für die Sammlung der sogenannten Siedlungsabfälle in Konstanz verantwortlich: Rest- und Biomüll, Altpapier, Gelber Sack, Altglas, Grünabfälle, Wertstoffe und Sperrmüll.
War das Jahr 2020, das in vielerlei Hinsicht besonders war, auch im Hinblick auf die in Konstanz angefallenen Abfälle ein besonderes Jahr? Die Abfallstatistik der EBK gibt darauf mehrere Antworten.

Im Jahr 2020: 429 kg Abfall pro Person
Im Jahr 2020 haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der EBK insgesamt 36.431 Tonnen Abfälle gesammelt. Das sind rund 450 Tonnen mehr als im Vorjahr. Im Durchschnitt hat jede Konstanzerin und jeder Konstanzer 429 Kilogramm Abfälle produziert – im Vergleich mit 2019 rund 5 Kilogramm mehr. Ist das eine besondere Schwankung? Eher nicht, denn die gesammelte Abfallmenge bewegt sich in Konstanz seit 2016 zwischen 420 und 430 Kilogramm pro Person. Der Zuwachs bezogen auf die Gesamtmenge entspricht nur 1% der Vorjahresabfälle.

Leicht unter dem deutschen Durchschnitt
Im deutschlandweiten Vergleich fallen in Konstanz etwas weniger Abfälle an, als vom statistischen Bundesamt angegeben werden: Die 429 Kilogramm Abfälle pro Person liegen unter der durchschnittlichen Abfallmenge der Deutschen, die im Jahr 2019 mit rund 457 Kilogramm Abfall pro Person verzeichnet wurde. Für das Jahr 2020 liegen die bundesweiten Zahlen noch nicht vor.
Die Ankündigung eines deutlichen Anstiegs der Abfallmengen im Corona-Jahr 2020 ist in Konstanz also nicht so eindeutig zu erkennen. Das fällt vor allem auf, wenn man die einzelnen Abfallmengen genauer in den Blick nimmt.

Abfallmengen: Zusammensetzung
Wie genannt, sammeln die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die EBK die sogenannten Siedlungsabfälle. Im Sinne der kommunalen Daseinsvorsorge sind die EBK für die fachgerechte Sammlung von Restmüll, Biomüll, Grünabfällen, Sperrmüll und Wertstoffen verantwortlich. Als privatrechtlicher Dienstleister übernehmen sie im Auftrag der Dualen Systeme die Sammlung der Gelben Säcke und den Betrieb der über sechzig Altglascontainer im Stadtgebiet. Das Altpapier nimmt an der Schnittstelle von Verpackungs- und Haushaltsabfällen eine Doppelrolle ein.

Restmüll: Nur 30% sind hier richtig
Die Restmüllmenge ist in den letzten Jahren so auch 2020 relativ konstant geblieben. Ein leichter Trend ist jedoch auszumachen und zwar ein leichter Zuwachs. 2020 wurden insgesamt 11.165 Tonnen Restmüll gesammelt, das sind 131 Kilogramm pro Person. 2014 waren es noch 127 kg pro Person.
Untersuchungen zeigen, dass in der Regel zwei Drittel dessen, was in der Restmülltonne landet, gar nicht dorthin gehört. Das sollte beim nächsten Gang zur Restmülltonne zum Nachdenken anregen: Ist wirklich alles, was in die Tonne geworfen wird, nicht mehr für den Wertstoffkreislauf zu gebrauchen? Im Fall von Windeln, Taschentüchern und Kehricht ist die Frage klar mit „Ja, das muss zur Verbrennungsanlage.“ zu beantworten. Bei Gläsern, Biomüll, Papier, Holz und anderen Wertstoffen ist eine andere Tonne oder der Wertstoffhof der richtige Entsorgungsweg.

