Tag des offenen Denkmals 2019

"Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur"

Lokale Veranstalter: Stadt Konstanz, Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart und Mainau GmbH

Das Bauhaus feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Kaum eine andere Strömung ist so verbunden mit dem Begriff "Moderne". Sie steht für den Bruch mit alten Vorstellungsweisen und Techniken. Dieses Jubiläum nimmt der Tag des offenen Denkmals als Motto auf, um Umbrüche in Kunst und Architektur in den Vordergrund zu stellen. Jeder Umbruch ist etwas Revolutionäres, etwas Neues und Fortschrittliches - und etwas Modernes.

Die Eröffnungsveranstaltung des diesjährigen Tags des offenen Denkmals in Konstanz wird am Samstag, 07.09.2019 um 16 Uhr im Bootslager des Ruderhauses Neptun stattfinden. Prof. Dr. Andreas Schwarting von der HTWG wird Sie mit einem Vortrag auf das Thema einstimmen. Musikalisch umrahmt wird dies von Mitgliedern der Konstanzer Band "Beyond Headlines".

Lageplan für den Tag des offenen Denkmals in Konstanz

Hier finden Sie unseren Lageplan mit den geöffneten Denkmälern.

Kontakt

Wenn Sie sich zu einer Führung anmelden möchten, können Sie das  hier  tun.

Plakat

Hier finden Sie das Plakat zum Konstanzer Tag des offenen Denkmals als Download.

Aktuelles

Wir bedanken uns herzlich für Ihr Interesse und freuen uns auf den nächsten Tag des offenen Denkmals, der am 13.September 2020 stattfinden wird. 

Das Vereinsgebäude des Ruderclubs "Neptun" ist nach einem Entwurf des Bauhausschülers und Konstanzer Architekten Hermann Blomeier gebaut. Der zweigeschossige Stahlskelettbau enthält im Untergeschoss Funktionsräume des Ruderclubs und im Obergeschoss ein Restaurant. Das Gebäude wurde 1956-1960 mehrfach in Fachzeitschriften lobend erwähnt.

Durch verschiedene Umbauten, die mehr oder weniger gelungen die ursprüngliche Leichtigkeit des Gebäudes verändert haben, wurde die Form an die Nutzung angepasst. Ein denkmalverträglicher An- und Umbau befindet sich derzeit in der Umsetzungsphase.

Das Gebäude ist zugänglich von 10-18 Uhr.


Führungen finden um 11:00, 14:00, 15:30 und 17:00 Uhr durch Frank Mienhardt, Leiter der Unteren Denkmalschutzbehörde, sowie Herrn Martin Bächle, Architekt, statt.

Ruderhaus Neptun, Spanierstraße 1b

Das "Haus der Handelslehranstalten" wurde nach Plänen des Konstanzer Architekten Hermann Blomeier im Bauhausstil erbaut. Blomeier war ein Schüler des berühmten Mies van der Rohe.
Der helle, großzügige Bau aus Sichtbeton und Glas mit Turnhalle, Hausmeisterwohnung und Außenanlagen steht exemplarisch für das moderne Bauen im 20. Jahrhundert.

Nun ist das Ensemble in die Jahre gekommen und ist sanierungsbedürftig. Auch die Nutzung als Wessenbergschule ist nur noch zeitlich befristet. Frisch saniert und modernisiert soll das Denkmal dann einer neuen Nutzung zugeführt werden.
Darüber können Sie sich am Tag des offenen Denkmals informieren.

Das Gebäude ist zugänglich im Rahmen der Führungen. 

Führungen finden um 11:00, 12:30 und um 14:00 Uhr durch Christiane Heynen, Untere Denkmalschutzbehörde, und Martin Klingler statt. Treffpunkt ist in der Eingangshalle.

Wessenbergschule, Winterersteig 5/7

c/ Schaudt Architekten 

Eingebettet in hügeliges Gelände liegt die Geschwister-Scholl-Schule am Rande des Schwaketenwaldes. Der Architekt Herbert Schaudt hat die Schule als Modulbau konzeptioniert, um Flexibilität und eine zukunftsoffene Gestaltung zu ermöglichen. Das 1972-1976 errichtete Gebäude setzt sich aus mehreren Modulen in Form von Rechteckigbauten mit Flachdächern zusammen. Diese sind verschoben und gestaffelt angeordnet und durch Gänge miteinander verbunden.
Am Haupteingang liegt die großzügige Eingangshalle, die als Aula, Treffpunkt, Pausenhalle, Festsaal und Ausstellungsraum genutzt wird. Sie erfüllt zusammen mit dem rasterartigen Erschließungssystem die in den 1970er Jahren geforderte „Durchlässigkeit“ innerhalb eines vertikalen und horizontalen Schulsystems.

