Archiv: Ältere Meldungen

2021

01.06.2021: Führungen über Kläranlage und Wertstoffhof

Kläranlage Konstanz

Blick hinter die Kulissen der EBK am 12. und 19. Juni

Die Entsorgungsbetriebe (EBK) erfüllen eine für die Stadt Konstanz immens wichtige, aber weitgehend unsichtbare Aufgabe: Die Entsorgung von Abwasser und Abfall. Um die Auswirkungen auf Umwelt- und Klimaschutz vor Ort sichtbar zu machen, laden die EBK im Rahmen der Aktion „Stadtwandel“ zu einem Blick hinter die Kulissen ein.

12.06.: Kläranlage

Am 12. Juni um 10.00 Uhr startet die Führung über die Kläranlage, eine der größten und modernsten Anlagen am Bodensee. Täglich fallen in den angeschlossenen Gebieten bis zu 40 Millionen Liter Abwasser an, die in der Konstanzer Kläranlage gereinigt werden. Die Führung begleitet den Weg über die verschiedenen Reinigungsstufen und -becken. Dabei wird eindrücklich, wie vielfältig die Prozesse sind, mit denen das Wasser aufwendig von Schmutz- und Schadstoffen befreit wird, bevor es zurück in den Seerhein geleitet werden kann. Die Führung dauert etwa 90 Minuten und die Teilnahme ist kostenfrei. Nur eine Anmeldung ist vorab erforderlich.

19.06.: Wertstoffhof

Am 19. Juni um 10.00 Uhr wird eine Führung über den Wertstoffhof und das Betriebsgelände der Abfallwirtschaft angeboten. Dabei wird erklärt, was mit dem Abfall passiert, nachdem die heimische Tonne geleert oder der Wertstoffhof-Container befüllt wurde. Besonders anschaulich wird dabei, welch wichtiger Beitrag mit der Abfalltrennung auf einen schonenden Umgang mit den Ressourcen unserer Umwelt geleistet wird. Auch diese Führung dauert etwa 90 Minuten, die Teilnahme ist kostenfrei nach Voranmeldung möglich.

Pandemiegerecht finden beide Führungen ausschließlich im Freien statt und natürlich nur, wenn die aktuelle Lage es zulässt. Außerdem ist der Nachweis eines tagesaktuellen, negativen Schnelltests, einer vollständige Impfung oder Genesung von einer Corona-Infektion erforderlich. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, die Anmeldung darum unerlässlich: Per Mail an steurer@ebk-tbk.de oder telefonisch unter 07531/996-171.

25.05.2021: Was passiert eigentlich mit dem Konstanzer Sperrmüll? (Amtsblatt)

Sperrmüll-Container

Sperrmüll: Zu groß für die Restmülltonne

Sperrmüll wird auf dem Wertstoffhof entsorgt, das ist bekannt. Weniger bekannt ist die Tatsache, dass nicht alles, was auf dem Wertstoffhof entsorgt wird, Sperrmüll ist. Bei allem, was dem Rohstoffkreislauf durch Recyclingverfahren erhalten bleiben kann, handelt es sich nämlich nicht um Sperrmüll im engeren Sinne, der nicht weiter verwertbar ist.
Sperrmüll ist also der Abfall, der aufgrund seiner Größe nicht in die eigene Restmülltonne passt oder passend gemacht werden kann und zudem nicht recycelt wird: Zum Beispiel Matratzen, Teppiche oder das kaputte Snowboard. Die vollen Sperrmüll-Sammelcontainer gehen in die Verantwortung des Landkreises über und werden ohne weitere Sortierung zur Müllverbrennungsanlage transportiert. Die bei der Verbrennung entstehende Energie wird selbstverständlich bestmöglich genutzt.

Mehr Infos zum Thema Sperrmüll und Antworten auf häufige Fragen zum Thema finden Sie in unserer Rubrik Abfallwege: Sperrmüll.

Hier (177 KB) geht's zum Amtsblatt-Artikel vom 26.05.2021.

25.05.2021: Die neue Klärschlammfaulung

Baustelle Faulturm

Meilenstein erreicht: Bodenplatte betoniert

Der eiförmige Faulturm ist das von außen sichtbarste, weil höchste Gebäude auf dem Gelände der Kläranlage. Er wird bis 2023 durch zwei Neubauten ersetzt. Um den Betrieb der Kläranlage während der Bauarbeiten aufrecht zu erhalten, wird zunächst der erste Faulturm errichtet und in Betrieb genommen, bevor anstelle des noch in Betrieb befindlichen Faulturms der zweite gebaut wird. Die Bauarbeiten haben im Oktober 2020 begonnen und schreiten seitdem kontinuierlich voran.

Die Gründungspfähle für den ersten Faulturm wurden bis Ende letzten Jahres gesetzt, nun sind auch die weiteren Arbeiten im Untergrund erfolgreich abgeschlossen. Dazu zählen vor allem die Versorgungsschächte und Verbindungskanäle. Am 20. April 2021 wurde ein weiterer Meilenstein auf der Baustelle erreicht: Die Betonierung der Bodenplatte des ersten neuen Faulturms. Seit diesem Tag wird in die Höhe gebaut: Der Trichter im Innern des Faulturms nimmt Form an, während zeitgleich die tragenden Stützen und senkrechten Wände abschnittweise betoniert werden. Parallel wird das angeschlossene Technikgebäude als Stahlskelettbau errichtet. Da es sich bei dem Faulturm um einen Spezialbau handelt, werden die benötigten Schalungen von Fachfirmen speziell angefertigt und geliefert. Trotz dieser komplexen Verfahren und Herausforderungen befinden sich die Arbeiten derzeit sowohl im Kostenrahmen als auch im Zeitplan.

Was im Betrieb eines Faulturms passiert, ist weitgehend unsichtbar, aber unverzichtbar: Im Faulturm wird der Klärschlamm unter kontrollierten Bedingungen mineralisiert und dadurch in einen geruchsarmen Zustand versetzt. Die dabei entstehenden Klärgase werden zur Energieproduktion genutzt. Der Faulturm macht also aus dem Energieverbraucher Kläranlage einen nachhaltigen Energieproduzenten.

Neben Hintergründen zum Faulturm und der geplanten bauwerksintegrierten Photovoltaikanlage ist auch ein direkter Einblick auf die Baustelle möglich: Die etwa alle 14 Tage aktualisierte Baudokumentation ist hier zu finden: Baumaßnahmen: Neue Klärschlammfaulung.

Hier (158 KB) geht's zum Amtsblatt-Artikel vom 26.05.2021.

21.05.2021: Sanierung Schachtabdeckungen

Bauleitung

Geplante Dauer: Ab 25. Mai bis Ende Juli 2021

Sanierung bzw. Erneuerung von schadhaften Kanalabdeckungen, punktuelle Bauarbeiten

Im Auftrag der Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) werden im Zeitraum Mai bis Ende Juli zahlreiche Schachtabdeckungen im Konstanzer Straßennetz saniert bzw. ersetzt, um den Geräuschpegel durch schadhafte Kanaldeckel für die Anwohner zu reduzieren.
Im Zuge der Arbeiten können punktuelle Verkehrsbehinderungen nicht vermieden werden. In Straßen mit hohem Verkehrsaufkommen werden die Arbeiten darum auch als Nachtbaustellen durchgeführt. Die EBK und die ausführende Firma sind bestrebt Einschränkungen und Behinderungen auf ein Mindestmaß zu reduzieren.

Folgende Straßenzüge sind von den Arbeiten betroffen:

  • Bodanstraße
  • Buhlenweg (Nachtarbeiten geplant)
  • Line-Eid-Straße (Nachtarbeiten geplant)
  • Fürstenbergstraße
  • Konzilstraße
  • Luisenstraße
  • Radolfzeller Straße
  • Reutestraße
  • Riedstraße
  • Rudolf-Diesel-Straße (Nachtarbeiten geplant)
  • Schneckenburgstraße (Nachtarbeiten geplant)
  • Schwaketenstraße
  • Sonnenbühlstraße (Nachtarbeiten geplant)
  • Dingelsdorf, Am Fließhorn
  • Dingelsdorf, Uferstraße

11.05.2021: Start in die Grünabfallsaison 2021 (Amtsblatt)

Grünabfalltonne
Ganz bequem: Die eigene Grünabfalltonne

Wertstoffhof, Container oder die eigene Grünabfalltonne

Gartenarbeit macht glücklich – und Abfall, sogenannten Grünabfall. Sei es der Rasen nach dem Mähen, die verblühte Blumenpracht oder der Heckenschnitt, damit die Einfahrt nicht blockiert wird: Je nach Gartengröße und -arbeit kann der Grünabfall mächtig in die Höhe wachsen.

Grünabfälle aus privaten Haushalten können grundsätzlich kostenfrei auf den Wertstoffhöfen abgegeben werden. Dazu bietet sich vor allem der Wertstoffhof Dorfweiher an. Neben der ebenerdigen Auslade-Möglichkeit können dort auch größere Mengen entsorgt werden. In der Fritz-Arnold-Straße, der Gartenstraße und in Dettingen werden Grünabfälle bis zu einer Menge von 1 m³ angenommen.
Zwischen März und November stellen die EBK Grünabfall-Container an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet und in den Vororten auf. Die Container stehen vor Ort jeweils über einen Zeitraum von zwei Wochen für den Einwurf von Gartenabfällen bis zu einer Menge von 1 m³ bereit. Dies ermöglicht die Grünabfall-Entsorgung auf kurzen Wegen, unkompliziert und kostenfrei. Die Standorte und Termine sind unter den Abfuhrterminen: Grünabfälle zu finden.
Mit dem Glück eines größeren Gartens oder dem fleißigem Engagement in dem selbigen fallen regelmäßig größere Mengen Grünabfall an. Um die bequem zu entsorgen, kann bei den EBK eine eigene Grünabfalltonne bestellt werden. Die grünen Tonnen haben ein Fassungsvermögen von 240 Litern und werden zwischen Mai und November regelmäßig geleert. Je nach Bedarf, kann die Leerung alle 14 Tage oder alle 4 Wochen erfolgen. Die Kosten richten sich nach dem gewünschten Abholrhythmus. Mehr Infos finden Sie im Bestellformular Grünabfalltonne im Downloadbereich.

