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23.03.2022: 5 Tipps zu Biomüll und Kompost

Biomüll

Kartoffelschalen, Rasenschnitt und Essensreste – organische Abfälle stecken voller Nährstoffe. Die Kompostierung von Biomüll und Grünabfällen zu Dünger und Erde kann als ältestes Recyclingverfahren der Welt bezeichnet werden. Das funktioniert natürlich nur, wenn diese Abfälle auf dem heimischen Kompost oder in der braunen Biomülltonne der Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) entsorgt werden. 

  1. Kein Plastik im Biomüll
    Der Konstanzer Biomüll wird in Singen unter optimierten Bedingungen zu Dünger und Erde verarbeitet. Plastik im Biomüll muss aufwendig und energieintensiv aussortiert werden. Nicht aussortiertes Plastik trägt zur Mikroplastikverschmutzung der Umwelt bei. 
  2. Auch kein „biologisch abbaubares“ Plastik im Biomüll
    Als kompostierbar oder abbaubar beworbene Plastik-Biomülltüten dürfen nicht in den Biomülltonnen der EBK entsorgt werden. Die automatisierte Sortierung kann nicht zwischen konventionellen und „abbaubaren“ Plastiktüten unterscheiden. Im Kompostierprozess werden diese Tüten nicht zuverlässig zersetzt. Biomüll nur lose, in Papiertüten oder Zeitungspapier entsorgen.
  3. Bambustassen und Palmblattteller sind kein Biomüll
    Geschirr und Besteck aus nachwachsenden Rohstoffen kann weder im Biomüll noch auf dem eigenen Kompost entsorgt werden. Der Zersetzungsprozess dauert zu lange, zudem können giftige Stoffe enthalten sein. 
  4. Essensreste und Zitrusfrüchte im Biomüll
    Viele Essensreste oder Zitrusfrüchte sind nicht einfach im heimischen Garten zu kompostieren, können aber in der Biomülltonne entsorgt werden, sofern es sich um übliche Mengen aus Privathaushalten handelt. Bei Fragen zur Kompostierung und der Biomülltonne hilft die Abfallberatung der EBK gern und kompetent weiter. 
  5. Gartenabfälle im Garten verwerten, Fahrten vermeiden
    Wer einen Garten hat, hat Glück, Arbeit und Grünabfälle, die unter anderem auf den Wertstoffhöfen der EBK entsorgt werden können. Viele Abfälle lassen sich direkt im Garten verwerten, so dass nicht jeder Rasenschnitt zum Wertstoffhof gefahren werden muss: Gras und Heckenschnitt kann auf den Komposthaufen oder als Mulch ausgetragen werden, Reisighaufen bieten Schutz für Igel und andere tierische Mitbewohner. 
    Bildunterschrift: Rund 87 kg Biomüll sind 2021 pro Person in Konstanz von den EBK gesammelt worden. 

Mehr Infos zur weiteren Verarbeitung, Hintergründe und weiterführende Links zum Thema Biomüll finden sich in der Rubrik Abfallwege: Biomüll.

22.03.2022: Abfallstatistik 2021

436 Kilogramm Abfall pro Person

Abfallmenge pro Kopf 2021

Über 400 Millionen Tonnen Müll fallen in Deutschland jährlich an. Dazu zählen auch die Abfälle, die von den Entsorgungsbetrieben Stadt Konstanz (EBK) gesammelt werden. Rund 12.000 Grundstücke fährt die Müllabfuhr im Stadtgebiet und den Ortsteilen an. Bis zu 700 Personen suchen die vier Wertstoffhöfe an Spitzentagen auf. Da kommt einiges an Abfall und Müll zusammen: Im Jahr 2021 haben die EBK rund 36.747 Tonnen Abfälle gesammelt, etwa 300 Tonnen mehr als im Vorjahr. 