Vermehrtes Koch- und Backvergnügen: Mehr Biomüll
Die gesammelte Menge Biomüll ist im Vergleich zu den Vorjahren um rund 400 Tonnen gestiegen. Das entspricht einer Gesamtmenge von 7.349 Tonnen beziehungsweise 87 Kilogramm Biomüll pro Kopf. Das sind pro Kopf 5 Kilogramm, das entspricht 6% mehr Biomüll als 2019. Der Anstieg des Biomülls lässt sich durch kaum etwas anderes als die Corona-Pandemie erklären: Die Schließungen der Gastronomie, das Homeoffice und die Kontaktbeschränkungen haben unmittelbar dazu gehört, dass vermehrt selbst gekocht und gebacken wurde. Dabei fallen natürlich auch mehr organische Abfälle an. Es kann auch gut sein, dass die Unsicherheiten, die zu mehr Lebensmitteileinkäufen geführt haben, dann doch überwunden, die gekauften Lebensmittel jedoch nicht rechtzeitig vor dem Verderben gegessen wurden.

Gelber Sack: Gegen den Bundestrend
Zahlreiche Schlagzeilen haben darauf hingewiesen, dass Corona zu mehr Verpackungsabfällen aus Plastik geführt habe. Die EBK können das für Konstanz nicht bestätigen. Entgegen dem bundesweiten Trend sind die Verpackungsabfälle, also die Gesamtmenge der Gelben Säcke in Konstanz nicht merklich gestiegen. Im Durchschnitt hat jeder Konstanzer und jede Konstanzerin etwa 25 kg sogenannter Leichtverpackungen – Verpackungen aus Plastik, Metall und Verbundstoffen – im Gelben Sack entsorgt. Das entspricht der Vorjahresmenge von 2019.
Die EBK erklären sich das mit der zeitweisen Schließung von Gewerbe und Gastronomie. Die Zunahme von Verpackungsabfällen im Privaten ist also eine Verlagerung. Sind die Verpackungen zuvor im Büro, im Gewerbe oder der Gastronomie und damit weitgehend unbemerkt angefallen, so wurden sie 2020 zu Hause in den Gelben Sack geworfen. Der eigene Gelbe Sack wird häufiger gewechselt, so werden die Verpackungsabfälle sichtbarer. Die Zunahme der Gelben Säcke im privaten Bereich hat aber bereits viele Konstanzerinnen und Konstanzer dazu angeregt, über Strategien zur Reduzierung und Vermeidung von Verpackungsabfällen nachzudenken.

Altpapier: Weniger Gewicht bei mehr Volumen
Die gesammelte Altpapiermenge beträgt für das Jahr 2020 rund 6.087 Tonnen. Das entspricht einer Menge von 72 Kilogramm pro Person und liegt 3 Kilogramm unter der gesammelten Menge pro Kopf 2019. Die EBK erfassen jedoch nur das Gewicht, nicht das Volumen des Altpapiers. Das Volumen stieg 2020 nämlich erneut merklich an, was vor allem durch die Zunahme des Onlinehandels zu erklären ist. Ein Versandkarton ist wesentlich leichter, dabei aber wesentlich größer als ein Stapel aussortierter Dokumente. Die Anzahl der Printprodukte wie Kataloge, Zeitungen und Prospekte ist weiterhin rückläufig, was den Rückgang des Gewichts erklärt. Die Zunahme an Versandkartons im Altpapier lässt sich an den häufigeren Fahrten der Müllfahrzeuge zum Ausladen gut nachvollziehen.

Altglas: Mehr Durst in der Pandemie?
Neben dem Biomüll verzeichnen die EBK vor allem bei der Menge des Altglas einen zweiten spürbaren Anstieg: 2.634 Tonnen Altglas wurden im Jahr 2020 gesammelt! Das sind im Vorjahresvergleich 117 Tonnen mehr. Auf die pro Kopf Menge bezogen hat jede und jeder Konstanzer damit 1 Kilogramm Altglas mehr in den Container geworfen als noch im Jahr zuvor. Beim Schmunzeln über den eigenen Durst zu Zeiten der Pandemie sei jedoch angemerkt, dass auch das Koch- und Essverhalten einen Einfluss hat auf das Altglas: Gemüse und Obst, Hülsenfrüchte, Soßen, Marmelade und Brotaufstriche werden ebenso in Gläsern gekauft und entsprechend in den Altglascontainern entsorgt.