Die EBK bieten noch mehr Möglichkeiten zur fachgerechten Entsorgung von Grünabfällen an, darunter auch gebührenpflichtige Säcke oder die Abholung auf Bestellung. Alle Infos sind auf der Website der EBK zu finden. Außerdem hilft die Abfallberatung der EBK gerne bei der Suche nach der passenden Lösung, telefonisch unter 07531-996-188 oder -189 oder per mail: abfallberatung@ebk-tbk.de.

Hier (192 KB) geht's zum Amtsblatt-Artikel vom 12.05.2021.

11.05.2021: Keine Plastiktüten im Biomüll

Kein Plastik im Biomüll
Kein Plastik im Biomüll

Auch keine biologisch abbaubaren Plastiktüten

Die auffälligen Sticker auf den Biomülltonnen sollen daran erinnern, dass Plastiktüten nicht zur Sammlung von Biomüll geeignet sind. Das schließt ebenso die als „biologisch abbaubaren“ beworbenen Plastiktüten mit ein, die im Handel erwerblich sind. Wir als EBK bedanken uns bei allen, die ihren Biomüll bereits seit Jahren verantwortungsbewusst in Papiertüten, Zeitungspapier oder lose sammeln. Dennoch gibt es immer wieder Fragen zu dem Thema. Als Erinnerung dienen die Aufkleber auf den Biomülltonnen.

Und warum sind Plastiktüten, auch die biologisch abbaubaren nicht für die Sammlung von Biomüll zugelassen? Aus dem Konstanzer Biomüll wird Dünger und Erde. Plastiktüten stören diesen Kompostierprozess erheblich. Auch die als „biologisch abbaubar“ beworbenen Plastiktüten werden vor der Kompostierung aufwendig aussortiert. Mehr zum Thema finden Sie in der Rubrik Abfallwege – Was passiert mit dem Konstanzer Biomüll?

27.04.2021: Sanierung im Pumpwerk Bärengraben

Propellerpumpen
Propellerpumpen im Pumpwerk Bärengraben

Wichtige Schaltstelle im Konstanzer Kanalsystem erhält neue Technik

Das Pumpwerk Bärengraben ist einer der unsichtbaren, aber essenziell wichtigen Orte der Konstanzer Kanalwelt. Es liegt unter der gleichnamigen Rad- und Fußverkehrsspindel auf der Altstadtseite der alten Rheinbrücke. Der Zugang ist im Mauerwerk der Unterführung beinahe unsichtbar. Das Pumpwerk wird mindestens einmal wöchentlich von den Mitarbeitern der Entsorgungsbetriebe Konstanz (EBK) aufgesucht, dennoch wird kaum ein Passant oder Radfahrer die Türe und dahinterliegende, wichtige Schaltstelle des Konstanzer Abwassersystems vermuten.
Im Pumpwerk Bärengraben wird das Abwasser aus der Altstadt zusammengeführt und in die Höhe gepumpt, damit es anschließend im freien Gefälle weiter Richtung Schänzle fließen kann. Im dortigen Pumpwerk wird es mit dem Abwasser aus dem Paradies und den angeschlossenen Schweizer Gemeinden unter dem Rhein hindurchgeleitet, bevor es die letzten Meter auf dem Weg zur Kläranlage wieder im freien Gefälle fließen kann.
Seit 37 Jahren wird das Pumpwerk Bärengraben von den EBK betrieben. Im Normalbetrieb fließen bis zu 85 Liter Abwasser pro Sekunde in das Pumpwerk, bei Starkregen kann sich dieser Zufluss auf bis zu 6.500 Liter pro Sekunde erhöhen! Damit die Zuverlässigkeit, mit der das Pumpwerk betrieben werden muss, weiter gewährleistet werden kann, hat der Technische Betriebsausschuss (TBA) in seiner Sitzung am 23. März 2021 der Sanierung der elektrotechnischen Ausrüstung zugestimmt. So kann die gesamte Elektro-, Mess-, Steuer- und Regeltechnik auf den neuesten Stand und in das moderne Prozessleitsystem der Kläranlage eingebunden werden. Anschließend werden wichtige Pump- und Überwachungsprozesse automatisiert gesteuert und die Anlage insgesamt effizienter betrieben. Für die Sanierung wurde eine Investitionssumme von rund 420.000 Euro genehmigt.
Nach einer erfolgreichen Ausschreibung sollen die Sanierungsarbeiten im Herbst 2021 stattfinden. Gute Nachrichten für alle Fußgänger und Radfahrer: Da die Sanierung in den Räumlichkeiten des Pumpwerks erfolgt, ist während der Bauarbeiten keine Vollsperrung der Unterführung geplant.

Hier (141 KB) geht's zum Amtsblatt-Artikel vom 28.04.2021.

27.04.2021: Was passiert eigentlich mit dem Konstanzer Altglas? (Amtsblatt)

Altglas LKW
Altglas LKW der EBK von oben

Das Geheimnis der Altglas-Leerung: Kammern auf dem LKW

Vor dem Altglascontainer stehend, kommen schnell viele Fragen: Wohin mit den Deckeln und Verschlüssen, welcher Container ist der richtige für die blaue Flasche und wird am Ende nicht doch alles wieder in einem LKW zusammengekippt?
Ganz einfach: Deckel dürfen mit in den Container. Die blauen Flaschen sind mit allen Glasbehältern, die nicht transparent oder braun gefärbt sind, im grünen Container richtig. Und die verschiedenen Glasfarben werden bei der Containerleerung selbstverständlich nicht wieder zusammengeschüttet. Die Aufbauten der Altglas-LKW besitzen nämlich verschiedene Kammern, in denen die Glasfarben voneinander getrennt bleiben.

Doch was passiert mit dem Konstanzer Altglas, nachdem es von den EBK abgeholt wurde? Das und noch vieles mehr zum Thema Altglas erfahren Sie hier: Abfallwege – Altglas.

Hier (141 KB) geht's zum Amtsblatt-Artikel vom 28.04.2021.

15.04.2021: Häufige Fragen zur Abfallentsorgung und Corona

Umweltministerium beantwortet Entsorgungsfragen

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg hat häufige Fragen zum Thema Abfallentsorgung und Corona gesammelt beantwortet. Die Themen sind nach verschiedenen Situationen geordnet, so finden hier Haushalte mit positiv getesteten Personen ebenso Antworten wie Haushalte, die nicht unter Quarantäne stehen. Außerdem auch Infos für Arztpraxen,Test- sowie Impfstellen und Apotheken, wie mit Schnelltest- und Impf-Materialien umzugehen ist.

13.04.2021: Was passiert eigentlich mit dem Konstanzer Altpapier? (Amtsblatt)

Altpapier

Recyclingpapier spart Wasser, Energie und Transportwege

Gehören Briefumschläge mit Sichtfenster ins Altpapier? Broschüren mit Tackerheftung und Kartons mit Adressaufklebern? Ja, denn die Recyclingverfahren sind mittlerweile so optimiert, dass Fremdstoffe zuverlässig aussortiert werden. Natürlich gilt: Je weniger Fremdstoffe im Altpapier landen, desto besser. Aber auch: Je mehr Altpapier recycelt wird, desto besser für die Umwelt.
Bei der Herstellung von Recyclingpapier werden im Vergleich zur Herstellung von Frischfaserpapier neben dem Rohstoff Holz rund 60% Wasser und 70% Energie eingespart. Recyclingpapier spart aber nicht nur Holz, Energie und Wasser, sondern auch eine Menge CO2. Die Transportwege des Altpapiers innerhalb Deutschlands sind um einiges kürzer als die des Holzes, das meist aus Übersee importiert wird.

Wie das Altpapier in Konstanz weiterverarbeitet wird und in welchem Schritt die Sichtfenster der Briefumschläge aussortiert werden, erfahren Sie hier: Abfallwege - Altpapier.

Hier (172 KB) geht's zum Amtsblatt-Artikel vom 14.04.2021.

30.03.2021: Abfallstatistik 2020 (Amtsblatt)

Abfallmengen, Abweichungen und Trends

Über 400 Millionen Tonnen Abfälle fallen jährlich in Deutschland an. Darunter fallen auch die Abfälle, die von den Entsorgungsbetrieben Konstanz (EBK) gesammelt werden. Die EBK sind für die Sammlung der sogenannten Siedlungsabfälle in Konstanz verantwortlich: Rest- und Biomüll, Altpapier, Gelber Sack, Altglas, Grünabfälle, Wertstoffe und Sperrmüll.
War das Jahr 2020, das in vielerlei Hinsicht besonders war, auch im Hinblick auf die in Konstanz angefallenen Abfälle ein besonderes Jahr? Die Abfallstatistik der EBK gibt darauf mehrere Antworten.

Im Jahr 2020: 429 kg Abfall pro Person
Im Jahr 2020 haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der EBK insgesamt 36.431 Tonnen Abfälle gesammelt. Das sind rund 450 Tonnen mehr als im Vorjahr. Im Durchschnitt hat jede Konstanzerin und jeder Konstanzer 429 Kilogramm Abfälle produziert – im Vergleich mit 2019 rund 5 Kilogramm mehr. Ist das eine besondere Schwankung? Eher nicht, denn die gesammelte Abfallmenge bewegt sich in Konstanz seit 2016 zwischen 420 und 430 Kilogramm pro Person. Der Zuwachs bezogen auf die Gesamtmenge entspricht nur 1% der Vorjahresabfälle.

Leicht unter dem deutschen Durchschnitt
Im deutschlandweiten Vergleich fallen in Konstanz etwas weniger Abfälle an, als vom statistischen Bundesamt angegeben werden: Die 429 Kilogramm Abfälle pro Person liegen unter der durchschnittlichen Abfallmenge der Deutschen, die im Jahr 2019 mit rund 457 Kilogramm Abfall pro Person verzeichnet wurde. Für das Jahr 2020 liegen die bundesweiten Zahlen noch nicht vor.
Die Ankündigung eines deutlichen Anstiegs der Abfallmengen im Corona-Jahr 2020 ist in Konstanz also nicht so eindeutig zu erkennen. Das fällt vor allem auf, wenn man die einzelnen Abfallmengen genauer in den Blick nimmt.