Pro Kopf Aufkommen unter dem Bundesdurchschnitt
Auf jede Person in Konstanz entfallen für das vergangene Jahr damit rund 436 Kilogramm Abfall. Diese Menge liegt unter dem bundesdeutschen Durchschnitt, den das statistische Bundesamt für 2020 mit 476 Kilogramm pro Person angibt. Zahlen des Jahres 2021 liegen dort noch nicht vor. Die EBK berechnen das pro Kopf Aufkommen anhand der Einwohnerzahl, jeweils zum Stichtag 31.12. des Vorjahres. Da die Gesamtmenge gestiegen, die Einwohnerzahl sich aber nicht wesentlich verändert hat, ist auch die pro Kopf Menge gestiegen. Etwa 6 Kilogramm mehr Abfälle sind pro Konstanzerin und Konstanzer angefallen als noch im Vorjahr. Liegt es an den Masken und Schnelltests? Wie gestaltet sich das Mengenverhältnis der verschiedenen Abfallarten? Antworten darauf gibt ein genauerer Blick auf die Abfallstatistik 2021 der EBK. 

Restmüll: Leichter Rückgang
Masken, Schnelltests und andere infektiöse Abfälle werden korrekterweise im Restmüll entsorgt. Wäre die häufig in den Medien gelesene Aussage korrekt, dass die Schnelltests und Masken für ein erhöhtes Müllaufkommen sorgen würden, müsste man einen deutlichen Zuwachs beim Restmüll erkennen. In Konstanz ist die Restmüllmenge im Jahr 2021 allerdings konstant geblieben, sogar leicht zurückgegangen von 131 Kilogramm auf 128 Kilogramm pro Person. Insgesamt wurden von den EBK 10.790 Tonnen Restmüll aus Privathaushalten erfasst, was sich ohne Auffälligkeit in die Restmüllmengen der vergangenen fünf Jahre einordnet. 
Alles, was im Restmüll landet, wird verbrannt und ist damit unwiederbringlich für den Wertstoffkreislauf verloren. In manchen Fällen ist das sinnvoll, zum Beispiel bei potenziell infektiösen Abfällen, in anderen Fällen aber schlichtweg falsch entsorgt: Studien besagen, dass etwa zwei Drittel dessen, was im Restmüll landet, dort nicht hingehört. Eine Chance auf Recycling gibt es nur für die Abfälle, die getrennt vom Restmüll entsorgt werden. Man kann also davon ausgehen: Je weniger Restmüll anfällt, desto besser wird der Abfall getrennt.

Gesamtabfallmenge 2021

Biomüll: Es wird immer noch gekocht!
2020 wurde über die Menge an Bioabfall gestaunt und mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie erklärt: Durch die Schließung von Restaurants, Kantinen und anderen Gastronomiebetrieben wurde das Kochen am eigenen Herd wichtiger. Und wo gekocht wird, fallen Bioabfälle an. Die Bioabfallmenge 2021 folgt diesem Trend und ist beinahe unverändert hoch: 87 Kilogramm Biomüll pro Kopf und damit die genau gleiche Menge, die auch in der Abfallstatistik des Vorjahres angegeben ist. Insgesamt wurden von den EBK vergangenes Jahr 7.356 Tonnen Biomüll gesammelt. 
Auch 2021 war durch Einschränkungen der Gastronomie geprägt, es wurde viel im Homeoffice gearbeitet, dadurch mutmaßlich vermehrt zu Hause gekocht und gegessen. Dazu hat die besonders günstige Wetterlage mit viel Regen und weniger Hitze dem heimischen Gärtner und der heimischen Gärtnerin vermehrt Freude am Rasenmähen beschert. 

Altpapier: Weniger Gewicht, mehr Volumen
Die gewogene Menge an Altpapier ist im Jahr 2021 erneut zurückgegangen: Von 72 auf 70 Kilogramm pro Person. Die EBK haben in den Altpapiertonnen und auf den Wertstoffhöfen insgesamt 5.870 Tonnen Altpapier gesammelt. Doch das Gewicht sagt noch nichts über das Volumen: Während sich Printprodukte weiter langsam aus dem Alltag verabschieden, die wenig verbliebenen Zeitungen nach dem Lesen zur Biomüllsammlung genutzt werden, steigt der Anteil von Kartons kontinuierlich an. Bemerkbar macht sich das vor allem daran, dass ein Müllfahrzeug, das zur Sammlung von Altpapier unterwegs ist, häufiger geleert werden muss als noch vor einigen Jahren.

