Pionierarbeit auf dem Gebiet der Mieterstromversorgung

Gebäude: Mehrfamilienhaus mit zehn Wohneinheiten
Baujahr: Circa 1972
Beheizte Fläche: zehn Wohneinheiten auf 903 m² Wohnfläche
Standort: Hoheneggstraße 22b
Ausgangslage: Individuelle Stromversorgung
Umgesetzte Maßnahmen: Mieterstromprojekt; 30 kWp PV-Dachanlage; 20 kWh Batteriespeicher

Mieterstrommodelle scheitern in der Umsetzung oft an der Komplexität und den rechtlichen Rahmenbedingungen. In diesem Mehrfamilienhaus aus dem Jahr 1972, das zehn Wohneinheiten beherbergt, ist die Umsetzung gelungen. Das Modell von Vermieter Dr. Arne Gülzow könnte also in Konstanz Schule machen.

Der Vermieter betreibt eine Solaranlage auf den drei Dächern des Gebäudes. Von dort wird der Strom direkt, das heißt ohne Netzdurchleitung, an die Mieter geliefert. Neun der zehn Mieterparteien haben sich diesem Modell angeschlossen – der Strom ist für sie günstiger als vorher. Realisiert wurde das Projekt innerhalb von 10 Monaten. 

Installiert wurden auf der Fläche von 280 m² 70 Module à 430W, was eine Leistung von ca. 30 kWp ergibt. Damit ist ein Jahresertrag von ca. 30.000 kWh möglich. Mit einem zusätzlichen Speicher von 20 kWh sollen zukünftig ca. 20.000 kWh Strom pro Jahr selbst verbraucht werden können.

„Ich würde mich freuen, wenn es Nachahmer in Konstanz gibt, die sich auch an ein Mieterstromprojekt heranwagen! Ich kann nur jeden dazu ermutigen, denn der Aufwand ist gar nicht so groß, wie er sich anfänglich anhört, insbesondere nicht, wenn man für die Administration vorhandene Software verwendet.“
Dr. Arne Gülzow