Die entsprechend dem Bestand fortgeführten Erweiterungen wie Mensa und neue Schulzimmer-Trakte im Südosten zeigen, dass sich das ursprüngliche Konzept des Schulbaus bewährt hat. Es enthält die ursprünglich schon gewollte Flexibilität für jüngere Erweiterungen bzw. Veränderungen.

Eine Sanierung des Gebäudes ist durch Asbest-Belastung und Wärmeschutz unumgänglich, hierüber können Sie sich vor Ort informieren.

Das Gebäude ist von 11-18 Uhr geöffnet.

Führungen um 11.00, 12.30, 14.00, 15.30, 17.00 Uhr durch Thomas Adam, Helmut Hagmüller, Tobias Strecker, Frank Mienhardt und Anja Rothöhler.

Die Führungen um 11.00, 14.00 und 15.30 Uhr haben das Thema "Architektur und Pädagogik" als Schwerpunkt gesetzt. In diesen Führungen geht es vorrangig um das pädagogische Konzept der Schule. Führen werden Sie Helmut Hagmüller und Tobias Strecker vom Architekturbüro Schaudt, Anja Rothöhler vom Hochmauamt der Stadt Konstanz und Thomas Adam, Oberstudiendirektor an der Geschwister-Scholl-Schule.

Die Führungen um 12.30 und 17.00 Uhr behalndeln das Thema "Architektur und Denkmalpflege". Diese Führungen werden von Helmut Hagmüller und Tobias Strecker vom Architekturbüro Schaudt, Anja Rothöhler vom Hochmauamt der Stadt Konstanz und Frank Mienhardt, Leiter der Denkmalpflege der Stadt Konstanz, geleitet.

Geschwister-Scholl-Schule, Schwaketenstraße 110/112

c/ H. Kabus

Errichtet in der Senke des Hockgrabens besitzt die Kirche Maria-Hilf eine weite Ausstrahlung und steht in Fernbeziehung zur ebenso auf den Hockgraben bezogenen Universität auf dem Giesberg. Der sechseckige Zentralbau mit freistehendem Turmmassiv wurde 1964-1967 von Franz Hitzel erbaut. Sichtbeton und und in den Beton eingesetzte Dickglasscheiben prägen den Bau von außen und erzeugen im Inneren ein fein abgestimmten Farbspiel des Lichts.

Das Innere orientiert sich konsequent an der Idee des Zentralbaus. In der geometrischen Mitte der Kirche sitzt der Tabernakel, der zugleich die Spitze des Altarpodestes markiert. Auch das leicht ansteigende Gestühl ist geometrisch exakt auf die Stätte der Eucharistie bezogen.

Das Gebäude ist allgemein zugänglich im Rahmen der normalen Öffnungzeiten. Bitte beachten Sie die Gottesdienstzeiten am Sonntag.

Führungen sind um 12.30, 15.30 und 17.00 Uhr durch Dr. Johann-Peter Regelmann.

Katholische Kirche Maria-Hilf, Maria-Hilf-Platz 5

c/ Fam. Blomeier

Die geostete Saalkirche mit nördlichem Seitenschiff und einem über ein Zwischenstück an das Seitenschiff angebundenen, ansonsten freistehenden Turm wurde von Hermann Blomeier in den Jahren 1956-57 erbaut. Der Sakralbau der Kreuzkirche besteht aus einem tragenden Betonrahmengerüst mit leicht zurückspringenden Ausmauerungen in einer Kombination aus Ziegelsteinen und wabenförmigen Betonformsteinen mit eingesetzten Dickglasscheiben, die ihrerseits innenseitig mit farbigen Vorsatzgläsern belegt sind. Die Kombination der Elemente und Materialien erlauben sowohl eine spannungsreiche Wandbehandlung als auch eine wirkungsvolle Rauminstrumentierung. Bewusst setzt Blomeier Licht und Lichtfarbe ein, um den Raum erlebbar zu machen und die Raumbereiche virtuell von einander zu trennen.

Die Kirche ist zwischen 11 und 18 Uhr zugänglich.

Führungen finden um 11.00 und 15.30 Uhr durch Pfarrer Juri Dörsam,  und um 12.30 Uhr durch Christoph Blomeier statt.