Gelber Sack: Verpackungen aus Plastik, Metall und Verbundstoffen 
Joghurtbecher, Tomatendosen und Milchkartons werden im Gelben Sack entsorgt. Der Gelbe Sack ist der erste Schritt im Recycling von Plastik, Metall und Verbundstoffen, der von den Produzenten der Verpackungen verantwortet wird. Der Gelbe Sack wird also nicht mit den jährlichen Abfallgebühren bezahlt, sondern mit einer Verpackungsabgabe, die im Preis der Produkte im Laden bereits enthalten ist. Seit Jahresbeginn wird der Gelbe Sack von den EBK häufiger abgeholt, nicht mehr monatlich, sondern alle zwei Wochen. Auf die Menge der gesammelten Verpackungsabfälle hat sich das jedoch nicht ausgewirkt: Mit 24 Kilogramm pro Person, insgesamt 2.059 Tonnen, liegt die Menge sogar leicht unter der Vorjahresmenge von 25 Kilogramm pro Person. 

Altglas: 31 Kilogramm Flaschen und Gläser pro Person
Eine weitere Auffälligkeit der Vorjahresstatistik lag im Anstieg der gesammelten Altglasmenge, also dem sogenannten Verpackungsglas – Weinflaschen, Marmeladengläser und ähnliches – das in den Altglascontainern gesammelt wird. Die Altglasmenge ist 2021 gleichbleibend hoch: 31 Kilogramm pro Person, mit 2.622 Tonnen nur 12 Tonnen unter dem Vorjahreswert. Es wird also weiterhin gern getrunken, gekocht und gebacken. 

Abfallart pro Person

Sperrmüll und Wertstoffe
Auf den Konstanzer Wertstoffhöfen werden über 30 verschiedene Wertstoffe gesammelt, darunter Sperrmüll, Holz und Metall. Zum klassischen Sperrmüll gehören kaputte Gegenstände, die nicht in die Restmülltonne passen, wie Snowboards, Matratzen oder Teppiche. Alte Möbel aus Holz oder Fahrräder aus Metall lassen sich bestens recyceln und werden darum separat gesammelt. Nicht ganz so bekannt ist die Tatsache, dass auch Druckerzubehör, CDs, Fette und Öle sowie Naturkorken auf den Wertstoffhöfen der EBK gesammelt werden, um sie wiederverwerten zu können. Seit Jahresbeginn 2021 wird auf den Wertstoffhöfen auch sogenanntes Flachglas gesammelt. Also das Glas, das nicht in den Altglascontainer gehört, aber entgegen der Benennung auch nicht unbedingt flach sein muss: Trinkgläser, Aquarien oder Glaselemente aus Möbelstücken zählen dazu, 
Bei Sperrmüll und Wertstoffen sind 2021 keine Auffälligkeiten zu beobachten, beide Mengen blieben konstant auf hohem Niveau: 1.061 Tonnen Sperrmüll und 3.133 Tonnen Wertstoffe wurden auf den Wertstoffhöfen abgegeben. 

Grünabfall: Mehr Regen, viel mehr Grünabfälle!
Die bisher betrachteten Abfallarten haben noch keine größeren Auffälligkeiten ergeben, die den Anstieg der Gesamtabfallmenge erklären würden. Beim Blick auf die Grünabfälle ändert sich das: Die Gesamtmenge der von den EBK gesammelten Grünabfälle ist auf 3.843 Tonnen gestiegen. Das ist ein Anstieg von 1.051 Tonnen beziehungsweise 38%. Pro Kopf wurden in Konstanz rund 46 Kilogramm Grünabfälle gesammelt, das ist mit Abstand der Spitzenwert der vergangenen Jahre! 
Das kann einerseits daran liegen, dass sich die vermehrte Aufmerksamkeit für den eigenen Garten auch im Jahr 2021 fortgesetzt hat. Was im ersten Pandemiejahr gepflanzt wurde, bedarf schließlich auch im Folgejahr noch Pflege und Zuwendung. 
Der zweite, sicherlich stärkere Faktor: Das Wetter. 2021 hat es im Vergleich zu den Vorjahren verhältnismäßig viel geregnet und es war nicht zu heiß. Perfekte Bedingungen für optimales Wachstum. Und wo mehr wächst, fällt auch mehr Grünabfall an. So viel Grünabfall, dass er nicht mehr im heimischen Komposthaufen verarbeitet werden kann, sondern den EBK übergeben wurde. Dass vor allem das Wetter für den enormen Anstieg an Grünabfällen verantwortlich ist, bezeugen auch die Technischen Betriebe Konstanz (TBK). Auch bei der städtischen Grünpflege sind die Grünabfälle im Jahresvergleich um mehr als ein Drittel gestiegen. 

