Dieses Mehrfamilienhaus in Konstanz-Fürstenberg aus dem Jahr 1969 bietet Platz für 33 Wohnungen. Die WohnungseigentümerInnen haben sich dazu entschlossen das Gebäude vollumfänglich auf KFW 70 Niveau zu sanieren und damit den CO2-Ausstoß um bis zu 85 % zu reduzieren.
Dies wurde durch eine Komplettdämmung (Kellerdecke, Außenwände, Fenster, Dach und oberste Decke) erreicht. Wo es möglich war, wurden ökologische Baumaterialien eingesetzt (Dachdämmung aus Holzfaser). Alle Fenster, insbesondere auch die Dachfenster haben Rollläden als sommerlichen Wärmeschutz erhalten (3/4 zum ersten Mal).
Die Wärmeversorgung erfolgt nun über zwei Luft-Wasser-Wärmepumpen und einen Gas-Spitzenlastkessel. Die neue 22 kWp Photovoltaikanlage und der 9,2 kWh Stromspeicher können einen Teil des Strombedarf der Wärmepumpe abdecken. Mit den beschriebenen Maßnahmen wurde das Gebäude zum Effizienzhaus 70 (30% unter Neubaustandard).
Da es im Quartier weitere Gebäude ähnlicher Bauart gibt, die noch saniert werden müssen, hat die Sanierung eindeutig Vorbildcharakter.
Wir haben es geschafft, dass ein Gebäude mit sehr ansprechenden Wohnungsgrundrissen in die Zukunft geführt werden konnte − dank umfangreicher Förderungen. Mein persönlicher Tipp: Man sollte sich in der Planungsphase ausreichend Zeit nehmen, um so ein Gebäude gewissenhaft analysieren zu lassen. Das erspart unangenehme Überraschungen während der Ausführung. Zum Beispiel wird oft der nicht mehr zeitgemäße Zustand der Elektroinstallation übersehen. Das kann zu erheblichen Mehrkosten bei der Ausführung führen.
Roland Baumgärtner