Abfallmengen: Zusammensetzung
Wie genannt, sammeln die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die EBK die sogenannten Siedlungsabfälle. Im Sinne der kommunalen Daseinsvorsorge sind die EBK für die fachgerechte Sammlung von Restmüll, Biomüll, Grünabfällen, Sperrmüll und Wertstoffen verantwortlich. Als privatrechtlicher Dienstleister übernehmen sie im Auftrag der Dualen Systeme die Sammlung der Gelben Säcke und den Betrieb der über sechzig Altglascontainer im Stadtgebiet. Das Altpapier nimmt an der Schnittstelle von Verpackungs- und Haushaltsabfällen eine Doppelrolle ein.

Restmüll: Nur 30% sind hier richtig
Die Restmüllmenge ist in den letzten Jahren so auch 2020 relativ konstant geblieben. Ein leichter Trend ist jedoch auszumachen und zwar ein leichter Zuwachs. 2020 wurden insgesamt 11.165 Tonnen Restmüll gesammelt, das sind 131 Kilogramm pro Person. 2014 waren es noch 127 kg pro Person.
Untersuchungen zeigen, dass in der Regel zwei Drittel dessen, was in der Restmülltonne landet, gar nicht dorthin gehört. Das sollte beim nächsten Gang zur Restmülltonne zum Nachdenken anregen: Ist wirklich alles, was in die Tonne geworfen wird, nicht mehr für den Wertstoffkreislauf zu gebrauchen? Im Fall von Windeln, Taschentüchern und Kehricht ist die Frage klar mit „Ja, das muss zur Verbrennungsanlage.“ zu beantworten. Bei Gläsern, Biomüll, Papier, Holz und anderen Wertstoffen ist eine andere Tonne oder der Wertstoffhof der richtige Entsorgungsweg.

Vermehrtes Koch- und Backvergnügen: Mehr Biomüll
Die gesammelte Menge Biomüll ist im Vergleich zu den Vorjahren um rund 400 Tonnen gestiegen. Das entspricht einer Gesamtmenge von 7.349 Tonnen beziehungsweise 87 Kilogramm Biomüll pro Kopf. Das sind pro Kopf 5 Kilogramm, das entspricht 6% mehr Biomüll als 2019. Der Anstieg des Biomülls lässt sich durch kaum etwas anderes als die Corona-Pandemie erklären: Die Schließungen der Gastronomie, das Homeoffice und die Kontaktbeschränkungen haben unmittelbar dazu gehört, dass vermehrt selbst gekocht und gebacken wurde. Dabei fallen natürlich auch mehr organische Abfälle an. Es kann auch gut sein, dass die Unsicherheiten, die zu mehr Lebensmitteileinkäufen geführt haben, dann doch überwunden, die gekauften Lebensmittel jedoch nicht rechtzeitig vor dem Verderben gegessen wurden.

Gelber Sack: Gegen den Bundestrend
Zahlreiche Schlagzeilen haben darauf hingewiesen, dass Corona zu mehr Verpackungsabfällen aus Plastik geführt habe. Die EBK können das für Konstanz nicht bestätigen. Entgegen dem bundesweiten Trend sind die Verpackungsabfälle, also die Gesamtmenge der Gelben Säcke in Konstanz nicht merklich gestiegen. Im Durchschnitt hat jeder Konstanzer und jede Konstanzerin etwa 25 kg sogenannter Leichtverpackungen – Verpackungen aus Plastik, Metall und Verbundstoffen – im Gelben Sack entsorgt. Das entspricht der Vorjahresmenge von 2019.
Die EBK erklären sich das mit der zeitweisen Schließung von Gewerbe und Gastronomie. Die Zunahme von Verpackungsabfällen im Privaten ist also eine Verlagerung. Sind die Verpackungen zuvor im Büro, im Gewerbe oder der Gastronomie und damit weitgehend unbemerkt angefallen, so wurden sie 2020 zu Hause in den Gelben Sack geworfen. Der eigene Gelbe Sack wird häufiger gewechselt, so werden die Verpackungsabfälle sichtbarer. Die Zunahme der Gelben Säcke im privaten Bereich hat aber bereits viele Konstanzerinnen und Konstanzer dazu angeregt, über Strategien zur Reduzierung und Vermeidung von Verpackungsabfällen nachzudenken.

Altpapier: Weniger Gewicht bei mehr Volumen
Die gesammelte Altpapiermenge beträgt für das Jahr 2020 rund 6.087 Tonnen. Das entspricht einer Menge von 72 Kilogramm pro Person und liegt 3 Kilogramm unter der gesammelten Menge pro Kopf 2019. Die EBK erfassen jedoch nur das Gewicht, nicht das Volumen des Altpapiers. Das Volumen stieg 2020 nämlich erneut merklich an, was vor allem durch die Zunahme des Onlinehandels zu erklären ist. Ein Versandkarton ist wesentlich leichter, dabei aber wesentlich größer als ein Stapel aussortierter Dokumente. Die Anzahl der Printprodukte wie Kataloge, Zeitungen und Prospekte ist weiterhin rückläufig, was den Rückgang des Gewichts erklärt. Die Zunahme an Versandkartons im Altpapier lässt sich an den häufigeren Fahrten der Müllfahrzeuge zum Ausladen gut nachvollziehen.

Altglas: Mehr Durst in der Pandemie?
Neben dem Biomüll verzeichnen die EBK vor allem bei der Menge des Altglas einen zweiten spürbaren Anstieg: 2.634 Tonnen Altglas wurden im Jahr 2020 gesammelt! Das sind im Vorjahresvergleich 117 Tonnen mehr. Auf die pro Kopf Menge bezogen hat jede und jeder Konstanzer damit 1 Kilogramm Altglas mehr in den Container geworfen als noch im Jahr zuvor. Beim Schmunzeln über den eigenen Durst zu Zeiten der Pandemie sei jedoch angemerkt, dass auch das Koch- und Essverhalten einen Einfluss hat auf das Altglas: Gemüse und Obst, Hülsenfrüchte, Soßen, Marmelade und Brotaufstriche werden ebenso in Gläsern gekauft und entsprechend in den Altglascontainern entsorgt.

Grünabfälle: Gartenabfälle in Grüncontainern
Grünabfälle, die bei der Gartenarbeit entstehen, werden in den im Stadtgebiet in zu bestimmten Terminen aufgestellten Grüncontainern und auf den Wertstoffhöfen gesammelt. Außerdem bieten die EBK auch einen Grünabfalltonnen-Service an, in denen Gartenabfälle gesammelt und zur regelmäßigen Abfuhr zwischen Mai und November bereitgestellt werden können. Die Menge an Grünabfällen hat sich im Jahr 2020 konstant bei 33 Kilogramm pro Kopf, beziehungsweise 2.792 Tonnen gesamt gehalten.

Wertstoffhöfe: Schließung und Besucheransturm
Die Zeit der Pandemie haben viele genutzt, um zu Hause auszumisten und etliche Dinge auf den Wertstoffhöfen zu entsorgen. An Spitzentagen haben die EBK Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bis zu 700 Besucherinnen und Besucher auf den Wertstoffhöfen dabei unterstützt. Andererseits waren die Wertstoffhöfe zu Beginn der Pandemie auch einige Wochen geschlossen, um Kontakte zu beschränken und den Betrieb der Müllabfuhr jederzeit aufrechterhalten zu können.
Wie hat sich das auf die Menge der auf den Wertstoffhöfen entsorgen Abfälle ausgewirkt? Die Menge an Sperrmüll liegt 2020 mit 1.141 Tonnen knapp 20 Tonnen unter der gesammelten Menge Sperrmüll von 2019. Die Menge an gesammelten Wertstoffen, das sind Holz, Metall, Elektroschrott, Kühlschränke, mineralische Stoffe und Hartkunststoffe, ist dagegen um 54 Tonnen auf 3.164 Tonnen gestiegen. Das erhöhte Besucheraufkommen nach der Schließung der Wertstoffhöfe hat also zu einem über das Jahr ausgeglichenen Wert bei der gesammelten Abfallmenge geführt.

Mehr Nachhaltigkeit: Abfallvermeidung und Abfalltrennung
Die Siedlungsabfälle, wie sie die EBK in Konstanz sammeln, machen nur etwa 15% aller Abfälle in Deutschland aus. Der Rest verteilt sich auf Gewerbe, Industrie, der Gewinnung von Bodenschätzen und den Bausektor.
Bei der angefallenen Menge von Siedlungsabfällen liegt Konstanz leicht unter dem bundesdeutschen Durchschnitt. Vor allem die prognostizierte Zunahme von Verpackungsabfällen während Corona ist in Konstanz nicht zu erkennen. Dagegen gibt es eine deutliche Zunahme bei Biomüll und Altglas. Die Konstanzerinnen und Konstanzer haben im Jahr 2020 also vermehrt zu Hause gekocht, gebacken, gegessen und getrunken.

Für Interessierte sind die Abfallstatistiken der EBK jederzeit im Open Data Portal der Stadt Konstanz zu finden und bis ins Jahr 2014 zurück zu verfolgen.
Dass wir auf einem Planeten mit endlichen Ressourcen leben, wird bei der Entsorgung mehr als deutlich. Um nachhaltiger mit diesen Ressourcen umzugehen, ist die Abfallvermeidung ein wichtiger Beitrag. Denn nicht nur die Produktion unserer Konsumgüter, sondern auch deren Entsorgung erfordert einen hohen Energieaufwand.
Ist die Abfallvermeidung nicht möglich, so ist der Wurf in die richtige Tonne oder der Gang zum Wertstoffhof ein essenzieller Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit. Besteht Unsicherheit, wie ein bestimmtes Produkt korrekt entsorgt wird, hilft das Abfall ABC im Web oder die Abfallberatung der EBK persönlich. Denn nur gemeinsam kann Konstanz es schaffen, weniger Abfälle zu produzieren, die anfallenden Abfälle richtig zu entsorgen und so nachhaltig mit den endlichen Ressourcen unserer Erde umzugehen.