Grünabfall
Mehr Regen, mehr Grünabfälle!

Ohne Grünabfall: Rückgang der Gesamtmenge
Dass die Gesamtmenge der Konstanzer Abfallstatistik ein Fünfjahreshoch erreicht hat, ist also nicht vorschnell als schlecht zu bewerten. Denn der Zuwachs lässt sich vor allem auf den Grünabfall zurückführen. Und der Grünabfall kann getrennt gesammelt optimal kompostiert werden, damit er als Dünger oder Erde wieder im Nährstoffkreislauf zum Einsatz kommt. 
Mehr noch: Betrachtet man die Abfallmenge unter Ausschluss der Grünabfälle, ist sogar ein leichter Rückgang der Gesamtmenge der „vermeidbaren“ Abfallarten festzustellen: Von 33.628 Tonnen im Jahr 2020 auf 32.904 Tonnen im vergangenen Jahr. Keine signifikante Veränderung, aber eben auch keine auffällige Zunahme an Abfällen. 

Abfallvermeidung und Abfalltrennung: Nur gemeinsam zu schaffen
Was von der kommunalen Müllabfuhr geholt oder auf den Wertstoffhöfen gesammelt wird, macht nur etwa 15% der Gesamtmüllmenge in Deutschland aus. Die größten Anteile entfallen auf das Bau- und Abbruchgewerbe, auf Produktion und andere Industriezweige sowie die Gewinnung von Bodenschätzen. Dennoch ist es wichtig und richtig, dass sich die Konstanzerinnen und Konstanzer Gedanken über ihr Abfallverhalten machen. Jeder Beitrag zählt, auf dem Weg zu einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft. Viel zu oft landet eigentlich noch Brauchbares im Müll und seltene Rohstoffe gehen verloren, weil sie in der falschen Tonne entsorgt wurden. Die Neuproduktion und Entsorgung von Konsumgütern tragen einen großen Anteil zum globalen CO2-Ausstoß bei. Abfallvermeidung und Abfalltrennung reduzieren diesen CO2-Ausstoß, da beim Recycling weit weniger Energie benötigt wird und die Transportwege kürzer sind. Abfallvermeidung und Abfalltrennung sind damit ein unmittelbarer Beitrag zum Klimaschutz. 
Darum helfen die EBK mit Tipps zur Abfallvermeidung und Abfalltrennung. Im Online Abfall ABC ist schnell herausgefunden, wo etwas korrekt entsorgt wird. In der Rubrik Abfallwege lässt sich nachvollziehen, wie die einzelnen Abfallarten weiterverarbeitet und recycelt werden. Und wer spezielle Fragen hat, dem hilft die Abfallberatung der EBK persönlich und per Mail gerne weiter. Denn nur gemeinsam können wir es schaffen, die aufkommende Abfallmenge zu reduzieren und die unvermeidbaren Abfälle dem bestmöglichen Recycling zuzuführen.

