Abfallwege: Sperrmüll

Sperrmüllcontainer
Sperrmüll: Einer von vielen Containern auf dem Wertstoffhof

Konstanzer Sperrmüll in Zahlen

  • 1.057 Tonnen insgesamt im Jahr 2024
  • 12 Kilogramm pro Person im Jahr 2024
  • 4 Wertstoffhöfe im Stadtgebiet

Was ist Sperrmüll?

"Sperrmüll sind sperrige Abfälle aus Haushaltungen, die wegen ihrer Größe auch nach zumutbarer Zerkleinerung nicht in die im Entsorgungsgebiet vorgeschriebenen Behälter passen. Hierzu zählen jedoch nicht Abfälle aus Gebäuderenovierungen (Fenster, Türen, u. ä.) und Haushaltsauflösungen." (Auszug aus Abfallwirtschaftssatzung Stadt Konstanz, AbfwS §5,3).

Das sind beispielsweise:

  • Matratzen
  • Teppiche
  • Große Kunststoffteile, z.B. Blumentöpfe, Wäschekörbe, etc.
  • Kindersitze
  • Surfbretter
  • Ski oder Snowboards

Was ist kein Sperrmüll?

  • Nicht verwertbare Haushaltsabfälle, die in die Restmülltonne passen, sind kein Sperr-, sondern Restmüll.
    Eine Richtlinie zur Unterscheidung: Alles ab einer festen Länge von 50 cm oder mit einem Volumen größer als 10 l wird als Sperrmül entsorgt. 
  • Bauschutt oder Abfälle, die bei Gebäuderenovierungen anfallen, sind kein Sperrmüll.

Konkrete Infos finden sich im Abfall ABC.

Was passiert mit dem Konstanzer Sperrmüll?

Sperrmüll: Zu groß für die Restmülltonne

Sperrmüll wird auf dem Wertstoffhof entsorgt, das ist bekannt. Auf dem Wertstoffhof gibt es zahlreiche verschiedene Sammelgruppen, wie Altmetall, Flachglas oder Leuchtmittel. Einer der größten Container ist als „Sperrmüll“ beschriftet. Der Name geht darauf zurück, dass früher dort die Gegenstände entsorgt wurden, die zu groß – also zu sperrig – für die Restmülltonne sind. Heute werden in den Container immer noch die großen Gegenstände gesammelt, aber nur die, die nicht eindeutig einer der anderen Sammelgruppen zugeordnet werden können. Plastikstühle, Matratzen oder Snowboards sind dafür gute Beispiele. 

Sortiert, zerkleinert und recycelt

Die vollen Sperrmüll-Sammelcontainer gehen in die Verantwortung des Landkreises über. Der Inhalt wird anschließend sortiert und bestmöglich recycelt. Bei sortenreinem Kunststoff, wie zum Beispiel einem großen Blumenkübel, geht das ganz einfach: Der große Blumentopf wird zerkleinert und eingeschmolzen. Im Anschluss erhält man feines Kunststoffgranulat, so genanntes Rezyklat. Aus diesem recycelten Kunststoff können wiederum neue Produkte hergestellt werden.

Je weniger, desto besser!

Selbstverständlich gilt auch für den Sperrmüll: Der beste Müll ist der, der gar nicht erst entsteht. Im besten Fall erreichen aussortierte Gegenstände den Wertstoffhof gar nicht, weil sie in einem anderen Haushalt neue Verwendung finden. Neben der Warenbörse Fairkauf und dem Gebrauchtwarenkaufhaus in der Gartenstraße bieten Online-Plattformen und Flohmärkte zahlreiche Möglichkeiten den eigenen „Sperrmüll“ als neuen Schatz weiterzugeben.

Häufige Fragen zum Sperrmüll

Was ist der Unterschied zwischen Sperr- und Restmüll?

