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Mechthild Kreis
Amt für Stadtplanung und Umwelt
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Handlungsprogramm Wohnen

Mit dem „Handlungsprogramm Wohnen in Konstanz" packt die Stadt Konstanz das Thema Wohnen offensiv an. Um das notwendige Wohnungsangebot bereitstellen zu können, müssen Flächen im Innen- wie im Außenbereich entwickelt werden. Primäres Ziel ist, dass Konstanz attraktiv und lebenswert für alle Bevölkerungsschichten und Familien bleibt. In den Stadtteilen sollen ausgewogene Bevölkerungsstrukturen erhalten und geschaffen werden.

Groß- und Universitätsstädte, wie auch Konstanz, gehören bundesweit zu den wachsenden Städten mit weiter steigenden Bevölkerungsprognosen und deutlich angespannten Wohnungsmärkten.

Einher mit der Zuwanderung und noch anhaltender Haushaltsverkleinerungen ergibt sich eine weiterhin hohe Wohnungsnachfrage. Ohne eine kräftige und zeitnahe Ausweitung der Flächenpotenziale für den Wohnungsbau werden auch künftig Haushalte mit kleinem Geldbeutel und junge, sogar gutverdienende Familien aus der Stadt ins Umland verdrängt. Hiermit verbunden ist eine zunehmende Zersiedlung, da im Umland (ländlicher Raum) weniger dicht gebaut wird, zudem steigt das Verkehrsaufkommen, da die Anzahl der Einpendler zunimmt.

Darum hat der Konstanzer Gemeinderat in 2014 das Handlungsprogramm Wohnen beschlossen, das im Januar 2018 im Rahmen einer Evaluation mit ergänzenden Beschlüssen zu einzelnen Maßnahmen nachjustiert wurde.

Im Zeitraum 2016 bis 2035 sollen insgesamt 7900 Wohnungen gebaut werden. Grundlage für diese Zahl ist die Wohnungsbedarfsprognose vom Institut empirica (Berlin) für Konstanz. Es werden rund 40 Planungsgebiete entwickelt, die sich über das gesamte Stadtgebiet verteilen. Ein Teil der Wohnungen wird im Bestand gebaut. Ziel ist es, bezahlbaren Wohnraum für alle zu schaffen, damit Konstanz attraktiv und lebenswert für alle Bevölkerungsschichten und Familien bleibt. Das macht eine Vielfalt an Bauformen - es sollen auch Baugemeinschaften und Modellprojekte berücksichtig werden - sowie die Mischung unterschiedlicher Zielgruppen und Preissegmente mit entsprechenden Bindungen in den neuen Quartieren erforderlich.

Bisher sind in den Jahren 2011 bis 2016 insgesamt 2.412 neue Wohnungen entstanden, das Planziel von 2.150 Wohnungen wurde dabei um 12% deutlich übertroffen.

Bezahlbarer Wohnraum

Ein wichtiges Ziel besteht darin, bezahlbaren Wohnraum für Familien zu schaffen. Mit dem Handlungsprogramm Wohnen lässt sich der Wohnungsmarkt steuern.

Wohnraummelder

Per E-Mail können Bürgerinnen und Bürger Anregungen geben und Vorschläge einreichen, wo sie die Möglichkeit sehen, neuen Wohnraum in der Stadt zu schaffen oder bestehenden Wohnraum besser zu nutzen.

Positive Bilanz zum Wohnen

Gutachten von 2017 zeigt, dass bisherigen wohnungsbaupolitischen Aktivitäten greifen.

"Die Stadt Konstanz muss wegen ihrer besonderen Lage und ihres dynamischen Wachstums noch früher als andere Städte eine Lösung finden, wie mehr Menschen auf weniger Raum leben möchten." - so Uli Burchardt, Oberbürgermeister der Stadt Konstanz. Um gemeinsam mit den BürgerInnen, der Wissenschaft und allen am Stadtentwicklungsprozess Beteiligten Lösungen für eine nachhaltige und flächensparende Konstanzer Stadtentwicklung zu finden, wurde 2016 das Projekt "Zukunftsstadt Konstanz" initiiert. Nach der erfolgreichen Teilnahme an den ersten beiden Phasen des bundesweiten Förderprogramms "Zukunftsstadt" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) wurde das Projekt 2019 in das Förderprogramm "Nationale Projekte des Städtebaus" des Bundesministeriums des Inneren, für Bau und Heimat (BMI) aufgenommen.