22.03.2022: Stoffwindelzuschuss wird vereinfacht

Stoffwindelzuschuss

Rund 5,3 Millionen Windeln – grob überschlagen ist das die Menge an Windeln, die für die 2021 in Konstanz geborenen Babys anfällt. 1.161 Babys hieß Konstanz vergangenes Jahr willkommen. Gewickelt wird etwa 2,5 Jahre lang, in dieser Rechnung fünfmal am Tag. Für jedes Kind werden also rund 4.600 Windeln im Restmüll entsorgt, eine riesige Menge Abfall! Dabei lässt sich das oberste Gebot der Abfallvermeidung auch auf Windeln anwenden: Stoffwindeln haben sich als Mehrweg-Alternative etabliert.
Um diesen Beitrag zur Abfallvermeidung zu unterstützen, bezuschussen die Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) seit 2020 den Neukauf von Stoffwindeln. 264 Anträge wurden seitdem positiv beschieden. Erwachsene, die auf Windeln angewiesen sind, können den Stoffwindelzuschuss selbstverständlich ebenfalls beantragen. 
Nun wird der Stoffwindelzuschuss vereinfacht, die bisher zwei möglichen Anträge werden zu einem zusammengefasst. Förderkriterien und Summe bleiben gleich: Ab April 2022 kann der Zuschuss von maximal 50% des Kaufpreises, bis zu 200 Euro, für den Neukauf von Stoffwindeln bereits auf einen Antrag gewährt werden. Der Antrag muss dabei in den ersten beiden Lebensjahren des Kindes bei den EBK eingehen, die Rechnungen dürfen nicht älter als 24 Monate sein. Bislang waren zwei Anträge möglich, die je maximal 100 Euro Zuschuss gewährten. Eltern, die im vergangenen Jahr bereits einen ersten Antrag gestellt haben, können den zweiten Antrag selbstverständlich noch nachreichen. Die Übergangsphase wird kulant gehandhabt. Auch für Erwachsene werden die bislang zwei möglichen Anträge zu einem zusammengefasst.
Wie die Nutzung von Stoffwindeln ökologisch bewertet werden kann, ist sehr vom individuellen Verhalten abhängig. Die Wasch- und Trockenroutine benötigt große Mengen an Strom und Wasser. Wenn die Stoffwindeln möglichst lange genutzt, in der vollen Waschmaschine bei 60 Grad, anschließend an der Luft und nicht im Trockner getrocknet werden, wird nicht nur der Abfall, sondern werden auch die Energiekosten reduziert. 
Informationen zum Stoffwindelzuschuss und der entsprechenden Antrag sind hier zu finden.

08.03.2022: Kanalerneuerung in der Mainaustraße

Bauabschnitte Kanalerneuerung Mainaustraße
Die Baumaßnahme wird in drei Bauabschnitten durchgeführt.

Wechsel in zweiten Bauabschnitt steht bevor

Seit Anfang des Jahres wird in der Mainaustraße, genauer in der sogenannten Dreherkurve, im Auftrag der Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) das Kanalsystem erneuert. Ab der Kreuzung Mainaustraße mit Hermann-von-Vicari-Straße und Sonnenbühlstraße bis zur Kreuzung Mainaustraße mit Staader Straße und Bettengasse in Allmannsdorf wird ein neuer Abwasserkanal in die stadtauswärtsführende Fahrbahn verlegt. Die Kanalerneuerung wird in drei Bauabschnitten durchgeführt. 

Dank des milden Winters schreiten die Arbeiten gut voran. Bereits ab Mitte dieser Woche kann mit der bituminösen Befestigung, also der Wiederherstellung der Straßenoberfläche im ersten Bauabschnitt begonnen werden. In diesem ersten Bauabschnitt sind anschließend nur noch wenige Restarbeiten wie die Einpassung der Schachtabdeckungen, das Vergießen der Fugen und die bituminöse Wiederherstellung des Geh- und Radwegs zu erledigen.

Zeitgleich werden diese Woche die Vorbereitungen für den zweiten Bauabschnitt aufgenommen, der sich Richtung Allmannsdorf anschließt. Dafür werden der begleitende Parkstreifen sowie der Fuß- und Radweg mit einer provisorischen, tragfähigen Befestigung verstärkt, damit der motorisierte Verkehr darauf umgeleitet werden kann. 

Umleitung Fuß- und Radverkehr
Umleitung für den Fuß- und Radverkehr

Der Start der Arbeiten im zweiten Bauabschnitt ist für Montag, den 14. März, geplant. Auch während der Arbeiten im zweiten Bauabschnitt wird der stadtauswärts führende, motorisierte Verkehr auf die Gegenfahrbahn umgeleitet, der stadteinwärts führende Verkehr auf die provisorische Fahrspur über Parkstreifen und Fuß- und Radweg. Die bereits ausgeschilderte und gut angenommene Umleitung für den Fuß- und Radverkehr über Bettengasse und Hockgraben bleibt weiterhin bestehen. 

