Im Blickpunkt: Gebäudeintegrierte PV-Anlage an einem zentralen Platz in Konstanz

Gebäude: Wohn- und Geschäftshaus mit fünf Wohneinheiten und zwei Ladengeschäften
Baujahr: 1316
Beheizte Fläche: 950 m²
Standort: Wessenbergstraße 32
Ausgangslage: Gasheizung
Umges. Maßnahmen: 9,2 kWp Terracottafarbene PV-Dachanlage;
9 kWh Stromspeicher; Infrarotheizungen

Dieses Wohn- und Geschäftsgebäude steht unmittelbar neben dem Konstanzer Münster in der Konstanzer Altstadt. Das Gebäude wurde 1316 erbaut und steht unter Denkmalschutz. Es bietet Platz für fünf Wohneinheiten und zwei Ladengeschäfte.

Im Zuge der energetischen Sanierung wurde eine 9,2 kWp große PV-Anlage zusammen mit einem 9 kWh großen Stromspeicher zugebaut. PV-Anlage und Speicher ermöglichen eine Abdeckung des eigenen Haushaltsstromverbrauchs. Zusätzlich wird CO<sub>2</sub> im Bereich der Warmwasserversorgung und der Wärmeversorgung (Infrarot-Heizungen ersetzten teilweise alte Gasheizungen) eingespart.

Das Projekt wurde in enger Abstimmung mit der Unteren Denkmalschutzbehörde entwickelt, da die Dachflächen sich ein einem Bereich befinden, der aus städtebaulich und denkmalpflegerischer Sicht besonders sensibel ist. Das Dach befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Konstanzer Münster und ist vom Münsterturm aus einsehbar. Daher wurden terracottafarbene PV-Elemente (Issol Solar, Terra Module) ausgewählt, die sich farblich an die Farbe der bestehenden Dachziegel anpassen.

Um diesen Mehraufwand zu würdigen und zu unterstützen, hat sich die Jury für eine Förderung aus den Mitteln der Leuchtturmförderung entschieden.

Es ist ein gutes Gefühl „eigenen“ Strom zu erzeugen, und dadurch Stück um Stück von fossilen Brennstoffen unabhängig zu werden. Die Zusammenarbeit mit dem Denkmalamt empfand ich als sehr befruchtend und hat im Ergebnis zur Aufnahme von Teilen des Hauses in direkter Nachbarschaft zum Konstanzer Münster in das Solarkataster geführt. Nutzen Sie also die Fachkompetenz des Baurechts- und Denkmalamts in Sachen Photovoltaik!

Wolfgang Münst