Hier (229 KB) geht's zum Amtsblatt-Artikel.

30.03.2021: Müllfahrzeug mit neuer Beklebung

Mülllfahrzeug

Prima fürs Klima: richtig Müll trennen.

Die neue Beklebung des Müllfahrzeugs der Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) soll daran erinnern, dass Mülltrennung ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz ist. Je besser die Abfälle vorsortiert in den richtigen Tonnen entsorgt werden, desto besser können sie wiederaufbereitet werden. Die Abfalltrennung zu Hause ist der erste Schritt, den Wertstoffkreislauf möglichst lange aufrecht zu erhalten.
Das neu beklebte Sammelfahrzeug ist vornehmlich für die Sammlung und Abfuhr der Gelben Säcke im Einsatz. Die Beklebung wurde unterstützt von der Initiative „Mülltrennung wirkt“, die sich im Namen der Dualen Systeme für weniger Fehlwürfe im Gelben Sack engagiert. Das gemeinsame Ziel, die Mülltrennung zu verbessern und damit für mehr Nachhaltigkeit im Umgang mit endlichen Ressourcen zu werben, hat die Entscheidung zur Kooperation leicht gemacht.

17.03.2021: Entsorgung von Corona-Schnelltests, Masken und anderen infektiösen Abfällen

Restmüll

Eindeutig Restmüll: Corona-Schnelltests und medizinische Schutzausrüstung

Mit dem erhöhten Aufkommen der Corona-Schnelltests für den Eigen- und Fremdgebrauch weisen die Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) nachdrücklich darauf hin, dass alle dazugehörigen Materialien gut verpackt im Restmüll entsorgt werden müssen. Die Schnelltests gehören mit ihrem gesamten Zubehör wie den Abstrich-Teststäbchen, Pipetten, Röhrchen, Spuckgefäßen, Testkassetten und der dabei getragenen Schutzausrüstung (Masken, Handschuhe, etc.) nach dem Gebrauch zur Gruppe der möglicherweise infektiösen Abfälle und sind somit ein Fall für den Restmüll.
Die genannten Abfälle, die bei der Anwendung von Corona-Tests anfallen, müssen in stabilen, möglichst reißfesten Müllsäcken gut verschlossen in den Restmüll gegeben werden. Nur so kann die Gefährdung für mögliche Mitnutzer der Tonnen sowie die Mitarbeiter der Entsorgungsbetriebe minimiert werden.
Der Konstanzer Restmüll wird ohne vorherige Sortierung bei hohen Temperaturen verbrannt, der einzig sichere Umgang mit infektiösen Abfällen. Die EBK folgen mit dieser Empfehlung den Hinweisen des Robert-Koch-Instituts und des Umweltministeriums Baden-Württemberg.

Gefährlicher Fehlwurf: Spritzen im Gelben Sack
Infektiöse Abfälle wie Masken, Handschuhe, Spritzen, Kanülen und Pflaster sind keine Verpackungsmaterialien und dürfen schon aus diesem Grund nicht im Gelben Sack entsorgt werden. Besonders spitze Gegenstände wie Spritzen und Kanülen gefährden im Gelben Sack die Gesundheit der EBK Mitarbeiter, da sie die dünnen Säcke aufreißen und beim Sammeln zu Verletzungen führen können. Auch benutzte Masken und Schnelltestmaterial sind im Gelben Sack falsch entsorgt. Aufgrund der erhöhten Infektionsgefahr müssen sie mit dem Restmüll der Verbrennung zugeführt werden.
Auf die Frage, wie Spritzen, Kanülen und andere spitze Gegenstände durchstichfest verpackt werden können, gibt es die professionelle und die pragmatische Antwort: Fallen die genannten Gegenstände in größerer Menge an, so gibt es spezielle Spritzenbehälter käuflich zu erwerben. Fallen derartige Abfälle nur gelegentlich an, so kann auch eine leere, stabile Plastikflasche als Spritzenbehälter umfunktioniert und gut verschlossen in den Restmüll geworfen werden.

16.03.2021: Verteilung Gelbe Säcke

Gelbe Säcke
Eine Rolle für jeden Haushalt

Seit dem 08. März bis Anfang April verteilen die Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) im Konstanzer Stadtgebiet und den Ortsteilen Dettingen, Wallhausen, Dingelsdorf und Litzelstetten Gelbe Säcke. Wer mehr Gelbe Säcke benötigt, erhält sie während der aktuellen Beschränkungen auf den vier Wertstoffhöfen und bei den Ortsverwaltungen.
Mehr Infos:

08.03.2021: Grünabfalltonne Abfuhrtermine 2021

Grünabfalltonne EBK

Die Leerungstermine 2021 entnehmen Sie dem Abfuhrkalender Grünabfalltonne 2021 (161 KB).
Die Grünabfalltonne fasst 240 Liter und wird in den Monaten Mai bis November wahlweise 14-tägig oder 4-wöchig geleert. Über die Grünabfalltonne dürfen ausschließlich Garten- und Grünabfälle, wie Rasenschnitt, Äste, Zweige, Laub, Blumen u. ä. entsorgt werden. Ausgeschlossen von der Sammlung über die Grünabfalltonne sind Biomüllabfälle, wie Speisereste, Kaffeefilter, Eier- und Obstschalen, etc. Die Grünabfalltonne kann schriftlich bei den EBK bestellt werden.
Das Bestellformular und viele weitere Infos finden Sie auf unserer Seite zu den Grünabfällen und natürlich auch bei den Downloads.

02.03.2021: Abfall ABC online

Abfalll ABC

Von A bis Z: Das Lexikon der Abfallentsorgung

Wohin mit dem kaputten Aquarium und den alten Ziegelsteinen? Die Antworten finden sich im neuen Abfall ABC, das auf der Website der Entsorgungsbetriebe (EBK) seit einigen Tagen online zugänglich ist. Über 350 Stichworte sind mit ihrem korrekten Entsorgungsweg aufgeführt. Sei es die ausgetrocknete Wandfarbe, die defekte elektrische Zahnbürste oder das alte, quecksilberhaltige Thermometer – im Abfall ABC lässt sich schnell herausfinden, was im Restmüll, was auf dem Wertstoffhof und was beim Problemstoffmobil zu entsorgen ist. Denn nur wenn die einzelnen Stoffe korrekt entsorgt werden, ist eine optimale Wiederverwertung sowie eine sichere Beseitigung von Schadstoffen gewährleistet.
Hier geht's direkt zum Abfall ABC der Stadt Konstanz.

02.03.2021: Was passiert eigentlich mit den Konstanzer Gelben Säcken? (Amtsblatt)

Gelbe Säcke vor dem Weitertransport

Verpackungsrecycling ist nicht umsonst

Der Gelbe Sack ist nicht umsonst – in doppelter Hinsicht. Denn die Entsorgung im Gelben Sack oder der Gelben Tonne ist der einzige Weg, um Verpackungsabfälle aus Kunststoff, Metall und Verbundstoff zu recyceln. Auch in finanzieller Hinsicht ist der Gelbe Sack nicht umsonst: Die Kosten für Sammlung und Verwertung der Verpackungen sind im Kaufpreis bereits enthalten.
Auch wenn die Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) die Abfuhr der Gelben Säcke als Dienstleister übernehmen, wird das nicht über die Abfallgebühren, sondern von den Dualen Systemen bezahlt, die im Auftrag der Hersteller die Sammlung und Verwertung der Verpackungen verantworten und organisieren.

Wo die Gelben Säcke weiterverarbeitet werden, wie man zur Vermeidung und zum Recycling von Plastik beitragen kann, erfahren Sie hier: Abfallwege - Gelber Sack

Hier (1 MB) geht's zum Amtsblatt Artikel vom 03.03.2021.

03.02.2021: Was passiert eigentlich mit dem Konstanzer Biomüll? (Amtsblatt)

In Singen wird aus Biomüll Strom & Kompost

Täglich fahren LKWs mit Containern voller Konstanzer Biomüll von dem Gelände der Entsorgungsbetriebe Konstanz (EBK) ins Kompostwerk nach Singen. Im Kompostwerk werden mit einem raffinierten System aus Sieben, Magneten und gezielten Luftstößen Metall- und Plastikteile so gut wie möglich aus dem Biomüll aussortiert. Anschließend landet er in der Vergärung. Die dort entstehenden Gase betreiben zwei Blockheizkraftwerke, die Strom und Wärme produzieren. Aus der produzierten Menge an Strom können rund 5.000 bis 6.000 Haushalte versorgt werden.

Biomüllauto wird geleert

Nach der Vergärung folgt die Tunnelkompostierung: In einer abgeschlossenen, kontrollierten Atmosphäre, bei Temperaturen zwischen 60 und 80 Grad zersetzen Millionen von Mikroorganismen die Biomüll-Masse. Nach drei bis vier Wochen sind Kartoffel- und Bananenschalen, Apfelbutzen, Rasenschnitt und Laub nicht mehr zu erkennen. Sie bilden nun den sogenannten Frischkompost. Der nährstoffreiche Kompost wird von der Landwirtschaft in der Region gerne als Dünger und Humuslieferant eingesetzt.
Ein großes Ärgernis bei der Biomüllverwertung sind Biomülltüten aus Plastik. Auch die mit den Zusätzen „biologisch abbaubar“ oder „Biokunststoff“ verkauften Biomülltüten werden zum Problem. In Konstanz sind sie nicht für die Sammlung von Biomüll erlaubt!

Denn einerseits erfüllen die Anforderungen an „biologisch abbaubare“ Plastiktüten nicht die Bedingungen des Kompostwerks in Singen. Die Biomülltüten können dort, wie in den meisten Anlagen, nicht vollständig abgebaut werden und müssen aufwändig aus dem Kompost gesiebt werden. Andererseits kann die Sortiermaschine Plastik oft zwar erkennen, aber nicht unterscheiden: Sie sortiert Plastiktüten, egal ob „biologisch abbaubar“ oder „Bioplastik“, so gut als möglich aus. Diese Sortierung kostet Energie. Anstatt mit den scheinbar grünen Tüten also einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten, erreicht man das Gegenteil. Nur wer den Biomüll lose, in Zeitungspapier gewickelt oder in Papiertüten in die braune Tonne wirft, kann sicher gehen, dass dieser dem Nährstoff-Kreislauf erhalten bleibt.

