4. Open Government Dialog 2021

Dienstag, 13. April 2021, Live aus dem Studio als virtuelle Veranstaltung

Die beiden Moderatoren im Studio mit Blick von oben
Bild: Patrick Doodt

 
Am 13.04.2021 von 15 bis 18 Uhr fand  zum vierten Mal der Open Government Dialog der Stadt Konstanz gemeinsam mit cyberLAGO e.V., dem Netzwerk für die Digitalwirtschaft und IT in der Bodenseeregion, statt. Das diesjährige Leitthema lautete "Digitalisierung nachhaltig gestalten". Aufgrund der besonderen Umstände durch die Corona-Pandemie wurde die Veranstaltung in den virtuellen Raum verlegt - ein spannendes und gelungenes neues Format, bei dem die Möglichkeiten zur Interaktion, zum Austausch und zur Beteiligung und Begegnung jedoch nicht zu kurz kamen. Zum Themenfeld des Dialoges "Digitalisierung und Nachhaltigkeit" gab es interessante Impulse und Vorträge sowie themenspezifische Diskussionsrunden. Über 100 Interessierte aus Zivilgesellschaft, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft nahmen teil.

Im Grußwort von Oberbürgermeister Uli Burchardt betonte er die Wichtigkeit solcher Formate wie dem Open Government Dialog und begrüßte alle Teilnehmenden. Schauen Sie sich seinen Videobeitrag hier an: 

 
 
Erster Referent des Tages war Prof. Dr. Lorenz Hilty, Professor am Department Informatik der Universität Zürich. Er leitet dort die Forschungsgruppe Informatik und Nachhaltigkeit (ISR) und ist Nachhaltigkeitsdelegierter der Universität. Er erforscht, wie die digitale Transformation für eine nachhaltige Entwicklung genutzt werden kann. In seinem Vortrag ging er insbesondere auf die verschiedenen Co2-Fussabdrücke von Produkten und Anwendungen ein und machte eindrücklich deutlich, welche unterschiedlichen Dimensionen Digitalisierung im Bezug auf Co2-Emmissionen hat. Konsumverhalten und Digitalisierungsmaßnahmen zu hinterfragen, die Digitalisierung nicht um ihrer selbst Willen zu betreiben, sowie die Rebound-Effekte durch erhöhte Nachfrage durch effizientere digitale Gestaltung mitzudenken, waren zentrale Punkte seines Beitrags.   

Ganz im Sinne des Open Government Dialoges folgte nach dem wissenschaftlichen Impuls ein Vortrag, der die Thematik von Seiten einer modernen, offenen Stadtverwaltung anhand eines Best-Practise-Beispiels beleuchtete. Gerhard Hartmann, Chief Data Officer im Magistrat der österreichischen Bundeshauptstadt Wien befasste sich in seinem Betrag mit der Frage, wie die Digitalisierung in der Praxis nachhaltig gestaltet werden kann. Er ging dabei insbesondere auf die Bereitstellung von offenen, urbanen Daten und deren Wert  für eine modernere und nachhaltiger Verwaltung ein. Dank seiner langjährige Erfahrung beim Aufbau einer urbanen Datenplattform konnte er viele praktische Hinweise und Denkanstöße für den Umgang mit offenen Daten geben. 

Was in der Stadt Konstanz seit dem letzten Open Government Dialog im Bereich Digitalisierung in der Stadtverwaltung passiert ist und welchen Stellenwert die Nachhaltigkeit hierbei eingenommen hat, stellte Björn Fischer,  städtischer Koordinator für Digitalisierung, in seinem Beitrag vor. Er ging insbesondere auf die im Januar 2021 vom Gemeinderat verabschiedete Digitalisierungsstrategie "Smart Green City" ein und wie diese einen Beitrag zur Bewältigung der Herausforderungen der kommenden Jahre leisten kann. Außerdem informierte er über die Teilnahme der Stadt Konstanz am Förderwettbewerb des Bundesministeriums des inneren, für Bau und Heimat  "Modellprojekte Smart Cities" unter dem Motto "Konstanz im Wandel - vernetzt & klimaneutral". 