Evangelische Kreuzkiche, Brachsengang 15

Die Universität Konstanz drückt der lieblichen Bodenseelandschaft in Sichtweite zur Mainau ihren unverkennbaren, auf den ersten Blick vielleicht verstörenden Stempel auf. Mutet sie aber nicht zugleich wie eine „mediterrane Bergstadt" an, welche sich mit der Topographie spannungsreich auseinandersetzt und der Kulturlandschaft eine neue Qualität hinzufügt? Als durchorganisierte Campusanlage verkörpert sie jedenfalls die Aufbruchstimmung der 1960er/70er Jahre, ist also ein typisches Produkt ihrer Zeit. Dass an der Universität Konstanz bis heute nach dem vorhandenen „Strickmuster" weitergebaut wird, beweist zugleich den vorausschauenden Charakter der damaligen Planungen.

Führungen zur „Kunst am Bau“ um 14.00 und 15.30 Uhr durch Birgit Rucker, Treffpunkt: Eingang Hörsaalgebäude

Universität Konstanz, Universitätsstraße

Um den immer größer werdenden Wasserbedarf des in den Jahren zwischen den Weltkriegen massiv wachsenden Konstanz sicherzustellen, wurde 1928/29 auf der über dem Überlinger See steil aufsteigenden Allmannshöhe ein moderner Wasserturm errichtet. Ein Aussichtsturm musste weichen, um dem Bauwerk des damaligen Stadtbaumeisters Paul Jordan Platz zu machen. Das massive Äußere täuscht über den Skelettbau im Inneren hinweg, der aus 12 Stützen aus Eisenbeton konstruiert ist. Der Wasserbehälter im Inneren fasst 300.000 Liter Wasser. Die betont schmucklose Fassade zeigt deutlich den Einfluss des Neuen Bauens.

Um den Rest des Turms nicht leer stehen zu lassen, entschied man sich, die in die Jahre gekommene und ihrer zeitgemäßen Nutzung nicht mehr gerecht werdende Jugendherberge aus der Unteren Laube in die unteren Stockwerke des Wasserturms zu verlegen. Zusammen mit einem Anbau für Wirtschafts- und Tagungsräume und dem ehemaligen Pfarrhaus wurde die neue Jugendherberge 1931 eingeweiht. Durch eine Aussichtplattform kann der Turm auch als Aussichtsturm genutzt werden.

Der Turm ist zugänglich im Rahmen der Führungen, diese finden um 11.00, 14.00 und 15.30 Uhr durch Ilse Friedrich statt. Eine Voranmeldung ist erforderlich, die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Die Kontaktdaten für die Anmeldung finden Sie unten auf der Seite.

Wasserturm Allmannsdorf, Zur Allmannshöhe 16

In Stromeyersdorf, unmittelbar am Seerhein beim Wollmatinger Ried, steht der markante Wasserturm. Mit seiner unverwechselbaren Präsenz zeugt er von der Zeit, als dort das größte Konstanzer Fabrikareal stand, die Zeltfabrik L. Stromeyer. Diese war mit Anlehnungen an eine dörfliche Siedlung konzipiert und erhielt so den Namen Stromeyerdsorf.

Der Funktionsbau stand nach der Stilllegung des Werkes leer. Im Jahr 2011 umfassend saniert befinden sich in dem Funktionsbau mehrere Büros der IT- und Kommunikationsbranche. Im Turmkopf befindet sich ein Konferenz- und
Loungebereich.

Das Erdgeschoss des Wasserturms und das Pumpenhaus sind durchgehend von 11 bis 18 Uhr geöffnet, die Obergeschosse sind im Rahmen von Führungen mit begrenzter Teilnehmerzahl um 11.00, 14.00, 15.30 und 17.00 Uhr zugänglich. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.

Wasserturm und Pumpenhaus Stromeyersdorf, Turmstraße 30/32

Das im durch die Häuschen der Fischer und Schiffsleute geprägten Allmannsdorf sicherlich auffälligste Gebäude ist das Wohnhaus des Architekten Christoph Biehler in der Fischerstraße 16. Das Haus mit Flachdach besteht aus drei rechtwinklig ausgerichteten Kuben aus Sichtbeton und grauem Granit aus dem Maggiatal im Tessin. Zum öffentlich einsehbaren Bereich eher verschlossen auftretend öffnet sich der Bau zum See hin großzügig, teilweise mit raumhohen Fenstern.

Sichtbetonoberflächen prägen zum Teil auch die Innenräume, so vor allem Wände und Decken des großen Wohnraums, wo die Heizung – damals sehr innovativ – in der Betonwand verlegt ist und energieeffiziente Strahlungswärme erzeugt. Graue Fußbodenfliesen und graue Fensterrahmen sowie Einbauschränke, Türen, Treppenstufen, im Mittelflügel verkleidete Decken – allesamt in mittelbraunem Holzton – gehören zur originalen Ausstattung und Farbgebung.

