Neuer Immobilienmarktbericht erschienen

Die Auswertung der Kaufpreissammlung des Gutachterausschusses liegt vor

Beispielbild Architekturmodell

Wie viele Kaufverträge wurden 2018 in Konstanz geschlossen? Welche Beträge wurden dabei umgesetzt? Wie groß ist der Unterschied zwischen Erst- und Weiterverkauf? Besonders für potentielle Käufer und Verkäufer dürften diese Informationen zur Orientierung nützlich sein. Antworten auf sämtliche Fragen rund um den Verkauf und Kauf von Immobilien in Konstanz liefert der Immobilienmarktbericht, der aktuell erschienen ist.

Die Kaufpreissammlung wird von der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses erstellt, einem unabhängigen Gremium von ehrenamtlichen Sachverständigen. Sobald ein Kaufvertrag über eine Immobilie oder ein Grundstück in Konstanz geschlossen wird, erhält die Geschäftsstelle in der Abteilung für Grundstückswertermittlung und Bodenordnung eine Kopie von diesem. Namen oder andere private Angaben werden für die Statistiken nicht gespeichert. Um die Auswertung der dabei entstehenden Kaufpreissammlung zu vervollständigen, werden Käufer und Verkäufer Fragebögen zugeschickt, um beispielsweise die Anzahl der Mieteinheiten, die Miethöhe oder den Zustand des Objekts zu erfragen. Zu diesen Angaben sind die Käufer und Verkäufer nach dem Gesetz verpflichtet. „Je mehr Daten wir bekommen, desto aussagekräftiger wird der Bericht“, fasst Michael Frei, Abteilungsleiter beim Amt für Liegenschaften und Geoinformation und Leiter der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses, zusammen.
 
Resultat all dieser Daten und Angaben ist zum einen der Immobilienmarktbericht, zum anderen der errechnete Bodenrichtwert und weitere für die Wertermittlung erforderliche Daten. Zu den weiteren Aufgaben des Gutachterausschusses und seiner Geschäftsstelle gehört die Erstellung von Gutachten zum Verkehrswert eines Objekts sowie zur Höhe der Entschädigung bei Rechtsverlusten oder anderen Vermögensnachteilen – sprich festzustellen, was ein Gebäude wert ist.
 
1.060 Vertragsvorgänge fanden 2018 in Konstanz statt, 389,1 Millionen Euro wurden dabei umgesetzt. In der Auswertung findet man neben den Angaben über umgesetzte Beträge und Bodenflächen unter anderem auch eine Aufschlüsselung zur Bewertung des Wohneigentums aufbereitet, da hierbei beispielsweise zwischen Erst- und Weiterverkauf, Wohnlage, Wohnungsgröße und Ausstattung unterschieden werden muss.
 
Die Bodenrichtwerte sind im Jahr 2018 mit 4,3 Prozent Steigerung (Vorjahr 9,3 Prozent) in der Gesamtstadt erstmals weniger stark angestiegen wie in den Jahren zuvor. Auch im Bereich Wohnungseigentum bewegte sich die Preisentwicklung nicht mehr so stark wie in den Vorjahren. Im Mittel stiegen die Eigentumswohnungen in der Gesamtstadt um 3,5 Prozent (Vorjahr 11,1 Prozent).
 
Die Abfrage der Bodenrichtwerte und der Richtwerte für Wohnungseigentum ist kostenlos im Internet unter www.konstanz.de/bodenrichtwerte möglich. Interessierte Bürger können so den Wert und die Lageklasse ihres Wohnorts abrufen. Der Immobilienmarktbericht kann für eine Gebühr von 26,75 Euro im Amt für Liegenschaften und Geoinformation (liegenschaften@konstanz.de) angefordert beziehungsweise im Baupunkt im Verwaltungsgebäude Laube, Untere Laube 24, direkt erworben werden.