 
Die Präsentationen der Referenten (Prof. Dr. Hilty und Björn Fischer), zur Einführung sowie die Ergebnisse der Umfragen, die während der Vorträge interaktiv mit dem Tool Mentimeter an das Publikum gestellt wurden, gibt es hier zum Download:
 

 
Auch im virtuellen Raum sollte der Grundgedanke des Open Government Dialogs als Ort zum Austausch, zur Ideenfindung, Diskussion und Vernetzung umgesetzt werden. Deshalb fand der zweite Teil der Veranstaltung auf der Plattform wonder.me statt, auf der sich die Teilnehmenden in verschiedenen themenspezifischen Gruppen oder auch im lockeren Austausch zusammenfinden konnten. Die Form des Open Space konnte so auch virtuell genutzt werden und es haben sich viele Teilnehmende auch hier eingebracht und ausgetauscht. Unter anderem wurden in den verschiedenen Gruppen folgende Themen und Fragen diskutiert: 

  • Wie wird die Digitalisierung unsere Arbeitswelt beeinflussen?
  • Wie kann Digitalisierung nicht nur zur Effizienzsteigerung eingesetzt werden, sondern ein Hebel zur nachhaltigen Entwicklung auf vielen Ebenen werden?
  • Was sind die Erfolgsfaktoren für die Umsetzung des Themas Open Data - speziell hinsichtlich von Nachhaltigkeit und Klimaschutzdaten? 
  • Wie kann man generationsübergreifend Menschen zum Thema Digitalisierung und Nachhaltigkeit erreichen?
  • Wie kann das Projekt "Klimaschutzdaten für Konstanz" weitergeführt werden und welche Herausforderungen gibt es im Bereich Datenverfügbarkeit von kommunalen Treibhausgasbilanzierungen?

 
 

Leider können wir aufgrund einer technischen Panne keine Aufzeichnung der gesamten Veranstaltung zur Verfügung stellen. Hier sehen Sie eine kurze filmische Zusammenfassung zum 4. Open Government Dialog 2021:

Film: Patrick Doodt

 
Im Nachgang zum 4. Open Government Dialog haben wir die Teilnehmenden um ein kurzes Feedback zur Veranstaltung und die Beantwortung von sechs Fragen gebeten. Die Ergebnisse der Rückmeldungen finden Sie hier: 
 

 
Die Veranstaltung fand im Rahmen des Projektes "Klimaschutzdaten für Konstanz" statt und wurde gefördert vom Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg im Rahmen des Landeswettbewerbs "Gemeinden, Städte und Landkreise 4.0 - Future Communities 2019". Mehr zum Förderprojekt "Klimaschutzdaten für Konstanz" finden Sie hier
 

         

3. Open Government Dialog 2019

Dienstag, 03. April 2019, Kulturzentrum am Münster

Vortrag von Björn Fischer

Am 03. April 2019 fand zum dritten Mal der „Open Government Dialog Konstanz" statt. Die städtische Veranstaltung  wurde gemeinsam mit cyberLago e.V. organisiert, dem Netzwerk für die Digitalwirtschaft und IT in der Bodenseeregion. Neben MitarbeiterInnen kommunaler Einrichtungen zeigten sich auch VertreterInnen aus Politik, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft interessiert. Neben einem spannenden Gastbeitrag aus der Digitalstadt Darmstadt wurde auch der bisherige Weg der Stadt Konstanz in Richtung Digitalisierung vorgestellt.

Open Government ist die systematische Öffnung der Stadtverwaltung für die Interessen, Anforderungen und Fähigkeiten einer vielfältigen, mobilen und digitalen Stadtgesellschaft. Genau dieser Grundgedanke wurde bei der städtischen Veranstaltung verinnerlicht, indem man auch in diesem Jahr einen angemessenen Platz für gemeinsame Diskussionen, Ideenfindungen und Vernetzungsmöglichkeiten angeboten hat. Ein Ziel dabei ist es, städtische Aktivitäten bereits von Beginn an mit dem Know-how der Konstanzer BürgerInnen zu bereichern. In Form eines Open Space wurden in fünf Gruppen teils von VerwaltungsmitarbeiterInnen selbst aktuelle Fragestellungen eingebracht. In bunt gemischten Gruppen wurde in intensiven Diskussionen versucht, Antworten auf folgende Fragen zu finden:

  • Wie erreicht man in der Entwicklung einer städtischen Digitalen Agenda eine soziale Inklusion, sodass alle Konstanzer mitgenommen werden?
  • Wie verhindert man im Rahmen der städtischen Open Data Bestrebungen die mögliche Entstehung eines „Datenfriedhofs“?
  • Welche Funktion könnte ein „Ethikbeirat“ in der digitalen Stadtentwicklung einnehmen?
  • Wie bekommt man Konstanz autofrei?
  • Wie können verschiedene kommunale Mobilität-Apps zusammengeführt werden?

