Das aktuelle Programm:
Ausstellungen
Ab dem 27.März im Turm zur Katz: "Gottfried Jäger: Poesie des Fotografischen"

Ausstellung im Turm zur Katz 27. März bis 23. August 2026
Vernissage am 26. März 2026, 19 Uhr, Wolkenstein-Saal im Kulturzentrum am Münster
Begrüßung:
Anna Martinez Rodriguez (Turm zur Katz) &
Prof. Dr. Bernd Stiegler (Universität Konstanz)
Mit Beiträgen von:
Studierenden des Ausstellungsseminars, Gottfried Jäger &
Dr. Kathrin Schönegg (Leitung Sammlung Fotografie, Münchner Stadtmuseum)
Mit Gottfried Jäger zeigt der Turm zur Katz einen der bedeutendsten Vertreter der konkreten und generativen Fotografie. Die Ausstellung „Poesie des Fotografischen“ widmet sich dem umfangreichen Werk des 1937 geborenen Künstlers, der die künstlerische Auseinandersetzung mit fotografischen Verfahren über Jahrzehnte geprägt hat.
Jägers Archiv gleicht einer Wunderkammer: Es vereint dokumentarisches Material, theoretische Reflexionen und eine beeindruckende Vielfalt künstlerischer Arbeiten – von analogen Fotografien und Fotogrammen bis zu digital erzeugten Bildkompositionen. Seine Werke sind häufig seriell angelegt und gleichen Experimenten über die Möglichkeiten des Mediums selbst.
Im Mittelpunkt steht dabei stets die Frage nach dem Fotografischen: der Apparat, die Technik, die Logik des Bildes. Jägers Ansatz verbindet Kunst und Wissenschaft, Handwerk und Theorie – und lädt dazu ein, Fotografie nicht nur als Abbild, sondern als eigenständige Denk- und Ausdrucksform zu begreifen. Die Ausstellung zeigt, wie Jäger den fotografischen Prozess als poetischen und zugleich technischen Akt versteht und auf diese Weise neue Perspektiven auf das Bild im digitalen Zeitalter eröffnet.
Entstanden ist die Ausstellung im Rahmen eines Projektseminars im Studiengang Literatur-, Kunst- und Medienwissenschaften an der Universität Konstanz unter Leitung von Prof. Dr. Bernd Stiegler. Sie macht Forschungsarbeit sichtbar und verbindet Theorie, Praxis und Öffentlichkeit auf beispielhafte Weise.
Zur Ausstellung erscheint eine Publikation im Vexer Verlag.
Öffentliche Führungen finden an jedem ersten Sonntag im Monat um 15 Uhr bei freiem Eintritt statt: 05.04. / 03.05. / 07.06. / 05.07. / 02.08.
Weitere Informationen und das vollständige Begleitprogramm unter: www.turmzurkatz.de
Ab dem 3.April im Gewölbekeller "Woven Bodies - Kollektiv KORPA"

Neue Ausstellung im Gewölbekeller
„Woven Bodies, Stitched Apart“
3. April – 30. August 2026
Vernissage: Donnerstag, 2. April 2026, 19 Uhr, Gewölbekeller im Kulturzentrum am Münster
Im Gewölbekeller des Kulturzentrums am Münster zeigt das Kollektiv Korpa die multimediale Ausstellung „Woven Bodies, Stitched Apart“
Fünf junge Künstlerinnen – Charlotte English, Kiara Francke, Alexa Gieseler, Nina Läuger und Sophie Tichonenko – setzen sich darin mit dem Thema Schmerz und Zusammenhalt auseinander.
Die Ausstellung zeigt Kunstwerke, die von Verletzlichkeit, Nähe und Fürsorge erzählen. Sie fragt, wie Menschen mit Schmerz umgehen können – für sich selbst und miteinander. Dabei entstehen Bilder und Installationen, die Gefühle sichtbar machen und gleichzeitig Hoffnung geben.
„Woven Bodies, Stitched Apart“ behandelt ernste Themen wie Einsamkeit, Überforderung und Zusammenhalt in einer Welt, die sich oft sehr schnell verändert. Das Projekt lädt BesucherInnen dazu ein, sich Zeit zu nehmen, zuzuschauen und mitzudenken: Was verbindet uns – und wie können wir aus Verletzungen neue Stärke gewinnen?
Das Künstlerinnenkollektiv versteht seine Arbeit als gemeinsames Experiment: Kunst soll nicht nur zeigen, sondern auch verbinden. So entsteht ein Raum, in dem persönliche Erfahrungen zu einer kollektiven Geschichte verwoben werden.
Ab dem 25.07 im Kunstverein Konstanz "Weiss auch, grau, vielleicht schillernd"

