Die Eigentümer:innen des obigen Objekts wollten eine PV-Installation umsetzen, die den damit erzeugten Strom für alle Haushalte, Wärmepumpe und Wallboxen nutzbar macht und gleichzeitig keine Kosten durch komplizierte Abrechnungssysteme wie z.B. Mieterstrom erzeugt. Mit dem Konzept der Selbstversorgungsgemeinschaft (auch „Einzählermodell“) haben sie dafür eine ideale Lösung gefunden.
Konkret bedeutet das: Es gibt am gemeinsamen Hausanschluss nur noch einen vom Versorgungsnetzbetreiber installierten Zweirichtungszähler. Dahinter findet eine interne Unterverteilung statt, die über Hutschienenzähler eine interne Abrechnung des PV- und Netzstromverbrauchs ermöglicht. Um zusätzlich von günstigen Wärmestromtarifen profitieren zu können, wurde die Wärmepumpe in einer Kaskadenschaltung angeschlossen.
Außerdem wurde eine intelligente Steuerung für das Energiemanagement eingebaut. Das Energiemanagementsystem (EMS) erhält vom Wechselrichter die Information, wann wieviel PV-Strom zur Verfügung steht. Ist die von der PV-Anlage bereitgestellte Leistung größer, als der aktuelle Verbrauch in den Haushalten (PV-Überschuss), kann das EMS über verschiedene Mechanismen den Verbrauch der Gebäude steuern und so den PV-Strom maximal netzdienlich verbrauchen.
„Das Konzept der Selbstversorgungsgemeinschaft ist gut in kleineren bis mittleren WEGs umsetzbar. Nach der Umsetzung gibt es nur noch einen gemeinschaftlichen Netz-Stromlieferanten, auf den sich alle einigen müssen, und die Abrechnung der Verbräuche erfolgt nur noch intern. Daher funktioniert die Umsetzung funktioniert dann besonders gut, wenn alle an einem Strang ziehen.“
Christoph Lukas
Projektdokumentation und Umsetzungsempfehlungen vom Bauherrn Christoph Lukas:
Schritt für Schritt Anleitung
Einrichtung und Monitoring Ergebnisse der Eigenverbrauchsoptimierung
Einrichtung und Auswertung der Stromabrechnung
OpenSource Repository: Energiemanagement und Stromabrechnung