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Hier gibt's weitere Infos zum Thema: Abfallwege: Biomüll.

26.01.2021: Zwei E-Lastenräder für die Kläranlage

E-Lastenräder auf der Kläranlage

Dank Landesförderung: EBK E-Fuhrpark verzeichnet Zuwachs

Seit Ende Januar sind zwei E-Lastenräder bei den Entsorgungsbetrieben Stadt Konstanz (EBK) im Einsatz. Orangefarben und blau stehen die Lasten-Draht-Esel für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Elektrowerkstatt und Schlosserei bereit. In den praktischen Kisten können Werkzeuge und Ersatzsteile flott auf dem weitläufigen Gelände der Kläranlage transportiert werden. Nicht nur auf der Kläranlage, sondern auch für Außeneinsätze, wie Kontroll- und Wartungsarbeiten in den Pumpwerken, sind die E-Lastenräder bereits eingeplant. Allesamt Fahrten, die bisher mit PKWs unternommen wurden. Mit den E-Lastenrädern gibt es nun eine klimafreundliche, angenehme Alternative im EBK Fuhrpark. Dank der elektrischen Unterstützung sind Anstiege und Lasten dabei keine Hindernisse.
Die Anschaffung der E-Lastenräder wurde mit rund 1500 Euro pro Rad vom Landesprogramm zur Förderung der Elektromobilität unterstützt. Die Entsorgungsbetriebe sind in Konstanz Vorreiter in Sachen Elektromobilität: Neben E-PKWs, einem E-Streetscooter und normalen E-Bikes wurde 2020 bereits ein E-Müllwagen getestet.

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20.01.2021: Änderung der Abwassersatzung (Amtsblatt)

Im Pumpwerk

Leichte Anpassung der Gebühren

Am 17. Dezember 2020 hat der Konstanzer Gemeinderat Anpassungen der Abwassersatzung der Stadt beschlossen. Damit geht eine leichte Anpassung der Gebühren einher. Die Gebühr für Schmutzwasser, das ist unter anderem das Abwasser aus Küche, Bad und Toilette, sinkt um 1 Cent auf 1,61 Euro pro Quadratmeter. Die Niederschlagswassergebühr wird um 6 Cent auf 0,70 Euro pro Quadratmeter erhöht.
Die Niederschlagswassergebühr ist von Grundstücksbesitzern auf versiegelten Flächen zu entrichten. Denn auf versiegelten Flächen kann Regenwasser nicht in das Erdreich eindringen, sondern wird über die Kanalisation in die Kläranlage geleitet und dort gereinigt.
Die Gebührenanpassung ist kaum spürbar: Trotz dieser leichten Erhöhung liegen die Gebühren für den vierköpfigen Musterhaushalt noch deutlich unter den Gebühren von 2018.

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20.01.2021: Neues auf den Wertstoffhöfen 2021 (Amtsblatt)

Wertstoffhof

Neu: Sammlung von Flachglas und Nachtspeicheröfen

Auf den vier Konstanzer Wertstoffhöfen können seit dem Jahreswechsel noch mehr Wertstoffe fachgerecht entsorgt werden. Seit dem 01. Januar stehen Container für sogenanntes Flachglas bereit. Das ist Glas, was aufgrund von Größe und Beschaffenheit nicht in den normalen Altglascontainern gesammelt werden kann. Dazu zählen unter anderem Glas aus Möbelstücken, Spiegel- und Bilderrahmenglas (ohne Rahmen), Trinkgläser und Aquarien.
Neu ist auch die kostenfreie Annahme von Nachtspeicheröfen auf dem Wertstoffhof Dorfweiher. In Nachtspeicheröfen sind oftmals giftige Problemstoffe verbaut, deswegen gelten für die Annahme besondere Regeln: Sie können nur nach telefonischer Anmeldung mit einer ausgefüllten Erzeugererklärung und ordnungsgemäß vorverpackt auf dem Wertstoffhof Dorfweiher abgegeben werden. Die Anforderungen an Verpackung und die Erzeugererklärung sind hier zu finden. Für die telefonische Anmeldung und Auskünfte steht die Abfallberatung der EBK gerne zur Verfügung: 07531/996-188 und -189.
Wie bereits bekannt ist, können Gelbe Säcke seit dem Jahreswechsel nicht mehr auf den Wertstoffhöfen abgegeben werden. Gelbe Säcke werden bis auf Weiteres ausschließlich im Rahmen der 14-tägigen Abfuhr von den Entsorgungsbetrieben abgeholt.

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Korrektur: Im Amtsblatt-Artikel sind leider die falschen Telefonnummern zur Anmeldung der Abgabe von Nachtspeicheröfen genannt. Korrekter Ansprechpartner ist die Abfallberatung, die unter der 07531/996-188 und -189 zu erreichen ist.

20.01.2021: EBK versenden Abfallgebühren-Bescheide 2021 (Amtsblatt)

Gebührenbescheid mit Abfuhrdaten
Gebührenbescheid mit Abfuhrdaten

Bescheid kommt mit aktuellen Abfuhrterminen

Ab dem 26. Januar werden die Gebührenbescheide des Jahres 2021 für die Abfallentsorgung der Entsorgungsbetriebe Konstanz (EBK) mit der Post verschickt. Die Abfallgebühren bleiben 2021 unverändert.
Mit dem Abfallgebührenbescheid bekommt jeder Haushalt die individuellen Abfuhrtermine der Restmüll-, Biomüll- und Papiertonne sowie der Gelben Säcke für das aktuelle Jahr bis Januar 2022. Ebenso sind die Termine der Problemstoffsammlungen und der aufgestellten Grünabfallcontainer 2021 mit abgedruckt. Alle Termine und Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Abfallgebührenbescheid finden sich auf der Website der Entsorgungsbetriebe: Abfuhrtermine und Häufige Fragen zu den Abfallgebühren.
Bei speziellen Fragen hilft der Kundenservice der EBK per E-Mail und telefonisch gerne weiter.
Insgesamt werden rund 41.000 Bescheide versandt. Erfahrungsgemäß werden die Rückfragen, Meldungen und Änderungswünsche bei den EBK in den ersten Wochen nach dem Versand stark ansteigen und die Telefone dadurch sehr beansprucht sein.

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Kundenservice EBK:
E-Mail kundenservice@ebk-tbk.de,
Tel.: 07531-996-113 und -114.
Die Servicezeiten sind von Montag bis Freitag von 08.00 bis 12.00 Uhr, Dienstag und Donnerstag zusätzlich von 13.00 bis 16.00 Uhr.
Aufgrund der aktuellen Lage ist eine persönliche Beratung nur in Ausnahmefällen und mit vorheriger Terminabsprache möglich.

15.01.2021: EBK im Stadtrundgang Erneuerbare Energien

Team Stadtrundgang Erneuerbare Energien

Der Stadtrundgang von Studierenden der HTWG Konstanz führt zu verschiedenen Stationen in Konstanz, die allesamt mit erneuerbaren Energien arbeiten. Die Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz sind eine der neun Stationen und stellen im dazugehörigen Flyer ihre Arbeit mit nachhaltiger Energieerzeugung vor. Denn die gut sichtbaren Solarpanelen auf dem Betriebsgebäude sind nur eines von mehreren Projekten mit dem Ziel, die eigene Produktion von Strom und Wärme weiter auszubauen.
Der Stadtrundgang dauert etwa 1 bis 2 Stunden und wird am besten selbst mit dem Fahrrad abgefahren. Wer möchte, kann natürlich auch zu Fuß gehen. Die Route, den dazugehörigen Flyer mit den Informationen zu allen Stationen und noch mehr Hintergründe sind auf der dazugehörigen Website zu finden: https://energie-stadtrundgang-kn.carrd.co/

15.01.2021: Müllabfuhr witterungsbedingt eingestellt!

Papiertonnen im Schnee

Aufgrund des heftigen Schneefalls ist heute, am 15.01.2021, keine sichere Abfuhr im Stadtgebiet möglich. Daher musste der Betrieb der Müllabfuhr eingestellt werden. Die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie aller Straßenverkehrsteilnehmer steht immer an oberster Stelle.
Zu geplanten Nachholfahrten können im Moment noch keine gesicherten Auskünfte gegeben werden, da erst die weitere Entwicklung der Wetterverhältnisse abgewartet werden muss. Sobald es dazu Informationen gibt, werden sie hier veröffentlicht.
Die EBK bitten um Verständnis für entstehende Unannehmlichkeiten.

07.01.2021: Keine Annahme von Gelben Säcken auf den Konstanzer Wertstoffhöfen (Amtsblatt)

Das Jahr 2021 bringt hinsichtlich der Abholung der „Gelben Säcke“ zwar die Verbesserung, dass diese dann 14-täglich statt wie bisher 4-wöchentlich erfolgt, aber auch einen Nachteil:
Ab dem 01. Januar 2021 können bis auf weiteres keine „Gelben Säcke“ auf den Konstanzer Wertstoffhöfen abgegeben werden.
Die Säcke werden von den Entsorgungsbetrieben Konstanz (EBK) ausschließlich im Rahmen der zweiwöchentlichen Abfuhr gesammelt.