Das Privathaus ist zugänglich im Rahmen der Führungen, die um 11.00, 12.30, 15.30 und 17.00 Uhr durch Christoph Biehler stattfinden.

Eine Voranmeldung ist erforderlich, die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Die Führungen sind bereits belegt. Die Kontaktdaten für die Anmeldung finden Sie unten auf der Seite.

Wohnhaus, Fischerstraße 16

c/ A. Stiegeler

Die Villa am Seeufer wurde auf einer ehemaligen, zugeschütteten und nun als Garten angelegten Kiesgrube errichtet. Der repräsentativ-schlichte Bau der Villa Stiegeler wurde im sogenannten Reformstil in den Jahren 1921-23 von Albert Friedrich Speer errichtet. Viele Details der Originalausstattung sind noch vorhanden, besondere Erwähnung verdient hier das sogenannte "Zarenparkett" im Salon, das ursprünglich in einem nicht mehr realisierten Lusthaus des letzten Zaren eingebaut werden sollte.

Der Mittelsalon und die Gartenterrasse werden im Rahmen der Führungen zugänglich sein. Die Führungen finden jeweils um 11.00, 14.00 und 17.00 Uhr durch Alexander Stiegeler statt.

Eine Voranmeldung ist erforderlich, die Teilnehmerzahl ist begrenzt, für die Führungen sind leider keine freien Plätze mehr verfügbar.

Villa Stiegeler, Hermann-Hesse-Weg 16

Das Rosgartenmuseum wurde als städtisches Museum 1874 in zwei mittelalterlichen Zunfthäusern eingerichtet. Von der ursprünglichen Einrichtung hat sich vieles erhalten.

Das Museum ist von 10.00 bis 17.00 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet.

Um 11.00 Uhr findet eine Stadtführung mit David Bruder zum Thema „Die gar nicht so alte Altstadt – Historismus und Jugendstil rund ums Rosgartenmuseum“ statt. Treffpunkt ist die Kasse im Museum.
Um 12.30 Uhr wird Lukas Barwitzki eine Hausführung zum Thema „Das Haus als Objekt – Kunst- und Architekturgeschichte des Rosgartenmuseums“ leiten. Treffpunkt ist ebenfalls die Kasse im Museum.

Ansprechperson im Museum ist:
Katharina Schlude
Städtische Museen
Tel: 07531/900-913
Katharina.Schlude@konstanz.de

Rosgartenmuseum, Rosgartenstraße 3/5

Die Ursprünge des Mainauparks liegen in einer Burg des Deutschen Ordens, die 1732-46 durch Johann Caspar Bagnato zur barocken Schlossanlage umgebaut wird.

Zur aktuellen Instandsetzung des Mainau-Schlosses werden unterschiedliche thematische Führungen von den Architekten, Ingenieuren und der zuständigen Landesdenkmalpflegerin angeboten. Im Mittelpunkt stehen die laufenden Arbeiten am Dach, die zunächst an einem 3D-Modell und schließlich am Objekt selbst erläutert werden. Der Besucher erhält die Möglichkeit den Festsaal des Schlosses zu besuchen und kann mit den vor Ort tätigen Architekten über die aktuellen Reparaturmaßnahmen diskutieren. Mit Hilfe des 3D-Modells werden Teile des Daches, die nicht zugänglich sind, aus nächster Nähe erfahrbar gemacht. Es erfolgt eine Vermittlung der Schadensprozesse und der Reparaturarbeiten durch Handwerker und Ingenieure..

https://www.mainau.de/de/

Zugänglich im Rahmen der Führungen

Führungen finden um 11.00, 12.30, 14.30 und 16.00 Uhr durch Klaus Edelhäuser, Till Läpple und Dr. Christine Schneider statt, Treffpunkt: Information am Inseleingang (Voranmeldung erforderlich)

Kontakt:
Mainau GmbH
Tel. 07531/303-0
info@mainau.de

Ihr Kontakt für die Anmeldung:

Christiane Heynen, Stadt Konstanz, Untere Denkmalschutzbehörde
Tel.: 07531/900-777
E-Mail: Christiane.Heynen@konstanz.de

Bitte beachten Sie, dass die Teilnehmerzahlen für die Anmeldungen begrenzt sind. Es handelt sich hier um nicht öffentlich zugängliche oder gar private Bauten, die privat genutzt oder bewohnt werden. Daher sind die Teilnehmerzahlen auf 20 Personen pro Führung beschränkt.

Anmeldungen nach dem 05.09.2019 können nicht mehr beachtet werden.

Kurzfristige Änderungen sind vorbehalten.