Futuristische Welt

Studierende aus fünf Fachbereichen und drei Hochschulen setzen im Konstanzer Turm zur Katz einen beeindruckenden "LINK zur Künstlichen Intelligenz"

Bild: HTWG

»Künstliche Intelligenz« ist vor allem eines: unsichtbar. Sie setzt sich zusammen aus komplizierten Algorithmen und Codes, die sowieso nur wenige Menschen begreifen. Daraus eine Ausstellung für ein breites Publikum zu machen, war die schwierige Aufgabe für Masterstudierende der Fachbereiche Kommunikationsdesign, Architektur, Geschichte, Informatik und Musikdesign. Zwei Semester haben sie auf Konzeption und Umsetzung der Ausstellung »LINK zur Künstlichen Intelligenz« verwendet. Nun ist sie bis zum 8. September im Konstanzer Turm zur Katz zu sehen – und macht das Phänomen »KI« unterhaltsam, verständlich und visuell eindrücklich sichtbar.

Die Ausstellung ist auch Ergebnis einer »zeitgemäßen Lehre«, wie Eberhard Schlag, HTWG-Professor für Architektur und Design, bei der Vernissage vor mehreren Hundert Gästen erläuterte. Zu dieser Lehre gehöre es, »über den Tellerrand« zu schauen und interdisziplinär zusammenzuarbeiten. Das hat Schlag getan: gemeinsam mit dem Informatikprofessor Harald Reiterer (Universität Konstanz), dem Historiker Jan Behnstedt-Renn (Universität Konstanz), dem Musikprofessor Florian Käppler (Musikhochschule Trossingen) und vielen anderen Lehrenden, gemeinsam mit zu Beginn 75 und am Ende 40 Studierenden, die mit einer unglaublichen Energieleistung den Turm zur Katz in eine futuristische Welt verwandelt haben.

Man betritt diese Welt durch den »Desktop« im Erdgeschoss, wo Filme und Impressionen auf Stoffbahnen projiziert werden und der Besucher einen ersten, auch klanglich gewaltigen Eindruck bekommt. Weiter geht es im ersten Stock durch die »Platine« mit Schwarzlicht-Effekt und leuchtenden Monitoren hinauf zum »Serverraum«, dessen Türen sich öffnen lassen in einzelne Kabinen, die unterschiedliche Aspekte der KI beleuchten. In logischer Folge schließt ganz oben im Turm die »Cloud« den Rundgang ab, es warten Rechner, mit denen man sich unterhalten kann und die im Lauf der Ausstellung dazu lernen.

Jedes Stockwerk schafft dabei eine eigene visuelle und akustische Welt. Klänge, Spiegelungen, Licht und Raumaufteilung faszinieren den Betrachter immer wieder. Information und Atmosphäre in idealer Verbindung sozusagen. Und wer den Konstanzer Turm zur Katz kennt, wird ihn nicht wiedererkennen.
 
Infos zu Ausstellung und Führungen:
http://link-ki.de/