In seiner Sommer-Ausstellung führt der Kunstverein Konstanz vier Künstlerinnen zusammen: drei Künstlerinnen, Christiane Dessecker, Leonie Mertes und Jaeyun Moon haben bei der vierten, Katharina Hinsberg, Professorin für Konzeptuelle Malerei an der Hochschule der Künste Saar in Saarbrücken, studiert.
In der Ausstellung WEISS AUCH, GRAU, VIELLEICHT SCHILLERND widmen sich alle vier Künstlerinnen dem Medium Zeichnen. Jede nähert sich zeichnerischen Aspekten wie Geste, Struktur, Differenz und Wiederholung auf eigene Weise. Gemeinsam ist die Annahme, dass die zeichnerische Linie ihren Ursprung in der körperlichen Bewegung hat und sich im Raum oder im Bildkörper selbst plastisch einschreiben kann.
Christiane Desseckers Arbeit führt zurück in eine unlängst vergangene Zeit, die noch immer nachwirkt: Ihre wandfüllende Zeichnung aus vielen Einzelblättern „Spreading mit unterschiedlichen Härtegraden“ entstand während und mit der Pandemie als eine sehr eigenständige, persönliche Verarbeitung eines bedrohlichen Geschehens. Je nach gemeldeten Fallzahlen zeichnete sie mit weichem oder härteren Bleistift, die Verletzlichkeit höherer Fallzahlen stellte sie mit weicherem Strich dar, die hoffnungsvolle Erleichterung bei niedrigen Fallzahlen mit härterem Bleistift. Es entstanden in feinen Linien wolkenartige Graphitgebilde, die sich auch immer wieder zu Tier- und Pflanzenfiguren, einer menschlichen Hand wie aus einer Höhlenzeichnung verdichten. Die eng aneinander gruppierten Einzelblätter lassen über zwei Wandflächen hinweg ein Geflecht entstehen, das die unablässige Folge, das kaum noch zu erinnernde Ineinander-Übergehen von Tagen und Wochen dieser beunruhigenden Zeit spiegelt.
Farbe als Material kommt bei Jaeyun Moons Arbeiten ins Spiel. In einem komplexen, langwierigen Prozess trägt die Künstlerin immer wieder Farbe auf den Leinwandgrund auf und übermalt die einzelnen Schichten, die zunehmend unebener und furchiger geraten, bis zu hundert Mal. Auch bei ihr nimmt das Tagesgeschehen, ihre Stimmung, Gedanken, die sie bewegen, Einfluss auf die Wahl der künstlerischen Mittel, wie stark sie Pinsel auf den Malgrund drückt, für welche Farbe sie sich entscheidet. Längst hat sich die ursprünglich zweidimensionale Bildstruktur in ein Raumgebilde verwandelt, das Moon nun einer Bearbeitung unterzieht, die weniger malerisch als zeichnerisch das finale Werk entstehen lässt. Mit einem Messer schneidet die Künstlerin in die Farbschichten hinein, orientiert sich an den Linien der einzelnen Farbverläufe und trägt behutsam, in sorgfältig durchdachten Schritten als „Bildarchäologin“ Farbe ab und legt darunter liegende Ebenen frei. Farbenreich, helltönig oder dunkel, schillern Moons Arbeiten.
Leonie Mertes’ Zeichenweise lässt sich zum einen als subkutane Operation beschreiben: Das weiße Blatt Papier ritzt sie mit einem Cutter leicht an, gerade ausreichend, um mit dem Graphit-Stift in die Öffnung zu fahren, diese zu vergrößern. Unter der Papierhaut arbeitet sich der Stift immer weiter vor, zieht seine graphitgrauen Linien, dem unmittelbaren Blick der Zeichnerin entzogen, nur je nach Stärke des Aufdrucks durch das Papier hindurch schimmernd. Auch bei einer zweiten Arbeitsweise bleibt das Papier nicht einfach nur der Zeichengrund: Mit einem spitzen Graphitstift löst sie, vom Rand des Papierbogens beginnend, durch eine kräftige, dichte Strichführung einzelne Fasern, die sich von der Fläche gewölbt in den Raum erheben. Es entstehen dunkle, gitterartige Strukturen, durchsetzt mit unregelmäßigen weißen Flächen, dort, wo der Papierbogen unbearbeitet blieb.
Katharina Hinsbergs Aufmerksamkeit gilt der Linie, die aber nicht nur gezeichnet auf Papier erscheint. Oft wird sie geschnitten, wobei der Schneideprozess mit Schere oder Skalpell, der filigrane Papierlinien entstehen lässt, sich in Energie und Zeitaufwand deutlich unterscheidet vom Gestus rasch und vehement gezeichneter Linien. In ihrer neuesten Werkgruppe „Säumnisse“ wird der Schnitt so wichtig wie die Linie: Die Ausgangslinie ist hier der Blattrand, der mit roter Tusche eingefärbt wird, um anschließend mit dem Messer entlang eines Lineals ausgeschnitten zu werden. Die entstehenden Schnittkanten werden wieder rot gefärbt, zueinander verschoben und zu einem neuen Format zusammengesetzt. In ihrer konzeptuellen Vorgehensweise, in der Zeichnen Schneiden, Ritzen, Stanzen, Falten und Kleben des Papiers bedeuten kann, erneuert Hinsberg Bedingungen und Möglichkeiten des Mediums Zeichnung.
„WEISS AUCH, GRAU, VIELLEICHT SCHILLERND“ – vier eigenständige Bildsprachen begegnen sich, verweilen nebeneinander und treten miteinander in Beziehung.
Was Bleibt. Erinnern und Vergessen in der Kunst