Vor allem die Größe: Nur das ist Sperrmüll, was nach einer zumutbaren Zerkleinerung nicht in die Restmülltonne passt. Folgende "Richtwerte" gelten für Sperrmüll: 
Eine Kantenlänge von mindestens 50 Zentimetern oder ein Volumen von mindestens 10 Litern. Die Menge fällt dabei nicht ins Gewicht. Haben Sie schlichtweg zu viel Restmüll für Ihre Tonne, so kann dieser über zusätzliche, gebührenpflichtige Restmüllsäcke entsorgt werden.

Ich habe kein Auto. Kann mein Sperrmüll auch von einer anderen Person zum Wertstoffhof gebracht werden?

Selbstverständlich kann auch eine andere Person oder ein Unternehmen Ihren privaten Sperrmüll kostenfrei auf den Konstanzer Wertstoffhöfen anliefern. Da auf den Wertstoffhöfen die Nutzungsberechtigung kontrolliert wird, füllen Sie vorab einfach das Formular für Transporteure (155 KB) aus und geben es dem Anlieferer unterschrieben mit. So ist klar, dass es sich um Ihren Sperrmüll handelt, dessen Abgabe auf dem Wertstoffhof kostenfrei ist.

Kann ich meinen Sperrmüll auch von den EBK abholen lassen?

Ja, gegen einen Kostenbeitrag pro Kubikmeter. Die Abholung erfolgt immer Freitagvormittags, zum ausgemachten Termin stellen Sie Ihren Sperrmüll vor die Tür. Die Größe und damit zusammenhängenden Kosten werden vor Ort geschätzt, die Rechnung erhalten Sie nach der Abholung zugestellt. Alle Infos finden Sie hier: Sperrmüll- und Grünfabfall-Abholung.

Warum wurde die regelmäßige Sperrmüll-Abholung abgeschafft?

In der Erinnerung war es so romantisch: Einmal im Jahr wurden aussortierte Möbel und Gegenstände vor die Tür gestellt, beim Schlendern durch die Nachbarschaft  in der Abendsonne neue Schätze entdeckt und nach einem gemütlichen Plausch mit nach Hause genommen. Ist Ihnen aufgefallen, dass es in dieser Erinnerung niemals regnet und es sich beim erinnerten Sperrmüll der Nachbarn um bestens gepflegte Antiquitäten handelt?

In der Realität war es nämlich so, dass der Sperrmüll, defekt und mit Problemstoffen behaftet, schon Tage vor den angekündigten Abholterminen an den Straßenrand gestellt wurde. Wo einmal Abfall steht, kommt schnell eine Menge wilder Müll dazu. Der vorhandene Abfall wurde auf der Suche nach Brauchbarem großflächig verteilt. Die Trennung von Wertstoffen war kein Thema, auch nicht, dass die Wetterverhältnisse den abgestellten Gegenständen zugesetzt haben. Außerdem wurde das Warten auf den Abholtermin, also die Lagerung des aussortierten Sperrmülls bis zur Abholung in der eigenen Wohnung, ein immer drängenderes Problem.
Das waren nur einige Punkte, die schlussendlich dazu geführt haben, dass die regelmäßige Sperrmüll-Abfuhr zu Gunsten der Wertstoffhöfe gestoppt wurde. Auf den vier Höfen im Stadtgebiet kann Sperrmüll korrekt getrennt, terminlich unabhängig, flexibel an fünf Tagen in der Woche kostenfrei abgegeben werden.

Hier gibt es dazu mehr Infos: Wilder Müll, Häufige Fragen

Mein Sperrmüll ist noch kein Müll! Wie findet er ein neues Zuhause?

Bei der Warenbörse Fairkauf auf dem Wertstoffhof Fritz-Arnold-Straße können Sie Gegenstände abgeben oder gegen einen geringen Unkostenbeitrag erwerben. Fairkauf betreibt auch ein Gebrauchtwarenkaufhaus in der Gartenstraße, in dem schon so einige Schätze einen neuen Besitzer gefunden haben. Online gibt es diverse Kleinanzeigen-Plattformen, um unkompliziert gebrauchte Gegenstände anzubieten. Und wer das Stöbern und den direkten Kontakt liebt, sollte sich die Flohmarkt-Termine in der Region im Kalender anstreichen.