Im Grußwort des Bürgermeisters Langensteiner-Schönborn wurde die Wichtigkeit der Etablierung von dauerhaften Partnerschaften mit der Zivilgesellschaft hervorgehoben, um eine Digitale Stadt zukünftig zu gestalten. Einen Blick über den Tellerrand gab es von dem diesjährigen Referenten Joachim Fröhlich, dem Geschäftsführer der Digitalstadt Darmstadt. Er präsentierte in seinem Vortrag die aktuellen Projekte der Gewinnerkommune des Städtewettbewerbs „Digitale Stadt“, welcher im Jahr 2017 von der Bitkom ausgeschrieben wurde. Auch die Stadt Konstanz hat damals an diesem Wettbewerb teilgenommen. Was die Stadt Konstanz mit dem Wettbewerb gewonnen hat und was seit diesem in der Stadtverwaltung passiert ist, stellte Björn Fischer, der städtische Koordinator für Digitalisierung, in seinem Beitrag vor. Im Sinne einer partizipativen Strategieentwicklung nutzte er mit dem Open Space dann selbst den Innovationsgeist und die Weitsicht der diesjährigen Dialog-TeilnehmerInnen für den weiteren Prozess: der Entwicklung einer Digitalen Agenda für Konstanz. 

Sie interessieren sich außerdem für die zu Beginn vorgestellten Ergebnissen aus der Konstanzer Bürgerbefragung 2018 zu Einstellungen der BürgerInnen zum Digitalen Wandel? Dann schauen Sie sich die Ergebnisse hier (276 KB) an!
 

Die Dokumentation zur Tagung: Auf dem Weg zur bürgerzentrierten Smart City

             

Die Präsentationen der Referenten gibt's hier zum Download:

2. Open Government Dialog 2018

Dienstag, 24. Juli 2018, Kulturzentrum am Münster

Vortrag am Flipchart

Zum zweiten Mal in der noch jungen digitalen Geschichte von Konstanz trafen sich interessierte und engagierte Bürgerinnen und Bürger mit Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung, um sich über die Gestaltung der Verwaltung von morgen, auszutauschen. Auch in diesem Sommer gab es im Wolkensteinsaal des Kulturzentrums am Münster neben spannenden Inputs von hochkarätigen Gästen auch wieder genügend interaktive Austauschmöglichkeiten. 
In diesem Jahr konnte Ing. Brigitte Lutz, Data Governance Koordinatorin der Stadt Wien, und Mag. Bernhard Krabina, Kompetenzzentrum für Verwaltungsforschung (KDZ) Wien, als Speaker für unser Event gewonnen werden. Gemeinsam haben sie das Open-Government-Vorgehensmodell verfasst, welches weit über die österreichischen Landesgrenzen hinaus große Anwendung findet. 

Digitalisierung beginnt bei jedem Einzelnen.

Egal, ob in einer europäischen Metropole mit 1,8 Mio. Einwohnern, oder in einer Mittelstadt wie Konstanz. Die Stadt Wien hat sich den Herausforderungen unserer Zeit gestellt und einen passenden Lebensentwurf für die Zukunft entwickelt: die Smart City Wien. Jährlich nimmt die Stadt Wien in internationalen Rankings zur Bewertung der Lebensqualität einen der vordersten Plätze ein. Die Smart City Wien zeigt: Digitalisierung und Innovation stehen nicht im Widerspruch zu einer lebenswerten Stadt, ganz im Gegenteil – sie sichern die Lebensqualität für die Zukunft!

Die Impulse aus Österreich inspirierten die TeilnehmerInnen am Dialog, die Zukunft von Konstanz auch im Zeitalter der Digitalisierung lebenswert zu gestalten. Der Open Government Dialog Konstanz brachte die Digitale Stadt Konstanz zusammen und ermöglichte einen Perspektivwechsel.

Die Dokumentation zur Tagung: Auf dem Weg zur bürgerzentrierten Smart City

             

Die Präsentationen der Referenten gibt's hier zum Download:

1. Open Government Dialog 2017

Eine ausführliche Dokumentation der Veranstaltung gibt es hier als PDF.