Erinnerungen prägen unser Leben. Doch Erinnerung ist kein festes Archiv, das einfach bewahrt wird. Sie ist selektiv, wandelbar und emotional. Sie verändert sich mit den Blicken derjenigen, die erzählen, und mit den gesellschaftlichen Kontexten, in denen Geschichte verhandelt wird. Die Ausstellung widmet sich diesem Prozess und zeigt, wie Künstler*innen Erinnerung festhalten, verarbeiten, hinterfragen oder überschreiben. Dabei bewegen sie sich zwischen persönlichen und kollektiven Erfahrungen, zwischen Vergangenheit und Gegenwart sowie zwischen Bewahren und Vergessen.
Erweitert wird die Ausstellung durch zeitgenössische Positionen: Die Künstler*innen Sarah Maria Steuer und Stanislaw Heinzel (Kunst-Stipendiaten der Werner Konrad Siegert Stiftung) sowie Barbara Marie Hofmann und Charlotte English wurden eingeladen, sich mit dem Thema Erinnern auseinanderzusetzen. Daraus entstanden eigens für die Ausstellung geschaffene Werke. Sie eröffnen unterschiedliche künstlerische Zugänge zum Thema Erinnern und machen dessen Vielschichtigkeit erfahrbar.
Mit Was bleibt. Erinnern und Vergessen in der Kunst lädt die Städtische Wessenberg-Galerie dazu ein, Erinnerung als aktiven Prozess zu verstehen – im Erzählen, im Weglassen, im Deuten und im künstlerischen Zugriff. Sie richtet den Blick auf das, was bleibt, und auf das, was verschwindet.
Gezeigt werden Werke des 20. und 21. Jahrhunderts, die einen vielstimmigen Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart eröffnen. Mit Werken unter anderem von Ruth Biller, Hans Breinlinger, Martha Sophie Burkhardt, Dor Guez, Matthias Holländer, Susanne Kiebler und Finja Sander.
Ausstellung: 10.Juni- 4.Oktober, Öffnungszeiten Städtische Wessenberg- Galerie : Di–Fr 10–18 Uhr, Sa/So/Feiertage 10–17 Uhr
Weitere Informationen unter: Wessenberg Galerie
Kinderprogramm
Infos zum Kinderprogramm der Stadtbibliothek finden Sie hier: Stadtbibliothek
Konzerte