Die Bushaltestelle „An der Steig“ auf der stadtauswärts führenden Straßenseite kann während der Arbeiten nicht bedient werden, da sie sich innerhalb des Bauabschnittes befindet. Fahrgäste werden gebeten, auf die nahegelegenen Haltestellen „Tannenhof“ oder „Allmannsdorf“ auszuweichen. Zusätzliche Infos werden auf der Website der Stadtwerke Konstanz und auf Aushängen an den Haltestellen vor Ort zu finden sein. 

Die Kanalerneuerung in der Mainaustraße ist notwendig, da der alte Kanal nach über 60 Jahren im Dauereinsatz und der gewachsenen Anzahl der angeschlossenen Grundstücke seine Belastungsgrenze erreicht hat. Die Kanalerneuerung soll bis August abgeschlossen sein. Hintergründe und aktuelle Informationen zur Kanalerneuerung in der Mainaustraße sind in der Rubrik Baumaßnahmen zu finden.

22.02.2022: Abfall ABC, C wie Corona-Abfälle

Restmüll
Eindeutig Restmüll: Masken, Schnelltests und Co.

Wohin mit Masken und Schnelltests?

Alle potenziell infektiösen Abfälle gehören in den Restmüll. Dazu zählen nicht nur benutzte Taschentücher oder Pflaster, sondern auch Masken und Corona-Schnelltests. Denn nur der Restmüll wird ohne weitere Sortierung verbrannt. Masken und Testkits am besten in verschlossenen Müllbeuteln in die eigene Restmülltonne werfen. So werden die Mitnutzerinnen und -nutzer der Mülltonne ebenso geschützt wie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Entsorgungsbetriebe Konstanz. 

Ob nun OP- oder FFP2-Maske, das Gerücht hält sich, dass die Gummibänder vor der Entsorgung zerrissen oder zerschnitten werden sollten, damit sich keine Tiere darin verfangen. Das ist gut gemeint, allerdings nicht notwendig, wenn die Masken im Restmüll entsorgt werden. Der Restmüll wird aus der Tonne in das Müllfahrzeug geleert, auf dem Betriebsgelände der EBK in Container verladen, die wiederum zur Kehrichtverbrennungsanlage in Weinfelden transportiert werden. Die Mülltüten werden nicht nochmals geöffnet, der Müll vor der Verbrennung nicht nochmals sortiert. Wenn der Restmüll mit dem Leeren der Restmülltonne in die Verantwortung der EBK übergeht, kann man sich sicher sein, dass keine Tiere in Gefahr geraten. 

Mit den Masken gehören auch die Schnelltests für die Selbstanwendung, also Corona-Tests für zu Hause, in den Restmüll. Die Umverpackungen, wie Pappschachtel oder Anleitung, sollen und können natürlich normal getrennt entsorgt werden: Papier und Pappe ins Altpapier, Plastik in den Gelben Sack. Alles jedoch, was mit dem Test selbst zu tun hat – Wattestäbchen, Pufferlösung oder Testkassette – also mit potenziell infektiösen Flüssigkeiten in Kontakt kam, muss in den Restmüll. 
Ein Schmankerl für Freunde der korrekten Abfalltrennung: Die kleinen Trocknungsbeutel mit Granulat, die den Testkits oder Schuhkartons und Elektronik beiliegen, gehören in den Restmüll, da sie nicht recycelt werden können. 

Diese und viele weitere Entsorgungsfragen, nicht nur zu Corona-Abfällen, werden im Abfall ABC der Stadt Konstanz beantwortet.

22.02.2022: Was darf in den Abfluss und was nicht?

