In dem oben abgebildeten Gebäude am Zähringer Platz, findet sich eine Eigentümergemeinschaft mit 13 Parteien, im Erdgeschoss befindet sich die Geschäftsstelle des Mieterbund Bodensee e. V..
Da die übrigen Parteien der Eigentümergemeinschaft an der Installation einer PV-Anlage nicht interessiert waren, hat sich der Mieterbund entschlossen nach einer individuellen Lösung zu suchen. Schlussendlich wurde nun auf einem Teil des Daches eine PV-Anlage installiert, welche die Geschäftsstelle des Mieterbund mit Strom versorgt. Zusammen mit dem Tausch einer Gasetagenheizung gegen eine Wärmepumpe, wurden die Emissionen der Geschäftsstelle nun stark reduziert.
Um dauerhaft möglichst viel Storm aus der PV-Anlage selbst zu beziehen, wurde ein Speicher eingebaut. Daraus wird auch an Tagen mit niedriger Stromproduktion die Geschäftsstelle versorgt. Was darüber hinaus produziert wird, wird ins Stromnetz eingespeist.
Die Eigentümergemeinschaft wird für die Nutzung des Dachs aus den Erträgen durch die Stromeinspeisung ins Netz vergütet. Somit ziehen alle 13 Parteien einen Nutzen aus der Investition des Mieterbundes.
In vielen Mehrfamilienhäusern mit Wohnungseigentümergemeinschaften ist es schwer ausreichend Eigentümer davon zu überzeugen energetische Maßnahmen umzusetzen. Findet sich keine Mehrheit passiert oft nichts, obwohl die Notwendigkeit besteht.
Die Strahlkraft des Projekts liegt daher bei diesem Projekt darin, das gezeigt wird, dass auch einzelne Parteien energetische Sanierungsmaßnahmen anstoßen und umsetzten können, ohne dass sich alle Beteiligten einigen müssen. Zusätzlich hat das Projekt eine Strahlkraft, da der Mieterbund als Verein die Maßnahme an seine Mitglieder kommunizieren kann, von denen einige vor vergleichbaren Problemen stehen.