Der Grund dafür liegt in der privatrechtlichen Verantwortung für die Gelben Säcke. Vereinfacht: Verpackungsabfälle werden nicht über die Müllgebühr, sondern beim Einkauf mitbezahlt. Die Hersteller sind für Sammlung und Verwertung ihrer Verpackungen verantwortlich. Damit haben sie die „Dualen Systeme“ beauftragt. Die Dualen Systeme vergeben wiederum den Auftrag zur Abfuhr und Sammlung der Gelben Säcke als privatrechtlichen Auftrag an Entsorgungsbetriebe wie die EBK.
Der ab 01. Januar 2021 gültige Auftrag beinhaltet keine Mitbenutzung der Wertstoffhöfe. Die Dualen Systeme halten dies für nicht erforderlich und sind nicht bereit, sich an den Kosten der Sammlung auf den Wertstoffhöfen zu beteiligen. Die Stadt Konstanz ist der Auffassung, die Dualen Systeme aufgrund der Rechtslage auch gegen deren Willen zur Mitbenutzung der Wertstoffhöfe im Sinne der Bürgerinnen und Bürger verpflichten zu können.
Bis zur gerichtlichen Klärung des Sachverhalts können die EBK jedoch keine Gelben Säcke auf den Wertstoffhöfen annehmen. Würden sie es doch tun, würden die Konstanzerinnen und Konstanzer doppelt für die Verwertung bezahlen: Mit dem eingepreisten Aufschlag beim Einkauf und zusätzlich mit ihren jährlichen Müllgebühren. Das wäre nicht nur ungerecht, sondern im Umgang mit öffentlichen Geldern auch unzulässig.
„Es ist sehr schade, dass es zu dieser gerichtlichen Auseinandersetzung gekommen ist, deren Folgen nun die Konstanzerinnen und Konstanzer zu spüren bekommen“, bedauert Achim Lehle, Leiter der Abteilung Abfallwirtschaft der EBK. „Wir hoffen, dass sich die Angelegenheit schnell klärt und das Gericht unsere Rechtsauffassung bestätigt.“

Mehr Hintergründe haben wir in unserem Infoblatt (50 KB) zusammengetragen

Hier (535 KB) geht's zum Amtsblatt Artikel vom 07.01.2021.

07.01.2021: Was passiert mit dem Konstanzer Restmüll? (Amtsblatt)

Anfallwege (1): Zwei 1000 Grad heiße Öfen in Weinfelden

Der Restmüll wird alle 14 Tage von den EBK Müllwerkern gesammelt. Erstes Ziel ist die Umlade auf dem Gelände der Entsorgungsbetriebe. Dort wird er in orangefarbene Container gepresst. Die vollen Container werden in Kreuzlingen direkt hinter dem Autobahnzoll auf den „Müllzug“ geladen. Zweimal wöchentlich fährt der Zug direkt zur Kehrichtverbrennungsanlage Weinfelden.
In der Verbrennungsanlage kommt der Müll in den sogenannten Restmüllbunker. Eine Krananlage mit großem Müllgreifer verteilt ihn von dort auf zwei Ofenlinien. So landet der Konstanzer Restmüll unweigerlich in einem der beiden 1000 Grad heißen Öfen. Die Verbrennungsöfen laufen ununterbrochen an sieben Tagen in der Woche.
Die dabei produzierte Wärme und Energie werden bestmöglich genutzt: In Form von Strom, der neben der Kehrichtverbrennungsanlage weitere 9.000 Haushalte versorgt, und als Fernwärme für eine Papierfabrik, ein Hallenbad und eine Schule. Damit so wenige Schadstoffe wie möglich freigesetzt werden, durchlaufen Rauch und Abgase aufwendige Filter- und Spülverfahren, bevor sie in die Atmosphäre entlassen werden.
Entgegen einem weit verbreiteten Irrglauben wird der Restmüll vor der Verbrennung nicht erneut sortiert. Was in der Restmülltonne landet, wird verbrannt und ist damit endgültig aus dem Wertstoffkreislauf genommen. Auch die Annahme, dass zusätzliches Plastik oder Öl im Restmüll den Verbrennungsprozess beschleunige, stimmt nicht. Durch die Verbrennung von Haushalts- und Gewerbemüll wird die Temperatur optimal gesteuert.
Die Entsorgung über die Restmülltonne ist also immer die Entscheidung, dass diese Abfälle endgültig aus dem Wertstoffkreislauf genommen werden. Viele der Rohstoffe, die in der Restmülltonne landen, sind dort falsch. Sie könnten stattdessen aufbereitet und wiederverwertet werden. Welche das sind, was in die Restmülltonne gehört und was nicht, ist in den Abfallinfos der Entsorgungsbetriebe beschrieben. Die Abfallinfos sind auf der Website und in gedruckter Form bei den EBK erhältlich. Denn: Mülltrennung ist Umweltschutz, Mülltrennung ist nachhaltig.

Hier (148 KB) geht's zum Amtsblatt-Atrikel.

Hier gibt's weitere Infos zum Thema Abfallwege: Restmüll.

2020

16.12.2020: Wertstoffhöfe weiter geöffnet – Hygienemaßnahmen beachten

Zufahrt Wertstoffhof Dorfweiher

Die Wertstoffhöfe der Entsorgungsbetriebe Konstanz (EBK) bleiben auch während der aktuellen Beschränkungen geöffnet.

Maskenpflicht und Abstandsgebot
Um die Wertstoffhöfe weiter für die Konstanzerinnen und Konstanzer öffnen zu können, ist die Umsetzung der geltenden Hygienevorschriften besonders wichtig – vor allem die konsequente Maskenpflicht und das Einhalten des Abstandgebots auf allen Wertstoffhöfen.

Wertstoffhof-Besuche reduzieren, Nachweis mitführen
Um Kontakte zu vermeiden, sollen Besuche auf den Wertstoffhöfen möglichst auf das Nötigste reduziert werden. Zur Kontaktvermeidung gehört es ebenso, den Wertstoffhof möglichst alleine zu besuchen, sofern keine zu schweren oder zu sperrigen Teile entladen werden müssen. EBK Mitarbeiter können beim Entladen nicht behilflich sein, da der Abstand jederzeit gewährt sein muss.
Damit das Abstandhalten immer möglich ist, wird der Zugang weiterhin auf eine bestimmte Anzahl an Anlieferern pro Hof beschränkt. Es wird weiter die Meldeadresse auf dem Personalausweis oder der aktuelle Müllgebührenbescheid kontrolliert, um nur berechtigten Personen der Zugang zu den Höfen zu gewähren.

Nur gemeinsam umzusetzen
Die EBK bitten alle Besucherinnen und Besucher der Wertstoffhöfe die Herausforderungen der Corona-Pandemie weiter gemeinsam zu meistern: Geduld mitzubringen, falls es durch die Umsetzung der Maßnahmen zu Wartezeiten kommt, die Arbeit der Wertstoffhof-Mitarbeiter zu schätzen und ungefragt die Hygienemaßnahmen umzusetzen: Masken tragen und Abstand halten.

Hier finden Sie weitere Informationen zu den Wertstoffhöfen (Adressen, Öffnungszeiten, Annahmekriterien,...)

14.12.2020: Neue Klärschlammfaulung: Video online

Der Bau zur neuen Klärschlammfaulung auf dem Gelände der Kläranlage ist in vollem Gange. Die Fortschritte am Bau werden unter anderem mit einer Baudokumentation filmisch festgehalten. Die Aufnahmen vom ersten Bauabschnitt, der Gründung mit 31 Bohrpfählen, sind jetzt fertig geschnitten und auf der Seite zur Neuen Klärschlammfaulung veröffentlicht.
Dort sind alle Informationen rund um den Neubau gesammelt. Der Film wird selbstverständlich mit Fortschreiten der Bauarbeiten kontinuierlich verlängert und erweitert.

07.12.2020: Neu ab 2021: Gelbe Tonnen zu vermieten

Restmüll-, Papier-, Bio- und Gelbe Tonne

Neue Farbe im Mülltonnen-Sortiment: Gelb

Ab Januar 2021 vermieten die EBK Gelbe Tonnen für die Sammlung und Abfuhr von Verpackungsabfällen. Ein Angebot für all diejenigen, die vom Gelben Sack auf die Gelbe Tonne umsteigen wollen. Der Mietpreis von 24 Euro im Jahr (zzgl. MwSt.) für die Gelbe Tonne wird unabhängig von den Müllgebühren jährlich in Rechnung gestellt. Die Tonnen werden übrigens ganz bequem von den EBK an die Haustüre geliefert.
Hier finden Sie alle Infos zu den Gelben Tonnen und den Bestellmöglichkeiten.

25.11.2020: Abfuhrtermine 2021 (Amtsblatt)

PDF Abfuhrkalender

Daten im Web und in den Apps veröffentlicht

Dass der Gelbe Sack ab 2021 alle 14 Tage abgeholt wird, ist mittlerweile bekannt. Nun können Konstanzerinnen und Konstanzer auch nachschauen, an welchen Tagen die Müllabfuhr kommt, um Rest-, Bio- und Papiermülltonnen zu leeren sowie die Gelben Säcke abzuholen.
Denn die Abfuhrtermine für das Jahr 2021 sind mittlerweile auf allen gängigen Plattformen veröffentlicht. Modern und mit praktischer Erinnerungsfunktion finden sich die Abfuhrtermine in den beiden Apps: Der Mein Konstanz App ebenso wie in der Müllmann App. Beide stehen in den gängigen App-Portalen kostenfrei zum Download bereit.
Der beliebte Abfuhrkalender für die eigene Wohnadresse ist im Web unter www.ebk-konstanz.de zu finden: Ganz einfach die Abfuhrtermine und den Online Kalender auswählen. Im nun angezeigten alphabetischen Verzeichnis lässt sich die eigene Adresse auswählen und schon werden einem die Abfuhrdaten für die verschiedenen Müllarten angezeigt. Natürlich lassen sich diese Daten auch in einen elektronischen Kalender übertragen.
Wer es noch übersichtlicher mag, kann die Abfalldaten als PDF-Datei herunterladen. In dieser PDF sind die persönlichen Abfuhrdaten direkt im Kalender 2021 eingetragen und können ganz einfach ausgedruckt werden.

28.10.2020: Ein echtes Organisationstalent (Amtsblatt)

Aus der Serie „Das sind wir“

Jörg Zimmermann
Jörg Zimmermann, Leiter des Sachgebiets „Betrieb Abfallwirtschaft“

„Sauberer isch’s Konstanzerischer“ – der alte Werbeslogan, der früher auf Müllbehältern prangte, könnte auch das Motto von Jörg Zimmermann sein. „Unsere Hauptaufgabe ist, die Abholung des gesamten Mülls in Konstanz samt Ortsteilen sicherzustellen“, erklärt der Sachgebietsleiter, der bei den EBK zusammen mit seinen Mitarbeitern die Müllabfuhr organisiert. Wenn krankheitsbedingt Touren nicht mit eigenen Leuten oder Leihpersonal besetzt werden können, fährt er sogar selbst ein paar Stunden im Müllwagen mit und hilft aus. „Das Schlimmste wäre es, wenn der Müll liegen bleiben würde“, betont Jörg Zimmermann.