Abfluss

Toiletten und Gullys sind keine Mülleimer

Rund 40 Millionen Liter Abwasser reinigt die Kläranlage auf dem Betriebsgelände der Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) täglich. Aber nicht alles, was in der Kläranlage ankommt, ist mit dem Abwasser richtig entsorgt. Knapp eine Tonne Rechengut wird am Zulauf der Kläranlage pro Tag abgefangen. Vieles davon ist schlichtweg Müll wie Feuchttücher, Wattestäbchen, Windeln, Essensreste oder Zigarettenkippen. Und das sind nur die sichtbaren Abfälle, die nichts im Abwasser verloren haben. Die Beseitigung der unsichtbaren Schadstoffe, die mit Farbresten, Lösungsmitteln oder Medikamenten in der Kläranlage ankommen, ist wesentlich komplizierter.
Mehr Infos zum Thema und weiterführende Links zum Thema in unserer Rubrik Abwasser: Was darf in den Abfluss?

26.01.2022: Abwasserentsorgung als Umweltschutzaufgabe

Gereinigtes Abwasser

Was ist eigentlich Abwasser?

Rund 5 Millionen Menschen beziehen ihr Trinkwasser aus dem Bodensee. Der See ist Heimat zahlreicher Tiere und Pflanzen. Sein glitzerndes Wasser sorgt auch bei Einheimischen für Urlaubsgefühle. Voraussetzung dafür ist die hohe Wasserqualität, die wiederum von der sicheren Abwasserentsorgung abhängig ist. Die Abwasserentsorgung ist eine wichtige Umweltschutzaufgabe, die von den Entsorgungsbetrieben Stadt Konstanz seit Jahrzehnten zuverlässig, erfolgreich und vorausschauend wahrgenommen wird. 
Der hohe Stellenwert der Abwasserentsorgung ergibt sich aus vergangenen Erfahrungen: Bis in die 1960er Jahre gelangte Abwasser weitgehend ungeklärt in den Bodensee und damit auch große Mengen an Schadstoffen. Die Wasserqualität verschlechterte sich zunehmend, Algenteppiche breiteten sich aus, der See drohte zu „kippen“. 1959 entwickelte die Internationale Gewässerschutzkommission Richtlinien zur Reinhaltung des Bodensees – der Startschuss zum Bau der Konstanzer Kläranlage, die 1966 mit einer mechanischen Reinigungsstufe den Betrieb aufnahm. Mittlerweile ist die Konstanzer Kläranlage die größte Anlage am Bodensee und reinigt rund 40 Millionen Liter Abwasser pro Tag. 
Gemeinhin wird alles Wasser, das durch bauliche Maßnahmen abgeleitet wird, als Abwasser bezeichnet. Dazu zählt selbstverständlich das häusliche Schmutzwasser, das aus Badewannen, Waschbecken, Toiletten und Waschmaschinen in die Kanalisation abfließt. Auch das Niederschlagswasser, das von Straßen und anderen versiegelten Flächen in die Kanalisation geleitet wird, trägt zum Abwasseraufkommen bei. Darüber hinaus kann in der Kanalisation auch sogenanntes Fremdwasser auftreten – Wasser, das durch bauliche Schäden in die Kanäle eintritt. Sobald das Wasser durch Toilettenspülungen, Badewannen, Straßenabläufe und Gullys abgeflossen und in die Kanalisation eingetreten ist, geht es in den Verantwortungsbereich der EBK über. 
Mehr Infos zum Thema Abwasser sowie weiterführende Links sind hier zu finden: Was ist eigentlich Abwasser?

25.01.2022: Klimaschutz bei den EBK

EBK Betriebsgebäude

Umbau zum klimaneutralen Fuhrpark und Ausbau erneuerbarer Energien 

Die Auswirkungen auf den Klimawandel sind bei allen Entscheidungen der EBK maßgebliche Kriterien. Der Umbau hin zu einem klimaneutralen Fuhrpark bis 2035 und der weitere Ausbau erneuerbarer Energien standen auch im Jahr 2021 im Mittelpunkt der Bemühungen. 