Grünabfälle: Gartenabfälle in Grüncontainern
Grünabfälle, die bei der Gartenarbeit entstehen, werden in den im Stadtgebiet in zu bestimmten Terminen aufgestellten Grüncontainern und auf den Wertstoffhöfen gesammelt. Außerdem bieten die EBK auch einen Grünabfalltonnen-Service an, in denen Gartenabfälle gesammelt und zur regelmäßigen Abfuhr zwischen Mai und November bereitgestellt werden können. Die Menge an Grünabfällen hat sich im Jahr 2020 konstant bei 33 Kilogramm pro Kopf, beziehungsweise 2.792 Tonnen gesamt gehalten.

Wertstoffhöfe: Schließung und Besucheransturm
Die Zeit der Pandemie haben viele genutzt, um zu Hause auszumisten und etliche Dinge auf den Wertstoffhöfen zu entsorgen. An Spitzentagen haben die EBK Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bis zu 700 Besucherinnen und Besucher auf den Wertstoffhöfen dabei unterstützt. Andererseits waren die Wertstoffhöfe zu Beginn der Pandemie auch einige Wochen geschlossen, um Kontakte zu beschränken und den Betrieb der Müllabfuhr jederzeit aufrechterhalten zu können.
Wie hat sich das auf die Menge der auf den Wertstoffhöfen entsorgen Abfälle ausgewirkt? Die Menge an Sperrmüll liegt 2020 mit 1.141 Tonnen knapp 20 Tonnen unter der gesammelten Menge Sperrmüll von 2019. Die Menge an gesammelten Wertstoffen, das sind Holz, Metall, Elektroschrott, Kühlschränke, mineralische Stoffe und Hartkunststoffe, ist dagegen um 54 Tonnen auf 3.164 Tonnen gestiegen. Das erhöhte Besucheraufkommen nach der Schließung der Wertstoffhöfe hat also zu einem über das Jahr ausgeglichenen Wert bei der gesammelten Abfallmenge geführt.

Mehr Nachhaltigkeit: Abfallvermeidung und Abfalltrennung
Die Siedlungsabfälle, wie sie die EBK in Konstanz sammeln, machen nur etwa 15% aller Abfälle in Deutschland aus. Der Rest verteilt sich auf Gewerbe, Industrie, der Gewinnung von Bodenschätzen und den Bausektor.
Bei der angefallenen Menge von Siedlungsabfällen liegt Konstanz leicht unter dem bundesdeutschen Durchschnitt. Vor allem die prognostizierte Zunahme von Verpackungsabfällen während Corona ist in Konstanz nicht zu erkennen. Dagegen gibt es eine deutliche Zunahme bei Biomüll und Altglas. Die Konstanzerinnen und Konstanzer haben im Jahr 2020 also vermehrt zu Hause gekocht, gebacken, gegessen und getrunken.

Für Interessierte sind die Abfallstatistiken der EBK jederzeit im Open Data Portal der Stadt Konstanz zu finden und bis ins Jahr 2014 zurück zu verfolgen.
Dass wir auf einem Planeten mit endlichen Ressourcen leben, wird bei der Entsorgung mehr als deutlich. Um nachhaltiger mit diesen Ressourcen umzugehen, ist die Abfallvermeidung ein wichtiger Beitrag. Denn nicht nur die Produktion unserer Konsumgüter, sondern auch deren Entsorgung erfordert einen hohen Energieaufwand.
Ist die Abfallvermeidung nicht möglich, so ist der Wurf in die richtige Tonne oder der Gang zum Wertstoffhof ein essenzieller Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit. Besteht Unsicherheit, wie ein bestimmtes Produkt korrekt entsorgt wird, hilft das Abfall ABC im Web oder die Abfallberatung der EBK persönlich. Denn nur gemeinsam kann Konstanz es schaffen, weniger Abfälle zu produzieren, die anfallenden Abfälle richtig zu entsorgen und so nachhaltig mit den endlichen Ressourcen unserer Erde umzugehen.

Hier (229 KB) geht's zum Amtsblatt-Artikel.

30.03.2021: Müllfahrzeug mit neuer Beklebung

Mülllfahrzeug

Prima fürs Klima: richtig Müll trennen.