Der Konstanzer arbeitet schon über 25 Jahre für die Stadt, im Bereich Abfallwirtschaft ist er seit 20 Jahren tätig. Ursprünglich wollte Zimmermann Förster werden. „Nach meiner Forstwirtschaftslehre bei der Stadt ging ich zur Bundeswehr. Als ich fertig war, gab es im Forstbereich keine Arbeit. Mit meinem Bundeswehrführerschein habe ich dann bei der EBK als Fahrer der Müllfahrzeuge angefangen.“ Da Jörg Zimmermann auch eine Ausbildung als Industrie- und Bürokaufmann vorweisen konnte, wurde er Vertreter des Disponenten und schließlich dessen Nachfolger. Vor drei Jahren hat er bei der IHK zusätzlich eine Prüfung als Verkehrsleiter absolviert. Eine notwendige Qualifikation, da die Müllabfuhr auch für das Duale System sammelt und somit im gewerblichen Güterkraftverkehr unterwegs ist.

Jörg Zimmermanns Hauptaufgabe sind das Planen der Mülltouren durch die verschiedenen Stadtbezirke und die Betreuung der Wertstoffhöfe. 42 Mitarbeiter muss er koordinieren. Auf einer Pinnwand notiert der 52-Jährige immer einen Tag im Voraus, wie sich Fahrer und Beifahrer auf die Fahrzeuge aufteilen und wohin es geht. Die Fahrer bleiben meist fest auf einem Fahrzeug, nur die Beifahrer wechseln. „Morgens kann sich immer noch einiges ändern, zum Beispiel, wenn jemand krank ist. Dann müssen wir kurzfristig umstellen, oder auch andere Teams zum Helfen hinzuziehen, was prima funktioniert. Wir haben eine super Mannschaft.“ Die Touren werden immer wieder neu verteilt, damit die Arbeit abwechslungsreich bleibt.

Bei der Planung muss Jörg Zimmermann auch wechselnde Baustellen berücksichtigen. „Das Bürgeramt informiert uns über geplante Baustellen und fragt zum Beispiel nach, ob die Straßenbreite bei Absperrungen noch für die Müllfahrzeuge ausreicht. Wenn das nicht der Fall ist, müssen wir eine neue Abholungsstelle für die Müllbehälter festlegen“, erklärt der 52-Jährige. Vielen unbekannt sei, dass das Rückwärtsfahren für Müllfahrzeuge verboten ist. „Ausnahmen gibt es noch bei Altbeständen in der Innenstadt. Bei Erneuerungen oder Erschließungen muss für uns eine Wendeanlage geschaffen werden, oder die Durchfahrt möglich sein. Wir prüfen immer, was wir noch rückwärts anfahren müssen. Man darf nicht vergessen, dass in Deutschland im Jahr zwei bis drei Müllwerker verunglücken.“ Was Zimmermann und seinen Kollegen im Alltag zusätzlich zu schaffen macht, sind Falschparker, die Zugänge zu Containern oder Einfahrten versperren. Der kommunale Ordnungsdienst wird dann informiert, die Falschparker abgeschleppt.

Auch für die Organisation der vier Wertstoffhöfe ist Jörg Zimmermann zuständig. Ob Urlaubsvertretung oder Abwesenheit durch Lehrgänge – der Disponent muss stets die personelle Besetzung sowie die Leerung der verschiedenen Container in den Wertstoffhöfen sowie der Grünabfallplätze sicherstellen. Damit alles läuft, werden die Fahrzeuge regelmäßig gepflegt. Als Fahrzeugverantwortlicher kontrolliert Jörg Zimmermann beispielsweise, ob die Fahrer ihren Pflegeauftrag leisten, der TÜV fällig ist, die Reifen in Ordnung sind oder eine Inspektion in der Werkstatt ansteht. Zweimal im Jahr finden auch Sonderprüfungen bei Bremsen und Reifen statt. Neun Müllwagen, vier Abrollkipper, ein Absetzkipper und zwei Radlader, zwei Verladebagger sowie mehrere Transporter und Poolfahrzeuge müssen einsatzbereit sein. Die Fuhrparkorganisation spricht er mit dem Werkstattmeister Ralf Richter ab.

Jörg Zimmermann ist auch Ansprechpartner für Bürgerinnen und Bürger. Dankbar ist er über Anrufe, die Mängel melden, wie überlaufende Glascontainer. Beschwerden über nicht geleerte Müllbehälter geht er akribisch nach. Oft ist das Problem, dass Müllbehälter falsch befüllt werden. „Was die Leute unterschätzen, ist eine saubere Mülltrennung, denn damit könnten sie höhere Müllgebühren vermeiden helfen“, rät der Disponent.

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26.10.2020: Studie zu Coronaviren im Abwasser beginnt

Corona-Nachweis im Abwasser als Frühwarnsystem?

Kläranlage Konstanz

Teilnahme der Konstanzer Kläranlage an bundesweiter Studie
Die Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) beteiligen sich mit ihrer Zentralkläranlage seit Montag den 26.10.2020 an einer bundesweiten Studie des Helmholtz Instituts für Umweltforschung und der TU Dresden.

Aus dem Konstanzer Abwasser werden während der vierwöchigen Studienphase regelmäßig verschiedene Proben entnommen, die anschließend auf SARS-CoV-2 Viren untersucht werden. Neben Abwasserproben aus dem Zulauf der Kläranlage werden auch Proben des Klärschlamms aus der mechanischen Reinigung nach Leipzig ins studienführende Labor geschickt. Die Methodik wurde bereits im Frühjahr entwickelt, konnte aufgrund des eingedämmten Infektionsgeschehens jedoch nicht mehr überprüft werden. Nun, da die Infektionszahlen auch in Konstanz wieder steigen, ist der Zeitpunkt gekommen, die Studie mit Abwasserproben aus Konstanz und zahlreichen weiteren deutschen Kläranlagen zu beginnen.

Durch einen zuverlässigen Nachweis von SARS-CoV-2 Viren im Abwasser wäre ein mögliches Frühwarnsystem für lokale Corona-Ausbrüche geschaffen. Das Abwasser erfasst schließlich die gesamte Virenlast des Einzugsgebiets, nicht nur die Zahl der positiv getesteten Personen und damit dem Gesundheitsamt bekannten Infektionen. Das im Abwasser erkannte Infektionsgeschehen könnte sogar auf einzelne Ortsteile eingegrenzt werden, zumindest im Konstanzer Abwassersystem. Doch um diese großen Fragen zu beantworten, müssen auch die EBK und damit die Konstanzer auf die Auswertung der letzten Studienphase warten.

Hier (146 KB) geht's zum Amtsblatt-Artikel vom 11.11.2020.

01.04.2020: Arbeiten im Konstanzer Untergrund (Amtsblatt)

Aus der Serie „Das sind wir“

Uwe Giermann

Uwe Giermann ist Vorarbeiter im Kanalbetrieb. Gemeinsam mit seinen Kollegen ist er für die Reinigung und die Instandhaltung des Kanalnetzes, der Pumpwerke und Regenüberlauf- und Regenrückhaltebecken verantwortlich.
Eine funktionierende Kanalisation ist für die Lebensqualität in einer Stadt entscheidend. Damit alles im Fluss bleibt, muss das Kanalnetz regelmäßig gereinigt und instand gehalten werden. Für diese Aufgaben ist der Kanalbetrieb der Entsorgungsbetriebe der Stadt Konstanz (EBK) zuständig. Hier sorgen Uwe Giermann, Vorarbeiter und Kanalfachkraft, und seine sechs Kollegen unter der Leitung von Lothar Blasi dafür, dass das Abwasser abläuft, die Kanaldeckel fest sitzen oder die Ratten nicht überhandnehmen. „Es ist eine stressige, schmutzige Arbeit“, erklärt Giermann unverblümt. Und mit Sicherheit auch eine der gefährlichsten Tätigkeiten, die innerhalb der städtischen Betriebe anfallen. Fast täglich wird Giermann mit Fäkalien, Bakterien, Viren, Schmutz und Ungeziefer konfrontiert. „Wir sind alle gegen Hepatitis A und B geimpft und werden regelmäßig untersucht. Der Kot und der Urin der Ratten sind das Schlimmste. Wenn es notwendig ist, verwenden wir in den Abwasserkanälen und -bauwerken einen schweren Atemschutz und tragen Schutzkleidung“, berichtet Uwe Giermann und ergänzt: „Man kommt unten schon ins Schwitzen, es ist dunkel, feucht und stinkt. Man muss abgebrüht sein.“

Hinzu kommt Explosionsgefahr durch Gase, die sich zum Beispiel durch Fäulnis bilden können. „Wir haben immer den Selbstretter dabei, der uns Atemschutz für eine Viertelstunde liefert.“ Pflicht ist auch das Mitführen eines Gaswarn- und Messgerätes. Zuerst findet eine zweiminütige Freimessung statt, bevor die Mitarbeiter hinuntersteigen. Das Gaswarngerät zeigt mit akustischen und optischen Signalen an, ob Gefahr besteht. „Wenn es durchgehend piepst, dann ist Gas im Kanal und wir müssen sofort raus. Aber wir sind ein gut eingespieltes Team, das sich aufeinander verlässt“, sagt Giermann. Die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften steht an erster Stelle, kontinuierlich werden die Mitarbeiter geschult. Unterirdische Einsätze bedürfen der Erlaubnis. Und auch bei Austausch oder Reparatur von Kanaldeckeln lassen Giermann und seine Kollegen Vorsicht walten.
Und dennoch: Der geschulte Handwerker geht seit 30 Jahren gerne zur Arbeit, denn er weiß, seine Arbeit ist unverzichtbar. Als Vorarbeiter ist er zuständig für die Kanalreinigung und die Kanalinstandsetzung im öffentlichen Netz. Der Bau- und der Spültrupp arbeiten separat. Die turnusmäßige Kanalreinigung wird in ganz Konstanz einschließlich Litzelstetten, Wallhausen, Dingelsdorf und Dettingen durchgeführt. Hinzu kommt die Reinigung der 30 Pumpwerke, des Zulaufpumpwerks der Kläranlage und der Regenüberlauf- und Regenrückhaltebecken. Kleinere Stationen werden in 120 und 180-Tages-Intervallen gesäubert. „Wir haben relativ saubere Kanäle in Konstanz, außer wenn es Großbaustellen gibt, wie zum Beispiel am Sternenplatz. Dann müssen wir öfter reinigen“, sagt Giermann.

