Lebensmittel verwenden, nicht verschwenden

EBK Tipps zur Abfallvermeidung in der Küche

Biotonne
Viel zu oft landen Lebensmittel in der Biotonne – wer richtig einkauft, lagert und kocht, trägt aktiv zum Ressourcenschutz bei.

Die Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) unterstützen bei der Abfalltrennung. Viel wichtiger ist jedoch die Abfallvermeidung: Denn der beste Abfall ist der, der gar nicht erst entsteht. Das gilt auch für Lebensmittel, denn viel zu oft landet Essbares in der Biotonne. 

Mehr als die Hälfte der Lebensmittelabfälle werden zu Hause entsorgt

Das Umweltbundesministerium hat 2025 eine erstaunliche Studie veröffentlicht: 58 % der Lebensmittelabfälle in Deutschland fallen nicht in der Produktion, im Verkauf oder der Gastronomie an, sondern werden in privaten Haushalten entsorgt. Im Schnitt werden in Deutschland rund 74,5 kg Lebensmittel pro Person und Jahr weggeworfen. Das ist eindeutig zu viel! 

Lebensmittelverschwendung ist Ressourcenverschwendung

Seien es die Flächen für den Anbau, die Energie für Produktion und Kühlung oder die Zeit, die für Aufzucht, Melken oder Aussaat und Ernten benötigt wird: In Lebensmitteln stecken viel mehr Ressourcen als man ihnen ansieht. Lebensmittel zu entsorgen ist in den meisten Fällen schlichtweg Verschwendung. 

Vermeidung beginnt beim Einkauf 

Verschwendung zu vermeiden beginnt beim Einkauf: Mit einem Einkaufszettel oder einer App behält man die nötigen Mengen im Blick und kauft nicht zu viel. Zu Hause gilt es dann, Lebensmittel richtig zu lagern: Welches Obst gehört in den Kühlschrank? Wohin mit den Kartoffeln und wie hebt man Brot am besten auf? Die besten Antworten kommen direkt von den Expertinnen und Experten auf dem Markt oder aus der Backstube, beim nächsten Einkauf einfach mal nachfragen. Außerdem gilt: Neues nach hinten, altes nach vorne. So vermeidet man, dass ältere Einkäufe vergessen werden und verderben. 

Mindesthaltbarkeitsdatum, Resteverwertung und KI

Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein Ablaufdatum. Sind Geruch, Aussehen und Konsistenz auch nach dem aufgedruckten Datum noch wie erwartet, sind wahrscheinlich auch Geschmack und Qualität wie erwartet. Wenn man nicht weiß, was man mit den Resten im Kühlschrank zubereiten soll, kann man die KI des Vertrauens nach Vorschlägen für Gerichte mit den vorhandenen Zutaten fragen. Und wenn es wirklich zu viel ist, kann man das Essen auch einfach verschenken: An die Nachbarschaft, über Fairteiler oder andere Plattformen. 

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(Erstellt am 23. Juli 2026 11:02 Uhr / geändert am 23. Juli 2026 16:02 Uhr)