Aufstellung der Wärmepumpe im Inneren und gebäudeintegrierte PV-Anlage

Gebäude: Wohnhaus mit drei Wohneinheiten
Baujahr: circa 1900
Beheizte Fläche: 130 m²
Standort: Tulengasse 3
Ausgangslage: Ölheizung
Umges. Maßnahmen: Luft-/ Luft-Wärmepumpe;
PV-Indachanlage;
Fassaden-, Fenster- und Dachsanierung mit ökologischen Baustoffen

Die Platzverhältnisse in den engen Gassen der historischen Niederburg sind begrenzt. Daher mussten die Eigentümer dieses Gebäudes erfinderisch werden, um einen geeigneten Platz für die neue Wärmepumpe zu finden. Im Austausch mit Energieberatern und Architekten fand man eine passende Lösung: Die Luft-Luft-Wärmepumpe wurde im Inneren (in der Garage im Erdgeschoss) aufgestellt und stört damit nicht das denkmalgeschützte Stadtbild.

Auch für die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach wurde eine Lösung gefunden, die mit dem Denkmalschutz in Einklang steht: Die Eigentümer haben sich für eine gebäudeintegrierte Anlage entschieden, bei der die Solarmodule quasi die Funktion des Dachs übernehmen und das Gebäude vor Witterungseinflüssen schützen. Gleichzeitig wurde das Dach mit leistungsfähiger Dämmung und neuer Dachdeckung neu aufgebaut. Außerdem wurden neue Fenster nach aktuellem Energiestandard eingebaut.

Um das Gebäude vor Feuchte- und Schimmelschäden zu schützen, wurde zusätzlich zum Heizsystem mit Luft-Luft-Wärmepumpe ein Lüftungssystem eingebaut, das die kontrollierte Lüftung der Wohnräume ermöglicht.

Die Lösung, die Wärmepumpe in der Garage und die gebäudeintegrierte PV-Anlage auf dem Dach zu platzieren, hat mich sehr überzeugt. Ich bin glücklich, dass ich mit der Sanierung auch den Vorgaben des Denkmalschutzes gerecht werden konnte, da auch mir sehr viel daran liegt, das Bild der Niederburg als ältester Stadtteil von Konstanz als Ensemble zu erhalten.

Barbara Auer