Die neue Beklebung des Müllfahrzeugs der Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) soll daran erinnern, dass Mülltrennung ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz ist. Je besser die Abfälle vorsortiert in den richtigen Tonnen entsorgt werden, desto besser können sie wiederaufbereitet werden. Die Abfalltrennung zu Hause ist der erste Schritt, den Wertstoffkreislauf möglichst lange aufrecht zu erhalten.
Das neu beklebte Sammelfahrzeug ist vornehmlich für die Sammlung und Abfuhr der Gelben Säcke im Einsatz. Die Beklebung wurde unterstützt von der Initiative „Mülltrennung wirkt“, die sich im Namen der Dualen Systeme für weniger Fehlwürfe im Gelben Sack engagiert. Das gemeinsame Ziel, die Mülltrennung zu verbessern und damit für mehr Nachhaltigkeit im Umgang mit endlichen Ressourcen zu werben, hat die Entscheidung zur Kooperation leicht gemacht.

17.03.2021: Entsorgung von Corona-Schnelltests, Masken und anderen infektiösen Abfällen

Restmüll

Eindeutig Restmüll: Corona-Schnelltests und medizinische Schutzausrüstung

Mit dem erhöhten Aufkommen der Corona-Schnelltests für den Eigen- und Fremdgebrauch weisen die Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) nachdrücklich darauf hin, dass alle dazugehörigen Materialien gut verpackt im Restmüll entsorgt werden müssen. Die Schnelltests gehören mit ihrem gesamten Zubehör wie den Abstrich-Teststäbchen, Pipetten, Röhrchen, Spuckgefäßen, Testkassetten und der dabei getragenen Schutzausrüstung (Masken, Handschuhe, etc.) nach dem Gebrauch zur Gruppe der möglicherweise infektiösen Abfälle und sind somit ein Fall für den Restmüll.
Die genannten Abfälle, die bei der Anwendung von Corona-Tests anfallen, müssen in stabilen, möglichst reißfesten Müllsäcken gut verschlossen in den Restmüll gegeben werden. Nur so kann die Gefährdung für mögliche Mitnutzer der Tonnen sowie die Mitarbeiter der Entsorgungsbetriebe minimiert werden.
Der Konstanzer Restmüll wird ohne vorherige Sortierung bei hohen Temperaturen verbrannt, der einzig sichere Umgang mit infektiösen Abfällen. Die EBK folgen mit dieser Empfehlung den Hinweisen des Robert-Koch-Instituts und des Umweltministeriums Baden-Württemberg.

Gefährlicher Fehlwurf: Spritzen im Gelben Sack
Infektiöse Abfälle wie Masken, Handschuhe, Spritzen, Kanülen und Pflaster sind keine Verpackungsmaterialien und dürfen schon aus diesem Grund nicht im Gelben Sack entsorgt werden. Besonders spitze Gegenstände wie Spritzen und Kanülen gefährden im Gelben Sack die Gesundheit der EBK Mitarbeiter, da sie die dünnen Säcke aufreißen und beim Sammeln zu Verletzungen führen können. Auch benutzte Masken und Schnelltestmaterial sind im Gelben Sack falsch entsorgt. Aufgrund der erhöhten Infektionsgefahr müssen sie mit dem Restmüll der Verbrennung zugeführt werden.
Auf die Frage, wie Spritzen, Kanülen und andere spitze Gegenstände durchstichfest verpackt werden können, gibt es die professionelle und die pragmatische Antwort: Fallen die genannten Gegenstände in größerer Menge an, so gibt es spezielle Spritzenbehälter käuflich zu erwerben. Fallen derartige Abfälle nur gelegentlich an, so kann auch eine leere, stabile Plastikflasche als Spritzenbehälter umfunktioniert und gut verschlossen in den Restmüll geworfen werden.

