Fragen dazu?

Anja Deschler
Geschäftsstelle Europa

Über den Konstanzer Konzilspreis

Initiiert wurde der Konstanzer Konzilspreis durch ein für Europa engagiertes Kuratorium mit Persönlichkeiten aus Politik, Medien, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Religion.

Alle zwei Jahre benennt ein Pate, der in der europäischen Öffentlichkeit steht und Ansehen für sein Engagement für ein Europa des Dialogs genießt, den mit 10.000 € dotierten Preis. Bisherige Paten sind der Schweizer Schriftsteller Adolf Muschg (2015) und Reinhard Kardinal Marx (2017).

Der Pate ehrt mit dem Konzilspreis eine Person, Institution oder Initiative, die sich für Austausch und Begegnungen in Europa stark macht, einen besonderen Beitrag für die Diskussion europäischer Zukunftsfragen leistet und deren Engagement in der Öffentlichkeit größere Anerkennung finden soll. Bisherige Preisträger sind Theatermacher Milo Rau (2015) und Prälat Dr. Peter Klasvogt für das Netzwerk „socioMovens. Giving Europe a Soul e.V.“ (2017).

Die nächste Verleihung des Konstanzer Konzilspreis findet am 4. November 2019 im Konzilgebäude statt. Der Termin im November erinnert an den Beginn des Konstanzer Konzils 1414 und die Papstwahl 1417.

Patenmodell zur Ernennung des Preisträgers

Jede Verleihung des Konstanzer Konzilspreis steht unter der Patenschaft einer für ihr europäisches Engagement bekannten Persönlichkeit. Sie wird durch das Concilium bestimmt und schlägt den Preisträger vor. Der Pate dient dem Preisträger als Laudator und „Türöffner“ für mediale Aufmerksamkeit. Er genießt das Vertrauen des Kuratoriums und übernimmt Verantwortung für den von ihm ausgewählten Preisträger.

Der Pate ist eine mit Europa identifizierbare Person, die über europaweite Bekanntheit sowie öffentliche Präsenz verfügt und sich der europäischen Geschichte verbunden fühlt. Jeder kann Vorschläge für den Paten des Konstanzer Konzilspreises bis Mitte April in Jahren mit gerader Jahreszahl bei der Geschäftsstelle Europa einreichen.

Bei dem Preisträger handelt es sich um eine lebende Persönlichkeit, eine aktiv wirkende Institution oder eine Projektinitiative. Der Preisträger engagiert sich für den Austausch in Europa und bringt sich mit seinem Beitrag in besonderem Maße für die Diskussion europäischer Zukunftsfragen in die Gesellschaft ein.

Das Kuratorium

Das für Europa engagierte Kuratorium besteht aus rund 40 Personen der Bereiche Politik, Medien, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Religion, die auf Grund ihrer Persönlichkeit oder im Rahmen ihrer Position für dieses Ehrenamt qualifiziert sind. Die Mitglieder arbeiten ehrenamtlich und gemeinnützig. Die Kuratoren engagieren sich überparteilich und bringen ihr Wissen und ihre Kontakte zugunsten des Konstanzer Konzilspreises ein.

Als Initiatoren des Konstanzer Konzilspreises begleiten die Kuratoren die Weiterentwicklung von Verfahren und Gremien und gewährleisten die Unabhängigkeit der Auszeichnung von der Tagespolitik. Das Recht zur Auswahl des Paten überträgt das Kuratorium auf das Concilium.

Mitglieder des Kuratoriums Konstanzer Konzilspreis:

  • Werner Allgöwer
  • Bettina Gräfin Bernadotte, Geschäftsführerin Mainau GmbH
  • Prof. Dr. Thomas Martin Buck, Professor für Geschichte und ihre Didaktik, Pädagogische Hochschule Freiburg
  • Uli Burchardt, Oberbürgermeister der Stadt Konstanz
  • Prof. Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh, Landesbischof der Evangelischen Kirche in Baden
  • Antje von Dewitz, Geschäftsführerin VAUDE
  • Dr. Ulrich Dohle
  • Peter Friedrich, Minister a.D. für Bundesrat, Europa und Internationale Angelegenheiten in Baden-Württemberg
  • Dr. Ulrike Guérot, Professorin für Europapolitik und Demokratieforschung, Donau-Universität Krems
  • Dr. Ernst Hebeker
  • Prof. Dr. Dieter Jahn, Universitätsrat der Universität Konstanz
  • Andreas Jung, Mitglied des Deutschen Bundestages
  • Julia Klöckner, Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft
  • Prof. Dr. Hanns-Peter Knaebel, Vorstandsvorsitzender Röchling SE & Co. KG
  • Monika Knill-Kradolfer, Regierungsrätin Kanton Thurgau
  • Prof. Dr. Renate Köcher, Geschäftsführerin Institut für Demoskopie Allensbach
  • Kerstin Krieglstein, Rektorin der Universität Konstanz
  • Kristina Larischová, Generalkonsulin der Tschechischen Republik in München
  • Prof. Dr. Klaus Mangold
  • Prof. Dr.-Ing. Carsten Manz, Präsident der Hochschule Konstanz Technik Wirtschaft und Gestaltung
  • Dr. Wolfgang Schäuble, Bundestagspräsident
  • Peter Schneider, Präsident Sparkassenverband Baden-Württemberg
  • Linn Selle
  • Prof. Dr. Dorothea Weltecke, Professorin für Geschichte der Religionen, Historisches Seminar der Goethe-Universität Frankfurt
  • Prof. Dr. Götz W. Werner, Gründer und Aufsichtsrat von dm-drogerie markt
  • Jossi Wieler, Regisseur
  • Rainer Wiesner, Geschäftsführer Südkurier Medienhaus
  • Bettina Würth, Vorsitzende des Beirats der Würth-Gruppe
  • Prof. Dr. Tomáš Zima, Rektor der Karls-Universität Prag
  • Erzbischof em. Dr. Robert Zollitsch, Erzbistum Freiburg

Das Concilium

Das Concilium umfasst 13 Mitglieder und setzt sich für die Dauer von vier Jahren zusammen. Es besteht aus Vertretern des Kuratoriums, des Konstanzer Konzilsvereins des Konstanzer Gemeinderates, einem Vertreter der Konstanzer Studierenden sowie dem Oberbürgermeister der Stadt Konstanz.

Das Concilium benennt den Paten für den Konstanzer Konzilspreis und berät über die Themensetzung der nächsten Preisverleihungen.

Mitglieder des Conciliums Konstanzer Konzilspreis:
Liste folgt

Die Gestaltung des Konzilspreises

Während der Preisverleihung bekommt der Preisträger als Auszeichnung eine Schärpe überreicht, die aus fünf Bändern geflochten ist, um die Vielfalt Europas zu symbolisieren. Die Schärpe ist ein Unikat, das in Konstanz bleibt. Die Namen von Pate und Preisträger werden bei jeder Verleihung eingestickt, so dass das Band mit der Zeit zu einem Zeugnis für europäisches Engagement wird.

Entworfen wurde die Schärpe im Rahmen eines Designwettbewerbs vom Konstanzer Designstudent Michael Huyn.