Allmansdorfer Kammerkonzerte
So, 20. September 2026 · 17 Uhr
„Schwanengesang“
Gemeindesaal St. Georg · Konstanz-Allmannsdorf
Franz Schubert · Schwanengesang D 947
Sophie Bareis · Sopran | Georg Michael Grau · Klavier
Sa, 26. September 2026 · 19Uhr
„Fantasie“ · Konzertreihe „pianoforte“
Kulturzentrum am Münster · Wolkensteinsaal · Konstanz
Mozart · Schumann · Beethoven · Mendelssohn
Georg Michael Grau · Klavier
NOVEMBER 2026
So, 1. November 2026 · 17 Uhr
„Mozarts Violinsonaten“
Gemeindesaal St. Georg · Konstanz-Allmannsdorf
Mozart · Sonaten A-Dur KV 305, e-Moll KV 304 & B-Dur KV 454
Vladimir Tolpygo · Violine | Georg Michael Grau · Klavier
Sa, 14. November 2026 · 19 Uhr
„Farbenspiel“ · Konzertreihe „pianoforte“
Kulturzentrum am Münster · Wolkensteinsaal · Konstanz
Schumann · Auerbach · Schubert
Nicoline Koch-Lutz · Malerei | Georg Michael Grau · Klavier
JANUAR 2027
So, 3. Januar 2027 · 17 Uhr
Neujahrskonzert · Schuberts
Forellenquintett
Gemeindesaal St. Georg · Konstanz-Allmannsdorf
Franz Schubert · Forellenquintett A-Dur D 667
Oybek Alimov · Violine | Aglaja Vollstedt · Viola | Ilya Ryabokon · Violoncello | Anna-Lena
Cech · Kontrabass | Georg Michael Grau · Klavier
So, 31. Januar 2027 · 17 Uhr
„Die Funktioniererinnen“ ·
Lesung mit Musik
Gemeindesaal St. Georg · Konstanz-Allmannsdorf
Lesung, Songs und gesellschaftliche Perspektiven
Nilima Chowdhury | Aglaja Vollstedt · Violine | Anna-Lena Cech · Kontrabass
FEBRUAR 2027
Sa, 13. Februar 2027 · 19 Uhr
„Zwischen Poesie und
Virtuosität“ · pianoforte
Kulturzentrum am Münster · Wolkensteinsaal · Konstanz
Chopin · Schubert · Schumann · Mozart · Liszt
Georg Michael Grau · Klavier
MÄRZ 2027
So, 21. März 2027 · 17 Uhr
„Freiheit und Freundschaft –
Musik ist unser Leben“
Kirche St. Georg · Konstanz-Allmannsdorf
Musikalischer Dialog zwischen Klassik, Kirchenmusik und Jazz
Jan Jäger · Posaune | Leonard Hölldampf · Orgel
APRIL 2027
Sa, 17. April 2027 · 19 Uhr
„Von Wiener Klassik bis Pariser
Esprit“ · pianoforte
Kulturzentrum am Münster · Wolkensteinsaal · Konstanz
Mozart · Debussy · Brahms · Poulenc · Schubert
Carolin Danner · Klavier | Cornelia Glassl · Klavier
Eintritt Frei, Konzertorte: Gemeindesaal St. Georg · Kirche St. Georg · Kulturzentrum am Münster / Wolkensteinsaal
Aktuelle Informationen · www.allmannsdorferkammerkonzerte.de
Lesung/Vortrag/Film

Autorenlesung: I hons läute höre
Alemannische und hochdeutsche Gedichte von und mit Wolfgang Müller-Fehrenbach (Dieter Dörrenbächer, Akkordeon
Stephan Schmutz, Moderation)
Heiter optimistische Betrachtungen, Überraschendes und Hintergründiges - Wolfgang Müller-Fehrenbachs dritter Gedichtband lädt erneut zu einem vergnüglichen Streifzug durch die Seelen der Menschen am Bodensee ein.
In über 90 Gedichten alemannischer Mundart und hochdeutscher Sprachgewandtheit fängt der Autor einfühlsame Begegnungen mit seinen Landsleuten ein, entdeckt liebenswürdige Schwächen und regt zum nachsichtigen Lächeln an. Jede Seite wirkt als einladende Brücke zum Mitmenschen, zur einzigartigen Natur und Kultur dieser segensreichen Landschaft am Bodensee und Hegau - ein Lesevergnügen voller Lebensfreude und Verständnis.
Mittwoch, 21.10.2026, 19:00 Uhr, im Wolkensteinsaal
Eintritt Frei
Stadtbibliothek Konstanz
im Kulturzentrum am Münster
Wessenbergstr. 43, 78462 Konstanz
+49 (0)7531-900 2953 (Auskunft)
www.konstanz.de/stadtbibliothek
bibliothek@konstanz.de

ausLese
Eine Lese- und Gesprächsreihe mit Joachim B. Schmidt (Moderation: Judith Zwick)
Mittwoch, 25.11.2026, 19:30 Uhr, Wolkensteinsaal
Eintritt: 12,-/ 10,- € inkl. Apéro
Tickets in der Stadtbibliothek Konstanz
Stadtbibliothek Konstanz
im Kulturzentrum am Münster
Wessenbergstr. 43, 78462 Konstanz
+49 (0)7531-900 2953 (Auskunft)
www.konstanz.de/stadtbibliothek
bibliothek@konstanz.de