Modernstes Gerät steht dem Kanalbetrieb dafür zur Verfügung. Das neue Hochdruckspül- und Saugfahrzeug arbeitet mit Wasserrückgewinnung. Wenn der Spültrupp morgens um 7 Uhr das Fahrzeug mit Wasser befüllt, reicht das fast den ganzen Tag. „Wir fangen dann an, von Schacht zu Schacht zu spülen, das kann je nach Verunreinigung auch schon mal einen halben Tag dauern.“ Mittels eines bis zu 280 Meter langen Spülschlauches und einer Reinigungsdüse wird mit Wasser und Hochdruck der Kanal gereinigt. Ein neun Meter langer Saugschlauch nimmt gleichzeitig wie ein Riesenstaubsauger Wasser und Schmutzstoffe auf, die im Fahrzeug mehrmals gefiltert werden. Das gesammelte Kanalräumgut wird recycelt und u.a. in Baustellen und im Straßenbau wiederverwendet.
Kleinere Schäden werden dem Bautrupp gemeldet. „Kleinere Schacht- und Bauwerkssanierungen fallen in unseren Bereich. Um so schnell wie möglich Schäden beheben zu können, benutzen wir zum Beispiel schnell härtenden Betonmörtel“, erklärt Uwe Giermann. Der Bautrupp säubert Schmutzfänger und ersetzt Steigeisen. Bei wackelnden Kanaldeckeln reicht es oft, einen Antiklapperring hineinzusetzen, manchmal muss aber auch der gesamte Rahmen ausgetauscht werden. Jeden Freitag findet die Streckenkontrolle statt, auf der Gräben und Gitter geprüft werden. Nach Starkregen werden zusätzliche Kontrollen gefahren. „In früheren Zeiten hat man nicht mit der Klimaänderung und dem Wachstum der Stadt gerechnet. So kann es vorkommen, dass die Abwasserkanäle bei Starkregen überlastet sind und Gullys zum Teil überlaufen.“

Eine weitere Aufgabe des Kanalbetriebs ist die Rattenbekämpfung. „Man sagt, auf jeden Einwohner kommen ein bis drei Ratten“, erzählt Uwe Giermann. In Gebieten wie der Altstadt – wo mehr gastronomischer Müll anfällt – werden regelmäßig Köder ausgelegt. Auch Bürger melden Sichtungen. Wenn Fraßspuren vorhanden sind, legen die Rattenbekämpfer nochmals Köder nach. „Wenn wir nicht handeln würden, dann würden wir der Lage nicht mehr Herr“, betont Uwe Giermann.

Hier (122 KB) geht's zum Artikel.

Der Kanalbetrieb EBK

  • 7 Mitarbeiter, 1 Sachgebietsleiter
  • 291 km Kanalnetz in Konstanz + Vororten,
    davon 12 km Druckleitungen
  • Kleinster Rohrdurchmesser: 15 cm
    Größter Rohrdurchmesser: 2,4 m
  • rund 9.000 Kanaldeckel:
    66 bis 80 kg Gewicht einer Kanalabdeckung (plus Rahmen)

2019

16.10.2019: Der Fachmann für Abwasserreinigung (Amtsblatt)

Aus der Serie „Das sind wir“

Mann in Pumpwerk

Die Zentralkläranlage der EBK ist die größte Abwasserreinigungsanlage am Bodensee. Seit drei Jahren kümmert sich Mirco Ebeling als Abteilungsleiter des Bereichs „Betrieb Kläranlage und Pumpwerke“ um die anfallenden Abwässer aus der Stadt Konstanz, den Bodanrückgemeinden Allensbach und Reichenau sowie der Schweizer Stadt Kreuzlingen und der Gemeinden Tägerwilen und Gottlieben.

„Ich sehe mich vor allem als Umweltschützer“, sagt Mirco Ebeling. Zu Recht. Denn gemeinsam mit seinem 23-köpfigen Team sorgt er dafür, dass das Abwasser der Haushalte und der Industrie gereinigt wird. „Wasser ist ein kostbares Gut, das man nicht verschwenden sollte. Verunreinigtes Wasser schadet Mensch und Umwelt“, betont Ebeling.

Die Komplexität der Institution Kläranlage und die Vielfalt der Herausforderungen begeistern Ebeling auch noch nach über 20 Jahren in der Abwasserwirtschaft. Angefangen hat er als Auszubildender zum Ver- und Entsorger (heute: Fachkraft für Abwassertechnik). Nach der Weiterbildung zum Abwassermeister setzte er noch ein Ingenieurstudium auf. „Die Arbeit ist unheimlich abwechslungsreich, und man kann es mit Ehrgeiz vom Facharbeiter bis zum Ingenieur bringen.“

Ebeling ist mit seinem Team aus Elektrikern, Schlossern, Meistern, Ingenieuren und Laborassistenten zuständig für den reibungslosen Ablauf der Anlagentechnik von der Zentralkläranlage, 26 Pumpwerken und 17 Regenwasserbehandlungsanlagen. „Über meinen Schreibtisch laufen unter anderem alle Monats- und Jahresauswertungen sowie der Umweltbericht“, erzählt der 38-Jährige. Personalführung und Prozessoptimierung machen den größten Anteil seiner Tätigkeit aus. „Wir arbeiten kontinuierlich daran, die Reinigungsleistung zu verbessern und dabei Ressourcen einzusparen. Zwar ist unser Hauptgeschäft die Abwasserableitung und -reinigung, aber auch die Energieeffizienz der einzelnen Anlagenteile wird immer wichtiger.“ Da selbst die besten Anlagen einmal in die Jahre kommen, beschäftigt sich Ebeling regelmäßig mit Sanierungskonzepten für die Pumpwerke, Regenwasserbehandlungsanlagen und die Kläranlage. So wird beispielsweise ab Ende 2020 der Faulturm ersetzt und durch einen weiteren ergänzt. „Damit sind wir für die nächsten 40 Jahre wieder gut aufgestellt. Der Erhalt der Kläranlage und alles, was damit zusammenhängt, ist ein Generationenprojekt“, berichtet Mirco Ebeling begeistert. Auch Ausschreibungen werden von ihm angefertigt, wie zum Beispiel für die Klärschlammentsorgung. Hier konnten die EBK kürzlich auf einen Ostschweizer Anbieter wechseln. „Die kürzeren Transportwege sind auch noch klimafreundlicher“, freut sich Ebeling.

Die Leistung der Kläranlage beeindruckt: Bei Trockenwetter werden 40 Millionen Liter Abwasser am Tag gereinigt, bei Regenwetter sind es 100 bis 120 Millionen Liter am Tag, die anschließend in den Seerhein geleitet werden. Die derzeitige Auslastung der Anlage liegt bei 170.000 Einwohnerwerten, während ihre Kapazitätsgrenze bei 215.000 erreicht ist. Denn eine Tatsache verändert sich nie: Abwasser kommt immer, rund um die Uhr, jeden Tag. „Stillstand kennen wir nicht und darf auch nicht sein,“ betont der Kläranlagen-Leiter. Ausfälle und Störungen in den Pumpwerken oder der Kläranlage werden von einem Bereitschaftsdienst rund um die Uhr behoben. „Bei größeren Störungen werde ich auch nachts informiert.“ Denn wenn die Anlagen versagen, muss verhindert werden, dass Abwasser ungeklärt in den See strömt. „Wir haben alle Systeme redundant angelegt, so dass bei einem Ausfall das Back-up einspringt,“ erklärt Ebeling. Im Notfall kommen auch mobile Pumpen zum Einsatz. Ein weiteres Sicherheitssystem ist die in den Regenwasserbehandlungsanlagen installierte Fernwirktechnik, die auf das Kläranlagen-Leitsystem aufgeschaltet ist. „Wenn etwas verstopft ist oder ausfällt, werden wir sofort gewarnt.“ Zusätzlich inspiziert ein Mitarbeiter einmal pro Woche sämtliche Außenanlagen.

Große Herausforderungen sieht Mirco Ebeling für die Zukunft in zwei Bereichen: die Phosphorelimination und die Reinigung des Wassers von Spurenstoffen, Mikroplastik, Pestiziden und ähnlichem. Phosphorverbindungen wirken in Gewässern als Düngemittel und sind die Hauptursache für eine Eutrophierung (menschlich bedingte Nährstoffanreicherung in Gewässern mit nachteiligen Folgen für Ökologie und Nutzbarkeit). Die Phosphorelimination findet in der Konstanzer Kläranlage mittels einer so genannten Zwei-Punkt-Fällung statt. Zwei verschiedene Eisensalze werden im Zulauf der Biologie und im Zulauf der Nachklärung in den Reinigungsstufen zugeführt. „Da Phosphor aber ein wichtiger und begrenzter Rohstoff ist, hat die neue Klärschlammverordnung die Rückgewinnung von Phosphat aus dem Abwasser oder Klärschlamm gesetzlich festgeschrieben,“ so Ebeling. Als Mitglied im Beirat für Phosphorrückgewinnung der Deutschen Vereinigung für Wasser- und Abwasserwirtschaft beschäftigt er sich bereits seit längerem intensiv mit diesem Thema. „In naher Zukunft werden wir eine vierte Reinigungsstufe einführen müssen, die Spurenstoffe, wie zum Beispiel Pflanzenschutzmittel, Medikamente und Industriechemikalien aus dem Abwasser entfernt.“ Momentan laufen in Baden-Württemberg dazu 15 Pilotprojekte. „Das ist das Fantastische an meinem Beruf: man lernt nie aus, und es bleibt spannend“.