Einwohnerentwicklung 2025 verzeichnet minimalen Rückgang
Geburtendefizit und Wegzug ins Umland als Hauptfaktoren – Bedarf an neuem Wohnraum bleibt hoch
Die Stadt Konstanz zählte zum Jahresende 2025 insgesamt 87.178 Einwohnerinnen und Einwohner mit Hauptwohnsitz. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem leichten Rückgang um 190 Personen, das sind –0,2 Prozent. Dies geht aus dem jetzt vorliegenden Statistik-Bericht „Einwohnerentwicklung 2025" des Amts für Digitalisierung und IT hervor.
Hinter der Zahl stehen zwei wesentliche Faktoren: Zum einen weist die Stadt im fünften Jahr in Folge ein Geburtendefizit auf – 674 Geburten standen 841 Sterbefällen gegenüber. Zum anderen zogen erneut mehr Menschen aus Konstanz weg als zu. Dieser Trend ist vor allem auf den anhaltend angespannten Wohnungsmarkt zurückzuführen: Familien und ältere Jahrgänge weichen zunehmend ins günstigere Umland aus. Rund drei Viertel des Einwohnerrückgangs ist zudem auf den Abbau einer Leichtbauhalle zur Flüchtlingsunterbringung zurückzuführen, in der rund 140 Schutzsuchende gelebt hatten.
„Die Zahlen sind ein klares Signal: Konstanz braucht dringend mehr Wohnraum – bezahlbar, vielfältig und in guter Lage. Genau das ist unser Antrieb bei der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme Hafner. Wir wollen, dass Menschen in Konstanz wohnen bleiben können – das gelingt nur, wenn wir entsprechende Wohnraumangebote schaffen", sagt Oberbürgermeister Uli Burchardt.
Seit dem Jahr 2000 ist die Einwohnerzahl Konstanz' um fast 18 Prozent gewachsen. Die Stadt bleibt ein attraktiver Wohn- und Hochschulstandort.
Der Bericht ist hier abrufbar.