02.03.2021: Abfall ABC online

Abfalll ABC

Von A bis Z: Das Lexikon der Abfallentsorgung

Wohin mit dem kaputten Aquarium und den alten Ziegelsteinen? Die Antworten finden sich im neuen Abfall ABC, das auf der Website der Entsorgungsbetriebe (EBK) seit einigen Tagen online zugänglich ist. Über 350 Stichworte sind mit ihrem korrekten Entsorgungsweg aufgeführt. Sei es die ausgetrocknete Wandfarbe, die defekte elektrische Zahnbürste oder das alte, quecksilberhaltige Thermometer – im Abfall ABC lässt sich schnell herausfinden, was im Restmüll, was auf dem Wertstoffhof und was beim Problemstoffmobil zu entsorgen ist. Denn nur wenn die einzelnen Stoffe korrekt entsorgt werden, ist eine optimale Wiederverwertung sowie eine sichere Beseitigung von Schadstoffen gewährleistet.
Hier geht's direkt zum Abfall ABC der Stadt Konstanz.

26.01.2021: Zwei E-Lastenräder für die Kläranlage

E-Lastenräder auf der Kläranlage

Dank Landesförderung: EBK E-Fuhrpark verzeichnet Zuwachs

Seit Ende Januar sind zwei E-Lastenräder bei den Entsorgungsbetrieben Stadt Konstanz (EBK) im Einsatz. Orangefarben und blau stehen die Lasten-Draht-Esel für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Elektrowerkstatt und Schlosserei bereit. In den praktischen Kisten können Werkzeuge und Ersatzsteile flott auf dem weitläufigen Gelände der Kläranlage transportiert werden. Nicht nur auf der Kläranlage, sondern auch für Außeneinsätze, wie Kontroll- und Wartungsarbeiten in den Pumpwerken, sind die E-Lastenräder bereits eingeplant. Allesamt Fahrten, die bisher mit PKWs unternommen wurden. Mit den E-Lastenrädern gibt es nun eine klimafreundliche, angenehme Alternative im EBK Fuhrpark. Dank der elektrischen Unterstützung sind Anstiege und Lasten dabei keine Hindernisse.
Die Anschaffung der E-Lastenräder wurde mit rund 1500 Euro pro Rad vom Landesprogramm zur Förderung der Elektromobilität unterstützt. Die Entsorgungsbetriebe sind in Konstanz Vorreiter in Sachen Elektromobilität: Neben E-PKWs, einem E-Streetscooter und normalen E-Bikes wurde 2020 bereits ein E-Müllwagen getestet.

Hier (258 KB) geht's zum Amtsblatt Artikel.

15.01.2021: EBK im Stadtrundgang Erneuerbare Energien

Team Stadtrundgang Erneuerbare Energien

Der Stadtrundgang von Studierenden der HTWG Konstanz führt zu verschiedenen Stationen in Konstanz, die allesamt mit erneuerbaren Energien arbeiten. Die Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz sind eine der neun Stationen und stellen im dazugehörigen Flyer ihre Arbeit mit nachhaltiger Energieerzeugung vor. Denn die gut sichtbaren Solarpanelen auf dem Betriebsgebäude sind nur eines von mehreren Projekten mit dem Ziel, die eigene Produktion von Strom und Wärme weiter auszubauen.
Der Stadtrundgang dauert etwa 1 bis 2 Stunden und wird am besten selbst mit dem Fahrrad abgefahren. Wer möchte, kann natürlich auch zu Fuß gehen. Die Route, den dazugehörigen Flyer mit den Informationen zu allen Stationen und noch mehr Hintergründe sind auf der dazugehörigen Website zu finden: https://energie-stadtrundgang-kn.carrd.co/

15.01.2021: Müllabfuhr witterungsbedingt eingestellt!

Papiertonnen im Schnee

Aufgrund des heftigen Schneefalls ist heute, am 15.01.2021, keine sichere Abfuhr im Stadtgebiet möglich. Daher musste der Betrieb der Müllabfuhr eingestellt werden. Die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie aller Straßenverkehrsteilnehmer steht immer an oberster Stelle.
Zu geplanten Nachholfahrten können im Moment noch keine gesicherten Auskünfte gegeben werden, da erst die weitere Entwicklung der Wetterverhältnisse abgewartet werden muss. Sobald es dazu Informationen gibt, werden sie hier veröffentlicht.
Die EBK bitten um Verständnis für entstehende Unannehmlichkeiten.