Bereits 2020 hat der Technische Betriebsausschuss der Beschaffung eines ersten vollelektrischen Müllfahrzeugs zugestimmt, vorbehaltlich eines positiven Förderbescheids. Im November 2021 folgte der zweite Beschaffungsbeschluss unter der gleichen Bedingung. 
Zum Jahreswechsel 2021/2022 wurde der erste Förderantrag der EBK abgelehnt, da bei der Vergabe der Bundes-Fördermittel eine hohe Kilometerleistung gegenüber dem hohen Verbrauch der Müllfahrzeuge bevorzugt wurde. Bei bis zu vier Förderaufrufen pro Jahr und der Aussicht auf geänderte Förderkriterien sind die EBK zuversichtlich, mit dem nächsten Antrag, der dann für gleich zwei Müllfahrzeuge gestellt werden kann, erfolgreich zu sein. 
2021 konnte der Anteil klimaneutraler Fahrzeuge im EBK Fuhrpark mit einem neuen E-PKW und einem E-Kastenwagen dennoch weiter gesteigert werden, da jeweils ein diesel- und ein erdgasbetriebenes Fahrzeug ersetzt wurden. Zwei weitere Elektrofahrzeuge sind bereits bestellt.

Mit dem Anschluss des Sozialgebäudes der Technischen Betriebe Konstanz ist nun beinahe das gesamte Betriebsgelände in der Fritz-Arnold-Straße über das EBK eigene Nahwärmenetz versorgt. Auf dem Zwischenpumpwerk der Kläranlage ist seit Januar 2022 eine neue Photovoltaik-Anlage in Betrieb. Sie verspricht eine Spitzen-Leistung von 30 kW. 
Im Zuge der Erneuerung der Klärschlammfaulung wollten die EBK mit einer bauwerksintegrierten Photovoltaik-Anlage neue Wege beschreiten. Auf die öffentliche Ausschreibung ging jedoch kein, auf die darauffolgende beschränkte Ausschreibung nur ein Angebot ein, dessen Kostenberechnung die Planung um das Doppelte überschritten hat. Damit ist die bauwerksintegrierte PV-Anlage an den zylinderförmigen Faultürmen wirtschaftlich derzeit nicht zu realisieren. 
Auf der Kläranlage lässt sich mittels faltbarer PV-Anlagen aber auch das Solarpotenzial bereits genutzter Flächen ausschöpfen. Die EBK wollen in diesem Jahr in die Vorplanung einer faltbaren PV-Anlage über geeigneten Becken der Kläranlage einsteigen. 

11.01.2022: Abfallinfo 2022

Abfallinfo 2022

Wo finde ich meinen Abfuhrkalender 2022? Wie sind die Öffnungszeiten der Wertstoffhöfe? Und wo finde ich die Termine und Standorte des Problemstoffmobils?
Alle Antworten zu den Entsorgungsfragen, die sich nicht nur zum Jahreswechsel stellen, sind unserer Abfallinfo 2022 zusammengestellt.
Die Abfallinfo liegt gedruckt dem Amtsblatt vom 12.01.2022 bei, auf den Wertstoffhöfen aus und kann hier als PDF herunterladen werden: Abfallinfo 2022 (399 KB).

11.01.2022: Gehört das wirklich auf den Wertstoffhof?

EBK Wertstoffhof

Abfallwege: Besonderheiten wie Korken, Speisefett und CDs

Die Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) betreiben vier Wertstoffhöfe: Im Industriegebiet, auf dem Gelände der ehemaligen Deponie Dorfweiher, im Paradies und in Dettingen. Dass auf diesen vier Wertstoffhöfen nicht nur die Entsorgungsklassiker wie Möbelstücke, Grünabfälle und Waschmaschinen, sondern auch andere, vielleicht ungewöhnliche Abfallarten gesammelt werden, ist nicht unbedingt bekannt. 
Eine Besonderheit auf den Wertstoffhöfen der EBK ist zum Beispiel die Sammlung von Naturkorken. Wein- und Sektkorken aber auch Korkenplatten können in den bereitgestellten Behältern entsorgt werden. Die abgegebenen Korken werden wiederaufbereitet und zu Bodenbelägen oder Isoliermaterial im Hausbau aufbereitet. 
Was mit dem auf den Wertstoffhöfen gesammelten Speisefett, den CDs und weiteren Wertstoffen geschieht, lesen Sie hier Abfallwege: Besonderheiten.