Abfalltrennung ist Klimaschutz
Entsorgung in der richtigen Tonne spart Ressourcen, Energie und CO2
Bioabfall, Gelber Sack, Altpapier und Restmüll: Die richtige Abfalltrennung ist Voraussetzung für das Recycling der Wertstoffe. Die Entsorgung in der passenden Tonne ist ein einfacher und wirksamer Beitrag zum Klimaschutz.
Bioabfall: Rohstoff für Energie und Kompost
Im Biomüll werden organische Abfälle entsorgt, darunter Küchenabfälle, Essensreste, Kaffeesatz, Teebeutel oder verwelkte Blumen. Im Bioabfall kann sehr viel mehr entsorgt werden als auf dem Komposthaufen im Garten, da die Abfälle in Singen unter optimierten Bedingungen verarbeitet werden: Der Bioabfall wird zunächst einer Vergärung zugeführt und anschließend kompostiert. Es entsteht Biogas und Frischkompost. Bioabfall ist ein nachhaltiger Energieträger, der lokal und regional eingesetzt wird.
Altpapier: Recycling spart Ressourcen, Energie und CO2
Papier und Kartons werden beim Recycling sortiert, zerkleinert und mit Wasser angereichert, bis sich die einzelnen Fasern voneinander lösen. Aus diesen Fasern werden neue Produkte hergestellt. Bei der Herstellung von Recyclingpapier wird nicht nur Holz, sondern werden auch rund 60 % Wasser und 70 % Energie im Vergleich zur Herstellung von Frischfaserpapier eingespart. Darum ist nicht nur die richtige Entsorgung, sondern auch der Kauf von Recyclingpapierprodukten ein effektiver Beitrag zum Klimaschutz.
Verpackungen aus Plastik, Metall und Verbundstoffen: Gelber Sack
Im Gelben Sack werden Verpackungsabfälle aus Kunststoff, Metall und Verbundstoffen wie Getränkekartons entsorgt. Die Konstanzer Gelben Säcke werden meist in Rheinfelden (Baden) verarbeitet: Die Abfälle werden dort sortiert, Kunststoff direkt vor Ort zu recyceltem Plastikgranulat verarbeitet. Metalle und Verbundstoffe werden zu anderen Verwertungsbetrieben weitertransportiert. Die Entsorgung im Gelben Sack ist der beste Weg, um Verpackungen einen neuen Einsatz im Wertstoffkreislauf zu ermöglichen. Das spart nicht nur Rohstoffe, sondern auch CO2.
Restmüll: Kein Recycling, sondern energetische Verwertung
Der Konstanzer Restmüll wird in die Kehrichtverbrennungsanlage Weinfelden transportiert und dort ohne weitere Sortierung verbrannt. Alles, was im Restmüll entsorgt wird, ist dem Recyclingkreislauf entzogen. Das ist in einigen Fällen genau richtig, so zum Beispiel bei Windeln oder Taschentüchern, in den meisten Fällen aber falsch: Man geht davon aus, dass rund zwei Drittel des Inhalts einer Restmülltonne falsch entsorgt wurde. Auch wenn die im Verbrennungsprozess freiwerdende Energie zur Wärmeversorgung und Stromproduktion genutzt wird, ist das Wertstoffrecycling immer besser – sowohl für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft als auch für den Klimaschutz.
Mehr Infos
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