20.01.2021: Änderung der Abwassersatzung (Amtsblatt)

Im Pumpwerk

Leichte Anpassung der Gebühren

Am 17. Dezember 2020 hat der Konstanzer Gemeinderat Anpassungen der Abwassersatzung (383 KB) der Stadt beschlossen. Damit geht eine leichte Anpassung der Gebühren einher. Die Gebühr für Schmutzwasser, das ist unter anderem das Abwasser aus Küche, Bad und Toilette, sinkt um 1 Cent auf 1,61 Euro pro Quadratmeter. Die Niederschlagswassergebühr wird um 6 Cent auf 0,70 Euro pro Quadratmeter erhöht.
Die Niederschlagswassergebühr ist von Grundstücksbesitzern auf versiegelten Flächen zu entrichten. Denn auf versiegelten Flächen kann Regenwasser nicht in das Erdreich eindringen, sondern wird über die Kanalisation in die Kläranlage geleitet und dort gereinigt.
Die Gebührenanpassung ist kaum spürbar: Trotz dieser leichten Erhöhung liegen die Gebühren für den vierköpfigen Musterhaushalt noch deutlich unter den Gebühren von 2018.

Hier (178 KB) geht's zum Amtsblatt-Artikel.

07.01.2021: Keine Annahme von Gelben Säcken auf den Konstanzer Wertstoffhöfen (Amtsblatt)

Das Jahr 2021 bringt hinsichtlich der Abholung der „Gelben Säcke“ zwar die Verbesserung, dass diese dann 14-täglich statt wie bisher 4-wöchentlich erfolgt, aber auch einen Nachteil:
Ab dem 01. Januar 2021 können bis auf weiteres keine „Gelben Säcke“ auf den Konstanzer Wertstoffhöfen abgegeben werden.
Die Säcke werden von den Entsorgungsbetrieben Konstanz (EBK) ausschließlich im Rahmen der zweiwöchentlichen Abfuhr gesammelt.

Der Grund dafür liegt in der privatrechtlichen Verantwortung für die Gelben Säcke. Vereinfacht: Verpackungsabfälle werden nicht über die Müllgebühr, sondern beim Einkauf mitbezahlt. Die Hersteller sind für Sammlung und Verwertung ihrer Verpackungen verantwortlich. Damit haben sie die „Dualen Systeme“ beauftragt. Die Dualen Systeme vergeben wiederum den Auftrag zur Abfuhr und Sammlung der Gelben Säcke als privatrechtlichen Auftrag an Entsorgungsbetriebe wie die EBK.
Der ab 01. Januar 2021 gültige Auftrag beinhaltet keine Mitbenutzung der Wertstoffhöfe. Die Dualen Systeme halten dies für nicht erforderlich und sind nicht bereit, sich an den Kosten der Sammlung auf den Wertstoffhöfen zu beteiligen. Die Stadt Konstanz ist der Auffassung, die Dualen Systeme aufgrund der Rechtslage auch gegen deren Willen zur Mitbenutzung der Wertstoffhöfe im Sinne der Bürgerinnen und Bürger verpflichten zu können.
Bis zur gerichtlichen Klärung des Sachverhalts können die EBK jedoch keine Gelben Säcke auf den Wertstoffhöfen annehmen. Würden sie es doch tun, würden die Konstanzerinnen und Konstanzer doppelt für die Verwertung bezahlen: Mit dem eingepreisten Aufschlag beim Einkauf und zusätzlich mit ihren jährlichen Müllgebühren. Das wäre nicht nur ungerecht, sondern im Umgang mit öffentlichen Geldern auch unzulässig.
„Es ist sehr schade, dass es zu dieser gerichtlichen Auseinandersetzung gekommen ist, deren Folgen nun die Konstanzerinnen und Konstanzer zu spüren bekommen“, bedauert Achim Lehle, Leiter der Abteilung Abfallwirtschaft der EBK. „Wir hoffen, dass sich die Angelegenheit schnell klärt und das Gericht unsere Rechtsauffassung bestätigt.“

Mehr Hintergründe haben wir in unserem Infoblatt (50 KB) zusammengetragen

Hier (535 KB) geht's zum Amtsblatt Artikel vom 07.01.2021.